You are currently browsing the tag archive for the ‘DSDS’ tag.

[picapp align=“none“ wrap=“false“ link=“term=dieter+bohlen&iid=7158231″ src=“e/5/e/8/Alain_Delon_performs_02b2.JPG?adImageId=9850037&imageId=7158231″ width=“500″ height=“664″ /]

Muss bei X Factor draußen bleiben: Dieter Bohlen.

In seinem gefühlt jährlichem DSDS und so – Interview mit Thomas Lückerath und Kollegen vom Branchendienst DWDL, in dem RTL-Unterhaltungsboss Tom Sänger die ebenfalls jährliche Kritik am stilbildendem RTL-Format „DSDS“ wie immer ohne eine Art von Einsehen mit den Argumenten Geschmacksfrage und Selbstverantwortung abbügelt, äußerte sich Sänger nun zur anstehenden deutschen Version von X Factor. Tom Sänger verspricht: Dieter Bohlen wird nicht in der Jury von „X Factor“ sitzen. RTL, Grundy und Vox basteln derzeit an einer deutschen Variante der erfolgreichsten Casting-Show Europas.

Mehr zur deutschen Version von X Factor

Mehr zu The X Factor

Sängers Statement im Wortlaut:

Thomas Lückerath (DWDL): In einer Ehe macht man ja fast alles gemeinsam. Aber kann ich Ihnen das Versprechen abringen, dass Dieter Bohlen nicht auch noch bei „X-Factor“ in der Jury sitzen wird?

Tom Sänger (RTL): (lacht) Ja, das Versprechen können sie mir abringen. Mehr aber im Moment auch noch nicht. Unsere Kollegen von VOX melden sich sicher, wenn es Neues gibt …

„Deutschland sucht den Superstar“ hingegen kann sich Tom Sänger nicht ohne Dieter Bohlen vorstellen, sagt Sänger in dem Interview. „Dieter Bohlen ist ein absoluter Treiber in unserer Show. So jemanden braucht ein Format, dass so lange so erfolgreich läuft“, lobte Sänger Bohlen. Er sei für DSDS sogar noch wichtiger als Simon Cowell für „American Idol“. Cowell steigt 2011 bei Idol aus, um sich um seine amerikanische „X Factor“ Version zu kümmern.

RTL/VOX Bewerbungsaufruf für X Factor:

Beachtet die Vereinbahrungen die im Casting-Bogen getroffen werden müssen. Kritik dazu bei Peer Schader/medienpiraten.

Bewerbungsformular bei Vox (bis 22. März 2010)


Habt ihr Euch schonmal gefragt, wie Dieter Bohlen immer die tollen Songs einfallen, mit denen er auch in diesem Jahr bei DSDS wieder ein junges, vertragsgeknebeltes Talent für immer auslöschen wird? Tja, ich weiß es auch nicht. Bei dieser Szene hier aus der überaus witzigen Comedy „It’s Always Sunny In Philadelphia“ musste ich aber sofort an Dieter Bohlen, DSDS und die „Freaks“ denken. Ihr auch?

Die von RTL ausgetrahlte sogenannte Castingshow „DSDS“ (Deutschland sucht den Superstar) ist in ihrer mittlerweile siebten Staffel, die an diesem Mittwoch startete, eigentlich nur noch mit einem Wort, das auch gut zur neuen Niveaulosigkeit des Senders passt, zu beschreiben: beschissen.

Beginnen sollten wir diese Auseinandersetzung aber mit etwas Erfreulichem: dem Erfolg des (in Deutschland und auch allgemein nicht wirklich) konkurriendem Formats „The X Factor„. Um zu verstehen, wie schlechtes Fernsehen DSDS ist, muss man wissen, wie gut „The X Factor“ ist. X Factor konnte in Großbritannien in den vergangenen beiden Jahren seine Einschaltquoten deutlich steigern. Die Einschaltquoten haben sich seit der ersten Staffel mehr als verdoppelt. Dass Leona Lewis, die wir oben im Video sehen, der bislang einzige Weltstar ist, der aus der dritten Staffel der Show hervorging, wird möglicherweise so nicht bleiben: denn „The X Factor“ expandiert nach Amerika, wie bereits im Dezember bekannt wurde.

