You are currently browsing the tag archive for the ‘Grand Prix’ tag.

[picapp align=“none“ wrap=“false“ link=“term=stefan+raab&iid=6404116″ src=“3/f/7/d/Eurovision_Song_Contest_2d8f.jpg?adImageId=9796049&imageId=6404116″ width=“500″ height=“411″ /]

Lutz Marmor vom NDR, Stefan Raab und Andreas Bartl von ProSieben posieren für ein langweiliges Pressefoto.

Unser Star für Oslo, Roundup:

  • Was wird gesucht? Deutscher Künstler/Musik-Act für den Eurovision Song Contest 2010 vom 25. bis 29. Mai in Oslo.
  • Wer hilft suchen? ARD, die Jugendradiowellen der ARD, ProSieben (Brainpool, Stefan Raab)
  • Wann? 2. Februar bis 12. März (8 Sendetermine, Übersicht mit Wiederholungen)
  • Die Jury! Stefan Raab ist Jury-Chef, wird flankiert von wechselnden nationalen Künstlern aus dem Musik-Geschäft, darunter: Marius Müller Westernhagen, Sarah Connor, Peter Maffay, Jan Delay, Xavier Naidoo.
  • Die Moderatoren! Sabine Heinrich (EinsLive), Matthias Obdenhövel (ProSieben)
  • Die Kandidaten! 5000 haben sich beworben, 20 von ihnen treten an: Turnierbaum
  • Der Souverän?! Deutschland entscheidet per Telefon und SMS.

Man könnte fast meinen die gemeinsam von ARD und ProSieben gestemmte Castingshow „Unser Star für Oslo„, die am heutigen Dienstag startet (2. Februar 2010) sei das eigentliche deutsche „X Factor„. Denn gegen die Inszenierung als mediales Mega-Event, wie man es von der britischen Casting-Show kennt, wirkt DSDS richtig provinziell. Präsentiert wurde das finale Konzept der Show bereits Mitte Januar im Reichstag, um die nationale Bedeutung (oder den Wunsch danach) zu unterstreichen.

Unser Star für Oslo“ ist die erste Kooperation von ARD und ProSieben, nach einigen Geburstwehen entstanden nach dem letztem Debakel des deutschen Gesangsbeitrags beim Eurovision Song Contest.  Beginnen wir mit dem Schlechtesten (keine Angst, das meiste ist gut): Im folgenden einige Gesprächsauszüge von Thomas Schreiber, Koordinator Unterhaltung bei der ARD, im Interview mit dem radioeins Medienmagazin, dass auch hier – wie immer – gerne lang und breit über sich selbst, also die ARD, berichtet (als mp3 auf der Seite von radioeins, Sendung vom 23. Januar, ab 30:25 Min):

  • „Das sind Profis auf jeder Seite, wir haben alle ein gemeinsames Ziel (…)“
  • „Die Qualität der Bewerber, die wir für die Sendung haben, ist jetzt im Ergebnis besser, als ich mir das am Anfang vorgestellt habe.“
  • „Von den 20 Leuten die da antreten, die sind alle von wirklich hoher Qualität, auch… also musikalisch… so dass ich gespannt bin, wie die Sendungen dann laufen.“
  • „…auch das ist ja ungewöhnlich: Eine Moderatorin von WDR EinsLive, dem Radio, moderiert mit einem ProSieben-Moderator sowohl auf ProSieben als auch im Ersten… also das ist ja Ausdruck sozusagen dieses Kooperationswillens, den es da gibt.“
  • „Wir haben sozusagen, eine gemeinsame Tonalität, denn es handelt sich ja hier um keine Quatschsendung, sondern um eine ernsthafte Sendung (…)“

Damit wäre dann wohl recht bildhaft auch beschrieben, warum die ARD sich die Hilfe von Stefan Raab holen muss, um eine zeitgemäße, moderne Unterhaltungssendung zu produzieren. Denken und Sprache sind bei der ARD scheinbar einfach zu verkrampft, zu wenig spontan, zu kopflastig, zu konservativ. Öffentlich rechtliche Realität eben: irgendwo zwischen bierernst und Volkmusik-Vollrausch. (Mehr von Thomas Schreiber)

Stefan Raab hingegen hat in den vergangenen 10 Jahren gezeigt, dass es zwischen den beiden Extremen deutscher Unterhaltungs-Realität, nämlich Carmen Nebel und Dieter Bohlen, noch einen dritten, sehr erfolgreichen Weg gibt. Mit seinen Event Shows, allen voran „Schlag den Raab“ erreichen Stefan Raab und Brainpool auch Zuschauer aus der Mitte der Gesellschaft. Als alter Musik-Spezi bietet sich Raab zudem gerade für den Song Contest an, bei dem er selbst in unterschiedlichen Rollen dabei war.

