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„Did we mention that Sony Music, FremantleMedia North America and Fox announced today that The X Factor prize will be a record-breaking $5 million record deal – the largest guaranteed prize in television history…“

USA Today

Ich konnte es kaum erwarten heute die neuesten Neuigkeiten über X Factor USA zu erfahren. Sogar mein Blog, in letzter Zeit wegen Job (und World of Warcraft) vernachlässigt, muss ich deswegen jetzt mal aktualisieren. Beim Superbowl gabs die ersten Adds, heute die ersten offiziellen Infos. Mit dem Haussender des extrem erfolgreichen Casting Formats aus England (fast jeder dritte Brite schaut es, DSDS nur jeder zehnte Deutsche) ITV liegt Cowell derzeit im Clinch: ursprünglich wollte er die britische Show für ein Jahr ganz absagen, nun will er nicht in die Jury. Da das Format internationale Aufmerksamkeit auf sich zieht, eine clevere Idee, wenn es nur eine englisch-sprachige Version aus den beiden Popkultur-Nationen gäbe.

Nicht kleckern sondern klotzen, seit jeher das Erfolgsrezept der auf episch getrimmten Show, bleibt auch in der US-Variante Leitidee. Simon Cowell dürfte X Factor an Oprah vorbei zum erfolgreichsten TV-Unternehmer der Welt katapultieren. Und Cheryl Cole, die wohl auch in Amerika neben ihm in der Jury Platz nimmt, wird vielleicht die neue Queen of Pop. Ich bin gespannt, ob es die Show schafft ein weltweites gemeinsames TV Erlebnis der Fans von TV-Enterntainment und Musik zu schaffen. Der an veralteten Casting-Formaten (insbesondere die Pop Idol Lizenz) laborierende Casting-Show-Markt könnte einen bereinigenden Effekt von X Factor gebrauchen.

Alles über The X Factor

Die gestrige, erste X Factor Liveshow dieses Jahres, sie war anders als wir sie noch aus den vergangenen Jahren kennen. Jedward waren erst der Anfang schrieb ich zu Beginn dieser Staffel, und ich hatte Recht. Das britische X Factor es schien zeitweise, als wäre RTL Unterhaltungschef Tom Sänger dafür verantwortlich gewesen, bunt, skurril, voller Diversity und verrückter Acts. Statt 12 waren diesmal 16 Kadidaten angetreten, vier hatten die Macher noch einmal zurüclgeholt, darunter die talentierte Treyc Cohen und den symphatischen Paije Richardson, der irgendwie an die Cosby Show erinnert – aber auch zwei Acts, die es eigentlich nichtmal bei Britain’s Got Talent so weit schaffen dürften: ein nerviges Tuntenduo und bezeichnender Weise jemandem mit einem deutschen Namen: Wagner, eine Art Karaokesänger. Doch auf der anderen Seite wartet X Factor in diesem Jahr mit einigen der beeindruckensten Kandidaten, die wir seit langem gesehen haben.

Aiden Grimshaw in der Kategorie Boys gehört sicherlich schon jetzt zu den heißesten Tipps für einen Finalplatz. Nicht nur scheint er alle positiven Eigenschaften der letztjährigen Finalisten Joe McElderry und Olly Murs zu vereinigen, er wirkt in all seiner fast schon klischeehaften Altmodischkeit seltsamerweise auch irgendwie sehr aktuell. Stimme und Ausstrahlung sind die eines Popstars. Der wird uns noch viel Freude bereiten und britischen Mädchen schlaflose Nächte.

Eine ziemliche Überraschung war der Auftritt der 50jährigen Supermarkt-Verkäuferin Mary Byrne, die auf mich wirkt wie eine Susan Boyle 2.0. Sie sieht besser aus, sie ist selbstbewusster und kann besser singen. Vom Publikum bekam sie jedenfalls begeisterten Applaus. Von all den „Misfits“ ist sie zudem auch die einzige, die dann doch in dieser Rolle in die Show passt, musikalisch sich nicht hinter den Favoriten verstecken braucht.

Supergespannt gewartet hatte ich natürlich auf Cher Lloyd, von der ich am liebsten schon jetzt eine Platte kaufen würde. Nach ihrer Schwäche im Judges House meldete sich der kommende Popstar mit einer von Mentorin Cheryl Cole gut ausgesuchten Nummer zurück. Ich mag auch die connection die zwischen beiden seit der Audition besteht und offensichtlich weiter forciert wird. Aber auch bei diesem ersten Auftritt waren, wie einst bei Diana Vickers, die gesanglichen Schwächen von Lloyd zu hören. Ihre Stimme reicht zum Popstar, aber vermutlich nicht um ausreichend Stimmen bei X Factor zu sammeln, nach aufregenden Performances werden wir uns im letzten Drittel der Show von ihr verabschiden müssen, denke ich – bis zur ersten Platte.

Auf Nummer sicher ging meine persönliche Favoritin auf den Gewinn dieser Staffel, Rebecca Ferguson, die neben den 15 anderen Acts wenig im Gedächtnis blieb, aber wieder einmal bewies, wieviel Potenzial in ihr steckt. Vermutlich wird die zurückhaltende Sängerin auch eine Weile unter dem Radar durchfliegen, um letztlich ähnlich wie Alexandra Burke 2008 ganz weit oben aufzutauchen. Anders als Kandidaten wie Cher Lloyd, Storm Lee oder Katie Waissel ist sie noch nicht auf irgendein Image festgelegt. Sie ist erstmal nur eine herausragende Sängerin. Dazu ist es auch noch zu früh.

Apropos Katie Waissel: sie war sicherlich, aber irgendwie auch erwartungsgemäß die größte Enttäuschung des Abends. Es ist traurig, dass deutlich bessere weibliche Kandidaten wegen ihr nicht in die Liveshows kamen. Waissel ist zwar ein überaus interessanter Charakter und hat hier auch ein irres Outfit verpasst bekommen, aber mit einer solchen Leistung wird es ganz schwer werden.

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Schwerer hat es auch, allerdings zu unrecht, Storm Lee. Simon Cowell mag ihn nicht, und Mentor Louis Walsh machte aus dem Schotten igrndeine Art Rockoper-Queen, um die herum sich die X Factor Bühnenbildner und Choreografen ein weiteres mal austoben durften. Irgendwie schienen die ohnehin auf Speed gewesen zu sein. In jedem Fall: so eine riesige Spielwiese für Kreativität, wie sie X Factor an diesem Wochenende bot, muss man auch im Fernsehen erstmal finden. Geschwindigkeit war übrigens auch das Motiv dieser ersten Show aus Misfits und Popstars. Nur die wie immer langweiligen Jurystatements unterbrachen den pace der Show, die wieder einmal ein Stück schneller geworden ist.