Zwar hat Fox angekündigt American Idol auch ohne Simon Cowell fortzusetzen und drei weitere Staffeln bestellt, doch dürfte klar sein, dass X Factor die Zukunft ist. Simon Cowell und sein Geschäftspartner Sir Philipp Green (Top Shop) wollen um „The X Factor“ herum offensichtlich ein weltweites Spektakel aufbauen: „Er glaubt, dass er Millionen Menschen überzeugen kann, bei einer weltweiten Version seiner Show ‚The X Factor‘ einzuschalten, indem er sie nach Las Vegas verlegt und sie im Internet ausstrahlt.“ Dieses Geschäftsmodell ist besonders symphatisch, da Simon Cowell nicht einfach auf die bösen Internetraubkopierer schimpft, die seine Show einfach illegal sehen, sondern statt dessen direkt ein Geschäft daraus macht. Verbunden mit der Zuspitzung auf eine Person und der vollen Kontrolle, die er, Cowell, über sein Produkt hat, kann man sagen: Simon Cowell ist der Steve Jobs der TV Branche. Machtbesessen, Vordenker, Kapitalist. So wie iTunes und iPod die Musikbranche verändert haben, so wird Simon Cowell die Casting-Shows verändern.

Größenwahnsinn, der war schon immer die Stärke von „The X Factor“. Das zeigt auch das Video von Leona Lewis, welches aus dem Finale der 2009er Staffel „The X Factor“ stammt. Lewis, der bislang größte X Factor-Star, steht erhöht auf einem Podest, von Schweinwerfern beleuchtet, auch farblich herausgehoben von dem ansonsten grauen Hintergrund. Auf Leinwänden werden Momente aus der vergangenen Staffel eingeblendet, während Leona Lewis „Crying Your Heart Out“ singt. Der Auftritt hat Größe, nicht zuletzt, weil die auch früher schon herausstechende Lewis inzwischen zu einem modernen Popstar von Format gereift ist. Der erste echte Edelstein aus Simon Cowells Diamantenmine.

Noch mehr gibt es zu sagen über diese viereinhalb Minuten Fernsehen: Im Bühnenbild, in jeder Einstellung, jeder Kamerafahrt, in jedem Lichtstrahl den die Beleuchter auf die Bühne, auf den Star, den sie einst geboren haben, schicken, in all diesen Dingen merkt man: die Leute, die da arbeiten, sie sind nicht nur Profis, vielleicht die besten Fernsehmacher der Welt, sie scheinen auch stolz darauf zu sein, welche Welt sie da gerade schaffen. Eine Welt, in die Millionen Menschen fliehen wollen. Man merkt, mit welchem Engagement und welcher Liebe zur Sache auch die kalkuliertesten Projektionen für Emotionen produziert werden. Das, liebe Leute, ist Fernsehen.

Zurück zu RTL und DSDS: In der heutigen ersten Episode sind die Macher allen Ernstes auf die Idee gekommen, einen Kandidaten darüber zu definieren, dass sich auf seiner Hose möglicherweise ein frischer Urinfleck befindet. Es könnte eventuell auch Sperma oder sonstige Flüßigkeit körperlicher Erregung sein. Zeit darüber zu spekulieren, ließen die Macher genug. Wie verachtenswert, schädlich diese Art von Fernsehen ist, darüber haben Medienkritiker schon geschrieben, doch RTL stellt sich bislang stur.

Wahrscheinlich wird der angebliche Moderator Marco Schreyl auch in diesem Jahr wieder auf die Einschaltquoten verweisen und sich über die Feuilletonisten lustig machen. Oder man wird auf die besseren Sachen bei RTL zeigen: Event Filme vielleicht, die Fußball WM, die eine oder andere gelungene Reportage, die letzten eigenen Serien. Die Wahrheit aber ist: RTL hat das deutsche TV Publikum längst auf zynisches, Menschen verachtendes Fernsehen konditioniert. Publikum und Macher sind quasi gefangen, in einem bislang noch funktionierendem Kreislauf aus Bequemlichkeit, Frustration, Zynismus und Alternativlosigkeit.

Doch wer sich in den TV Foren (oder halt Blogs wie hier) einmal umschaut, der wird sehen: Simon Cowells internationale X Factor Kunden sind schon da. Es sind diejenigen, die die Schnauze voll haben, von der erbärmlichen Mittelmäßigkeit, die uns RTL, Grundy Light und andere nicht nur bei DSDS vorsetzen, sondern auch beim Supertalent, Mitten im Leben oder gescripteten Doku-Soaps. Gerne möchte man den RTL-Verantwortlichen sagen, wie armseelig es ist, sich auf diese Art und Weise im Wirtschaftssystem eine goldene Nase zu verdienen, wie sehr sich die Macher schämen müssten. Doch das würde niemand Ernst nehmen: vermutlich kommen RTL-Chefin Anke Schäferkordt und ihre dressierten Produktionsaffen nachts vor Lachen über die Anspruchslosigkeit der eigenen Zuschauer kaum in den Schlaf.