[picapp align=“none“ wrap=“false“ link=“term=sabine+heinrich&iid=7610578″ src=“8/d/6/3/Unser_Star_Fuer_2d98.jpg?adImageId=9798589&imageId=7610578″ width=“500″ height=“408″ /]

Obdenhövel, Heinrich, Raab: Suche nach dem Super… äh Eurovision-Star.

Am schönsten hat die gemeinsamen Pläne von ARD und ProSieben allerdings Sabine Heinrich, Moderatorin bei EinsLive und bei „Unser Star für Oslo“ (und der kommende Knaller schlechthin) , im radioeins-Interview beschrieben:

„Wir casten da keine Pop-Mäuschen oder sowas. (…) Stefan möchte auch nicht, dass dann gemerkt wird: ‚Ahhh, das ist das Lied von Stefan Raab, der macht sich mal wieder sehr wichtig.‘ (…) Es geht nicht um Stefan Raab in dieser Sendung, es geht nicht um mich, es geht nicht darum, dass die ARD super aussieht oder das ProSieben super aussieht, sondern das wir einen Kandidaten nach Oslo schicken, auf den alle Lust haben.“

Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Außer der Hoffnung, dass es auch in Deutschland, wo gerade die siebte Staffel des trashigen DSDS läuft, eine unterhaltsame Casting-Show geben kann, in der es vor allem um eines geht: Musik.

ARD-Videoblog-Bericht „Unser Star für Oslo“:

Alle Artikel zu “Unser Star für Oslo” hier bei tvundso.com

Mehr zu „Unser Star für Oslo“ im Internet:

Stern.de Sonderseite „Ein Lied für Oslo“

Eurovision Song Contest Seite des NDR

„Unser Star für Oslo“ Website von TV Total

Der sogenannte Poptitan Dieter Bohlen (DSDS) hat die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit der ARD beim Eurovision Song-Contest, bei dem Deutschalnd vor einer Woche nur 20. wurde, nicht grundsätzlich ausgeschloßen. Nachdem Stefan Raab der ARD absagte, weil die Rentnertruppe sich wieder mal nicht einig werden konnte, bringt die Bild kurzerhand Bohlen ins Spiel.

Auf Nachfrage der Boulevardzeitung bekräftigte Bohlen sein Interesse, er sei allerdings noch nicht angesprochen wurden:

Bisher bin ich noch nicht offiziell angesprochen worden“, sagt Dieter Bohlen. „Ich bin aber natürlich bereit, mich mit der ARD hinzusetzen, Tipps zu geben und eine Strategie zu erarbeiten.“

Der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber wollte sich zu diesen Spekulationen nicht äußern. Schreiber hatte Stefan Raab, der sich gestern bei Schlag den Raab geschlagen geben musste, für den Song-Contest ins Spiel gebracht, doch scheiterte letztlich an den verkrusteten Strukturen der ARD. Raab sagte dem Spiegel über seine Entscheidung:

Der NDR hat uns um Hilfe gebeten. Wir haben ein schlüssiges Gesamtkonzept vorgelegt. Die Entscheidungswege in der ARD sind aber derart kompliziert, dass sie mit unserer Arbeitsweise nicht vereinbar sind. Unser Song Contest heißt Bundesvision Song Contest.

Komiker Oliver Welke, der sich gerne mal in TV-Debatten einschaltet, kritisierte jetzt auch die Behördenmentalität der ARD, die haben sich selbst ausgebremst, erzählte er dem Spiegel.

Ob es da mit Dieter Bohlen einfacher laufen würde? Das Medienmagazin DWDL hält das Interesse an Bohlen am Eurovision Song-Contest für einen PR-Gag. Im Gegensatz zu Raab traue ich Bohlen allerdings locker zu, dass er zum Beispiel einen Titel schreiben könnte, der das enthält, was beim Grand Prix gefragt ist: Charme und Emotion.

