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Bei der Verteilung der Marktanteile im Monat Juni, die der Mediendienst DWDL heute präsentiert hat, erweisen sich die großen TV-Sender als die großen Verlierer. Vom schwächeren Programm der Platzhirsche profitieren vor allem die kleineren Sender, die für ihre Verhältnisse kräftig zulegen konnten.

Sowohl Vox (7,5 +0,4), RTL II (6,9 + 0,6) als auch kabel 1 (6,5 + 0,1) konnten in der Zielgruppe im Monat Juni die Marktanteile steigern. Bei dem Wert von kabel 1 handelt es sich sogar um den besten Monatswert den der kleine ProSiebenSat.1-Bruder jemals erreicht hat. Ähnlich wie im vergangenen Jahr bescherten RTL II die inzwischen soliden Quoten des Dauerbrenners Big Brother ein gutes Ergebnis. Bei Vox handelt es sich nach dem schwächeren Mai um eine Erholung der Quoten. Das ZDF profitiert von der U21-Fußball-EM und legt im Juni einen ganz Prozentpunkt zu, und landet damit ausnahmsweise mal nicht auf einem Allzeittief bei den jungen Zuschauern im Alter von 14 bis 49 Jahren. Die einst erfolgreiche Samstagabendshow „Wetten, Dass…?“ verbucht ebenfalls keinen neuen Negativrekord und landet mit ihrer Mallorca-Ausgabe auf Platz 5 der meistgesehen Sendungen bei den jungen Zuschauern.

Richtig mies sieht es hingegen bei der ARD aus, der Mainzer Sender Das Erste kam mit nur noch 6,1 Prozent Marktanteil bei den jungen Zuschauern auf den schlechtesten Wert seiner Geschichte. Mit der Programmierung von Hollywood-Hits mitten in der Nacht machte der Rentersender vor kurzem noch negativ auf sich aufmerksam. Ich gehe also davon aus, dass der Verlust junger Zuschauer bei der ARD gewollt ist und der Negativ-Wert als Erfolg verbucht wird. 😉

RTL bleibt wie zu erwarten weiterhin Marktführer, verliert aber 0,9 Prozentpunkte und kommt damit auf 15,6 Prozent Marktanteil in er Zielgruppe. ProSieben ist mit 1,2 Prozentpunkten Verlust in der Zielgruppe gar der größte Verlierer (11,4). Beiden Sender fehlen Erfolgsformate wie Top Model oder DSDS, die Sommerersatzshows für die Primetime floppten allesamt. Da RTL auch für die kommende Hauptsaison Quotenhits wie das Dschungelcamp aus dem Programm gestrichen hat, muss man davon ausgehen, dass RTL mit Billigproduktionen der aktuellen Werbekrise ein solides Nullwachstum entgegenstellt.

Unterm Strich können wir aus den Zahlen vielleicht herauslesen, dass das TV-Programm nicht nur im Sommer, sondern auch im kommenden Herbst schlechter werden wird. RTL riskiert erstmal nichts kostspieliges und verlässt sich auf die Quotengaranten DSDS und Supertalent, die ARD und das ZDF wollen kein Programm für junge Zuschauer machen (und wenn sies versuchen, machen sie sich so wie bei „Ich kann Kanzler“ lächerlich). Grund zur Sorge ist das nicht, so bleibt mehr Zeit für DVDs und ausländische TV-Hits aus dem Internet.

Der Branchendienst kress report hat die erfolgreichsten TV-Sendungen der Saison 2008/2009 anhand der Einschaltquoten in der Zielgruppe der 14- bis 49jährigen Zuschauer ermittelt. Das teilt der Dienst heute in einer Presseaussendung mit. Demnach löst „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) den bisherigen Primus „Dr. House“ auf dem ersten Platz ab. Der ausstrahlende Sender RTL kann sich zudem über 44 Formate in den Top 100 der meistgesehenen Sendungen freuen, das ist einsame Spitze. Mit Ausnahme von „Wetten, Dass…?“ (ZDF) auf Platz 7 sind zudem ausschließlich RTL-Sendungen in den Top 10 vertreten.

ProSieben folgt mit 27 Platzierungen in den Top 100 auf dem zweiten Platz, danach kommen Sat.1 mit 14, das ZDF mit sechs, Das Erste (ARD) mit fünf, Vox mit drei und RTL II mit einer Platzierung in den Top 100. Alle weiteren Sender sind folglich gar nicht in den Top 100 vertreten.

Die erfolgreichsten Neueinsteiger im Ranking sind „Die 10…“ auf Rang drei, „Das Supertalent“ auf Rang acht und „Die Ausreißer – Der Weg zurück“ auf Rang elf. Auch das alles Formate vom Sender RTL, der ohnehin schon 200 Monate ununterbrochen Marktführer in der Zielgruppe ist.