Was wir übrigens von der deutschen Version von X Factor (neben Vox droht auch hier die Mitarbeit von Grundy und RTL) erwarten dürfen, darüber habe ich hier auf dem Blog schon geschrieben. Auch Peer Schader hat ein paar kritische Anmerkungen auf seinem Blog gemacht.

Doch wie singt Leona Lewis gleich in ihrem Song „Crying Your Heart Out“?

When all of the stars were faded away,
Just try not to worry,
You’ll see us some day.
Just take what you need,
And be on your way,
And stop crying your heart out.

In diesem Sinne: All das Meckern über das schlechte Programm von RTL ist vergebene Liebesmüh. Freuen wir uns lieber auf eine kommende internationale Version von „The X Factor“.  Ich glaube übrigens nichtmal, dass dann sowas wie eine „Zwei Klassen TV-Gesellschaft“ entsteht: also die Anspruchsvolleren schauen X Factor, die Dummen schauen DSDS. Ich denke, sobald die Leute merken, wie gut so eine Casting-Show eigentlich sein kann, wie bewegend, wie bombastisch, dann werden sie sich wundern, ihre TV-Zeit jemals für so einen Quark wie DSDS verschwendet zu haben.

War Ihnen dieser Text noch nicht genug „Klugscheißerei“, dann lesen Sie auch…

…wie ich den (von mir „erfundenen“) Dualismus zwischen ultrakommerzieller Casting-Show-Musik und Creativ Commons-Musik erkläre.

The X Factor (c) ITV

Neu vom 2. August 2010: Kritik zur ersten deutschen Sendung von X Factor

Neu vom 07. Juli 2010: X Factor Deutschland ab 20. August

Es ist die erfolgreichste Casting-Show Europas: The X Factor. 2010 bringt VOX die Show mit Unterstützung von RTL auch auf die deutschen Bildschirme. Medienjournalisten spekulieren, dass X Factor im Zeitraum zwischen DSDS (Jahresbeginn) und Supertalent (Herbst) ausgetrahlt werden soll.

Vor über einem Jahr habe ich mal in einem Beitrag auf diesem Blog besprochen, was RTL und DSDS von The X Factor lernen könnten. In dem Artikel erfahrt ihr, wenn ihr es noch nicht wisst, worin sich DSDS und X Factor überhaupt unterscheiden. Denn die Frage ist berechtigt und die Antwort ist im Prinzip wie bei Coca Cola und Pepsi: Eigentlich gar nicht, schmecken nur ein bisschen anders. Historisch gesehen liegt es einfach daran, dass Simon Cowell, der wohl weltbekannteste Casting-Juror, einfach ein eigenes Produkt mit voller Kontrolle haben wollte, die er bei Pop Idol (also American Idol) nicht hat, und bei dem er zugunsten seines US X Factors aussteigen wird.

VOX selbst hebt in seiner Beschreibung von X Factor insgesamt drei Unterscheidungsmerkmale hervor: X Factor steht allen Altersgruppen offen, es können auch Duetts und Gruppen teilnehmen und im Verlauf der Show werden drei Juroren zu Mentoren einzelner Kandidaten. Entsprechend gehe ich davon aus, dass es drei Gruppen von Kandidaten geben wird: 16-24Jährige, über 25 Jahre und Gruppen/Duette. In England sind die 16 bis 24Jährigen zusätzlich in Boys und Girls geteilt, dort gibt es vier Juroren.

In der Praxis ist mir aufgefallen, dass die X Factor Shows, so wie hier im IOFF, in den Internetforen immer mit besonderem Hinblick auf die musikalischen Leistungen diskutiert werden. Hier ist natürlich zu hoffen, dass VOX, RTL und Produktionsfirma Grundy Light (die auch DSDS und Supertalent machen) genau darauf auch Wert legt. Drüben beim Fernsehblog läuft nämlich gerade eine Diskussion über die Qualität unter anderem auch von DSDS, das seit Jahren immer mehr zur Freakshow verkommt, die auf niedere menschliche Instinkte setzt. Würde das deutsche X Factor einfach eine Forsetzung dieses Produktionsprozesses werden, wäre das natürlich extrem enttäuschend. Aber das können sie nicht vorhaben, oder?

