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Vielleicht lieben sie die Briten so, weil sie mitunter wie eine junge Diana Spencer erscheint, wenn sie zurückhaltend, fast schüchtern, aber doch voller Ausstrahlung die Bühne betritt. Rebecca Ferguson, von der nun schon seit einigen Wochen hier die Rede ist, erscheint weiterhin als der große Star dieser X Factor Saison. Nachdem in der vergangenen Woche Treyc Cohen mehr oder weniger überraschend aus dem Wettbewerb schied, kann ihr auf Seiten der weiblichen Teilnehmer bereits keine Zweite gesanglich mehr das Wasser reichen. Einzig Matt Cardle, der mit seiner Interpretation von „Baby One More Time“ einen beeindruckenden und den bislang besten Auftritt aller Kandidaten hinlegte, spielt musikalisch in ihrer Liga. In dieser Woche schien Fergusons Stern (oder Kerze) allerdings deutlich heller als der von Cardle. Mit „Candle In The Wind“ – die Liveshow stand unter dem Thema „Elton John“ – machten die Produzenten sie wohl endgültig zum Liebling der Briten.

Entschieden ist freilich noch gar nichts. Gute Chancen auf einen Sieg haben neben weiterhin auch One Direction, die inzwischen eine stimmige klassische Boyband sind. Die fünf Jungs profitieren vor allem auch davon, dass Louis Walsh in diesem Jahr nicht Mentor der Gruppen geworden war. Simon Cowell verlor zwar früh drei seiner Acts, doch gelang es ihm, der ansonsten zunhemend, und vermutlich absichtlich, hinter einer gereiften Cheryl Cole zurücktritt, aus den fünf jungen Briten einen funktionierenden Act zu machen.

Nachdem sie in den vergangenen Wochen mehr und mehr wie ein „One trick pony“ wirkte und auch gesanglich immer mal wieder schleuderte, war an diesem Samstag auch Cher Lloyd, die ganz große Entdeckung dieser Staffel, wieder da. Das zu früh und zu heftig gelobte Talent sieht zwar immer mehr wie eine kleine Cheryl Cole aus, doch zeigte sie sich bei ihrer Performance von „Sorry Seems To Be“ konzentriert und gesanglich deutlich ansprechender als noch in den letzten Wochen. Schön auch, dass der Song ihr Gelegenheit gab etwas mehr hinter der eigentlich zu bewertenden musikalischen Leistung zurückzutreten. So wirkte sie auch im anschließenden Interview mit Moderator Dermot O’Leary endlich wieder gelassener und entspannter.

Möglich scheint zu sein, dass es die X Factor Macher in diesem Jahr schaffen mit diesen drei Acts über die Grenzen Großbrittaniens hinaus für musikalisches Aufsehen im der Popbranche zu sorgen. Während vor allem mit One Direction und Cher Lloyd der kommerzielle Erfolg winken könnte bleibt zu hoffen das neben dem auch der eigentliche musikalische Wert Rebecca Fergusons nicht verloren geht. Denn ähnlich wie bei Norma Jean drohte dadurch die vorzeitige Verlöschung eines neuen Sterns am Pophimmel.

Die gestrige, erste X Factor Liveshow dieses Jahres, sie war anders als wir sie noch aus den vergangenen Jahren kennen. Jedward waren erst der Anfang schrieb ich zu Beginn dieser Staffel, und ich hatte Recht. Das britische X Factor es schien zeitweise, als wäre RTL Unterhaltungschef Tom Sänger dafür verantwortlich gewesen, bunt, skurril, voller Diversity und verrückter Acts. Statt 12 waren diesmal 16 Kadidaten angetreten, vier hatten die Macher noch einmal zurüclgeholt, darunter die talentierte Treyc Cohen und den symphatischen Paije Richardson, der irgendwie an die Cosby Show erinnert – aber auch zwei Acts, die es eigentlich nichtmal bei Britain’s Got Talent so weit schaffen dürften: ein nerviges Tuntenduo und bezeichnender Weise jemandem mit einem deutschen Namen: Wagner, eine Art Karaokesänger. Doch auf der anderen Seite wartet X Factor in diesem Jahr mit einigen der beeindruckensten Kandidaten, die wir seit langem gesehen haben.