Hier die kompletten Top 10:

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Schon mehrfach hatte ich auf diesem Blog über die menschenverachtende Episode 198 der RTL II-Doku-Soap „Frauentausch“ berichtet (siehe unten). Dort wurde eine (bereits aus anderen TV-Sendungen) bekannte Familie aus einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt derart vorgeführt, dass es zu drastischen Reaktionen kam, etwa Protesten, Bedrohungen und Sachbeschädigung. Mit den Folgen, die Reality TV haben kann, und was das über das Verhältnis von Wirklichkeit und Reality TV, genauer: dessen Rezeption, aussagt, hat sich Harald Staun von der Faz ausführlich beschäftigt:

[…] und wer sich ein wenig auskennt mit den Mechanismen des Boulevardfernsehens, dem fällt es leicht, den verletzten Lokalstolz für naiv zu halten; am Ende aber besteht diese Naivität nur darin, dass eben doch noch ein paar Menschen das Fernsehen ernst nehmen, wenn es behauptet, dass es sich bei dem Genre Reality-Doku-Soap trotz aller Schmiererei noch um die Abbildung der Wirklichkeit handelt. Wie gründlich in der Rezeption dabei die Ebenen durcheinandergeraten können, offenbart sich in den traurigen Auswüchsen, die der Protest zwischenzeitlich angenommen hatte […]

[…] Und umgekehrt erklärt vielleicht genau die Medialisierung der Familie, warum sich der Protest ihrer Mitbürger gegen die Opfer richtet, statt gegen die verantwortlichen Produzenten: Auch für die [Bewohner der Stadt] sind Yvonne und Christian längst identisch mit den Medienfiguren, zu denen sie das Fernsehen gemacht hat. […]

[…] Dass aber die Auftritte all der Akteure des Realityfernsehens überhaupt eine Fortsetzung in der Wirklichkeit haben, ist eine Konsequenz, die Zuschauer und Produzenten mittlerweile völlig ausgeblendet haben. Dabei fällt es der Rezeption nicht schwer, darüber zu erschrecken, wo das Fernsehen heute überall hinkommt. Manchmal aber fängt der Horror erst an, wenn es wieder wegfährt.

[via Stefan Niggemeier]

Mehr zum Thema „Frauentausch“ auf diesem Blog.

Über die Frauentausch-Episode vom 8. Januar ( Folge 198 ) hatte ich auf diesem Blog schon zweimal geschrieben. Jetzt beschäftigt sich die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) mit der besonders menschenverachtenden und verantwortungslos produzierten Folge, in der eine Familie aus Sachsen-Anhalt quasi medial hingerichtet wurde.

In einer Pressemitteilung vom Mittwoch dieser Woche schreibt die ZAK:

Generell gilt: Auch wenn die Teilnehmer sich freiwillig für eine solche Doku-Soap bewerben und umfangreiche Verträge unterschreiben, berechtigt dass die Sender nicht, sie medial hinzurichten. Jeder hat ein Recht auf Menschenwürde. Ein Sender muss für sein Programm die Verantwortung tragen.

Die Kommission will nun prüfen, inwieweit RTL II mit der Frauentausch-Folge moralische und ethische Grenzen überschritten habe. Denn jenseits der Quote gäbe es auch noch Werte, die für die Sender verpflichtend sind. Nicht alles was legal ist, ist auch legitim“, sagt der ZAK-Beauftragte für Programm und Werbung, Prof. Dr. Norbert Schneider in der Pressemitteilung. „Programmverantwortung heißt auch, beizeiten die Folgen zu bedenken, die ein Programm haben kann“, so Schneider weiter.

Der Regionalzeitung Volksstimme zufolge soll die Prüfung so schnell wie möglich erfolgen. Im Wohnort war es (wie berichtet) nach der Ausstrahlung der Frauentausch-Episode zu Demonstrationen gekommen. Der Zorn der Bürger entlud sich letztlich auch in Sachbeschädigungen am Haus der Fernseh-Familie, die sich dadurch bedroht fühlte. Die Polizei wurde eingeschaltet.

Im Spiegel-Online Interview nutzte der Bürgermeister der Stadt die Gelegenheit noch einmal um am Thema vorbei die bösen Westdeutschen und ihre Ressentiments gegenüber dem Osten zu kritisieren. Doch auch er bemängelte das mangelnde Verantwortungsbewusstsein der TV-Produzenten: „Aber die Schuldigen sitzen ja ganz woanders. Ich bin entsetzt über die Macher der Sendung. Die sollten sich schämen!“

Die Frauentauschfolge ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Unbedarfte Menschen werden in der Doku-Soap-Massenproduktion über alle Sender hinweg vor allem auch im Nachmittagsprogramm vorgeführt. Das nun ausgerechnet das von Constantin Entertainment verantwortete Frauentausch die Grenze wieder einmal überschreitet verwundert nicht. In keiner anderen Doku-Soap wird derart brutal mit den Protagonisten umgegangen, wie bei Frauentausch. Das Zynische daran ist: genau das macht die Beliebheit dieses Programms aus.