Noch eine andere Sache ist in diesem Zusammenhang interessant: die Zuschauer von DSDS und Pop Idol werden offenbar immer älter: Ist es vielleicht Zeit für einen Generationenwechsel durch ein neues Format? Und die ganz junge Zielgruppe hält ProSieben mit seiner Miniplaybackshow Popstars besetzt. Gleichzeitig wurde in diesem Jahr ziemlich deutlich: über das Fersehen lässt sich prima Popmusik verkaufen. Die gerade laufende sechste Staffel von The X Factor dominiert in Großbritannien die Charts. Egal ob die Gewinnerin der dritten Staffel, Leona Lewis, Vorahresgewinnerin Alexandra Burke, Jurorin Cheryl Cole oder die gemeinsame Single der 2009er Kandidaten: es wird alles gekauft, wo X Factor draufsteht.

Kritisch gegenüber dieser Entwicklung fragte der Guardian vor kurzem: Is The X Factor killing Pop? Fakt aber ist: es funktioniert, warum auch immer. Popmusik auf der Insel ist derzeit The X Factor. Und Comeback-willige Popstars wie Robbie Williams oder Whitney Houston, sowie aktuelle Stars wie Alicia Keys, Rihanna, Shakira oder Black Eyed Peas freuen sich über einen der begehrten Plätze für eine Performance in den Result Shows. Übrigens ist The X Factor auch, anders als DSDS oder Pop Idol die einzige Casting Show mit deutlich steigenden Einschaltquoten.

RTL hatte sich wohl schon 2006 die Rechte an X Factor über sogenannte „Optionszahlungen“ gesichert. Danach waren sie erstmal „in der Schublade verschwunden“. Vielleicht um zu verhindern, dass ein Konkurrent das Format umsetzt, oder aus den Gründen, die RTL Unterhaltungschef Tom Sänger 2007 in einem DWDL-Interview nannte: „Unsere Überlegung bei diesem Format ist ganz einfach: Was würde der Start von ‚X-Factor‘ für ‚DSDS‘ bedeuten? Die Abwägung, ob man ‚DSDS‘ fortsetzen kann, wenn man ‚X-Factor‘ startet oder ob beide Formate auf dem deutschen Markt Platz haben, ist noch nicht abgeschlossen.“

Der Branchendienst Meedia hat nun erfahren, dass zuletzt auch Sat.1 versuchte, die Rechte an „The X Factor“ zu erwerben. Die Mediengruppe um den Sender hatte Simon Cowell, dessen Firma Syco die Show in UK produziert, offensichtlich eine Ausstrahlung in diesem Herbst zugesichert. Denn: die Nichtnutzung der Rechte durch RTL sei dem Briten immer ein Dorn im Auge gewesen. „RTL wollte dieses Sat.1-Angebot nicht auf sich sitzen lassen und überbot es. Lieber wollte man die Show für viel Geld selbst zeigen, als sie der Konkurrenz zu überlassen“, schreibt Meedia.

Ob sie wollen oder nicht, jetzt müssen sie, RTL, VOX, Grundy, The X Factor also letztlich stemmen. Der Bewerbungsaufruf für das deutsche X Factor startet bereits im Januar. VOX wird sich insgesamt einige Hilfe von RTL holen, beide Sender gehören ja zu selben Sendergruppe. So wird RTL X Factor mit der Ausstrahlung der ersten Show anschieben, bekommt dafür aber am Ende auch die Ausstrahlung des Finales. Über 12 Shows sollen es insgesamt werden, heißt es in den Medienberichten (siehe unten) heute.

Ich persönlich freue mich über die Entscheidung eine deutsche Version von The X Factor zu produzieren. In den Medienberichten ist heute vor allem das Element der Mentorenschaft durch die Jury beschrieben, dass mir gut gefällt (beim Original „hasse“ ich Louis Walsh und „liebe“ Dannii Minogue, habe also Spaß daran, wenn der eine mit seinen Kandidaten scheitert, die andere Erfolg hat). Das ist allerdings nur einen Nebenaspekt. Ob man darum die gesamte Show aufbauen wird, um sich von DSDS deutlich zu unterscheiden? Klar ist doch sicherlich: Die Unterscheidung muss über die (musikalische) Qualität erfolgen.