X Factor spielt also weiter oben mit, erfindet sich neu, bleibt beim Alten. Die nächsten Monate dürfte es schwer werden in den britischen Medien um den wichtigsten Musikwettbewerb der Welt herumzukommen. Der Höhepunkt ist noch lange nicht erreicht.

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Unscheinbar: Wird sie die neue Leona Lewis? X Factor Finalisten Rebecca Ferguson.

Seit gut zwei Jahren bin ich mir sicher, dass „X Factor“ das nächste große Ding ist. Was seltsam klingt, denn X Factor ist, gemessen am Anteil der Zuschauer an der Gesamtbevölkerung des Ausstrahlungslandes, bereits jetzt die erfolgreichste Unterhaltungssendung der drei wichtigsten Fernsehmärkte der Welt (USA, UK, Deutschland). Etwa jeder dritte Brite wird die wichtigeren Liveshows sehen, die Quoten der bisherigen Ausgaben der aktuell 7ten Staffel sind erneut gestiegen (Ratings 2009, 2010).

Die Produzenten der britischen Show haben in diesem Jahr sehr viel richtig gemacht. Bereits abzusehen war, dass die Rolle von Jurorin Cheryl Cole, die zwischenzeitlich wegen eines Zusammenbruchs fehlte, weiter gestärkt wird. Nun bin ich nicht unbedingt jemand, der von Natur aus ein Fan von Cheryl Cole sein würde. Irgendwie schwingt immernoch ein bisschen „little Miss Showbiz“ mit, wenn ich Cheryl Cole sehe, doch damit hat die Sängerin nichts zu tun. Cole ist hochprofessionell, diszipliniert, ergeizig und längst Puppenspielerin statt Marionette. Und was für eine.

Eine besondere Stärke von Coles  TV-Auftritten ist es, dass man weder sagen kann, ihre menschlichen Regungen seien sonderlich authentisch, noch, sie wären in irgendeiner Weise künstlich oder gespielt. Ihre Mischung aus genau der richtigen Dosis Emotionalität und Beherrschung, die so wunderbar gleichzeitig alles Künstliche und Reale an dieser bunten TV Welt, diesem Geschäft zu spiegeln scheint, ringt Bewunderung ab. Schon jetzt ist Cole wichtiger für das britische X Factor geworden als dessen Vater Simon Cowell.

Folgerichtig wurde Cole in diesem Jahr die stärkste Kategorie der Frauen übertragen, unter denen sich mindestens zwei absolute Perlen befinden: Die entzückende Rebecca Ferguson hat problemlos das Zeug zum Weltstar zu werden und Leona Lewis noch zu überflügeln. Für mich ist sie die Top-Favoritin auf den Gewinn der diesjährigen Staffel. Musikalisch ist sie perfekt, menschlich zurückhaltend, verletzlich, emotional, wie einst Lewis.

Dass Cole als Unterstützung Weltstar will.i.am mit ins Juryhaus gebracht hatte, darf man als gutes Omen sehen. Normalerweise muss man die Aussagen der Superstars hinsichtlich des Talents der Kandidaten vermutlich eher unter Höfflichkeit verbuchen, aber hier dürfte will.i.am wahrscheinlich neidisch gewesen sein, dass diese Pferdchen nicht in seinem Stall stehen.

Die große Stärke der erst 16jährigen Cher Lloyd ist, dass sie aus dem Stand heraus zeigte, was man 2011 in Sachen Popmusik unter „current“ verstehen wird. Wahrscheinlich wird sie „X Factor“ nicht gewinnen, aber dass sie, ähnlich wie die 2008er Kandidatin Diana Vickers, eine Popkarriere hinlegen wird, kann schon jetzt als ziemlich sicher gelten.

Scheinbar haben die Produzenten auch aus der letztjährigen Blamage mit dem Sieg von Joe McElderry gelernt, der es gegen einen Internet-Mob nichtmal zur Weihnachts-Nummer-1 schaffte, und diesmal den Raum für pubertierende, weichgespühlte Schmusebarden eng gemacht. Die gesamte Minderjährigen-Fraktion wurde kurzerhand in eine Boygroup gepackt, mit der Cowell nun seinen Spaß haben darf. Von der klugen Heraufsetzung des Alterslimits profitiert die Boys-Kategorie (Mentorin Dannii Minogue), die nun mit erwachseneren Sängern aufwartet.

Besonders Aiden Grimshaw bringt eine weitere interessante musikalische Facette in den Wettbewerb. Erstmals dürfte ein Sänger gleichzeitig britischen Teenies den Schlaf rauben, und Musikfans mit seinen emotionalen und feinspürigen Interpretationen begeistern.

Für Louis Walsh schließlich, der seit Jahren zum ersten Mal nicht die Gruppen, sondern diesmal die Kategorie „Over 28“ betreut dürfte sich vor allem Storm Lee zu einer großen Freude entwickeln. Der verlebte Schotte, aber auch die 50jährige Tesco-Verkäuferin und der soulige Farbige bringen in dieser Kategorie schon fast einen Hauch Britain’s Got Talent mit seinen bunten, ausgefallen „Missfits“ zu X Factor.

X Factor ist in diesem Jahr deutlich erwachsener als noch 2009, das gegenüber der hervorragenden 2008er Staffel eher ein Rückschritt war. Die schiere Bandbreite der hervorragenden und interessanten Kandidaten, auf die ich mich jetzt schon freue, hat noch einmal zugenommen. Ich gehe davon aus, dass X Factor in Großbritannien frühestens in zwei Jahren seinen Höhepunkt erreichen wird. In Deutschland ist die erste Staffel bei VOX und RTL ebenfalls gut gestartet und musikalisch schon jetzt die beste Castingshow Deutschlands. Im Schatten von DSDS und Supertalent fehlt allerdings noch der große Rummel um die Show (zum Glück), die bisweilen ähnlich spröde wirken mag wie Raabs Eurovision Casting „Unser Star für Oslo“.

Im kommenden Jahr geht es dann in den USA weiter. Ein kritischer Punkt für das Format. Wird X Factor junge Zuschauer zurückgewinnen und American Idol überflügeln? X Factor ersetzt als Show dass, was es heutzutage nicht mehr gibt. Den Weltstar der Popmusik, die Legende, wie einst Michael Jackson, Madonna, Elvis Presley. Gut möglich, dass es im Falle eines amerikanischen Erfolgs gelingen wird, dass X Factor das vollbringt, was zuvor noch keiner Castingshow gelungen ist: einen solchen Star zu erschaffen.

