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Prison Break geht weiter. Seit dem 17. April (jetzt immer bzw. noch weitere fünf Mal freitags) läuft die Hide and Run-Serie, die einst als Ausbruchserie startete, wieder. Doch lange geht es nicht mehr. Insgesamt 6 Folgen werden im Fernsehen zu sehen sein. Den Abschluß der Serie wird ein 88-minütiger Prison Break-Film mit dem Titel „The Final Break“ bilden, der am 21. Juli 2009 auf DVD und Blu-ray (in Amerika) erscheint. Zuvor erscheint am 2. Juni die vierte Staffel komplett auf DVD, jedoch ohne den Film. Der Film geht direkt auf DVD und wird nicht im Fernsehen gezeigt.

Es folgen Spoiler zur aktuellen Handlung von Prison Break (17.04.09, USA).

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Achtung: Dieser Artikel enthält Spoiler zur Handlung von Prison Break.

Update 24. April: Aktuelles zu Prison Break hier im Blog. Achtung Spoiler.

Bereits im November gab es Spekulationen um das Ende der Ausbruch- und Verschwörungsserie Prison Break. Jetzt ist es offiziell: Fox setzt Prison Break ab. Endgültig. Die Einschaltquoten der Serie sind einfach nicht mehr hoch genug, die immer abstruser werdende Geschichte rund um Michael Scofield und seinen Haufen ehemaliger Strafgefangener, Agenten und Doppelagenten, die zuletzt fast schon auf der Suche der Weltformel waren, kam offenbahr zu vielen Fans zu seltsam vor.

In der im Januar üblichen Pressekonferenz vor der „Television Critics Association“, bei der die Pläne für die Frühjahrsprogrammierung der Networks präsentiert werden, teilte Fox den versammelten Journalisten gestern mit, dass Prison Break in diesem Frühjahr abgeschlossen wird. Das berichtet die Presseagentur Reuters.

Der Agenturmeldung zufolge, sagte Kevin Reilly, Unterhaltungschef von Fox, „Aus krativer Sicht, darüber sind sich alle einig, wurden genug Geschichten erzählt. Wir wollen das Ganze stark abschließen und nicht noch in eine weitere Staffel rüberretten. Es wird ein sehr cooles Ende geben.“

Die vier verbleibenden Episoden werden ab 17. April gezeigt. Es ist auch möglich, dass es ein paar mehr als vier werden, doch dazu gibt es noch keine offizielle Stellungnahme von Fox.

Im vergangenen Jahr hatte Mysterie-Autor Stephen King sich als großer Fan von Prison Break geoutet. Die redundanten, schnellen Geschichten mit ihrer immergleichen minutenkurzen Spannungskurven rund um den grandiosen Cast erfreuten sich auch weltweit großer Beliebtheit. Durch zahlreiche Downloads der aktuellen Folgen aus dem Internet hatte Prison Break schon lange vor dem Deutschland-Start im Juni 2007 bei RTL eine große Fangemeinde. Die aktuelle letzte Folge der vierten Staffel wurde so über 650.000 Mal über den Torrentracker eztv heruntergeladen.

RTL zeigt Donnerstags die dritte Staffel von Prison Break die aufgrund des Autorenstreiks im letzten Jahr nur 13 Folgen hat. Dort bricht Michael Scofield aus dem heruntergekommenen Sona Gefängnis in Panama aus. Diese Storyline legt die Grundlage für die vierte Staffel, in der die Helden auf der Suche nach einem mysteriösem Artefakt names „Scylla“ sind.

Die aktuelle vierte Staffel von Prison Break könnte die letzte sein. Hollywoodreporter berichtet, dass die Darsteller darüber unterrichtet wurden, dass zusätzlich zur aktuellen Drehplanung der vierten Staffel zwei weitere Folgen produziert werden könnten. Das könnte heißen, dass mit diesen zwei Extra-Episoden die vierjährige Geschichte von Prison Break abgeschlossen werden soll.

Wann genau die beiden Epsioden gezeigt werden, ist unklar. Von Seiten den TV-Senders FOX gibt es bislang keine Aussage hierzu. Als unwahrscheinlich gilt, dass die Episoden direkt im Anschluß an die reguläre Staffel ausgestrahlt werden, da die Quoten sehr schlecht sind. In den vergangenen Wochen hatte Prison Break nur noch 5.3 Millionen Zuschauer erreicht. In der ersten Staffel erreichte die Show noch 12.1, in der zweiten 10.1 und in der dritten durchschnittlich 8.2 Millionen Zuschauer (Quelle).