Fakt ist ja: Wenn RTL/Grundy sich entscheiden, kein Risiko einzugehen, und einfach eine Kopie von DSDS machen, die auch qualitativ das niedrige Niveau des Primus nicht überschreitet, dann werde ich damit keinen Spaß haben. Zwar hat RTL mit dem Dschungelcamp bewiesen, dass sie auch eine richtig richtig gute Reality machen können, doch der Dschungel wird von Granada produziert. Die großartige BBC-Reality „The Apprentice“ hat Grundy Light hingegen 2004 in den Sand gesetzt. Aktuell zeigen sie auch wenig Gespür für gutes Fernsehen bei „Das Supertalent“. Da ist Skepsis sicher verständlich. Fakt ist: Sollte The X Factor eine weitere eher primitive Trash-Show werden, dann wissen wir: RTL/Grundy wollen oder können gar nicht anders. Bis dahin hoffe ich auf das Gegenteil.

Quellen: DWDL, Die Zeit, via: Quotenblogger

Mehr X Factor hier bei tvundso.com

Außerdem: DSDS 2010: Nur noch beschissen

Info 13.12.2009: Joe McElderry ist Gewinner von The X Factor 2009 in England

Info 03.02.2010: Dieter Bohlen wird nicht Juror bei X Factor


Flattr this

RTL nimmt wieder Bewerbungen für die kommende siebte DSDS-Staffel an, und zwar bis zum 15. August diesen Jahres. DWDL zufolge habe sich RTL vorgenommen auch in diesem Jahr den Bewerberrekord erneut einzustellen, für die sechste Staffel gingen 32.000 Bewerbungen ein, es sollen mehr werden.

RTL wirbt selbst mit dem Slogan „Die beste Zeit Deines Lebens“ um neue Bewerber. „Viele Jugendliche erleben heute keine schönen Zeiten. Die sollen sie dann wenigstens bei uns bekommen“, sagte RTL-Unterhaltungsboss Tom Sänger dem Mediendienst. Es sei außerdem zu erwarten, dass RTL wie schon in der vergangenen Staffel die Doku-Soap-Elemente von DSDS weiter stärkt. „Wie nah können wir den Kandidaten emotional kommen und Archetypen als Stellvertreter für die Zuschauer zu Hause etablieren?“, so Sänger gegenüber DWDL.

Heißt also: Jeder soll sich in den Kandidaten wiederfinden können. Das klingt gut, bislang habe ich mich allerdings in keinem der Kandidaten wiedergefunden oder konnte mich irgendwie mit ihnen identifizieren. Dazu hat das Format einfach zu wenig Niveau, ist zu sehr auf Mütter und Teenies fixiert, die Kandidaten zu banal oder zu bunt. Normale Leute wie Cornelia Patzlsperger oder Anke Wagner blieben erfolglose Ausnahmen.

Wie auch immer, auf der Website von RTL gibts den Castingsbogen für die Bewerbung bei DSDS zum ausfüllen und downloaden. Vor allem, wenn ihr weiblich seid. Ich will endlich mal einen echten weiblichen Superstar!

Der Branchendienst kress report hat die erfolgreichsten TV-Sendungen der Saison 2008/2009 anhand der Einschaltquoten in der Zielgruppe der 14- bis 49jährigen Zuschauer ermittelt. Das teilt der Dienst heute in einer Presseaussendung mit. Demnach löst „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) den bisherigen Primus „Dr. House“ auf dem ersten Platz ab. Der ausstrahlende Sender RTL kann sich zudem über 44 Formate in den Top 100 der meistgesehenen Sendungen freuen, das ist einsame Spitze. Mit Ausnahme von „Wetten, Dass…?“ (ZDF) auf Platz 7 sind zudem ausschließlich RTL-Sendungen in den Top 10 vertreten.

ProSieben folgt mit 27 Platzierungen in den Top 100 auf dem zweiten Platz, danach kommen Sat.1 mit 14, das ZDF mit sechs, Das Erste (ARD) mit fünf, Vox mit drei und RTL II mit einer Platzierung in den Top 100. Alle weiteren Sender sind folglich gar nicht in den Top 100 vertreten.

Die erfolgreichsten Neueinsteiger im Ranking sind „Die 10…“ auf Rang drei, „Das Supertalent“ auf Rang acht und „Die Ausreißer – Der Weg zurück“ auf Rang elf. Auch das alles Formate vom Sender RTL, der ohnehin schon 200 Monate ununterbrochen Marktführer in der Zielgruppe ist.