Alles zu X Factor hier auf tvundso.com

X Factor UK Channel bei Youtube

Offizielle X Factor Website

Da soll nochmal einer sagen (ich zum Beispiel), das britische Original der Casting Show X Factor würde besonders durch seine herausragenden Talente glänzen. Vergleicht man die Auftritte des Startwochenende in Deutschland und UK, dann liegen die Deutschen überraschender Weise vorn. Bei den Briten gab es in erster Linie Leute zu sehen, die zwar nicht besonders gute Sänger, dafür aber in angenehmer Weise neben der Spur waren.

Beginnen wir mit der harmloseren Variante, Katie Waisal, die mit einer großartigen Persönlichkeit punktete:

Shirlena Johnson allerdings, die wir im folgenden sehen, nunja, es beginnt harmlos… aber dann… ach, seht selbst:

Hinweis: es kann passieren, dass das Einbinden der Videos unterdrückt wird, dann einfach via Klick direkt auf Youtube schauen.

Nach dem großen Erfolg von Jedward (deren Big Brother Auftritt übrigens ganz cool war) in der zurückliegenden 2009er Series muss man wohl auf alles vorbereitet sein. Auch diese Staffel wird einen irren Act haben, der zwar nicht singen kann, den man aber unbedingt wieder sehen will. Anders als bei Jedward muss ich aber hier ganz klar sagen: Insbesondere Shirlena würde ich gerne nochmal sehen.

Ich finde, angesichts solcher Szenen bekommt der Titel „X Factor“ eine ganz neue Bedeutung. Jedward waren nur der Anfang…


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Alle X Factor Videos legal und in hoher Qualität im offiziellen Youtube Channel von The X Factor UK

Bei den Zuschauern wird es noch eine Weile dauern, bis sie X Factor Deutschland als das wahrnehmen, zu dem es sich wahrscheinlich entwickeln wird: der besten deutschen Casting Show. Nur 2,19 Millionen Deutsche sahen den Auftakt gestern auf RTL. DSDS sehen drei Mal so viele, das britische X Factor hat in der Spitze fast die 10fache Zuschauerzahl. Andererseits: auch „Unser Star für Oslo“ startete verhalten, überrannte dann aber schließlich mit Lena Meyer-Landrut den Eurovision Song Contest.

Das Uteil Kritiker allerdings, es fällt ebenso positiv aus, wie meine gestrige Kritik hier auf tvundso.com. Das fast einstimmige Urteil: Jury und Kandidaten sind top, es wird aber zuviel geheult. Die Sendung trägt noch zusehr die Handschrift von DSDS und Supertalent, bei dem wahlweise die Schicksale triefen oder unbedarfte Kandidaten lächerlich gemacht werden. Hier also meine kleine Presseschau zu X Factor aus den professionellen Online-Medien:

Absolut großartig ist die Kritik von Christian Buß bei Spiegel Online, die zu den kritischeren Tönen unter den ernstzunehmenden Medien gehört, hier könnte man fast jeden Satz zitieren. Buß konzenztriert sich vor allem auf Jurystar Sarah Connor, um die herum die erste Ausgabe und die Vorab-Promotion vor allem aufgebaut war:

„Keine Frage, auch Sarah Connor hat den Handy-Werbespot genau studiert und mit ihrer Visagistin eingeübt, wie man die Emotionen triefen lässt, ohne das Make-up zu versauen. (…) Ja, sie ist die perfekte Castingshow-Jurorin.

[…]

Kaum war am Freitag der erste der insgesamt 19.000 Bewerber auf der Bühne, da stand der Delmenhorsterin auch schon pittoresk das Wasser in den Augen

[…]

Eigentlich wollte Connor von dieser Art Homestory-Klatsch ja weg, doch durch ihre tränenfeucht vorgetragenen Gunstbezeugungen für die „X Factor“-Kandidaten ist sie näher bei dem alten Hochglanz-Trash, als sie denkt: Sarah in Love, schon wieder.

[…]

Bei der Ego-Performance der Jurorin konnte man dann glatt übersehen, wie großartig einige der Bewerber tatsächlich waren.

[…]

So gesehen reiht sich „X Factor“ trotz pädagogischen Konzepts und hervorragender Hobbysänger nahtlos ein ins Casting-Elend. Man agiert hier wie im Rest des deutschen Talentshowlands: verheult, egomanisch, verlogen.“

Antje Hildebrandts Kritik bei Welt Online fällt fast schon begeistert aus. Der Welt-Kritikerin gefällt vor allem die musikalische Qualität der Sendung, sie rückt die Talentsuche gar in die Nähe von Raabs hochgelobten Oslostar:

„Die gefühlte Wow-Wahrscheinlichkeit, sie lag deutlich über 90 Prozent. Und das war auch gut so.“

[…]

Wer hätte nach einer Dekade Popoversohlen bei den „Popstars“ (ProSieben) und Deppen-Roulette bei „DSDS“ (RTL) gedacht, dass eine Castingshow wieder das zutage fördert, was Castingshows eigentlich zutage fördern sollen, nämlich Talente?

[…]

„X-Factor“ setzt dort an, wo Stefan Raab mit „Unser Star für Oslo“ aufgehört hat. Die Show, produziert von der „DSDS“-erfahrenen Firma Grundy Light Entertainment, ist mehr als nur ein ambitioniertes Ringelpietz mit Anfassen im Dienste der Nachwuchsförderung. Sie besitzt jenen gewissen Glamour, den man in Raabs Talentschuppen vergeblich suchte.“

Gleichzeitig kritisiert Hildebrandt aber auch die bei Schicksalsstories, die RTL um einige der Kandidaten gestrickt hatte:

„Hatte die Show solche Szenen nötig? Nein. Sie konterkarierten sogar den Anspruch des Formats. Doch offenbar verließ den „DSDS“-erprobten Produzenten in letzter Minute der Mut, auf bewährte Stilmittel zu verzichten.“

Und Carin Pawlak vom Focus fast zusammen:

„X Factor hebt sich aus den üblichen Auswahlgockelschauen heraus. Es ist zum einen die positive Grundstimmung. Keine hammerturbogeilblöden Sprüche wie bei Bohlen. Kein tumbes Moderatoren-Geschreyl. Und kein aufreizendes Unterschichten-Personal wie sonst, sondern wirkliche Talente.“

Auch das britische Original musste sich im vergangenen Jahr einer vergleichbaren Kritik aussetzen, als sie zum Auftakt der Show zunächst ebenfalls auf die Tränendrüse drückte. Ich hatte das damals hier auf dem Blog zusammengefasst: Freaks und Tränen. Der britische Moderator Dermot O’Leary sagte damals:

„I find the sob stories quite awkward, so it’s great that we don’t really have them this year. At the end of the day, it’s a singing contest.“

Die verhältnismäßig schlechten Quoten für eine hochwertigere und international erfolgreiche Casting Show bei RTL sind hausgemacht. Jahreland hat der Sender sein Stammpublikum auf Trash trainiert. Da offensichtlich der Plan, die auf eben Freaks und Tränen konditionierten DSDS- und Supertalent-Zuschauer für X Factor zu werben nicht aufgeht, ist zu hoffen, dass man bei der Ausstrahlung auf Vox ganz auf diesen Quatsch verzichten wird und sich auf die Stärken der Show konzentriert: Ihre hervorragende Jury, Dynamik, ihren Glanz und vor allem: ihre Talente.