Aiden Grimshaw in der Kategorie Boys gehört sicherlich schon jetzt zu den heißesten Tipps für einen Finalplatz. Nicht nur scheint er alle positiven Eigenschaften der letztjährigen Finalisten Joe McElderry und Olly Murs zu vereinigen, er wirkt in all seiner fast schon klischeehaften Altmodischkeit seltsamerweise auch irgendwie sehr aktuell. Stimme und Ausstrahlung sind die eines Popstars. Der wird uns noch viel Freude bereiten und britischen Mädchen schlaflose Nächte.

Eine ziemliche Überraschung war der Auftritt der 50jährigen Supermarkt-Verkäuferin Mary Byrne, die auf mich wirkt wie eine Susan Boyle 2.0. Sie sieht besser aus, sie ist selbstbewusster und kann besser singen. Vom Publikum bekam sie jedenfalls begeisterten Applaus. Von all den „Misfits“ ist sie zudem auch die einzige, die dann doch in dieser Rolle in die Show passt, musikalisch sich nicht hinter den Favoriten verstecken braucht.

Supergespannt gewartet hatte ich natürlich auf Cher Lloyd, von der ich am liebsten schon jetzt eine Platte kaufen würde. Nach ihrer Schwäche im Judges House meldete sich der kommende Popstar mit einer von Mentorin Cheryl Cole gut ausgesuchten Nummer zurück. Ich mag auch die connection die zwischen beiden seit der Audition besteht und offensichtlich weiter forciert wird. Aber auch bei diesem ersten Auftritt waren, wie einst bei Diana Vickers, die gesanglichen Schwächen von Lloyd zu hören. Ihre Stimme reicht zum Popstar, aber vermutlich nicht um ausreichend Stimmen bei X Factor zu sammeln, nach aufregenden Performances werden wir uns im letzten Drittel der Show von ihr verabschiden müssen, denke ich – bis zur ersten Platte.

Auf Nummer sicher ging meine persönliche Favoritin auf den Gewinn dieser Staffel, Rebecca Ferguson, die neben den 15 anderen Acts wenig im Gedächtnis blieb, aber wieder einmal bewies, wieviel Potenzial in ihr steckt. Vermutlich wird die zurückhaltende Sängerin auch eine Weile unter dem Radar durchfliegen, um letztlich ähnlich wie Alexandra Burke 2008 ganz weit oben aufzutauchen. Anders als Kandidaten wie Cher Lloyd, Storm Lee oder Katie Waissel ist sie noch nicht auf irgendein Image festgelegt. Sie ist erstmal nur eine herausragende Sängerin. Dazu ist es auch noch zu früh.

Apropos Katie Waissel: sie war sicherlich, aber irgendwie auch erwartungsgemäß die größte Enttäuschung des Abends. Es ist traurig, dass deutlich bessere weibliche Kandidaten wegen ihr nicht in die Liveshows kamen. Waissel ist zwar ein überaus interessanter Charakter und hat hier auch ein irres Outfit verpasst bekommen, aber mit einer solchen Leistung wird es ganz schwer werden.

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Schwerer hat es auch, allerdings zu unrecht, Storm Lee. Simon Cowell mag ihn nicht, und Mentor Louis Walsh machte aus dem Schotten igrndeine Art Rockoper-Queen, um die herum sich die X Factor Bühnenbildner und Choreografen ein weiteres mal austoben durften. Irgendwie schienen die ohnehin auf Speed gewesen zu sein. In jedem Fall: so eine riesige Spielwiese für Kreativität, wie sie X Factor an diesem Wochenende bot, muss man auch im Fernsehen erstmal finden. Geschwindigkeit war übrigens auch das Motiv dieser ersten Show aus Misfits und Popstars. Nur die wie immer langweiligen Jurystatements unterbrachen den pace der Show, die wieder einmal ein Stück schneller geworden ist.

X Factor spielt also weiter oben mit, erfindet sich neu, bleibt beim Alten. Die nächsten Monate dürfte es schwer werden in den britischen Medien um den wichtigsten Musikwettbewerb der Welt herumzukommen. Der Höhepunkt ist noch lange nicht erreicht.

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Unscheinbar: Wird sie die neue Leona Lewis? X Factor Finalisten Rebecca Ferguson.