Hier die kompletten Top 10:

Den Rest des Beitrags lesen »

Das wäre mal ein Anlass für eine echte Studie. Können Suchmaschinenanfragen voraus sagen, wer Publikumsvotings gewinnt? Basierend auf den Suchanfragen sagte Google nämlich vorraus, dass Norwegen den Eurovision Song-Contest gewinnen wird. Und Norwegen gewann den Eurovision Song-Contest.

Weiteres Beispiel: Der Gewinner von Deutschland sucht den Superstar (DSDS), Daniel Schuhmacher, tauchte schon vor dem Finale von DSDS offensichtlich so oft in den Suchanfragen des Versandhändlers amazon auf, dass dieser den Namen Daniel Schuhmacher kurzerhand schonmal mit der Gewinner-Single verband. Und auch Daniel Schuhmacher gewann letztlich DSDS.

Sollte man echtmal untersuchen. Suchmaschinen als Prognose-Instrumente. Die Jungs bei emnid und co können sich schonmal arbeitslos melden 😉

Am Freitag erscheint die erste Single des neuen DSDS-Superstars Daniel Schuhmacher, vorher dreht Daniel jetzt aber noch schnell das Video zur Single auf der Urlaubsinsel Mallorca. Dieter Bohlen äußerte sich derweil skeptisch über die Erfolgsausschichten des neuen Superstars.

Wie Bild.de berichtet dreht Daniel Schuhmacher sein Video zur Single „Anything But Love“ an zwei Stauseen der Insel und in Mallorcas höchstem Gebirge. Verantwortlich für den Dreh zeichnet Nikolaij Georgiew, der schon Musikvideos für Melanie C. und Kate Hall produzierte. Genau wie bei DSDS, als Daniel Schuhmacher die Siegersingle im Finale gleich dreimal sang, trägt er im Musikvideo einen schneeweißen Anzug.

Der Promi-Illustrierten „Bunte“ gegenüber äußerte Pop-Titan Dieter Bohlen derweil Zweifel an Daniel Schuhmacher. Er sei für das Musikgeschäft zu sensibel, ihm fehle quasi der Biss. Wörtlich sagte Bohlen: „In einem halben Jahr wird das für jemanden wie ihn sehr schwer werden, weil er auf der einen Seite dieses unheimliche Gefühl ausstrahlt und sensibel ist, aber nicht diesen Killerinstinkt hat, den man in diesem Business eigentlich braucht.“ (welt online)

Da das DSDS-Finale denkbar knapp war, könnte Schuhmacher Konkurrenz von seinen Mitkandidaten auf dem Musikmarkt bekommen. Sarah Kreuz‘ Fans fordern inzwischen einen Plattenvertrag für die Zweitplatzierte. Und wenn einer den nötigen Killerinstinkt hat, dann Annemarie Eilfeld, die ja demnächst erstmal bei GZSZ mitspielen soll.

RTL hat wie üblich nach dem Ende der sechsten Staffel DSDS die Votingergebnisse der einzelnen Shows veröffentlicht. Die Zahlen zeigen: bis zur zweiten Mottoshow lag Dominik Büchele vorn. Dann übernahm Daniel Schuhmacher, der Gewinner der sechsten DSDS-Staffel. In der fünften und siebten Mottoshow, sowie im Halbfinale konnte sich allerdings Sarah Kreuz beim Publikum durchsetzen. In der fünften lag sie nur ganz knapp vor Annemarie Eilfeld, die ursprünglich schwach gestartet war. Hier haben sich wohl die vielen Schlagzeilen ausgewirkt, die Annemarie Eilfeld in der Bild-Zeitung machte. Doch schnell stürzte Annemarie Eilfeld auch wieder ab in der Zuschauergunst.

Holger Göpfert, der in der Top 15-Show und der zweiten Mottoshow auf dem zweiten Platz gut in der Zuschauergunst lag, stürzte dann ebenfalls ab, Vanessa Neigert, die zweite ungewöhnliche Kandidatin neben Holger lag nur Mittelfeld. Cornelia Patzlsperger, Benny Kieckhäben und Mark Jentzen hatten nie eine wirkliche Chance. Im Halbfinale lag dann Sarah Kreuz noch deutlich vor Daniel Schuhmacher, im Finale wurde es dann ganz knapp, wie wir alle wissen.