Von brutalem Sozialrealismus leben allerdings auch bessere Formate. In „Die Supernanny“ sah man (bezeichnender Weise in einer Folge, die in derselben Stadt spielte wie die Frauentauschepisode) auch schon wie ein Junge seine Mutter verprügelte. Doch hier wird wenigstens noch Lebenshilfe-Prinzip an die Schreckensbilder geknüpft. Nanny Katja Saalfrank gewann 2007 den Fernsehpreis als bester TV-Coach. Doch das muss wenig heißen. Der selbsternannte TV-Experte Thomas Gottschalk kommentierte den Fernsehpreis 2008 für die Straßenkinder-Doku-Soap „Die Ausreißer“ völlig unangemessen (manche der Kinder kämpften mit totaler Verwahrlosung, Sucht und langfristig dem Tod) mit den Worten: „Wir wünschen Euch, dass noch viele Kinder ausreißen, damit das… äh… weitergeht.”

Selbst da also, wo Fernsehen bewertet wird, gibt es kaum ein Gespür für angemessene Reaktionen auf das Gesehene. Während „Die Ausreißer“ auf der einen Seite also zeigen, wie es richtig geht (aber von Leuten wie Gottschalk gar nicht begriffen werden), fehlt auf der anderen Seite das völlige Bewusstsein für Qualitätskontrolle im Sinne moralischer Grenzen. Das völlige Versagen der TV-Macher im Falle Frauentausch kann nur mit einer fanatischen Quotenfixierung oder der mangelnde Ausbildung/Kenntnis derer erklärt werden, die das Programm produzieren.

Sozialrealismus im Fernsehen kann, soll und muss es geben, aber nicht unter dem Paradigma der reinen voyeuristischen Unterhaltung und verantwortungslosen Vorführung von Menschen.

Sascha, Knubbel und Marcel

Die neuen "alten" BB-Bewohner: Sascha, Knubbel und Marcel

Update 7. Juli 2009: Daniel Schöller ist der Gewinner von Big Brother 9

Am Montag ziehen drei ehemalige Bewohner ins Big Brother Haus. Das gabs schon öfter, doch diesmal bleiben sie als reguläre Kandidaten drin und spielen, wie alle anderen auch, um den Gewinn mit. Ihre Namen sind schon seit Mitte der Woche bekannt, und wurden nun auch offiziell von RTL II bestätigt.

Die neuen Bewohner sind: Sascha, der Gewinner der fünften Staffel. Er verbrachte ein jahr im Haus und gewann eine Million Euro, von denen er jedoch etwa die Hälfte versteuern muss. Er befindet sich noch im Streit mit dem Finanzamt (Quelle: Gerüchte). Der zweite im Bunde, hat das Haus noch nichtmal ein jahr hinter sich, es ist Marcel S. aus Köthen (Sachsen-Anhalt), der in Staffel 8 vor allem durch fiese Späße nicht nur Freunde gewonnen hat. Von den drei Neuankömmlingen gilt er unter Fans als am unbeliebtesten. Der Dritte schließlich ist der schon ältere Publikumsliebling der siebten Staffel: Knubbel. Es heißt, er ziehe vor allem aus Spaß ins Haus, weniger wegen des Geldes.

Ursprünglich, sollte auch Rebecca aus der 8ten Staffel wieder ins Haus ziehen. Diesen Pläne verwarf RTL II/endemol allerdings, wie berichtet. Darauf hin hatte Rebecca am Donnerstag auf ihrer Website in einem Livestream enttäuscht gelästert, und am Freitag im Big Brother Radio und im Ioff nochmal einen drauf gelegt. Im Radio kam es dann sogar zum Schlagabtausch mit Ex-Bewohner Kevin, der Partei für Marcel S. ergriff.

Der reguläre Neueinzug alter Bewohner ist Teil des Rettungskonzeptes von Big Brother, dass vor eineinhalb Wochen angekündigt, und am vergangenen Montag als „Big Brother Reloaded“ an den Start ging. Vor allem durch den Einzug von Busenwunder Annina und eine Aufreger-Lovestory rund um Andy, Geraldine und Andys Freundin außerhalb des Hauses hatten sich die Quoten im Laufe der Woche wieder leicht und dann deutlich über 6 Prozent eingepegelt.

Außerdem müssen am Montag zwei Bewohner ausziehen: Erstens, einer der nominierten Höllen Bewohner (die Nominierung erfolgte vor einer Woche durch einen Giftpfeil von der rausgevoteten Delia). Das ist dann entweder Cathy, Daniel oder Sascha. Sascha wurde zuletzt von BB stark gepusht und bekam viel Präsenz, sicherlich, weil man sich zwischen ihm und Annina gewisse Interaktion erhofft, ob nun spaßig oder ernst.

Der zweite Auszug wird einen der Himmelsbewohner treffen, also entweder Andy, Geraldine, Jana, Madeleine, Oliver, Orhan oder Beni (Annina und Claudia haben noch Schutz). Den Auszug bestimmen die Bewohner im Sprechzimmer, bei Gleichstand die Zuschauer per Blitzvoting.

Die neuen Höllenbewohner werden durch ein Match ermittelt, bei dem drei Teams gegeneinander antreten die von je einem der Neueinzüge angeführt werden. Das drittplatzierte Team zieht in die Hölle. Ob diese dann auch zugleich nominiert sind, ist unklar. Den (neuen) BB-Regeln zufolge ist die Hölle nur für Nominierte und Sünder (etwa Regelbrüche) gedacht.