Wahrscheinlicher ist, das FOX die beiden Episoden als zweistündiges Prequel in der kommenden TV-Saison im Herbst zeigt, oder aber: das es sie nur als DVD-Veröffentlichung geben wird.

Stephen King ist sicherlich nicht der einzige, der es schade finden würde, wenn Prison Break endet. Ich könnte gerne noch ein paar weitere Episoden und Staffeln sehen. Vor allem wäre es schön, wenn sie mal wieder aus einem Gefägnis ausbrechen müssten.

In einer (nicht besonders lesenswerten) Kolumne auf Entertainment Weekly hat sich der wohl weltbekannteste Mystery/Suspense-Autor Stephen King als großer Fan der „Hide and Run“-Serie Prison Break geoutet. „I love Prison Break madly, deeply, truly“, schreibt King und erzählt – auf seine eigene Art und Weise – erstmal die Handlung der ersten drei Staffeln nach, bevor er den Grund nennt, warum er Prison Break so liebt: „What makes this so much damned fun are bright exteriors, crisp cutting, outrageous action sequences, and, most of all, the acting ensemble.“

King hat Recht: Prison Break ist unter den Serien, bei denen man getrost das Hirn ausschalten, sich gemütlich zurücklehnen und einfach nur Spaß haben kann, die wohl derzeit beste Show im amerikanischen Fernsehen. Das schöne an Prison Break ist, seine Redundanz macht es in genau diesem Punkt der Unterhaltung verlässlich. Beinah in jeder Folge steht das Ensemble vor schier ausweglosen Situationen, die dann in sekundenschnelle letztlich doch aufgelöst werden. In einer Folge der aktuellen vierten Staffel drohen Hauptheld Michael Scofield und ein weiterer Charakter in einem Serverraum zu ersticken (der aufgrund eines Feuer-Alarms entsprechend abgeriegelt wurde), als plötzlich Linc auftaucht und die Scheibe einschlägt.
Wer Prison Break kennt muss an dieser Stelle ob der völlig blödsinnigen Szene (es ist eine billige Auflösung, und wie ist Linc überhaupt so schnell an den Sicherheitskräften vorbeigekommen) unweigerlich grinsen. Und dann, nach solchen Situationen, heißt es wieder „Alles auf Anfang“: Die Helden stehen weiterhin vor ihrer großen Herausforderung, dort wo sie am Anfang auch waren, maximal einen kleinen Schritt weiter. Diese Herausforderung war in der ersten und dann wieder in der dritten Staffel der namensgebende Ausbruch aus einem Gefängnis – inzwischen jedoch ist die Serie eher eine Mischung aus A-Team, Mission Impossible und letztlich McGyver (das war sie allerdings von Beginn an). Also all den tollen Shows, die wir als Kind so geliebt haben.
Prison Break ist also in gewisser Hinsicht Oldschool, aber in modernen, toll gefilmten Bildern und der dynmamisch flotten Erzählweise, wie wir sie etwa auch aus Heroes kennen. Ein stundenlanger Film mit den immergleich Spannungsbögen und Storywendungen, die dennoch niemals langweilig werden.

Das Beste aber an Prison Break ist tatsächlich das großartige Ensemble. Robert Knepper als Psychophat Theodore Bagwell, der großartige William Fichtner als ehemaliger Company-Mitarbeiter und Agent (in solchen Shows sind die Verschwörer immer in privatwirtschaftlicher Terminology bezeichnet), der zwischen Verzweiflung, Sucht und Coolness schwankt, Wade Williams als Brad Bellick, der ewige Feigling, der ganz langsam jetzt auch mal tugendhaft sein darf. Und nicht zuletzt Jody Lyn O’Keefe, die als Gretchen Morgan der neueste Zugang aus dem Lager der Bösewichter ist. Auch das ist typisch für Prison Break: Doppelagenten und Seitenwechsel. Mahone, Kellermann, Gretchen, Bellick – ursprünglich Villains, jetzt zumindest Teil der Schicksalgemeinschaft, die immer auf der Flucht ist, sich verstecken muss und die dunklen Machenschaften der Company aufdecken und bekämpfen will. Und das alles eigentlich immer nur, um einmal glücklich mit der Familie leben zu können (alle Charaktere, selbst T-Bag haben die Sehnsucht nach Familie). Das ist so berechnend simpel, dass man es einfach lieben muss. So wie Stephen King.

Prison Break, seit 2005, FOX (USA)

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