Seit gut zwei Jahren bin ich mir sicher, dass „X Factor“ das nächste große Ding ist. Was seltsam klingt, denn X Factor ist, gemessen am Anteil der Zuschauer an der Gesamtbevölkerung des Ausstrahlungslandes, bereits jetzt die erfolgreichste Unterhaltungssendung der drei wichtigsten Fernsehmärkte der Welt (USA, UK, Deutschland). Etwa jeder dritte Brite wird die wichtigeren Liveshows sehen, die Quoten der bisherigen Ausgaben der aktuell 7ten Staffel sind erneut gestiegen (Ratings 2009, 2010).

Die Produzenten der britischen Show haben in diesem Jahr sehr viel richtig gemacht. Bereits abzusehen war, dass die Rolle von Jurorin Cheryl Cole, die zwischenzeitlich wegen eines Zusammenbruchs fehlte, weiter gestärkt wird. Nun bin ich nicht unbedingt jemand, der von Natur aus ein Fan von Cheryl Cole sein würde. Irgendwie schwingt immernoch ein bisschen „little Miss Showbiz“ mit, wenn ich Cheryl Cole sehe, doch damit hat die Sängerin nichts zu tun. Cole ist hochprofessionell, diszipliniert, ergeizig und längst Puppenspielerin statt Marionette. Und was für eine.

Eine besondere Stärke von Coles  TV-Auftritten ist es, dass man weder sagen kann, ihre menschlichen Regungen seien sonderlich authentisch, noch, sie wären in irgendeiner Weise künstlich oder gespielt. Ihre Mischung aus genau der richtigen Dosis Emotionalität und Beherrschung, die so wunderbar gleichzeitig alles Künstliche und Reale an dieser bunten TV Welt, diesem Geschäft zu spiegeln scheint, ringt Bewunderung ab. Schon jetzt ist Cole wichtiger für das britische X Factor geworden als dessen Vater Simon Cowell.

Folgerichtig wurde Cole in diesem Jahr die stärkste Kategorie der Frauen übertragen, unter denen sich mindestens zwei absolute Perlen befinden: Die entzückende Rebecca Ferguson hat problemlos das Zeug zum Weltstar zu werden und Leona Lewis noch zu überflügeln. Für mich ist sie die Top-Favoritin auf den Gewinn der diesjährigen Staffel. Musikalisch ist sie perfekt, menschlich zurückhaltend, verletzlich, emotional, wie einst Lewis.

Dass Cole als Unterstützung Weltstar will.i.am mit ins Juryhaus gebracht hatte, darf man als gutes Omen sehen. Normalerweise muss man die Aussagen der Superstars hinsichtlich des Talents der Kandidaten vermutlich eher unter Höfflichkeit verbuchen, aber hier dürfte will.i.am wahrscheinlich neidisch gewesen sein, dass diese Pferdchen nicht in seinem Stall stehen.

Die große Stärke der erst 16jährigen Cher Lloyd ist, dass sie aus dem Stand heraus zeigte, was man 2011 in Sachen Popmusik unter „current“ verstehen wird. Wahrscheinlich wird sie „X Factor“ nicht gewinnen, aber dass sie, ähnlich wie die 2008er Kandidatin Diana Vickers, eine Popkarriere hinlegen wird, kann schon jetzt als ziemlich sicher gelten.

Scheinbar haben die Produzenten auch aus der letztjährigen Blamage mit dem Sieg von Joe McElderry gelernt, der es gegen einen Internet-Mob nichtmal zur Weihnachts-Nummer-1 schaffte, und diesmal den Raum für pubertierende, weichgespühlte Schmusebarden eng gemacht. Die gesamte Minderjährigen-Fraktion wurde kurzerhand in eine Boygroup gepackt, mit der Cowell nun seinen Spaß haben darf. Von der klugen Heraufsetzung des Alterslimits profitiert die Boys-Kategorie (Mentorin Dannii Minogue), die nun mit erwachseneren Sängern aufwartet.

Besonders Aiden Grimshaw bringt eine weitere interessante musikalische Facette in den Wettbewerb. Erstmals dürfte ein Sänger gleichzeitig britischen Teenies den Schlaf rauben, und Musikfans mit seinen emotionalen und feinspürigen Interpretationen begeistern.