Aber wer auch immer am deutschen Beitrag des kommenden Jahres, seiner Auswahl und der Präsentation des Vorentscheids rumbasteln darf, viel schlimmer kann es kaum werden. Zur Not tuts auch eine Horde dressierten, quieckender Affen.

Ja, ich hab ihn mir angeschaut, den Eurovision Song-Contest 2009, angeschaut und Tee getrunken, Alkohol war in diesem Jahr nicht notwendig, denn tatsächlich war, relativ gesehen, das gar keine so schlechte Veranstaltung. Auch der deutsche Beitrag hat kaum gestört. Dita von Teese durfte nicht strippen, war kaum zu sehen, das ist schade, aber Oscar und Alex waren auch schnell wieder von der Bühne verschwunden.

Und ich war in guter Gesellschaft, 7,36 Millionen Deutsche schauten den Song-Contest, das sind mehr als das DSDS-Finale gesehen haben. Und mit einem Marktanteil von 35 Prozent in der ominösen Zielgruppe lag man auch nur kurz hinter dem DSDS-Finale eine Woche zuvor. (DWDL)

Gut, ich habe nicht verstanden, was diese seltsamen Einspieler sollten, mit denen Russland die herrlich zügige Abfolge der 25 musikalischen Beiträge ein paar Mal unterbrach, ich hab auch nicht verstanden, warum es einen Vokabelkurs in Russisch gab und wozu es eine Schalte in den Weltraum gab, aber es gibt nunmal Dinge zwischen Himmel und Erde, die sollen wir gar nicht verstehen. Und warum gab es gefühlt in jedem zweiten Länder-Teaser (die alle gleich aussahen) einen Skateboardfahrer zu sehen?

Abgestimmt habe ich auch, denn eine SMS kostete nur schmale 20 Cent, also nichtmal halb so viel wie bei der verflixten Bande von RTL, die immer gleich 50 Cent haben wollen und davon (anders als die britischen TV-Sender) nichtmal was spenden. Eine SMS ging an den späteren Gewinner Norwegen und eine an Schweden, die zu meiner Überraschung noch hinter Deutschland auf dem 21. Platz landeten. Gut, es war ein bisschen seltsam das schwedische Lied, eine komische Mischung (wie Whitney Houston auf LSD), aber nicht schlecht. Island, Großbrittanien und Frankreich hatten auch ein überraschend hohes Niveau zu bieten. Fast bin ich geneigt, sollte es sie denn geben, eine Song-Contest-CD zu kaufen.

Zugegeben als deutscher TV-Zuschauer mit ironisch-distanzierter Haltung schaut man die Auswertung besonders gerne, um zu sehen, wie der deutsche Beitrag auf dem letzten Platz landet, diesen Gefallen hat man mir diesmal nicht getan. „Miss Piss Gang Bang“ „Miss Kiss Kiss Bang“ konnte sich auf den 20 (von 25) Plätzen retten. Warum es 7 Punkte aus Großbrittanien gab, ist vielleicht damit zu erklären, dass Susan-Boyle-Verrückten Briten Alex und Oscar schon bei Oprah gesehen hatten, wo auch Susan Boyle zu Gast war (The World’s Got Talent hieß das ironischerweise). Die 7 Punkte aus Dänemark sind vielleicht mit der geografischen Nähe zu erklären, oder ganz Flensburg wurde von der Bundeswehr über die Grenze zum Voten getrieben (wer weiß das schon). Warum aber ausgerechnet Norwegen nochmal 6 Punkte für Deutschland übrig hatte, wird wohl auf ewig ein Rätsel bleiben.

Insgesamt muss ich sagen, ist der Grand Prix wieder ansehbar geworden, dauert nicht so ewig lange, gibt auch Gutes, sieht schön aus und klingt manchmal nicht schlecht. Aber wie kriegen wir den Störfaktor Deutschland da jetzt raus?

Komplette Ergebnissliste, Stimmvergaben und Punkteverteilung des Eurovision Song-Contest 2009 zum Download.

tvkritikundso

Das wäre mal ein Anlass für eine echte Studie. Können Suchmaschinenanfragen voraus sagen, wer Publikumsvotings gewinnt? Basierend auf den Suchanfragen sagte Google nämlich vorraus, dass Norwegen den Eurovision Song-Contest gewinnen wird. Und Norwegen gewann den Eurovision Song-Contest.