Vor kurzem hatte ich polemisch über die Macher hinter den primitiven Frauentauschsendungen geschrieben. Anlass war eine besonders verantwortungslose und überzogene Ausgabe des Formats, dass in vielerlei Hinsicht unbedarfte Menschen aus purer Freude am Voyeurismus zur Schau stellt.

Für die betroffene Familie hat die Sendung nun unangenehme Folgen gehabt. Während die Bewohner und der Bürgermeister der Stadt, in der die Familie lebt, sich vor allem über ein wahrgenommenes Stereotyp des ostdeutschen Provinzlers empören („fett und gefräßig“), hat die RTL II-Zielgruppe (eben jene, die aus Schadenfreude und Geilheit am Voyeurismus oder purem Hass zuschauen), der Familie offensichtlich den Krieg angesagt. Die Lokalzeitung des 15.000 Einwohner Städtchens berichtet (Hervorhebung von mir, Ortsname zensiert):

Der Frust der Bürger kanalisierte sich in den vergangenen Tagen nicht nur mehr ins Schreiben von Leserbriefen. Die Menschen rebellieren, schaukeln sich gegenseitig hoch. Erst waren es nur Buh-Rufe vor dem Wohnhaus, dann fogen schon Flaschen. Den Höhepunkt erlebte die Stadt am Mittwochabend, als sich rund 50 [Einwohner] zu einer spontanen Demonstration vor dem Haus versammelten. Es f ogen rohe Eier an die Wand. Die in der Stadt bekannte Fernsehfamilie fühlt sich bedroht. “ Es liegen Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Beleidigung vor. Wir haben bereits Tatverdächtige ermitteln können „, erklärt Doreen Wendland, Pressesprecherin der Polizeidirektion Ost.

Ein gutes Beispiel dafür, welche Folgen eine derart verantwortungslose Produktion wie „Frauentausch“ haben kann. Nicht zu vergessen, dass es sich bei den gezeigten Menschen nicht nur um Erwachsene, sondern auch um ein in der Familie lebendes Kind handelte. Und da frage ich gerne nochmal: Was sind das für abgebrühte Menschen, die beruflich an der Produktion einer solchen Sendung beteiligt sind und dererlei Folgen billigend in Kauf nehmen, solange die Quote stimmt?

Eines der wesentlichen Merkmale der aktuellen Big Brother Staffel ist es, erst Erwartungen zu wecken und diese dann zu enttäuschen. So erklärte Moderatorin Alida Lauenstein in der Liveshow am vergangenen Montag zunächst der neuen Bewohnerin Claudia das Big Stars-System, nachdem diese zwei gewann: für neun dieser Big Stars darf man nämlich Kontakt zur Außenwelt haben. Minuten später darf Bewohnerin Geraldine ihren noch nie zuvor gesehen Halbbruder treffen, ohne dafür einen einzigen Big Star zu zahlen. Außenwirkungen solcher Regelbrüche auf die Quote: Null.

Gegen Ende der Sendung kündigte Moderatorin Miriam Pielhau dann für die kommende Liveshow zwei neue alte Bewohner an: Sascha, den Gewinner der 5ten Staffel (1 Million Euro abzüglich Steuern) und Rebecca, die in der 8ten Staffel wegen eines Hitlergrußes aus der Sendung flog und im Nachhinein in der Liveshow dann aufklärerisch entnazifiziert werden musste, dann natürlich, das weiß RTL II, sind seine Zuschauer genauso dumm, wie seine Bewohner.

Am Donnerstag dann der Rückzieher. Rebecca zieht doch nicht ins Haus. Schon in den Tagen zuvor hatte die Ankündigung ihres Wiedereinzugs die Fanforen gespalten, wie keine Zweite. Umso erboster reagierte sie selbst und ihre Fans heute auf die Nachricht und bestätigen damit womöglich die Entscheidung RTL IIs. „Ich hab die Schnauze voll. Mann kan mich einmal verarschen, einmal verletzen… aber, man macht das einfach nicht“, schimpfte die von ihren Fans „Rebelli“ genannte Rebecca in einer Liveübertragung auf ihrer Website am Donnerstag abend. Einen Einzug ins Big Brother Haus schloß sie nun grundsätzlich aus, und hatte noch einen weisen, aber unverständlichen Vergleich parat: „Das ist so ähnlich wie mit den Chinanudeln, die sind ja auch glasig im Gegensatz zu den anderen. Genauso ist Big Brother inzwischen auch. Einfach glasig.“ Rebecca wird am heutigen Freitag Talkgast im Big Brother Radio sein und mit Moderator Alex um die Wette schimpfen.

Was gibts sonst noch neues bei Deutschlands derzeit langweiligster TV-Sendung: Pornostar Annina scheint nicht nur die Brüste sondern auch die Quoten aufzupumpen, Am Mittwoch kam die Tageszusammenfassung erstmals wieder auf über 6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe.