Für Louis Walsh schließlich, der seit Jahren zum ersten Mal nicht die Gruppen, sondern diesmal die Kategorie „Over 28“ betreut dürfte sich vor allem Storm Lee zu einer großen Freude entwickeln. Der verlebte Schotte, aber auch die 50jährige Tesco-Verkäuferin und der soulige Farbige bringen in dieser Kategorie schon fast einen Hauch Britain’s Got Talent mit seinen bunten, ausgefallen „Missfits“ zu X Factor.

X Factor ist in diesem Jahr deutlich erwachsener als noch 2009, das gegenüber der hervorragenden 2008er Staffel eher ein Rückschritt war. Die schiere Bandbreite der hervorragenden und interessanten Kandidaten, auf die ich mich jetzt schon freue, hat noch einmal zugenommen. Ich gehe davon aus, dass X Factor in Großbritannien frühestens in zwei Jahren seinen Höhepunkt erreichen wird. In Deutschland ist die erste Staffel bei VOX und RTL ebenfalls gut gestartet und musikalisch schon jetzt die beste Castingshow Deutschlands. Im Schatten von DSDS und Supertalent fehlt allerdings noch der große Rummel um die Show (zum Glück), die bisweilen ähnlich spröde wirken mag wie Raabs Eurovision Casting „Unser Star für Oslo“.

Im kommenden Jahr geht es dann in den USA weiter. Ein kritischer Punkt für das Format. Wird X Factor junge Zuschauer zurückgewinnen und American Idol überflügeln? X Factor ersetzt als Show dass, was es heutzutage nicht mehr gibt. Den Weltstar der Popmusik, die Legende, wie einst Michael Jackson, Madonna, Elvis Presley. Gut möglich, dass es im Falle eines amerikanischen Erfolgs gelingen wird, dass X Factor das vollbringt, was zuvor noch keiner Castingshow gelungen ist: einen solchen Star zu erschaffen.

Alles zu X Factor hier auf tvundso.com

X Factor UK Channel bei Youtube

Offizielle X Factor Website

Werbung gabs ne Menge: RTL Punkt 12 Bericht über X Factor Deutschland.

Neu: Kritik zur ersten deutschen Sendung von X Factor

Lange haben sich RTL und VOX Zeit gelassen, um den Termin für die Ausstrahlung der ersten deutschen Staffel X Factor bekannt zu geben. Wahrscheinlich ist so eine „Eventprogrammierung“, wie VOX in seiner gestrigen Mitteilung schreibt, gar nicht so einfach: Am Freitag, 20. August und am Samstag, 21. August, jeweils 20:15 Uhr füllt RTL das Sommerloch mit dem Staffelauftakt. Danach gehts immer dienstags bei VOX weiter. Damit entfällt das von manchen Zuschauern befürchtete Duell X Factor gegen Popstars am Donnerstag abend.

Alle Artikel zu X Factor Deutschland

X Factor ist die erfolgreichste Casting-Show Europas. Mastermind hinter dem britischem Original der Show ist Simon Cowell, der wohl bekannteste Casting-Show-Juror der Welt. Er erdachte sie als Ersatz für Pop Idol (DSDS) in Großbritannien und hatte damit gleich volle Kontrolle über sein eigenes Produkt. Zwar läuft X Factor bereits in zahlreichen Ländern der Erde, doch auf den wichtigsten TV Märkten der Welt neben UK, nämlich Deutschland und USA ist bis jetzt immernoch Pop Idol in Form von DSDS und American Idol der Platzhirsch.

Doch Pop Idol hat ein Problem: seine Zuschauer werden schneller älter als die Sendung selbst. Insofern startet X Factor als Konkurrenz aus einer guten Position. Den britischen Musikmarkt hat die Show im vergangenen Jahr ziemlich aufgemischt. Noch ist allerdings von der Konkurrenzsituation nichts zu erkennen. Sowohl bei den deutschen RTL Sendern als auch bei Fox in den USA laufen beide Formate erstmal paralell.

