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Screenshot Youtube 4k-Video mit anwählbarer Original-Auflösung

Youtube hat heute auf der VidCon 2010 Videos in der irren, vierfachen HD-Auflösung 4k angekündigt.

„Mit den Begriffen 2K und 4K werden die für die Produktion von Kinofilmen genutzten Auflösungen der Ausbelichtung der Bilder auf Filmmaterial bezeichnet und die Auflösung von digitalen Kinokameras angegeben.“ (wikipedia)

Die derzeit im Consumerbereich verwendete HD Auflösung entspricht maximal 1920 mal 1080 Bildpunkten (und einem Verhältnis von 16 zu 9 gleichgroßen Einheiten der Bildschirmseiten). Das entspricht also 2.073.600 Punkten aus denen sich das Bild zusammensetzt. Das Bild von 4k hingegen kann sich aus bis zu 12.582.912 Bildpunkten zusammensetzen, seine Auflösung ist also bis zu 4096 mal 3072 Punkten (Seitenverhältnis 4:3). Das ist so groß wie das Bild einer 12 Megapixel Digitalkamera, nur das es kein Standbild ist, sondern sich bewegt. In den entsprechenden Videos ist das Format als „Original“ anwählbar.

Nachtrag 10.07.2010: Youtube selber spricht von 4096p, was aber scheinbar irreführend ist. Der derzeitigen Terminologie nach handelt es sich um 3072p bei 4:3 bzw. zum Beispiel 2160p im 16:9 (17:9) Format (auch 4K Cinema). Darauf wurde ich von @TimmTom auf Twitter hingewiesen. Zur Terminologie gibts zum Beispiel weiterführende Diskussionen bei Digg.

Hier ein Vergleich des Größenverhältnisses zwischen einem HD Videobild mit 720p (16:9 Breitbild) und dem maximal möglichen 4096p bzw. 2160p (ebenfalls als Breitbild mit dann 4096 mal 2160 Bildpunkten):

720p

4096p (laut Youtube, eigentlich 2160p)

Die Größen stimmen nicht zu 100 Prozent. Beachtet: das obere, kleinere Bild ist ein HD Bild (ins Verhätlnis gesetzt). So kriegt man mal einen Eindruck, wie groß so ein 4K Video ist.

Interessant:

„Der Speicherbedarf der Daten der Ausbelichtung schwankt zwischen 1,25 Terabyte (2k, 24 fps, 90 Minuten) bis hin zu 10 Terabyte (4K, 24 fps, 180 Minuten)“ (Wikipedia)

Hier gibts Beispielvideos.

Beachtet, dass auf Euren Bildschirmen vermutlich diese extrem hohe Auflösung gar nicht darstellbar ist (falls Euer Computer das Video überhaupt in „Original“ flüßig abspielt), denn kaum ein Monitor dürfte eine derart hohe Auflösung haben.

Hier ein Auszug aus der Mitteilung von Youtube selbst:

„Today at the VidCon 2010 conference, we announced support for videos shot in 4K (a reference resolution of 4096 x 3072), meaning that now we support original video resolution from 360p all the way up to 4096p. To give some perspective on the size of 4K, the ideal screen size for a 4K video is 25 feet; IMAX movies are projected through two 2k resolution projectors.

We always want videos on YouTube to be available in the highest quality possible, as creators intend. In December of last year, we announced support for 1080p, or full HD. At 1096 x 3072 pixels, 4K is nearly four times the size of 1080p.“ (Youtube Blog)

Tja, jetzt brauche ich nur noch ein Kino, um mir die 4k Videos anzuschauen zu können 😉

Übrigens: Es gibt Kameras, die noch viel viel viel größere Videos aufnehmen können.

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Update 31.5.: Susan Boyle gewinnt Britain’s Got Talent nicht.