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X Factor bei VOX

X Factor bei ITV

X Factor bei Clipfish

X Factor bei tvundso.com

Heute ist sie gestartet, die erste deutsche Staffel von X Factor, einer Show aus dem Genre der immer wieder totgesagten Casting Shows, die in England von fast 20 Millionen Menschen gesehen wird (also jedem dritten Briten). Einem Format, von dem wir, geht nach meiner Einschätzung, noch sehr viel hören werden. Warum, dass werde ich bei Gelegenheit mal in einem Essay zur Rolle des TV Events in der postdemokratischen Gesellschaft erläutern. Simon Cowell mag das auch erkannt haben. 2011 läuft X Factor auch in Amerika und vielleicht weltweit im Internet, als Paid Content. Morgen geht es auch in England wieder los. Hier drei legendäre Auftritte aus bislang sechs Staffeln X Factor. Bitte ergänzt, wenn ihr weitere habt, in den Kommentaren.

Ruth Lorenzo (Series 5) gehörte zu jenen Kandidaten, die so professionell und überragend sind, dass sie immer wieder viel zu früh ausscheiden. Mit so viel Würde allerdings hat sich niemals ein Kandidat aus dem Wettbewerb verabschiedet. Die Spanierin hatte bei den Briten von Anfang an einen schweren Stand, begeisterte jedoch mit unglaublich kraftvollen Auftritten immer wieder. Diese Performance von „Always“ wird unter Fans immernoch als Beispiel für die Qualität der X Factor Kandidaten genannt.

Danyl Johnson (Series 6) hatte ebenfalls keinen leichten Stand bei X Factor. Seine ungewöhnlichen, unabsichtlich überheblich wirkenden Interpretationen sorgten nach der angeblich besten Audition aller Zeiten immer wieder für Kritik und Irritationen, vor allem auch bei ihm selbst. Der engagierte Lehrer überzeugte zweifellos anspruchsvollere Musikfans, selbst wenn sie vielleicht Fehler in seiner Stimme feststellten. Beim Publikum jedoch verlor er seine anfängliche Favoritenrolle.

Leona Lewis (Series 3) ist sicherlich die bekannteste, erfolgreichste und schillerndste Kandidatin von X Factor. Die Gewinnerin der dritten Staffel hat sich längt zu einem ernstzunehmendem Popstar entwickelt. Schon während der TV Show lies sie allerdings keine Zweifel an ihren Qualitäten. Mag sie gegenüber Ruth Lorenzo und Danyl Johnson auch mainstreamiger und musikalischer angepasster erscheinen, so ist das Gesamtpaket doch der Prototyp des modernen Popstars. Verletzlichkeit und Emotionalität, wie bei diesem Auftritt, aber auch Unnahbarkeit und Attraktivität machen ihren großen Erfolg aus.


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The X Factor (c) ITV

Die deutsche Version der britischen Erfolgsshow „The X Factor“ ist besser als erwartet. Zwar scheint RTL die Zuschauer da abholen zu wollen, wo die Sender sie jahrelang hingebracht haben (DSDS, Supertalent, Popstars), doch neben Schicksalen und Freaks überrascht die Show mit ungewohnt guten Kandidaten, einer sehr gut zusammengestellten Jury und einer funktionierenden Dynmaik zwischen ihren Mitgliedern, Kandidaten, Moderator und Publikum. Von null auf gleich könnten wir hier (USFO mal außen vor) die beste deutsche Castingshow bekommen haben.

„Eine der größten Casting Shows der Welt kommt nach Deutschland“, heißt es am Anfang der ersten Ausgabe des deutschen X Factor, die RTL am Freitag abend für VOX anschob, dass ab Dienstieg die kommenden Folgen übertragen wird. (Austrahlungstermine und Wiederholungen suchen) Dass das britische „The X Factor“ die erfolgreichste Casting Show Europas ist (legendäre Auftritte), wollte man wohl nicht sagen, denn das ist nach RTL-Deutung wohl eher DSDS, von dem sich X Factor nun irgendwie unterscheiden muss. Dass bei X Factor auch Duette sowie Gruppen auf- und die Jurymitglieder gegeneinander antreten, wird dieses Unterscheidungsmerkmal sein.

Eigentlich ist aber alles irgendwie ein bisschen anders. Außer der Moderator. Kurzsichtige Zuschauer könnten denken: „Mensch, der Marco Schreyl ist aber heute locker drauf“. Entsprechende Gags machten auf Twitter die Runde. Richtig kantige Moderatoren mit einem anderen als dem Schwiegermutterprofil haben hierzulande offensichtlich keine Chance, oder niemand traut sich ihnen eine zu bieten.

Schropp, der Anti-Schreyl

Beim deutschen X Factor moderiert jedenfalls der bis heute noch unbekannte Jochen Schropp, der der Vita seiner Homepage zufolge 2004 schonmal in einer TV Produktion namens „Popp Dich schlank“ mitgewirkt hat. Aus dem Stand heraus ist Schropp trotz allem symphatischer und vor allem souveräner und unverkrampfter als die meisten anderen deutschen Moderatoren. Schropp ist quasi sowas wie der Anti-Schreyl. Wenn er mit Kandidaten irgendeinen albernen Tanz aufführt, ohne selber besonders albern zu wirken, dann sieht das auch schon fast aus, wie ein gewollter Angriff auf den steifen Marco Schreyl.

„Hier spielt die Musik“ heißt übrigens das deutsche Motto der Show. In England ist es „It’s time to face the music“. Das klingt nach Wettkampf und Arena. Die deutsche Variante hingegen erinnert mich wahlweise an Kirmes oder eine Grundschullehrerin. Ob das ein Omen für die kommenden Episoden das deutschen X Factor-Versuchs aus dem Hause Grundy Light ist, werden wir noch sehen.