Der Wanderprediger Andy (das ist der der ständig redet und „weisch“ sagt) bekam einen Ich-mach-Schluß-Brief von seiner Freundin, schaffte es aber in einem Telefonat (richtig: dazu waren auch keine Bigstars nötig) solange auf sie einzureden, bis sie ihm scheinbar wieder zu Füßen lag. Seitdem ist Dauerbeschallung mit Andys selbstgefälligen Weisheiten im Haus angesagt.

Die neue Kandidatin Claudia passt auch gut ins Haus und sorgt für Banalitäten und noch mehr Langeweile. Ihr absoluter Lieblingsfilm ist „Schuh des Manitou“ und in Mario Barths Frauenbild findet sie sich total wieder. Die homosexuelle Lästerschwester Oliver entpuppt sich zunehmend als arrogant. Mit einer wie Cathy so war zu hören, würde er niemals durch die Stadt gehen oder sich abgeben. Cathy hatte die dicke Leipzigerin Madeleine nämlich beschimpft, sie solle doch soviel fressen wie sie wolle und fett werden.

Madeleine scheint das ähnlich zu sehen, die knappst ausgefallene Ernährungsberatung durch Ex-Bewohner Kevin (genau: auch dazu waren keine Big Stars nötig) zeigte null Wirkung. Madeleine isst weiter. Und dann ist da noch der Berliner Prolet Sascha, den inzwischen einige mögen (und dessen Vater auch heute im BB Radio ist): der mag Oliver, „die Pussy“ nicht. Ein bisschen was passiert also doch. Zumindest solange noch übertragen wird…

Am vergangenen Donnerstag zeigte RTL II Episode 198 der Dokusoap „Frauentausch“ und begab sich damit wieder einmal in allertiefsten Niederungen der TV Unterhaltung. Das einzig gute, was man überhaupt über diese Dreckssendung sagen kann, ist, dass sie sichtbar macht, dass es solche Menschen gibt.

Aus dem Jahre 2004 gibt es von der Filmhochschule Potsdam Babelsberg eine Abschlußarbeit zum Thema „Identitätskonstruktionen in der Mediengesellschaft“. Der Autor Tobias Schäfer beschätigt sich darin mit Frauentausch. Abschließend schreibt er:

Darüber hinaus erfüllt die Sendung – indem sie Einblick in verschiedene gesellschaftliche Subsinnwelten, Milieus und Lebensauffassungen gewährt – eine Orientierungsfunktion für die jugendlichen Milieuangehörigen, die in der pluralisierten Gesellschaft vor die Aufgabe gestellt sind, ihre Identität zunehmend selbstverantwortlich herzustellen.

Vorab hatte Schäfer festgestellt, dass Frauentausch vor allem bei jungen Zuschauern Zuspruch findet, während ältere die Sendung eher ablehnen, da ihre „identitätsrelevanten Grund- und Werthaltungen durch die Sendung herausgefordert und z.T. in Frage gestellt werden.“

Abschließend stellt Schäfer fest:

Denn es stellt sich die Frage, was es für den Sozialcharakter des Menschen bedeutet, wenn er seine Identität in einer Gesellschaft, die von Medien durchdrungen ist, zunehmend durch mediale Interaktionen konstituiert und soziale Interaktionen dem gegenüber an Bedeutung verlieren.96 Dies ist auch deshalb von Interesse, weil viele mediale Interaktionsangebote, auch „Frauentausch“, aus ökonomischen Motiven produziert werden.

Das ist der eine Punkt. Ein anderer ist, dass angesichts solcher Szenen wie oben, Identität nur in Ablehnung des gezeigten gefunden werden kann, also nicht etwa durch Orientierung an Vorbildern, oder durch kritische Rezeption verschiedener selbstgewählter Lebensstile.

Darüber ob RTL II als privatwirtschaftliches Unternehmen hier überhaupt in der Verantwortung steht, ein Bewusstsein für die eigenen Arbeit und deren Auswirkungen zu schaffen kann man streiten. Würde es geschehen, wäre der logische Schluß diese Verantwortung dann wahrzunehmen, und Frauentausch entweder zu verändern, im Sinne der obigen Argumentation (Identifikation, Vorbilder) oder komplett aus dem Programm zu streichen.

Doch all das berührt noch gar nicht die moralische Seite der Medaille. Wie wenig Anstand muss man bitte haben, um überhaupt ein Programm zu produzieren, dass nicht nur negative Identifikation stiftet, sondern unter dem ökonomischen Aspekt eigentlich ausschließlich der Unterhaltung durch voyeuristische Vorführung unbedarfter Menschen dient. Wenn da geschrien, gepöbelt, verzweifelt und gekreischt wird, wenn da Konflikte herausgefordert werden, dann ist das perfekt gemachter Zynismus im Sinne quotenträchtiger Profitabilität.

Bei den zuständigen Autoren, Redakteuren und Programmverantwortlichen fehlt jegliches Gefühl für Moral und Anstand, für Verantwortung und Selbstreflexion. Wie abgebrüht muss man bitte sein, um damit sein Geld zu verdienen, etwa als Kameramann oder Redakteur. Welche Lügen reden sich diese Leute ein, um kein schlechtes Gewissen zu bekommen? Wie kann man es überhaupt mit sich selbst ausmachen, Menschen die ganz augenscheinlich nicht in der Lage sind, zu verstehen und zu reflektieren, was sie da tun vorzuführen?