Weitere Hintergründe zum deutschen X Factor

Doch während Simon Cowell den US-Start von X Factor im Herbst 2011 sehr ernst nimmt, ist es im Falle des deutschen X Factor eher eine Notlösung die Show überhaupt auszustrahlen. RTL wollte das Erfolgsformat wohl nicht den Konkurrenten von Sat.1 oder ProSieben überlassen. Produziert von der Grund Light, dass in Sachen X Factor unter anspruchsvolleren Castingshow-Fans eher einen schlechten Ruf genießt, startet das deutsche X Factor im August aus der Defensive.

Die Weichen haben die Macher aber zumindest schonmal in die richtige Richtung gestellt. Sowohl die Jury mit Sarah Connor, Till Brönner und George Glueck, als auch die Moderation mit Jochen Schropp ist mutig besetzt. Sowohl der noch nahezu unbekannte ausgebildete Sänger Schropp als auch Jazz-Trompeter Brönner könnten der Show einen gewissen „X Factor“ verleihen. Für Sarah Connor, die ihre Fähigkeiten zuletzt dem TV Trash untergeordnet hat könnte die Show ein Schritt zurück ins ernsthaftere Musikgeschäft sein. UK-Jurorin Cheryl Cole, die in diesem Jahr gesundheitsbedingt fehlen wird, profitierte trotz eher durchschnittlichem Talent und Charakter enorm von ihrer Jury-Rolle, ist inzwischen eine ernstzunehmende Poplady geworden.

Sarah Connor denkt jedenfalls zunächst einmal an die Karriere des kommenden deutschen X Factor Siegers, dem ein Plattenvertrag bei Sony Music winkt: „Wir suchen jemanden, der Deutschland im Sturm erobert – und danach vielleicht sogar die ganze Welt!“ Das ist bislang allerdings lediglich Leona Lewis gelungen. Die 2008er Siegerin Alexandra Burke ist noch unter in der zweiten Reihe unterwegs und macht grad Werbung für Deo im britischen Fernsehen. Ich persönlich gehe davon aus, dass wir erst 2011 oder 2012 im US X Factor einen neuen Weltstar bekommen werden.

Alles über X Factor hier auf tvundso.com

X Factor Website von VOX mit Infos und Videos

Eintrittskarten für die X Factor Liveshows in Köln

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Muss bei X Factor draußen bleiben: Dieter Bohlen.

In seinem gefühlt jährlichem DSDS und so – Interview mit Thomas Lückerath und Kollegen vom Branchendienst DWDL, in dem RTL-Unterhaltungsboss Tom Sänger die ebenfalls jährliche Kritik am stilbildendem RTL-Format „DSDS“ wie immer ohne eine Art von Einsehen mit den Argumenten Geschmacksfrage und Selbstverantwortung abbügelt, äußerte sich Sänger nun zur anstehenden deutschen Version von X Factor. Tom Sänger verspricht: Dieter Bohlen wird nicht in der Jury von „X Factor“ sitzen. RTL, Grundy und Vox basteln derzeit an einer deutschen Variante der erfolgreichsten Casting-Show Europas.

Mehr zur deutschen Version von X Factor

Mehr zu The X Factor

Sängers Statement im Wortlaut:

Thomas Lückerath (DWDL): In einer Ehe macht man ja fast alles gemeinsam. Aber kann ich Ihnen das Versprechen abringen, dass Dieter Bohlen nicht auch noch bei „X-Factor“ in der Jury sitzen wird?

Tom Sänger (RTL): (lacht) Ja, das Versprechen können sie mir abringen. Mehr aber im Moment auch noch nicht. Unsere Kollegen von VOX melden sich sicher, wenn es Neues gibt …

„Deutschland sucht den Superstar“ hingegen kann sich Tom Sänger nicht ohne Dieter Bohlen vorstellen, sagt Sänger in dem Interview. „Dieter Bohlen ist ein absoluter Treiber in unserer Show. So jemanden braucht ein Format, dass so lange so erfolgreich läuft“, lobte Sänger Bohlen. Er sei für DSDS sogar noch wichtiger als Simon Cowell für „American Idol“. Cowell steigt 2011 bei Idol aus, um sich um seine amerikanische „X Factor“ Version zu kümmern.

RTL/VOX Bewerbungsaufruf für X Factor:

Beachtet die Vereinbahrungen die im Casting-Bogen getroffen werden müssen. Kritik dazu bei Peer Schader/medienpiraten.