Zunächst geht es bescheiden los: Die Jury fährt zum Start der Show mit Limosinen durch die Vorstadt, statt mit Schnellbooten zum Londoner O2. Bei X Factor Deutschland muss man wahrscheinlich erstmal etwas kleinere Brötchen backen. Musik und Bildschnitt, ein bisschen Nebel und Weichzeichner sorgen schon dafür, dass es aussieht, als würde da gleich was ganz Großes passieren. Die martialisch-epische, klassische Musik, das „Größenwahnsinnige“, sie gehören auch zum typischen Auftritt von X Factor. Ob es gelingt, dies in die deutsche Variante zu transportieren, werden wir allerdings frühestens in den Liveshows sehen.

Glücksgriff Brönner

Jurymitglied Goerge Glück wird als Musik-Mogul vorgestellt. Er bekommt auch im ersten Teil der Show einen Einspieler, der das belegen soll. All zu viele Bekannte unter seinen Schützlingen findet man zwar nicht, aber das kann auch an meiner mangelnden Kenntnis der Popmusik liegen. Bekannt ist auf jeden Fall Sarah Connor, die wohl sowas wie die Jurychefin sein wird, zumal sie die einzige aus dem kompletten Cast ist, die man schon kennt. Musik-Mogul Glück ist auch ihr Produzent.

Der dritte Juror im Bunde ist Till Brönner, ein Jazz-Trompeter und Musik-Professor, der die gesamte Show mit unaufgeregter Miene und entspannten Statements irgendwie angenehm erdet. Der wahlweise locker oder streng wirkende Brönner ist sicherlich der größte Glücksgriff der Produzenten. Sarah Connor, die der eigentlich Star der Show sein soll, füllt diese Rolle zweifellos aus, profitiert von der Zurückhaltung Brönners und dem bislang eher schwachen Auftritt Glücks.

Zu Beginn der ersten Show passiert dann gleich etwas Überraschendes: ein ungewohnt guter Auftritt vom ersten Kandidaten Anthony Thet, einem Asiaten, der seinen Papa mitgebracht hat. „Ich fand das irgendwie sehr ansprechend“, sagt George Glück.  Einen anderen Kandidaten wird er später als „authentisch“ bezeichnen, dem neuen „nett“ also, wovon er wahrscheinlich nichts weiß. Sarah Connor ist hingegen gerührt von Asiat Anthony und findet eloquentere Worte. (Video Anthony)

Emotionale Musik zum Jury-Statement. Fast schon zurückhaltend sieht man in einem Backstage-Einspieler dann die beiden Juroren Glück und Brönner diskutieren. Tatsächlich muten diese kleinen Einspieler irgendwie intim und entspannt an – ganz anders als die öfter mal gestellt und verkrampft wirkenden britischen Jury-Gespräche im Background. Brönner und Glück haben in dieser Kombination tatsächlich sogar etwas „cooles“ an sich.

Wenig Überzeichnung, gute Dynamik

„Es gibt keinen Künstler der mehr für X Factor steht, als Leona Lewis“, sagt Trompeter Brönner mit einer so beruhigenden Stimmlage, dass man meint, Psychiater Prof. Dr. Krause hätte eine Packung Tavor verschluckt.. Tatsächlich aber scheint er für die besseren Gags zuständig zu sein. Statt „Du warst richtig scheiße“, sagt er: „Schwach angefangen und dann stark nachgelassen“. Was hoffentlich nicht fürs deutsche X Factor gilt, gilt für die üblichen Verdächtigen, die Untalentierten und Verrückten, welche es hier auch zu fünf Sekunden zweifelhaftem Ruhm bringen. Manche auch zu etwas mehr.

Russische Schwestern wollen nach einem verhauenen Auftritt ein selbstkomponiertes russisches Lied singen. Bei George Glücks Jury Statement spielt die Regie ironische Musik ein. Für einen Moment merkt man, dass diesselbe Firma wie bei DSDS verantwortlich ist. Ansonsten hält man sich mit Überzeichnungen zurück. „Große Chancen beim Grand Prix“ bescheinigt der Trompeter Brönner in einem gemeinen Kommentar. „Möchten Sie bitte auf den Punkt kommen, wir sitzen hier schon seit halb elf“, zischen die Mädels zurück.

Die Dynamik zwischen Jury und Kandidaten, dem Publikum und schließlich den Jurymitgliedern untereinander wirkt nicht erzwungen und funktioniert deutlich besser, als ich mir das vorgestellt hatte. Zum Beispiel habe ich noch nie eine deutsche Casting Show gesehen, in der so gelungen eingefangene, unspektakuläre und symphatische Zuschauerreaktionen während der Auftritte der Kandidaten zu sehen waren.

Als Ende 2009 RTL und VOX ankündigten sich der lange brach liegenden X Factor Lizenz endlich und irgendwie auch notgedrungen anzunehmen, waren wir alle sehr kritisch. Kurz zuvor hatte die damalige DSDS-Produktion das Niveau nochmal erfolgreich eine Stufe abgesenkt.

Solide Unterhaltung, technisch fehlerfrei

X Factor Deutschland allerdings ist solide Unterhaltung. Insgesamt wirkt die Produktion nicht so, als hätte man ein besonders großes Budget zur Verfügung gehabt. Der Produktion merkt man an, das es schwer fällt vom gewohnten Zynismus Abstand zu nehmen, gleichwohl ist sie technisch fehlerfrei. Allein für Jochen Schropp und Till Brönner hat es sich jedenfalls gelohnt die erste Show zu schauen.

Gemessen an meinen niedrigen Erwartungen jedenfalls, sowie der im freien Fall befindlichen Qualität von DSDS und Popstars, ist das deutsche X Factor tatsächlich eine Casting Show, die ich mir mit Interesse ansehen werde. Nicht zuletzt, weil ich es Vox, Sarah Connor, Till Brönner und Jochen Schropp gönnen würde, wenn sie aus dem Stand erfolgreicher wären, als Dieter Bohlen und Detlef Soost.


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Mehr zu X Factor:

X Factor bei VOX

X Factor bei tvundso.com

Alle Auftritte bei tvsongs.de

Bei Clipfish: Videos vom deutschen X Factor

Werbung gabs ne Menge: RTL Punkt 12 Bericht über X Factor Deutschland.