Im folgenden Text, möchte ich einen der Gründe für die Krise von Big Brother beschreiben: den Vertrauensverlust in das Format und den Verlust der Nähe zu den Wünschen und Erwartungen des Zuschauers.

Big Brother ist vermutlich die meistdiskutierte deutsche TV-Sendung. Auf den drei großen Fanforen bbfun, ioff und sevenload finden sich zu jeder Staffel zehntausende Diskussionsbeiträge. Immer öfter und immer ausführlicher wird nicht nur über die Kandidaten gelästert oder die neuesten Beziehungen derer untereinander diskutiert, sondern immer öfter ist auch die Produktion selbst Thema. Die aktuellen Quoten, die Entscheidungen der Produzenten, die Art und Weise warum und wie produziert wird, das interessiert viele. Fast jeder Fan weiß, dass BB von endemol produziert wird oder das Axel Kühn auch wegen schlechter Quoten von BB bei RTL II rausgeflogen ist. Informationen die sonst eher Medienleute interessieren, weniger die Zuschauer. Bei BB ist das alles wichtig. Es ist die Metaebene, die BB offensichtlich für viele spannend macht.

Ich würde sogar behaupten, der einzige Grund BB derzeit zu schauen, ist diese Ebene. Umso unverständlicher ist es, dass RTL II/endemol viele Informationen rund um die Produktion zensiert. So dürfen die Kandidaten weder über die Kamerafreie Stunde reden (diese kann jetzt flexibel und nur einzeln genommen werden) noch über die Heizstrahler, die den Schlafcontainer der Höllenbewohner beheizen. Auch die Gespräche im Sprechzimmer sind oft tabu, auch wenn sie Einzelheiten zur Produktion betreffen. So weiß etwa niemand, ob die Kandidaten über die Gründe für die aktuellen Entwicklungen (Neukonzeptionierung, Umbau des Hauses) informiert sind, und auch nicht, ob sie bereits gestern wussten, dass sie heute morgen ausziehen mussten.

Gegen 6.30 Uhr am heutigen frühen Samstag Morgen kamen schwarz gekleidete und vermummte Männer ins Haus, um die Kandidaten unsanft zu wecken und in aller Hektik aus dem Haus in die provisorisch eingerichteten Matchräume zu scheuchen. Die Reaktion der Bewohner darauf war erschreckend nüchtern. Überrascht wirkten sie nicht. Waren sie nur müde? Oder wussten sie, was passieren wird? Und wenn ja, was genau? Das alles zerstört das Erlebnis von Big Brother (zuvorderst für die Zuschauer des offensichtlich ungeliebten Livestreams, der schon lange nicht mehr live sondern 10 Minuten verzögert und zensiert ist). Wo ist das Problem dem Zuschauer auf einer Website oder per Laufband zu sagen: Liebe Zuschauer, Big Brother baut das Haus um, gegen 6.30 Uhr werden die Bewohner geweckt. Wir haben die Bewohner darüber im Sprechzimmer informiert, dass heute am frühen morgen etwas passieren wird, jedoch nicht was. Das wisst nur ihr!

Das würde alles wieder gerade rücken. Es wäre transparenter, und eben authentischer. Es würde all die Zweifel mit einem Mal zerstören und einfach sagen: so ist es und nicht anders. Man wüsste wie die Reaktionen der Bewohner einzuschätzen sind. Die offensichtlichen Bestrebungen Big Brother vom Liveerlebnis, einem sozialen Experiment zu einer kontrollierten Dokusoap oder gar Daily Soap, wie Axel Kühn es wollte, zu verwandeln, dies ist einer der Gründe, für das Scheitern der Projektes. Mehr noch: wenn da selbst so banale Dinge wie Heizstrahler verschwiegen werden sollen, wo hört das auf?

Viele uniformierte Zuschauer halten alles im Fernsehen für einen großen Fake. Das ist nicht so schlimm, denn nicht jede TV Sendung muss authentisch sein, Survivor etwa funktioniert ganz gut, obwohl es von hinten bis vorne gescriptet zu sein scheint. Big Brother aber muss einen anderen Anspruch haben. Als am Montag Delia von den Zuschauern getrettet wurde, da gab es eigentlich keinen Grund an diesem Votum zu zweifeln. Und doch, viele Fans rufen Manipulation, Fake! Und man beginnt zu zweifeln, vielleicht stimmts ja? Der Vertrauensverlust in die Echtheit des Formats nimmt rasant zu. Im großen Bild ist das einer der Gründe für seinen Niedergang. Neben anderen natürlich.