Bewerbungsformular bei Vox (bis 22. März 2010)


The X Factor (c) ITV

Neu vom 2. August 2010: Kritik zur ersten deutschen Sendung von X Factor

Neu vom 07. Juli 2010: X Factor Deutschland ab 20. August

Es ist die erfolgreichste Casting-Show Europas: The X Factor. 2010 bringt VOX die Show mit Unterstützung von RTL auch auf die deutschen Bildschirme. Medienjournalisten spekulieren, dass X Factor im Zeitraum zwischen DSDS (Jahresbeginn) und Supertalent (Herbst) ausgetrahlt werden soll.

Vor über einem Jahr habe ich mal in einem Beitrag auf diesem Blog besprochen, was RTL und DSDS von The X Factor lernen könnten. In dem Artikel erfahrt ihr, wenn ihr es noch nicht wisst, worin sich DSDS und X Factor überhaupt unterscheiden. Denn die Frage ist berechtigt und die Antwort ist im Prinzip wie bei Coca Cola und Pepsi: Eigentlich gar nicht, schmecken nur ein bisschen anders. Historisch gesehen liegt es einfach daran, dass Simon Cowell, der wohl weltbekannteste Casting-Juror, einfach ein eigenes Produkt mit voller Kontrolle haben wollte, die er bei Pop Idol (also American Idol) nicht hat, und bei dem er zugunsten seines US X Factors aussteigen wird.

VOX selbst hebt in seiner Beschreibung von X Factor insgesamt drei Unterscheidungsmerkmale hervor: X Factor steht allen Altersgruppen offen, es können auch Duetts und Gruppen teilnehmen und im Verlauf der Show werden drei Juroren zu Mentoren einzelner Kandidaten. Entsprechend gehe ich davon aus, dass es drei Gruppen von Kandidaten geben wird: 16-24Jährige, über 25 Jahre und Gruppen/Duette. In England sind die 16 bis 24Jährigen zusätzlich in Boys und Girls geteilt, dort gibt es vier Juroren.

In der Praxis ist mir aufgefallen, dass die X Factor Shows, so wie hier im IOFF, in den Internetforen immer mit besonderem Hinblick auf die musikalischen Leistungen diskutiert werden. Hier ist natürlich zu hoffen, dass VOX, RTL und Produktionsfirma Grundy Light (die auch DSDS und Supertalent machen) genau darauf auch Wert legt. Drüben beim Fernsehblog läuft nämlich gerade eine Diskussion über die Qualität unter anderem auch von DSDS, das seit Jahren immer mehr zur Freakshow verkommt, die auf niedere menschliche Instinkte setzt. Würde das deutsche X Factor einfach eine Forsetzung dieses Produktionsprozesses werden, wäre das natürlich extrem enttäuschend. Aber das können sie nicht vorhaben, oder?

Noch eine andere Sache ist in diesem Zusammenhang interessant: die Zuschauer von DSDS und Pop Idol werden offenbar immer älter: Ist es vielleicht Zeit für einen Generationenwechsel durch ein neues Format? Und die ganz junge Zielgruppe hält ProSieben mit seiner Miniplaybackshow Popstars besetzt. Gleichzeitig wurde in diesem Jahr ziemlich deutlich: über das Fersehen lässt sich prima Popmusik verkaufen. Die gerade laufende sechste Staffel von The X Factor dominiert in Großbritannien die Charts. Egal ob die Gewinnerin der dritten Staffel, Leona Lewis, Vorahresgewinnerin Alexandra Burke, Jurorin Cheryl Cole oder die gemeinsame Single der 2009er Kandidaten: es wird alles gekauft, wo X Factor draufsteht.

Kritisch gegenüber dieser Entwicklung fragte der Guardian vor kurzem: Is The X Factor killing Pop? Fakt aber ist: es funktioniert, warum auch immer. Popmusik auf der Insel ist derzeit The X Factor. Und Comeback-willige Popstars wie Robbie Williams oder Whitney Houston, sowie aktuelle Stars wie Alicia Keys, Rihanna, Shakira oder Black Eyed Peas freuen sich über einen der begehrten Plätze für eine Performance in den Result Shows. Übrigens ist The X Factor auch, anders als DSDS oder Pop Idol die einzige Casting Show mit deutlich steigenden Einschaltquoten.