Neu: Kritik zur ersten deutschen Sendung von X Factor

Lange haben sich RTL und VOX Zeit gelassen, um den Termin für die Ausstrahlung der ersten deutschen Staffel X Factor bekannt zu geben. Wahrscheinlich ist so eine „Eventprogrammierung“, wie VOX in seiner gestrigen Mitteilung schreibt, gar nicht so einfach: Am Freitag, 20. August und am Samstag, 21. August, jeweils 20:15 Uhr füllt RTL das Sommerloch mit dem Staffelauftakt. Danach gehts immer dienstags bei VOX weiter. Damit entfällt das von manchen Zuschauern befürchtete Duell X Factor gegen Popstars am Donnerstag abend.

Alle Artikel zu X Factor Deutschland

X Factor ist die erfolgreichste Casting-Show Europas. Mastermind hinter dem britischem Original der Show ist Simon Cowell, der wohl bekannteste Casting-Show-Juror der Welt. Er erdachte sie als Ersatz für Pop Idol (DSDS) in Großbritannien und hatte damit gleich volle Kontrolle über sein eigenes Produkt. Zwar läuft X Factor bereits in zahlreichen Ländern der Erde, doch auf den wichtigsten TV Märkten der Welt neben UK, nämlich Deutschland und USA ist bis jetzt immernoch Pop Idol in Form von DSDS und American Idol der Platzhirsch.

Doch Pop Idol hat ein Problem: seine Zuschauer werden schneller älter als die Sendung selbst. Insofern startet X Factor als Konkurrenz aus einer guten Position. Den britischen Musikmarkt hat die Show im vergangenen Jahr ziemlich aufgemischt. Noch ist allerdings von der Konkurrenzsituation nichts zu erkennen. Sowohl bei den deutschen RTL Sendern als auch bei Fox in den USA laufen beide Formate erstmal paralell.

Weitere Hintergründe zum deutschen X Factor

Doch während Simon Cowell den US-Start von X Factor im Herbst 2011 sehr ernst nimmt, ist es im Falle des deutschen X Factor eher eine Notlösung die Show überhaupt auszustrahlen. RTL wollte das Erfolgsformat wohl nicht den Konkurrenten von Sat.1 oder ProSieben überlassen. Produziert von der Grund Light, dass in Sachen X Factor unter anspruchsvolleren Castingshow-Fans eher einen schlechten Ruf genießt, startet das deutsche X Factor im August aus der Defensive.

Die Weichen haben die Macher aber zumindest schonmal in die richtige Richtung gestellt. Sowohl die Jury mit Sarah Connor, Till Brönner und George Glueck, als auch die Moderation mit Jochen Schropp ist mutig besetzt. Sowohl der noch nahezu unbekannte ausgebildete Sänger Schropp als auch Jazz-Trompeter Brönner könnten der Show einen gewissen „X Factor“ verleihen. Für Sarah Connor, die ihre Fähigkeiten zuletzt dem TV Trash untergeordnet hat könnte die Show ein Schritt zurück ins ernsthaftere Musikgeschäft sein. UK-Jurorin Cheryl Cole, die in diesem Jahr gesundheitsbedingt fehlen wird, profitierte trotz eher durchschnittlichem Talent und Charakter enorm von ihrer Jury-Rolle, ist inzwischen eine ernstzunehmende Poplady geworden.

Sarah Connor denkt jedenfalls zunächst einmal an die Karriere des kommenden deutschen X Factor Siegers, dem ein Plattenvertrag bei Sony Music winkt: „Wir suchen jemanden, der Deutschland im Sturm erobert – und danach vielleicht sogar die ganze Welt!“ Das ist bislang allerdings lediglich Leona Lewis gelungen. Die 2008er Siegerin Alexandra Burke ist noch unter in der zweiten Reihe unterwegs und macht grad Werbung für Deo im britischen Fernsehen. Ich persönlich gehe davon aus, dass wir erst 2011 oder 2012 im US X Factor einen neuen Weltstar bekommen werden.

Alles über X Factor hier auf tvundso.com

X Factor Website von VOX mit Infos und Videos

Eintrittskarten für die X Factor Liveshows in Köln

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Diana Vickers

Über 1,5 Jahre ist es her, da habe ich hier auf diesem Blog begeistert über die X Factor Kandidatin Diana Vickers geschrieben habe. Die inzwischen 18-Jährige gehörte 2008 zu den Top-Favoriten bei Europas erfolgreichster Casting-Show. Im Halbfinale schied sie dann jedoch überraschend aus. Wie die später veröffentlichten Voting-Zahlen zeigten war sie schon vorher in der Zuschauergunst gefallen.

Inzwischen hat Diana Vickers ihr erstes Studio Album „Songs from the Tainted Cherry Tree“ veröffentlicht, dass es genau wie ihre erste Single „Once“ auf Nummer 1 in den UK Charts schaffte. An dem Album arbeitete Vickers von Januar bis September 2009, danach spielte sie im Londoner West End Theater. Sie gewann einen Preis als „London Newcomer of the Year“ bei den Theatergoers‘ Choice Awards. Inzwischen arbeitet Diana Vickers bereits an ihrem zweiten Album, auf dem sie wieder viele Songs selber schreiben wird.

Hier performt Diana Vickers ihre Single „Once“ bei einem TV Auftritt:

Ich habe nochmal alle X Factor Auftritte von Diana Vickers hier aktualisiert. Die meisten Videos aus X Factor 2008 wurden jedoch bei Youtube entfernt, so dass teilweise nur noch schlechte Aufnahmen oder reines Audio verfügbar ist (Inzwischen hat X Factor UK seinen eigenen Youtube Channel).

Mehr über X Factor auf tvundso.com

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Muss bei X Factor draußen bleiben: Dieter Bohlen.

In seinem gefühlt jährlichem DSDS und so – Interview mit Thomas Lückerath und Kollegen vom Branchendienst DWDL, in dem RTL-Unterhaltungsboss Tom Sänger die ebenfalls jährliche Kritik am stilbildendem RTL-Format „DSDS“ wie immer ohne eine Art von Einsehen mit den Argumenten Geschmacksfrage und Selbstverantwortung abbügelt, äußerte sich Sänger nun zur anstehenden deutschen Version von X Factor. Tom Sänger verspricht: Dieter Bohlen wird nicht in der Jury von „X Factor“ sitzen. RTL, Grundy und Vox basteln derzeit an einer deutschen Variante der erfolgreichsten Casting-Show Europas.

Mehr zur deutschen Version von X Factor

Mehr zu The X Factor

Sängers Statement im Wortlaut:

Thomas Lückerath (DWDL): In einer Ehe macht man ja fast alles gemeinsam. Aber kann ich Ihnen das Versprechen abringen, dass Dieter Bohlen nicht auch noch bei „X-Factor“ in der Jury sitzen wird?