Big Brother muss verstehen, dass die Fans nicht nur Konsumenten sind, die nichts in Frage stellen, sondern gerade die Big Brother Fans sehr kritisch sind und alles über die Metaebene wissen wollen. Viele Medien und Firmen erklären sich kontrolliert längst auf Websiten und Blogs selbst (etwa die Tagesschau). Big Brother hat diesen Vertrauensverlust, den Verlust der Nähe zu den Wünschen und Erwartungen der Zuschauer nicht nur nicht verhindert, sondern verursacht und die gesamte Metadiskussion unbedacht an die Fanforen abgegeben, wo Mutmaßungen, teilweise Dummheit, Verschwörungstheorien und Unverständnis sich die Hand reichen.

Update 7. Juli 2009: Daniel hat Big Brother 9 gewonnen

RTL II zieht die Notbremse: Nach eher schlechten Quoten (5,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe im Schnitt, in dieser Woche jedoch nach der tollen Liveshow kontinuierlich gestiegen) relauncht am kommenden Montag RTL II die 9te Staffel von Big Brother. Neues Haus, mit einer klareren Trennung der Bereiche, luxuriöser Himmel (mit neuen Möbeln und einer Bar), härtere Hölle (außer zur Toilette kein Zugang zum Haus) und neuem Konzept: Die Hölle ist nur noch für Regelbrecher und Nominierte wie auch andere Sünder und befindet sich wie gesagt nur außerhalb des Hauses. Das heißt auch: Essen muss auf einer Feuerstelle zubereitet werden. Statt der bisherigen Höllenkluft tragen die Höllenbewohner eine funktionale Survivor-Kleidung.

30 Handwerker rücken am Wochenende an, um das Haus umzubauen. Währenddessen werden die jetzigen 11 Bewohner auf Feldbetten auf dem Matchfield schlafen, haben ansonsten nur Tisch und Stühle und ein Zelt zur Verfügung, update: es ist eher der Matchraum als das Matchfield. Allein diese Situation wird schon spannend, denn sie ist ja nicht Teil des Konzepts, sonden ungewollter Notstand, womit etwas, das viele Hardcore-Fans sich wünschen Teil dieses Wochenendes der Bewohner werden könnte: kritische Reflexion über die Show und das Konzept (Tipp an RTL II: lasst es zu, auch kritische Töne, das wollen wir jetzt alle sehen). Ob die aktuellen Langweiler dann danach das Gelände nach außen verlassen müssen, ob es neue Bewohner gibt, vielleicht auch Promis, ist bislang offiziell unbekannt.

Big Brother Radio und die Boulevardzeitung Express wollen jedoch erfahren haben, dass Pornosternchen Annina Ucatis ins Haus ziehen wird, außerdem sollen ehemalige Bewohner ins Haus geholt werden, nicht nur als Besuch wie bislang üblich, sondern als reguläre Kandidaten.

Am Montag 19 Uhr zeit RTL II statt der Tageszusammenfassung ein Best of der letzten 30 Tage, 21.15 Uhr folgt dann der große Relaunch.

Die Quellen und mehr dazu bei: DWDL, Big Brother Radio (heute – Freitag – Talkshow mit Anrufern )Pressemeldung RTL II, Express und Diskussion im IOFF.

Update: Auch Premiere äußert sich jetzt zum Umbau: „Während dieser Zeit sind im Big-Brother-Haus keine Live-Aufnahmen möglich [Anmerkung: BB Radio zufolge waren nicht alle Arbeiter bereit sich filmen zu lassen]. Premiere sendet natürlich dennoch 24 Stunden live – und zwar aus dem Matchraum, wo sich die Bewohner während der Renovierung aufhalten. […] Die Umbauphase dauert von Samstag bis Montag früh. Big Brother 24 Stunden live! Abonnenten werden also die Ersten sein, die das neue Haus am Montag zu Gesicht bekommen.“

Update 2: Die Bewohner wurden gegen 6:30 Uhr (10.1.09) von maskierten Männern geweckt, wirkten wenig überrascht, aber sehr verschlafen, mussten schnell ihre Koffer packen (große Hektik). Kurz vor sieben Uhr betreten sie den Matchraum, erhalten eine Botschaft von BB. Schlafzeiten sind aufgehoben, während der aktuellen Situation können sie schlafen, wann sie wollen. Ihnen stehen Matchraum 1 und 2 sowie Matchfield zur Verfügung.

Update 3: Einer Pressemitteilung von RTL II zu Folge (die man hier, wie alle anderen im IOFF nachlesen kann) wird neben Pornosternchen Annina Ucatis am Montag auch die Call Center Agentin Claudia aus Dortmund ins Haus ziehen. Madeleine bekommt zudem Besuch von Kevin, dem Bewohner der in der achten Staffel im Haus abspeckte. Er soll ihr helfen, es ihm gleich zu tun. Und Geraldine wird ihren Halbbruder treffen, den sie noch nie zuvor gesehen hat.


Das ist krass. Diese Woche sind zwei gegangen. Und nächste Woche geht wieder einer. Haben wir hier zu wenig Action, sind wir zu langweilig oder was? (Geraldine, schönste und langeweilige Hausbewohnerin)

So muss das sein! Die erste gelungene Liveshow in der von schlechten Quoten, hässlichem Hausdesign und langweiligen Bewohnern arg gebeutelten Staffel von Big Brother.