Die kompletten Votingzahlen im Überlick (via DWDL):

Den Rest des Beitrags lesen »

So, jetzt isses wieder mal vorbei, dieses DSDS. Ich habs mir angeschaut, also das Finale, die Castings und alles bis zur ersten Mottoshow. Danach wirds mir meist zu langweilig, auch wenn sich RTL in diesem Jahr alle Mühe gegeben hat, außerhalb der Singerei für Unterhaltung zu sorgen. Interessiert mich aber nicht so.

Bei einer Tagung in Köln hatte RTL-Unterhaltungschef Tom Sänger kürzlich mal son bisschen über DSDS und sein aktuelles Konzept geplaudert: „Danach haben wir dann die Kandidaten ausgesucht [nach dem Soap-Konzept]. Da mache ich überhaupt keinen Hehl draus. Die Vision war schon, eine junge Schlagersängerin zu haben, wenn wir sie finden. Die Vision war schon, einen Forrest Gump-Typen am Piano zu finden.“ (dwdl)

Jaja, so ist das also, alles von langer Hand geplant. Warum auch nicht: Vanessa Neigert udn Holger Göpfert waren schon ganz lustig, das muss man sagen. Wenn ich auch sagen muss (und bereits gesagt hatte, dass mir diese Holger Göpfert-Sache ein bissel aufgestoßen ist).

Ich glaub, die Sache, warum mir persönlich die Mottoshows nicht gefallen, das liegt gar nicht an mir (weil The X-Factor finde ich ja ziemlich klasse, wie ich ständig hier schreibe). Die Mottoshows sind für mich (28, männlich) gar nicht gedacht. Kann sein, dass RTL das weiß, vielleicht sogar mir Absicht macht.

Letzte Woche hat die LA Times über American Idol geschrieben, weil da die Zuschauer unglaublich schnell alt geworden sind: Idol könnte sich zu einer Varitee-Show für nostalgische Baby Boomers (das sind die nach dem 2. Weltkrieg Geborenen) entwickeln. Und als ich gestern das Finale von DSDS sah, und wie alle Kandidaten da diesen Song aus „Dirty Dancing“ gesungen haben (bei Carmen Nebel gabs kurz danach ironischer Weise auf dem ZDF auch „Döhrdie Dancing“), das war ja auch irgendwie Varitee. Und na gut, es hat mir gefallen, vor allem auch die Präsentation, also wie sich da die Kameras bewegt haben und der Schnitt, und das Licht, und das Bühnenbild. Nicht schlecht.

Nicht gefallen hat mir der wohl (vor allem gesanglich) beste Auftritt des Abends, nämlich als Daniel Schuhmacher den Siegertitel „Anything But Love“ gesungen hat. Da hab ich so gedacht, hmm, das ist gut, aber irgendwie bin ich hier falsch. Ist doch eher was für die Muttis der Nation. Wahrscheinlich ist das auch beabsichtigt, weil die ja eher die Singles kaufen. Meiner Generation sagt man ja eher nach, dass wir die Musik aus dem Internet klauen, und naja Dieter Bohlen hat, wie er mal bei Kerner erzählt hat, da ja auch gar nix gegen.

Fest steht jedenfalls, dass mehr Leute, also auch außerhalb der frei erfundenen Zielgruppe der 14- 49-Jährigen (den Gag habe ich Michael vom Fernsehlexikon geklaut) DSDS schauen, als diese seltsamen Shows auf ARD und ZDF. Ich hab beim zappen gestern mal reingeschaut, als auf RTL Werbung war, also bei Carmen Nebel jetzt und war schockiert, weniger allerdings wegen dieser biederen Sendung, sondern mehr weil meine große Liebe (als ich 11 Jahre alt war), nämlich die Sängerin Sandra (Hiroshima), da mit Thomas Anders aufgetreten ist. Und naja, die sah ganz anders aus, als ich sie in Erinnerung hatte. (Thomas Anders sah aber aus wie immer, was das Bild natürlich auch in gewisser Weise unterstrichen hat)

Zurück zu DSDS: Man kann das ja arrogant nennen, wenn man, also ich, sagt: Dieses Carmen Nebel-Zeug, das ist ein Schrott und so. Weil, die tun ja auch nix böses. Aber ich hab mir da immer gedacht, eigentlich haben doch die Leute ein besseres Programm verdient. Und vielleicht sehen die Leute das auch so und schalten deswegen lieber DSDS ein, und RTL hat das verstanden, dass man sich nicht nur auf die Zielgruppe konzentrieren soll, sondern eben auch auf die „Baby Boomers“, was in Deutschland eher die „Wir hatten doch nix“-Leute sind. Jetzt haben sie was: Daniel Schuhmacher.