Weiteres Beispiel: Der Gewinner von Deutschland sucht den Superstar (DSDS), Daniel Schuhmacher, tauchte schon vor dem Finale von DSDS offensichtlich so oft in den Suchanfragen des Versandhändlers amazon auf, dass dieser den Namen Daniel Schuhmacher kurzerhand schonmal mit der Gewinner-Single verband. Und auch Daniel Schuhmacher gewann letztlich DSDS.

Sollte man echtmal untersuchen. Suchmaschinen als Prognose-Instrumente. Die Jungs bei emnid und co können sich schonmal arbeitslos melden 😉

Eigentlich müsste man den deutschen Auftritt, ja vielleicht sogar den ganzen Eurovision Song-Contest heute absagen. Das russische Regime zeigte sich im Vorfeld des Gesangswettbewerbs mal wieder von seiner undemokratischen Seite. Demonstrationen von Homosexuellen wurden erneut unter Gewaltanwendung aufgelöst.

Zum Hintergrund schreibt die sueddeutsche.de: „Obwohl Homosexualität seit 1993 in Russland nicht mehr strafbar ist und seit Ende der 90er Jahre auch nicht mehr als „Geisteskrankheit“ eingestuft wird, ist die Schwulenfeindlichkeit bis heute weit verbreitet. Vor allem Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow und Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche wettern immer wieder über ‚abartige Handlungen‘ und ‚Satanswerk'“

Die mediale Aufmerksam wollten die Homosexuellen nun nutzen, um auf ihre Situation in Russland aufmerksam zu machen. Die Demonstrationen wurden jedoch verboten. Dennoch protestierten Demonstranten heute in Russland. Medienberichten zufolge wurde die Demonstration, wie ähnliche Demonstrationen in der Vergangenheit, gewaltsam aufgelöst: „Augenzeugen berichteten, Polizisten der Spezialeinheit OMON hätten Demonstranten nahe der Lomonossow-Universität gejagt und in Gefängniswagen gesperrt.“ (Deutsche Welle)

Auf diese Politik der Russen kann es nur eine Reaktion geben, nämlich ein klares Statement der Künstler heute abend auf der Bühne. Wäre ich Grand Prix-Teilnehmer würde ich eine Regenbogenfahne am Ende meines Auftritts hochhalten und rufen: Russia – Zero Points!

Dita von Teese, die den deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest unterstützt, darf beim Grand Prix nicht strippen. Das berichtet die Bild-Zeitung. Demnach soll die European Broadcasting Union (EBU) erklärt haben, der Auftritt könnte in manchen Ländern für Irritationen sorgen. Demnach darf die amerikanische Burlesque-Tänzerin ihren Busen nicht ganz zeigen. Ihr Oberteil müsse teilweise anbleiben.

Deutschland tritt beim Eurovision Song-Contest heute abend in Moskau mit der Nummer „Miss Kiss Kiss Bang“ von Alex Swings Oscar. Vor kurzem wurde bekannt, dass sie sich mit Dita von Teese tatkräftige otpische Unterstützung für ihren Auftritt geholt hatten. Was Dita von Teese eigentlich genau macht, erklärt Welt Online heute: „Die Künstlerin selbst schlägt in ihrem Bildband ‚Die Kunst der Burlesque‘ als mögliche Tätigkeitsbeschreibung Bezeichnungen wie ‚Showgirl‘, ‚exotische Tänzerin‘, ‚erotische Tänzerin‘, ‚Effeuilleuse‘ oder ‚Burlesque Queen‘ vor. Am genauesten ist sie wohl als eine Virtuosin der ‚New Burlesque‘ beschrieben. Diese Stilrichtung versteht sich als eine Wiederbelebung jener Theaterform der ‚Burlesque“‚oder Burleske, die sich in den USA der 30er-Jahre großer Beliebtheit erfreute.“

Können wir nur hoffen, dass sich Dita von Teese nicht an das Strip-Verbot hält, sonst wird der Eurovision Song-Contest heute noch langweiliger als er eh schon ist.