Tom Sänger (RTL): (lacht) Ja, das Versprechen können sie mir abringen. Mehr aber im Moment auch noch nicht. Unsere Kollegen von VOX melden sich sicher, wenn es Neues gibt …

„Deutschland sucht den Superstar“ hingegen kann sich Tom Sänger nicht ohne Dieter Bohlen vorstellen, sagt Sänger in dem Interview. „Dieter Bohlen ist ein absoluter Treiber in unserer Show. So jemanden braucht ein Format, dass so lange so erfolgreich läuft“, lobte Sänger Bohlen. Er sei für DSDS sogar noch wichtiger als Simon Cowell für „American Idol“. Cowell steigt 2011 bei Idol aus, um sich um seine amerikanische „X Factor“ Version zu kümmern.

RTL/VOX Bewerbungsaufruf für X Factor:

Beachtet die Vereinbahrungen die im Casting-Bogen getroffen werden müssen. Kritik dazu bei Peer Schader/medienpiraten.

Bewerbungsformular bei Vox (bis 22. März 2010)


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Transparent wie diese schwer zu erkennende Eisskulptur der X Factor Juroren sind auch die Abstimmungsergebnisse der britischen TV Zuschauer.

ITV und The X Factor haben bereits kurz nach dem Finale der Casting-Show „The X Factor“ alle relativen Votingergebnisse (also in Prozent) der diesjährigen Finalisten von der ersten Finalshow an veröffentlicht. Wie auch bei der Veröffentlichung der DSDS-Ergebnisse durch RTL, lässt sich auch hier bei X Factor im Nachhinein verfolgen, welche Kandidaten tatsächlich die Favoriten der Zuschauer waren.

Wie immer sind die Zahlen überraschend. Sie zeigen jedoch eines ganz eindeutig. X Factor Gewinner Joe McElderry war zu keinem Zeitpunkt der Staffel gefährdet, lag in den vergangenen Wochen immer locker vorne. Der vermutete Publikumsliebling Stacey Solomon hingegen war nur zwei Mal tatsächlich der Favorit der Zuschauer. In Woche 2 und Woche 6 lag sie vorne.

Eine seltsame „Formkurve“ zumindest was die Popularität bei den Zuschauern betrifft legte der frühe Favorit Danyl Johnson hin. So lag Johnson zunächst vorne, wurde dann deutlich schwächer, lag dann in Woche 4 wieder ganz klar vorne, brach dann aber wieder ein und schied dann schließlich im Halbfinale aus. Ähnlich schnell gewann und verlor Rachel Adedeji an Popularität: In Woche 3 in den Bottom Two, war sie eine Woche später mit der entsprechenden Storyline und neuer Frisur plötzlich Publikumsliebling, schied dann aber eine Woche danach direkt aus.

Die kleinen Nervensägen und Show-Clowns „John & Edward“ waren niemals die absoluten Publikumslieblinge. An ihrem besten Wochenende stimmten knapp 15 Prozent für sie. Sonst weniger. Es zeigt sich also: Die Kandidaten, über die am meisten gesprochen wird, sind nicht unbedingt die, für die auch am meisten angerufen wird.

Außerdem: Außer Olly Murs in Woche 7 schied trotz der bei X Factor angelegten Spannungskurve des Jury-Votes nach den Bottom Two immer der Kandidat mit den wenigsten Stimmen aus. Lucie Jones hat in der Woche in der sie mit John & Edward in den Bottom Two stand auch die wenigsten Stimmen. Hier hätte die Jury anders entscheiden können, aber eben nicht müssen, wie man jetzt weiß.

Alle Zahlen aus den Votings im Überblick (via digitalspy), und dazu noch die Originalauswertung von ITV als PDF hier.

Mehr zu X Factor hier auf tvundso.com

Bitte nun weiterklicken, falls auf der Hauptseite des Blogs:

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Gewinner der 6. Staffel „The X Factor“ 2009: Joe McElderry

Der Gewinner: Joe McElderry

10 Millionen Mal wurde am Wochenende in Großbritannien abgestimmt, darüber ob Stacey Solomon, Olly Murs oder Joe McElderry Gewinner Europas erfolgreichster Castingshow werden sollten. Am Ende war es der junge Joe McElderry, der umringt von seinen Mitkandidaten dieser sechsten Staffel „The X Factor“ den Gewinnertitel „The Climb“ (ein Miley Cyrus Cover) sang. Joe McElderry ist also der Sieger von X Factor 2009, Olly Murs Zweiter. Bereits am Samstag war Stacey Solomon als Drittplatzierte ausgeschieden. Die inzwischen veröffentlichten und hier dokumentierten Voting-Ergebnisse zeigen: Das Publikum hatte sich seit einiger Zeit recht deutlich für Joe McElderry entschieden.

Nachtrag 14.12.09.: Mit dem Sieg bei X Factor hat der 18jährige Joe McElderry bereits einen Plattendeal über 1 Million Pfund in der Tasche, Simon Cowell möchte Joe in Amerika nun auch als neuen Zack Efron vermarkten. US-TV-Sender und Hollywood-Studios hätten einem Zeitungsbericht nach bereits Interesse geäußert. Ein entsprechender Deal könnte Joe McElderry weitere 5 Millionen Pfund Einnahmen bringen. Bekannt sind inzwischen auch Details zu Joes Single: Sie wird am Mittwoch erscheinen und soll außerdem Joes zweiten und dritten Song aus dem Finale (siehe unten) enthalten. Mehr Infos über Joe McElderry auch in seinem hier verlinkten Wikipedia-Eintrag.

Die finale Result Show

Die letzte Sendung X Factor in diesem Jahr 2009 war zugleich auch Möglichkeit auf die vergangene Staffel zurückzublicken. Zur wunderbaren Performance von Leona Lewis sah man im Hintergrund Ausschnitte aus den Auftritten der diesjährigen Kandidaten. „It’s been a great series“, so Moderator Dermot O’Leary danach. Auch Vorjahresgewinnerin Alexandra Burke trat in der Finalshow auf. Außerdem George Michael mit einem neuen Weihnachtssong, der aber nicht so cool war wie „Last Christmas“.

Schließlich sangen die beiden verbleibenden Finalisten ihre mögliche Gewinner-Single. Sie trägt den Titel „The Climb„, stammt ursprünglich von Miley Cyrus. Schon zuvor hatten Olly Murs und Joe McElderry einen Song ihrer Wahl gesungen. Olly sang „Twist And Shout“ und Joe hatte sich „Don’t Stop Believin’“ von Journey ausgesucht.