RTL hatte sich wohl schon 2006 die Rechte an X Factor über sogenannte „Optionszahlungen“ gesichert. Danach waren sie erstmal „in der Schublade verschwunden“. Vielleicht um zu verhindern, dass ein Konkurrent das Format umsetzt, oder aus den Gründen, die RTL Unterhaltungschef Tom Sänger 2007 in einem DWDL-Interview nannte: „Unsere Überlegung bei diesem Format ist ganz einfach: Was würde der Start von ‚X-Factor‘ für ‚DSDS‘ bedeuten? Die Abwägung, ob man ‚DSDS‘ fortsetzen kann, wenn man ‚X-Factor‘ startet oder ob beide Formate auf dem deutschen Markt Platz haben, ist noch nicht abgeschlossen.“

Der Branchendienst Meedia hat nun erfahren, dass zuletzt auch Sat.1 versuchte, die Rechte an „The X Factor“ zu erwerben. Die Mediengruppe um den Sender hatte Simon Cowell, dessen Firma Syco die Show in UK produziert, offensichtlich eine Ausstrahlung in diesem Herbst zugesichert. Denn: die Nichtnutzung der Rechte durch RTL sei dem Briten immer ein Dorn im Auge gewesen. „RTL wollte dieses Sat.1-Angebot nicht auf sich sitzen lassen und überbot es. Lieber wollte man die Show für viel Geld selbst zeigen, als sie der Konkurrenz zu überlassen“, schreibt Meedia.

Ob sie wollen oder nicht, jetzt müssen sie, RTL, VOX, Grundy, The X Factor also letztlich stemmen. Der Bewerbungsaufruf für das deutsche X Factor startet bereits im Januar. VOX wird sich insgesamt einige Hilfe von RTL holen, beide Sender gehören ja zu selben Sendergruppe. So wird RTL X Factor mit der Ausstrahlung der ersten Show anschieben, bekommt dafür aber am Ende auch die Ausstrahlung des Finales. Über 12 Shows sollen es insgesamt werden, heißt es in den Medienberichten (siehe unten) heute.

Ich persönlich freue mich über die Entscheidung eine deutsche Version von The X Factor zu produzieren. In den Medienberichten ist heute vor allem das Element der Mentorenschaft durch die Jury beschrieben, dass mir gut gefällt (beim Original „hasse“ ich Louis Walsh und „liebe“ Dannii Minogue, habe also Spaß daran, wenn der eine mit seinen Kandidaten scheitert, die andere Erfolg hat). Das ist allerdings nur einen Nebenaspekt. Ob man darum die gesamte Show aufbauen wird, um sich von DSDS deutlich zu unterscheiden? Klar ist doch sicherlich: Die Unterscheidung muss über die (musikalische) Qualität erfolgen.

Fakt ist ja: Wenn RTL/Grundy sich entscheiden, kein Risiko einzugehen, und einfach eine Kopie von DSDS machen, die auch qualitativ das niedrige Niveau des Primus nicht überschreitet, dann werde ich damit keinen Spaß haben. Zwar hat RTL mit dem Dschungelcamp bewiesen, dass sie auch eine richtig richtig gute Reality machen können, doch der Dschungel wird von Granada produziert. Die großartige BBC-Reality „The Apprentice“ hat Grundy Light hingegen 2004 in den Sand gesetzt. Aktuell zeigen sie auch wenig Gespür für gutes Fernsehen bei „Das Supertalent“. Da ist Skepsis sicher verständlich. Fakt ist: Sollte The X Factor eine weitere eher primitive Trash-Show werden, dann wissen wir: RTL/Grundy wollen oder können gar nicht anders. Bis dahin hoffe ich auf das Gegenteil.

Quellen: DWDL, Die Zeit, via: Quotenblogger

Mehr X Factor hier bei tvundso.com

Außerdem: DSDS 2010: Nur noch beschissen

Info 13.12.2009: Joe McElderry ist Gewinner von The X Factor 2009 in England

Info 03.02.2010: Dieter Bohlen wird nicht Juror bei X Factor


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