Das erste Halbfinale beim diesjährigen Eurovision Song Contest ist vorbei. Ralph Siegel der mit Andrea Demirovic für Montenegro antrat, hatte mit dem Titel „Just Get Out Of my Life“, der zur selbsterfüllenden Prophezeiung wurde, keine Chance. „ Ralph Siegel hat jetzt schriftlich, dass seine Nummern nicht nur in Deutschland keiner mehr hören mag, sondern in ganz Europa…“, schreibt stern.de in einem Artikel über das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest.

Ausgeschieden sind außerdem: Andorra, Belgien, Bulgarien, Mazedonien, Schweiz, Tschechien und Weissrußland. Als heißer Favorit gilt nach dem ersten Halbfinale nun die Türkei, die mit der Sängerin Hadise und dem Titel „Düm tek tek“ antritt. Viele Stimmen bekommt die Türkei traditionell aus Deutschland, stern.de schreibt: „Die türkische Sängerin konnte neben deutschen auf Stimmen aus ihrer Wahlheimat Belgien setzen. Deshalb verwundert es nicht, dass ihr Song „Düm Tek Tek“ den Sprung ins Finale geschafft hat und dort als einer der Favoriten gehandelt wird. In der Google-Prognose zum Eurovision Song Contest befindet sich die Türkei ebenfalls auf dem zweiten Platz, also ganz nah an der Spitze.

Das zweite Halbfinale findet am 14. Mai statt, dass Finale am 16. Mai. Der Grand Prix/Eurovision Song Contest gastiert dieses Jahr in Rußland und wir aus Moskau ausgestrahlt. Die Votings kommen zu je 50 Prozent von Zuschauern und einer „professionellen“ Jury. Der Gastgeber sowie die größter Geldgeber Deutschland, Spanien, Großbrittanien und Frankreich sind automatisch im Finale.

Das Interesse der Zuschauer am ersten Halbfinale war allerdings gering. Beim Gesamtpublikum kam die Phoenix-Übertragung auf nur einen Prozent Marktanteil, in der Zielgruppe auf 1,6 Prozent. Nur 260.000 Deutsche sahen überhaupt zu, 170.000 weniger als 2008. (DWDL)

Die Teilnehmer des Eurovision Song Contest im Überblick auf der Website des NDR

Ein Google Prognose-Tool kann „vorhersagen“, wer den Eurovision Song-Contest gewinnen wird. Laut Google geht das so: „Basierend auf Google-Suchanfragen zeigt das Gadget die Popularität jedes Teilnehmers des ehemaligen Grand Prix und berechnet die Punktzahl, die dieser erhalten würde, fände die offizielle Abstimmung heute statt.“

Demnach liegt Norwegen aktuell vor der Türkei und Griechenland und würde den Preis in den Norden Europas holen. Der deutsche Beitrag „Miss Kiss Kiss Bang“ von Alex Swings Oscar mit Dita von Teese kommt der Prognose zufolge nur auf den 13. Platz.

Das erste Halbfinale des Eurovision Song Contest läuft heute 21 Uhr auf Phoenix.

Offizielle Eurovision Song-Contest-Website des NDR 2009

[via tvsongs]

Um die Frage aus der Überschrift gleichmal zu beantworten: Auf den ersten Blick haben Susan Boyle (Britain’s Got Talent)), Simon Cowell (Britain’s Got Talent, The X-Factor, American Idol) und „Miss Kiss Kiss Bang“ (deutscher Grand Prix-Beitrag des Duos „Alex Swings Oscar“) nichts gemeinsam. Doch es sieht so aus, als seien alle drei am Montag Gast bei Oprah Winfrey. Zum Thema: „The World’s Got Talent“…

Ob sich Oprah Winfrey den Titel für ihre Talkshow am Montag gut ausgesucht hat? „The World’s Got Talent“ wird sie heißen und neben ihr selbst werden noch 2 weitere Giganten zu sehen: nämlich der wohl weltberühmteste TV-Juror und Produzent Simon Cowell und die über Nacht durch Britain’s Got Talent weltberühmt gewordene Susan Boyle. Achja, und dann kommt noch was dazu, was so gar nicht in dieses Konzept passt: „Alex Swings Oscar“ mit „Miss Kiss Kiss Bang“, der deutsche Grand-Prix Beitrag, wird vermutlich ebenfalls am Montag bei Oprah zu sehen sein. Au weia.

