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Habt ihr Euch schonmal gefragt, wie Dieter Bohlen immer die tollen Songs einfallen, mit denen er auch in diesem Jahr bei DSDS wieder ein junges, vertragsgeknebeltes Talent für immer auslöschen wird? Tja, ich weiß es auch nicht. Bei dieser Szene hier aus der überaus witzigen Comedy „It’s Always Sunny In Philadelphia“ musste ich aber sofort an Dieter Bohlen, DSDS und die „Freaks“ denken. Ihr auch?

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Treten gegeneinander im Boxring an: Supertalent-Juroren Dieter Bohlen und Bruce Darnell.

Update 20.12.09.: Die Gewinner des Supertalent 2009 sind Yvo Antoni und Primadonna

Die 30 verbleibenden Kandidaten beim Supertalent 2009 stellen sich geteilt in 3 Gruppen mit je 10 Personen Jury und auch den Zuschauern der RTL Show. Ein Klick auf die Namen der Kandidaten führt zum Video bei Clipfish.de, dort gibt es drei Teile. Die beiden anderen sind jeweils am Ende des Absatzes verlinkt, wobei „Video 2“ jeweils der Auftritt ist. Im heutigen dritten Halbfinale treten erneut zehn Bewerber gegeneinander an. In den Vorwochen schafften es Vanessa Calcagno, Yvo Antoni mit Hündin Primadonna, Davy Kaufmann, Oliver Roemer, Richard Istel und Petruta Küpper ins Finale. Wer schafft es beim dritten Halbfinale? Hier der Bericht von den Auftritten:

Neben den 10 Auftritten boxen heute gleich zu Beginn auch noch Bruce Darnell und Dieter Bohlen gegeneinander. Hintergrund ist eine ziemlich weit hergeholte „Auseinandersetzung“ der beiden vom zweiten Halbfinale, nachdem Bruce dafür sorgte, dass Dieter von den Rohlschuhartisten herumgewirbelt wurde. Angekündigt werden die beiden von Michael Buffer, dem bekannten Ringsprecher. Dieters Kampfname: Dieter The Beater. Bruce: Black Angel Bruce. Hartwig macht den Ringrichter. Viel Zeit bleibt nicht, 22:15 Uhr soll schließlich Profiboxer Klitschko zuhauen. So ist auch schon in der zweiten Runde plötzlich Schluß. Dieter gewinnt nachdem Bruce draußen ausgezählt wurde. Insgesamt war der Kampf noch schlechter inszeniert als die Show ansich. Ein echter Tiefpunkt der TV Unterhaltung. Video Boxkampf

Erste Kandidatin ist dann Maria Cassius, die „Simply The Best“ von Tina Turner singt. Beim Einspieler zuvor hat RTL fleißig gespart, einige Szenen kannten wir schon aus ihrem ersten Auftritt. Bruce und Sylvie tanzen mit. Marias Schuhe jedoch drücken, werden ausgezogen. Ohne kann die aufgedrehte Sängerin freudig zu den Kommentaren der Jury rumhüpfen. Happy Birthday darf sie aber nicht singen. „Ganz ruhig, ganz ruhig“, sagt Schreyl. Dieter Bohlen glaubt, dass es schwer für sie wird heute. Video 2, Video 3

Raphael und Sébastien, die beiden Maskentänzer, sind die nächsten. Sie tanzen für ihre Karriere, wollen es nochmal zu etwas bringen, schließlich bleiben sie nicht ewig so fit, wie sie heute sind. Mit Masken treten sie heute allerdings nicht auf. Die Performance ist kurz, schnell und dynamisch. Dieter glaubt, dass durch ihren Auftritt bei den Leuten zu Hause keine Emotionen geweckt werden, und die Leute deswegen nicht für sie anrufen. Video 2, Video 3

Karin Andreev, die die Zuschauer schon mit ihrer Geschichte um den Tod des Vaters berührte, singt erneut für ihren Vater, wünscht sich, nicht nach ihrem (düsteren) Äußeren beurteilt zu werden, sondern nach ihrem Gesang. Sie singt „Hijo de la Luna“ (u.a. Montserrat Caballe), ist dabei aber kaum auf dem Bildschirm zu erkennen, weil wohl jemand die Idee hatte, dass es passend ist, sie nicht entsprechend (nicht) zu beleuchten. „RTL lässt Sängerin im Dunkeln stehen“ könnte man sagen. Dieter gönnt ihr genau wie Sylvie den möglichen Platz im Finale, hat die Nummer von anderen Sängern aber auch schon besser gehört. Video 2, Video 3