Die schottische Küchenhilfe Susan Boyle, die durch die britische Talentshow „Britain’s Got Talent“ über Nacht weltberühmt wurde, setzt ihren Siegeszug durchs Internet schier unaufhaltsam fort. Dem sogenannten „Verfahren zur echten Reichweite“ zu Folge haben Susan Boyles Videos (bei Youtube) bislang insgesamt 186 Millionen Klicks erzielt. Susan Boyle liegt damit auf Platz 5 bei den meistgesehenen (viralen) Webvideos aller Zeiten. Bemerkenswert, die Plätze oberhalb und unterhalb von ihr belegen Videos die teilweise schon weit über ein Jahr online sind. Susan Boyle hingegen ist noch nichtmal einen Monat vertreten. (Auf diese Rangliste wurde ich durch Basic Thinking aufmerksam).

Ärgern dürfte sich weiterhin ITV, die aufgrund ihrer starren Haltung zum Thema „Urheberrechtsverltzungen“ im Internet eine ganze Menge Werbeeinnahmen verloren haben. Freuen tut sich hingegen ein britischer Bäcker aus Cheshire. Der hat nämlich eine Pizza gebacken, die genauso aussieht wie Susan Boyle (The Sun): Sieht nicht so lecker aus, schmeckt aber hoffentlich genausogut wie Susan Boyle singen kann.

Update 31.5.: Susan Boyle gewinnt Britain’s Got Talent nicht.

Wie der britische Sender ITV 1,5 Millionen Pfund möglicher Werbeinnahmen verlor, weil er sich gegenüber dem „Parasiten“ Youtube und den Gegebenheiten der neuen Medien stur stellte.

Wer sich das Verhalten großer Fernsehkonzerne oder anderer Rechteinhaber in Bezug auf Youtube anschaut, sieht, dass die riesige Plattform vielen ein Dorn im Auge ist. RTL lässt Clips löschen, um sie selber auf Clipfish vermarkten zu können. Sevenload, die die Internet-Verwertungsrechte für das deutsche Big Brother haben lies ebenfalls Youtube-Videos löschen. Was natürlich angesichts der Fans, die Stunden damit zubrachten, die Videos bei Youtube einzustellen eine unglaublich dämliche Aktion ist. Ich habe sevenload seitdem den Rücken gekehrt, nicht, weil ich jetzt unbedingt Big Brother Videos bei Youtube sehen will, sondern weil die Art und Weise wie sevenload mit einer externen sozialen Gemeinschaft (also den Big Brother-Fans), beim Versuch ein Business daraus zu machen, umgeht, unanständig ist.

ITV, der britische private TV Sender, den man mit RTL vom Profil her vergleichen kann, und der u.a. das Dschungelcamp, das britische Pop Idol und eben auch Britain’s Got Talent sendet, ist auch so ein unsymphatischer Fall. Als ich im vergangenen Jahr hier Youtube-Videos von X-Factor-Kandidatin Diana Vickers eingebunden habe, musste ich ständig die Videos austauschen, weil ITV diese offenbar löschen lässt. Dabei ist doch gerade das gute Promotion für die zukünftigen Künstler und das Renomee der Show. ITV-Chef Michael Grade hasst Youtube gar so sehr, dass er es im vergangenen Jahr einen „Parasiten“ nannte.

Wie wenig Ahnung ITV offensichtlich von den neuen Medien hat oder wie sehr sie sich gegen sie streuben, wurde trotz des großen Erfolgs des Paul Potts-Videos (48 Millionen Youtube-Zuschauer) mal wieder anhand von Susan Boyle deutlich. Innerhalb von drei Wochen hat die Küchenhilfe aus Schottland, die an der Talentshow „Britain’s Got Talent“ teilnimmt, quasi das Internet überrannt und ist mit 46 Millionen Zuschauern (beim meistgesehen Video auf Youtube von ihr) bald an Paul Potts vorbeigezogen. Insgesamt sind es schon über 100 Millionen Zuschauer. 100 Millionen und wir sehen keinen einzigen bloody Penny, muss sich ITV derzeit denken. Der Verlust durch das verpasste Online-Werbegeschäft beläuft sich Schätzungen zufolge auf 1 bis 1,5 Millionen britische Pfund.

Die Lage ist kompliziert. ITV kann jetzt natürlich nicht das oder die Videos löschen lassen, die andere bei Youtube hochladen, und die millionenfach geschaut werden. Statt dessen hat Britain’s Got Talent Produzent „FreeMantle“ einen offiziellen Youtube-Channel eingerichtet. Wie es aussieht, besitzt FreeMantle die digitalen Verbreitungsrechte für Britain’s Got Talent im Ausland. Sobald wir etwa hier in Deutschland Susan Boyle oder ein anderes Video von Britain’s Got Talent anklicken, will FreeMantle Werbung im Umfeld des Clips senden. Einen entsprechenden Deal hat die Produktionsfirma mit Youtube abgeschlossen.