Wie berichtet, traten „Alex Swings Oscar“ am Freitag in Hamburg mit ihrem Titel „Miss Kiss Kiss Bang“ auf. Nur 200 Leute wollten den Schrott allerdings sehen, wie die Bild-Zeitung heute berichtet (das Wetter sei Schuld gewesen). Die Bild weist zudem darauf hin, dass der Live-Mittschnitt von Auftritt und Gespräch am Montag im amerikanischem Fernsehen zu sehen sind, also just an dem Tag, an dem auch Susan Boyle und Simon Cowell bei Oprah gastieren. Autsch! (bislang war davon die Rede, der Auftritt wird am 14. Mai ausgestahlt)

Und das soll dann „Die Welt hat Talent“ überschrieben werden? Ohje, ich glaube, das müssen wir alle schauen – denn so krass hat man den Gegensatz des unterirdisch schlechten Unterhaltungsfernsehens im deutschen öffentlich-rechtlichem Telefunk und im Gegensatz dazu, die unglaubliche Unterhaltungskompetenz der Briten, noch nie gesehen. Chapeau. Das wird ein Stück Fernsehgeschichte – und peinlich ohne Ende (wenn es tatsächlich in der selben Sendung statt findet).

Wenn mich also nicht alles täuscht, ist das also ein und diesselbe Oprah-Sendung. Simon Cowell und Susan Boyle werden also auch dasein. Simon Cowell wird gleich zu zwei spannenden Themen mit der Talkmasterin reden. Erstmal natürlich über den schier unglaublichen Erfolg von Susan Boyle, die inzwischen in ganz kurzer Zeit zu einem der meistgesehen Videos aller Zeiten bei Youtube wurde. Und dann ist da noch das Gerücht, dass Simon Cowell bei dem sich irgendwie veränderndem American Idol aussteigen soll.

Über den Grand Prix hat sich übrigens der bekennende Grand Prix-Fan Stefan Niggemeier beim Faz-Fernsehblog auch so seine Gedanken gemacht. Dieses Jahr reizt es ihn so gar nicht, schreibt er (und ganz viel mehr).

Update: ein Interview mit Alex Christensen in der Neuen Osnabrücker Zeitung bestätigt meinen Verdacht – Zitat: „Sie [Oprah] macht einmal im Jahr eine Sendung, die „World’s got talent“ heißt. Da durchforsten die Scouts die ganze Welt nach Talenten und sind auch auf die Beiträge zum European Song Contest gestoßen. Nachdem sie alles angehört haben, befanden sie nur unseren Song für würdig für die Show. Das ist ein Ritterschlag für mich.“

Update 2: Die Chicago Tribune berichtete bereits vorgestern.

Die deutschen Teilnehmer am Eurovision Song Contest (Grand Prix) werden am Freitag, 8. Mai, live der bekannten US-Talkshow Oprha Winfrey zugeschaltet (welt.de). In der Sendung „Oprah Fridays Live“ wird das Duo „Alex Swings Oscar“ wohl zwischen 21 Uhr und 21.30 Uhr zu sehen sein. „Alex Swings Oscar“ treten dann vor der Hamburger Laeiszhalle auf und performen ihren Titel „Miss Kiss Kiss Bang“, mit dem sie am 16. Mai in Moskau beim Grand Prix antreten.

Der Clou an der Geschichte, wie berichtet, ist die dritte Person im Bunde, denn genaugenommen ist „Alex Swings Oscar“ ein Trio. Die amerikanische Edelstripperin Dita von Teese wird nämlich auf der Bühne den Song „Miss Kiss Kiss Bang“ passend illustrieren – nämlich strippend. Daher wohl auch das Interesse der Amerikaner.

Über die Qualität des Titels besteht im Netz geteilte Meinung. So ist Rob Vegas, der vor kurzem als Harals Schmidt-Fake auf twitter Schlagzeilen machte von dem Lied „Miss Kiss Kiss Bang“ wenig begeistert:

Natürlich kann man eine miese Nummer immer mit Sex (Dita von Teese) aufhübschen, doch anscheinend spricht dieser Beitrag wirklich Leute in ganz Europa und sogar Amerika an. Für mich ist das musikalisch irgendwas zwischen Schnuffel und 90er Jahre-Kindertechno vorm Autoscooter. Die völlig neue Musikrichtung von Swing, Techno und Pop finde ich eher vollkommen desolat.