Das ist also mein DSDS-Fazit. DSDS ist für Leute, die älter sind als ich. Das ist gar nicht für mich gemacht. Und das ist auch gut so. Man kanns ja trotzdem gucken, wenn grad nix anderes läuft. Schlecht gemacht isses ja nicht. Ansonsten fühle ich mich bei „The X-Factor“ besser aufgehoben. Gibt halt für jeden was.

tvkritikundso

Die gestrige Finalshow von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS), bei der Daniel Schuhmacher den Superstar-Titel errang, hatte die besten Einschaltquoten seit 2006 und war natürlich sowohl in der Zielgruppe als auch beim Gesamtpublikum der Gewinner des Abends. 3,53 Millionen Zuschauer der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sahen das Finale, was einem Marktanteil von 36,3 Prozent entspricht. Insgesamt sahen 6,08 Millionen Zuschauer das DSDS-Finale, der Marktanteil beim Gesamtpublikum betrug damit 23 Prozent. Damit Schlug DSDS auch Carmen Nebel im ZDF, die nur 19,3 Prozent des Gesamtpublikums erreichte (5 Millionen Zuschauer).

Den Erfolg könnte man andersherum auch negativ ausdrücken: Nichtmal jeder vierte Deutsche, der überhaupt Fernsehen sah, interessierte sich am gestrigen Abend für DSDS. Vergleicht man dazu die Zielgruppenwerte des Finales der ersten Staffel, bei dem bis zu 15 Millionen zusahen, und ein Marktanteil in der Zielgruppe von 70 Prozent erreicht wurde (wiki), ist DSDS natürlich längst nicht mehr das, was es einmal war. Dennoch kann man bei RTL mit den Quoten relativ zufrieden sein, denn es geht leicht aufwärts im Vergleich zu den vergangenen Jahren.

Die Entscheidungsshow ab 23:15 Uhr sahen schließlich nochmal ein paar Leute mehr, sie erreichte 6,18 Millionen Zuschauer ab 3 Jahren (34,9 MA) und davon 3,65 Millionen in der Zielgruppe (43,4 MA). Auch das nächtliche DSDS-Special im Anschluß konnte sowohl in Zielgruppe als auch beim Gesamtpublikum über 30 Prozent Marktanteil erreichen. Die meisten Zuschauer der Staffel erreichte allerdings nicht das Finale, sondern die 3. Folge der sechsten DSDS-Staffel: 6,61 Millionen Zuschauer sahen damals zu. Der Marktanteil allerdings war geringer, da insgesamt mehr Zuschauer vor den Fernsehern saßen.

[Quellen: DWDL, Quotenmeter, rtltext (S.891/3)]

Daniel Schuhmacher hat die sechste Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) gewonnen. Das steht seit Mitternacht fest. Schuhmacher tritt damit in Fußstapfen von Thomas Godoj (5. Staffel DSDS), Mark Medlock (4. Staffel DSDS), Tobias Regner (3. Staffel DSDS), Elli Erl (2. Staffel DSDS) und Alexander Klaws (1. Staffel DSDS). Das Ergebnis war denkbar knapp, nichtmal ein Prozentpunkt trennte den neuen Superstar Daniel Schuhmacher vom der zweitplatzierten Sarah Kreuz. Mit hauchdünnen 50,47 Prozent setzte sich Daniel Schuhmacher gegenüber Sarah Kreuz durch.

Sarah Kreuz hatte in der Entscheidungsshow noch gesagt, eigentlich gäbe es ja zwei Superstars: einen männlichen und einen weiblichen. Den Plattendeal mit Sony und die Gewinnersingle „Anything But Love“ bekommt jetzt aber erstmal Daniel Schuhmacher. Schon seit 2 Wochen allerdings stand zumindest bei Amazon.de Daniel Schuhmacher als Sieger fest. Amazon verküpft offensichtlich Produkte mit mit häufigen Suchanfragen. Schuhmachers Single wird es ab Freitag zu kaufen geben.

Und diese Kandidaten lies Daniel Schuhmacher auf dem Weg zum deutschen Superstar hinter sich:

Weitere Artikel zu Casting-Shows und DSDS auf diesem Blog:

Twittern geht immer

Social Web

Enter your email address to subscribe to this blog and receive notifications of new posts by email.

Schließe dich 8 Followern an

Knopfleiste

Statistik

  • 716,798 Seitenaufrufe seit Ende 2008