ITV hingegen kann, wenn überhaupt, nur mit Clips Geld verdienen, die von UK-Nutzern angesehen werden. Einen Deal mit Youtube dazu gibt es noch nicht. ITV möchte am liebsten Pre-Roll-Ads in die Videos einbinden, das mag Youtube aber nicht. Selbst wenn ITV und Youtube sich aber noch einigen sollten: Das Geschäft haben sie jetzt schon verpasst. Geschieht ihnen Recht. Aus Fehlern wird man aber hoffentlich klug.

Nachtrag 29.4.: In diesem Zusammenhang auch relevant: „10 Thesen zum Modernisierungsversagen der Medieneliten“ bei carta. Zitat: „Die Medienindustrie ignoriert weite Teile der technologischen Potenziale des Internets, weil sie nicht zu ihrem Geschäftsmodell passen […]. Wer sich dem neuen Medium derart verweigert, ist an der Misere auch selbst schuld. Das einzig wirklich Erfolg versprechende Mittel gegen massenhafte Urheberrechtsverletzungen sind legale Angebote, die besser und bequemer sind als die der Piraten.“

Wer derzeit oder in Zukunft Videoausschnitte von Big Brother 9 bei Youtube sucht, wird vermutlich enttäuscht werden. Da sevenload „das exklusive Online Recht für Bewegtbild von Big Brother 9“ besitzt sind wohl auf Bemühen des Unternehmens viele Big Brother Videos bei Youtube gelöscht und die entsprechenden Accounts gesperrt wurden. Das BB-Blog bei WordPress schreibt: Bei Aufruf der Dateien bekommt man die Meldung “Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von sevenload GmbH nicht mehr verfügbar.”

Dazu teilt sevenload mit:

Bei den zur Debatte stehenden urheberrechtlich geschützten Werken handelt es sich um Videos der aktuellen Big Brother 9 Ausstrahlung, welche aus unserem Livestream bzw. der TV-Ausstrahlung von RTL2 oder Premiere kopiert wurden. Wir, die sevenload GmbH, verfügen über das exklusive Online Recht für Bewegtbild von Big Brother 9.

Das urheberrechtlich geschütze Werke bei Youtube immer wieder gelöscht werden, ist nichts neues und auch irgendwie logisch. Neben der reinen Urheberrechtsfrage ist aber immer öfter natürlich auch der Wunsch der Content-Industrie Videoschnipsel selber zu vermarkten groß. Auch RTL lies bei Youtube DSDS-Videos löschen.

Dazu schreibt das Handelsblatt:

Fernsehkonzern RTL zieht das Urheberrecht kostenloser Promotion vor und hat zahlreiche YouTube-Videos mit Ausschnitten aus der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ löschen lassen. Der wahre Grund für diese Aktion dürfte aber gar nicht die Sorge um die eigenen Rechte sein, sondern die Sorge um die eigene Videoplattform Clipfish. Der YouTube-Konkurrent leidet seit Anfang 2008 unter rückläufigen Nutzerzahlen – aus 12,26 Mio. Visits im Januar 2008 wurden laut der Internet-Vermesser der IVW im Dezember nur noch 6,77 Mio. Mit der exklusiven Verwertung der „DSDS“-Videos sollen diese Zahlen gepusht werden.

Daran ist erstmal nicht viel zu kritisieren, aber ich glaube nicht, dass eine solche Strategie langfristig funktionieren kann. Die Kommerzialisierung von Internet-Communities ist problematisch und erzeugt bei nicht wenigen Nutzern Abwehrreflexe. Was man bislang aus eigenem Antrieb, als Fan für andere Fans gemacht hat (etwa das Hochladen von Big Brother Videos bei Youtube) soll man plötzlich im Dienst eines profitorientierten Unternehmens tun? Das ein solches Geschäftskonzept funktioniert, darf bezweifelt werden.

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