Das Finale des Grandprix wird am 16. Mai nach 20 Uhr auf der ARD übertragen. Zuvor laufen am 12. Mai (21 Uhr Phoenix) und am 14. Mai (23 Uhr NDR) die Halbfinals.

Mehr zum Eurovision Song Contest:

Grand Prix 2009 – Was sich ändert, was gleich bleibt

Neu: Was haben Susan Boyle, Simon Cowell und „Miss Kiss Kiss Bang“ gemeinsam?

Der Grand Prix, weniger bekannt unter seinem eigentlichen Titel „Eurovision Song Contest“, wird in diesem Jahr ein klein wenig anders sein, als wir ihn kennen. Wie heute bekannt wurde, wird Peter Urban, der seit 1997 die deutsche Übertragung aus dem Off moderiert, dieses Jahr aufgrund gesundheitlicher Probleme (Hüft-OP) sein Mikro an den Kollegen Tim Frühling vom hr3 übergeben. „Seit ich sieben bin, habe ich kaum einen Eurovision Song Contest verpasst – damals hat Nicole für Deutschland gewonnen“, sagte Frühling einem Bericht von Welt Online zufolge.

Gewinnen wollen die Deutschen dieses Jahr natürlich auch. Schon länger bekannt ist mit wem: Alex Christensen und Oscar Loya als Duo „Alex Swings Oscar“. Vergangene Woche wurde nun zudem bekannt, dass die beiden noch tatkräftige Unterstützung bekommen werden. Die Bourlesketänzerin (manche sagen schlicht „Stripperin“) Dita von Teese wird – strippend – den deutschen Titel „Miss Kiss Kiss Bang“ sozusagen „visualisieren“ (wie berichtet).

Neu ist neben einem anderen Moderator in diesem Jahr auch die Votingprozedur. Erstmals seit 1997 können nicht mehr die Zuschauer allein abstimmen, wer den nun den Grand Prix bzw. Song Contest gewinnen soll. Ihr Votum zählt nur noch zur Hälfte. Die andere Häfte wird (in jedem Land) eine professionelle Jury ausmachen. Professionell muss angesichts der deutschen Juroren allerdings als ein weiter Begriff gefasst werden. Für Deutschland beurteilen die Beiträge der anderen Ländern nämlich Guildo Horn, Jeanette Biedermann und (sic!) Brüllbarde H.P. Baxxter (Scooter).

Hintergrund der veränderten Voting-Prozedur ist der Vorwurf, dass in den vergangenen Jahren beim Publikum nicht die Qualität der Musik sondern nationale Interessen (sozusagen der Ostblock-Klüngel) das Voting beeinflusst hätten. Manche sagen, dass sei nur eine Mär.

In einem Artikel zum bevorstehden Grand Prix findet die TV Today wahre Worte über diesen seltsamen Gesangswettbewerb gegen den DSDS wie eine hochkulturelle Veranstaltung wirkt (finde ich):

Musik als kleinster gemeinsamer Nenner – ob das vor 53 Jahren den Erfindern des Wettsingens so vorgeschwebt hat? Sicher nicht. Genauso wenig, wie sie vorhersehen konnten, dass der Grand Prix von einer Bühne der Völkerverständigung zur Arena für den Clash der Kulturen werden würde. Wo die lebenshungrige Partylaune junger Demokratien, folkloristische Vaterlandsliebe und westeuropäische Ironiekultur sich achselzuckend gegenüberstehen.

Der Grand Prix bzw. der Eurovision Song-Contest findet am 16. Mai 2009 in Moskau statt und wird ab 20 nach acht von der ARD übertragen. Manches hat sich geändert, aber eines bleibt sicher auch dieses Jahr gleich: Es wird eine peinliche Veranstaltung werden. Das da irgendjemand bei der ARD zum Beispiel auf die Idee gekommen ist, H.P. Baxxter in die Jury zu setzen, spricht Bände. Wer aber Dita von Teese für Deutschland strippen sehen will oder unter Einschlafstörungen leidet, sollte einschalten.

Twittern geht immer

Social Web

Enter your email address to subscribe to this blog and receive notifications of new posts by email.

Schließe dich 7 Followern an

Knopfleiste

Statistik

  • 716,108 Seitenaufrufe seit Ende 2008