Abschließend lies es sich auch Mr. Paul McCartney nicht nehmen, auch noch in der Result Show des Finales aufzutreten. „I think they’re both good. One of those is gonna win“, scherzte McCarteney nach seinem Auftritt. Und Simon zu ihm: „You’re through to the next round“. Da waren sie also alle beisammen: die alten und die neuen Stars der kommerziellen Popmusik. In diesem Jahr vereint in Europas erfolgreichster Casting-Show, die für jeden, der in ihr stattfand einen Platz in den Charts bereit hielt.

Finale Live Show am Samstag

Bei der Liveshow am Samstag handelte es sich vermutlich, wie auch im vergangenen Jahr um die beste TV Show des Jahres, wenngleich auch das 2009er Finale gegenüber 2008 keinen neuen Höhepunkt setzte, sondern lediglich das hohe Niveau des Vorjahres hielt.

Im Einspieler vor dem ersten Song gab es eine „Homestory“ von jedem der verbleibenden drei Kandidaten. Zusammen mit ihrem Mentor besuchten die drei Finalisten ihre Heimatstädte Dagenham (Stacey), Colchester (Olly) und South Shields (Joe), gaben dort abends ein Konzert. In der Liveshow am Samstag wurde zudem zu den Fanclubs der drei Finalisten geschaltet.

Schon anhand der Menschenmassen die in diesen Einspielern und Schalten sich für Joe McElderry versammelten, lies sich der Ausgang des Finales erahnen. Und auch George Michael muss es geahnt (oder gewusst haben): Nach seiner Performance wünschte er Joe viel Erfolg für den Sonntag, da war aber noch gar nicht klar, dass er soweit kommen würde.

Am Ende der Liveshow stand dann schließlich fest: Stacey tritt am Sonntag nicht mehr auf. Sie ist die Drittplatzierte des Jahres. Zwischen Joe McElderry und Olly Murs würde sich entscheiden, wer der Gewinner von The X Factor 2009 wird.

Die Songauswahl der drei X Factor-Finalisten in der Live Show am Samstag:

Beim ersten Song handelt es sich um den Audition-Song, beim zweiten um ein Duett mit einem Popstar und der dritte ist das Lieblingslied des jeweiligen Kandidaten. Die Links führen zum Video bei Youtube.

Stacey Solomon

Stacey Solomon und Michael Bublé (c) ITV

Olly Murs

Olly Murs und Robbie Williams (c) ITV

Joe McElderry

George Michael und Joe Mc Elderry (c) ITV

Kommentar X Factor 2009:

„This is it: The X Factor Final. And it doesn’t get any bigger than this!“, hörte man Dannii Minogue zu Beginn der Show in einer Maz sagen. Und natürlich war die Show wieder eine herausragend produzierte Abfolge von Emotionen, aufregenden, bunten Bildern und zu allererst natürlich hervorragender Pop-Musik. Dennoch: ersten Berichten zufolge schalteten zumindest am Samstag nicht mehr Zuschauer ein, als in den Vorwochen: 12,4 Millionen, schreibt digitalspy.

Nachtrag 14.12.09.: Einen Tag später ist bekannt: Die Sonntagsausgabe des Finales von The X Factor 2009 sahen im Schnitt 15,5 Millionen Zuschauer. In der Spitze sahen über 19 Millionen zu, als das Ergebnis verkündet wurde.

Der Guardian hatte ohne genauere Kenntnis der Zahlen schon so schön geschrieben:

„The days when watching TV was a shared national experience, with audiences in tens of millions, are supposed to be over. But last night the battle which saw young singers Olly Murs and Joe McElderry successfully voted through to tonight’s X Factor final proved it is still possible to rewrite the rules.“

Und auch ich habe mir schon eine schöne Interpretationsmöglichkeit des riesigen Erfolges nicht nur von „The X Factor“, sondern von britischem Fernsehen überhaupt zurecht gelegt. Denn auch in der Mitte des Jahres hatte „Britain’s Got Talent“ schon riesige Einschaltquoten eingefahren.

Großbritannien ist nicht nur das Vaterland von längst gealterten Popstars wie Robbie Williams, Elton John oder George Michael, sondern auch das Mutterland des Kapitalismus. Von der Wirtschaftskrise jedoch wurde das Land wohl mit am schwersten getroffen. „Großbritannien schrumpft zur Minimacht“ schrieb Spiegel Online in dieser Woche. Bald könnte Großbritannien aus den Top Ten der größten Ökonomien fallen, überholt dann von der ehemaligen Kolonie Indien und von Brasilien.

Vielleicht ist es das Bedürfnis der Briten in dieser Zeit, angesichts dieser nicht gerade rosigen Zukunftsaussichten, jenen Dingen zu entfliehen, in die gut gemachten, emotionalen TV-Shows, die so bombastisch und größenwahnsinnig daher kommen. Sich an bessere Zeiten zu erinnern.

Sowohl die unschuldig und rein wirkende Stacey Solomon und besonders der wie ein stattlicher und charakterstarker britischer Soldat erscheinende Olly Murs würden gut in dieses psychologische Bild passen.

Der junge, optimistisch wirkende Joe McElderry, der nun vielleicht eine große Karriere vor sich hat, mag sich nicht ganz in dieses Bild einfügen. Sein überraschender Sieg erzählt eher von Chancen, die immer wieder neu ergriffen werden wollen.

Und wie heißt es so schön im Gewinner Song „The Climb„:

There’s always gonna be another mountain.
I’m always gonna wanna make it move.
Always gonna be an uphill battle
Sometimes I’m gonna have to lose.
Ain’t about how fast I get there.
Ain’t about what’s waitin on the other side.
It’s the climb.

Good Luck, Joe. Good Luck, Great Britain.

Im kommenden Jahr:

Robbie Williams als Juror? Und mehr Spekulationen beim Mirror.

Simon Cowell will mehr Geld (Daily Mail)

Vor einem Jahr:

Alexandra Burke ist Gewinnerin von The X Factor 2008

Alle Ergebnisse von X Factor 2009:

06.12.09.: Woche 9: Danyl Johnson ist raus
29.11.09.: Woche 8: Lloyd Daniels ist raus
22.11.09.: Woche 7: Jedward sind raus
15.11.09.: Woche 6: Jamie Archer ist raus
08.11.09.: Woche 5: Lucie Jones ist raus
01.11.09.: Woche 4: Rachel Adedeji ist raus
18.10.09.: 2. Live/Resultshow: Rikki Loney ist raus
11.10.09
.: 1. Live/Resultshow: Kandy Rain sind raus
5.10.09.
: Die 12 Finalisten
1.10.09.
: The Final 24

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