Es fing etwas verhalten an, mit Standard-Ausreden bei der ersten Nominierung von Oliver oder Desi und der typischen Stille im Haus. Viele hatten spekuliert, dass Oliver ein netter Abgang bereitet werden sollte, nachdem er vergangene Woche im Krankenhaus war, weil er sich bei einem Match überanstrengt hatte. Doch dann musste Desi gehen, nach einem Zuschauervoting wegen einem Gleichstand bei den Nominierungen. Der Moment in dem sie erfuhr, dass sie raus muss, da konnte man richtig spüren wie überraschend es kam und ihre Träume zerbrachen. Sehr gut gemacht.

Dann die offene Nominierung im Survivor-Stil sogar mit Fackeln und sieben Hausbewohner nehmen Delia. Doch die Zuschauer retten sie (19,02 Prozent der Zuschauerstimmen, komplette Übersicht über das Ergebnis des Schutzvotings bei sevenload). Bei RTL II müssen, wenn wir davon ausgehen, dass sie die Votings nicht faken (was mir aber in dem Fall egal wäre), müssen wohl sehr viele Leute angerufen haben, denn ich glaube nicht, dass Delia vorher soviele Stimmen hatte.

Doch es ging noch weiter: Eisi, der mit den zweitmeisten Bewohnerstimmen und aufgrund des Zuschauersaves für Delia ausziehen musste, warf einen Giftpfeil auf Daniel. Daniel wiederum musste zwei Bewohner bestimmen, die in die Hölle sollen (als einzige), und gleichzeitig damit nominiert sind. Er entschied sich für Delia, die damit gleich wieder nominiert ist (was die Situation zuspitzt) und Jana. Beide sind nun allein in der Hölle, isoliert.

Tja, aus dieser Sendung kann RTL II/endemol einiges lernen: die Zuschauer lieben Konfrontationen und Emotionen, endlich hat es RTL II/endemol geschafft, genau diese beiden Momente zuzuspitzen. Einerseits mit dem (vor allem für sie selbst) überraschenden und ergreifenden Ausscheiden von Desi, andererseits mit der auf Unruhe und Dramatik ausgelegten offenen Nominierung und ihren Folgen.

Diese Show trat dringend Not!

Jetzt bitte die beiden ausgeschiedenen Hausbewohner durch Leute ersetzen, die Stimmung und mehr Konflikte ins Haus bringen und bessere Matches machen und die Quote erholt sich vielleicht wieder. Viel Spielraum ist da allerdings nicht, das Format ist verbraucht und braucht eine längere Pause und muss vor allem nicht nur als billig produzierter Goldesel dienen. Es sollte allerdings ein würdiger Abschied werden.

bbAm Montag beginnt die neue und neunte Staffel Big Brother in Deutschland. Zunächst einmal zu einer der wichtigsten Fragen, die in den Foren und auf Newsseiten für Verwirrung gesorgt hat: Kann ich Big Brother 24 Stunden Live mit Premiere Flex schauen?

Die Antwort ist: Ja, und zwar jeder. Das einzige was es dazu braucht ist eine Guthabenkarte für Premiere Flex. Trotz der mit vielen Fehlinformationen verbundenen mit der Einstellung von Premiere Flex können sich Neukunden weiterhin registrieren. Guthabenkarten gibt es noch in vielen Online-Shops, ich habe meine im Online-Shop von Galeria Kaufhof bestellt und kann diesen weiterempfehlen. Update: Scheint leider bei Galeria ausverkauft zu sein.

Bestandskunden von Flex können ihre aktuelle Smartcard zwar nicht um 12 Monate verlängern, eine Neuregistrierung (mit Guthabenkarte) sollte aber funktionieren. Zur Not auf den Namen des Partners, Mitbewohners usw., das sollte aber auch so gehen.

Premiere-Abonenten können den Big Brother-Kanal sowieso wie gewohnt dazu buchen. Die Preise betragen für beide, also Abo und Flex, 20 Euro für ein Monatsticket und 5 Euro für einen Tag (6Uhr bis 6 Uhr). Natürlich braucht ihr einen für Premiere geeigneten Receiver und einen digitalen Kabel- oder Sat-Anschluß.

Wer beides nicht hat, kann Big Brother 24 Stunden live auch bei sevenload verfolgen. Sevenload bietet für 19,99 monatlich einen Internetstream an, ob das klappt, mal sehen. Die Zahlung erfolgt hier über click and buy, ein Tagesticket gibts auch für 2,50 Euro.

Im Free TV laufen auf RTL II wie gewohnt von Montag bis Samstag die Zusammenfassungen des vorangegangenen Tages 19 Uhr und Montags 20:15 die Entscheidungsshows. 11 Uhr wird die Tageszusammenfassung wiederholt.

Neu an Bord ist Viva: Viva zeigt Wiederholungen der Tageszusammenfassungen von Montag bis Samstag um 13 Uhr und 17 Uhr (Samstags nur 17 Uhr) und Sonntags 22 Uhr. Die Entscheidungshow wiederholt Viva Dienstags 16 Uhr.

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