Khosbayar und Zolzayar aus der Mongolei singen wieder mit dem Kehlkopf. Und zwar „Amazing Grace„. Klingt ja auch irgendwie nach Mongolei, weites Land und so. Danach gibts noch „Cherry Lady“ extra für Dieter Bohlen. Dieter findet das klingt nach einer Mischung aus Baby, Elefantenpupsen und Rasierapparat, lobt Sänger Hosoo dann noch für seine Intelligenz (warum auch immer). Sylvie sagt ganz entschlossen, im Finale will sie es nicht nochmal sehen. „Besser einzigartig als immer dieses gleiche Herumgesülze da“, sagt Dieter Bohlen, der bald wieder bei DSDS zu sehen ist, dann noch. Video 2, Video 3

Zügig gehts weiter mit der Partyband „United Four„. Für ihren Auftritt haben sie sich einen Song ausgesucht, den jedes kleine Mädchen genauso kennt wie jede Om(m)a: „What A Feeling“ aus dem Film Flashdance. Gefühlt dauert ihr Auftritt ganz schön lange. Das Publikum ruft Zugabe. „Was man aus so nem Alte Schabraken-Song alles raushohlen kann!“, bricht es aus Marco Schreyl heraus. „Verrückt!“ Total. Dieter attestiert den Jungs aus Oldenburg im seinem Statement jedoch ein paar entscheidende Fehler. Video 2, Video 3

Carlotta Truman, neun Jahre alt ist dran. Ein kleines Kind hatten wir auch schon lange nicht mehr jetzt. Die kleine singt „If A Song Could Get Me You“ von Marit Larsen, den man vor allem kennt, weil er das halbe Jahr über beworben wurde. Zwar klingt das Lied ziemlich nachgesungen, auch von der Stimmlage her, doch ich es ist eindeutig einer der besseren gesanglichen Auftritten. „Ich glaube ich hab super gesungen“, stellt Carlotta am Ende fest. Von Hartwig gibts einen Korb voller Schokolade. „Du bist das beste Beispiel dafür, dass Deutschland echte Talente hat“, meint Dieter. Video 2, Video 3

Jetzt sehen wir die Müllmusiker Recyklang, die bislang meiner Meinung nach noch nicht beim Supertalent zu sehen waren und der siebten Show einfach unter den Tisch gefallen sind. Ich kann mich allerdings auch irren. Als erstes gibts alte Fußbälle mit Trillerpfeifen. Nett. Dann Cremetuben mit Filzstifthülsen als Orgelpfeifen. Gummihandschug als Dudelsack, alte Landwirtschaftsgeräte. Bruce buzzert allerdings. Ja mein, wieso holt ihr sie dann überhaupt ins Halbfinale. Dieter fands lieblos aneinander gehauen. Video 2, Video 3

Die blinde Sängerin Fabienne Bender, die im Casting ein neues Keyboard geschenkt bekam, ist dran. Ihre Teilnahme beim Supertalent bedeutet ein Stück Selbständigkeit sagt ihre Mutter im Einspieler. „Make You Feel My Love“ von Adele singt sie heute. Viel Beleuchtung gibts auch diesmal wieder nicht. Komisch irgendwie. Dafür klingt der Song umso besser. „Du bist mit 100.000 Kilometern Abstand hier heute Abend die Beste“, sagt Dieter. „Ich hab Euch alle sooo lieb, ihr seid so geil, Danke Schön“, sagt Fabienne. Video 2, Video 3

Thereminspielerin Barbara Buchholz gehört ja zu meinen persönlichen Favoriten. Mal sehen, was sie heute auf ihrem „unsichtbaren“ Instrument spielt. Sie möchte das bislang unbekannte Istrument bekannter machen. Dafür spielt sie heute „Can You Feel The Love Tonight“ von Elton John (aus König der Löwen). Sieht jedenfalls total konzentiert aus. Fehlt noch die Serpentintänzerin im Hintergrund, finde ich. Danach erklärt sie nochmal, wie die beiden Antennen Tonhöhe und Lautstärke beeinflussen. Bruce versteht es trotzdem nicht. Ich fands super. Ich glaube, da muss ich heute mal für sie anrufen bzw. SMS schicken. „Ich pack ja auch manchmal mein Wunderinstrument aus, aber da kommen nicht solche Töne raus“, sagt Dieter und betont dann nochmal wie unglaublich schwer das Instrument ist. „Man muss so ein sensibler Mensch sein, so viel Gefühl da rein packen“. Video 2, Video 3 Böser (aber nicht unwahrer) Kommentar von ihr am Ende der Sendung: In der Entscheidungsshow sagte sie (sinngemäß): Man muss wissen, dass man wahrscheinlich verringerte Chancen hat, wenn man keine Schicksalsstory präsentiert.

Feuerkünstler Hannes Schwarz alias Saraph ist der letzte von 30 Halbfinalisten. „Advent, Advent, der Hannes brennt“, kündigt ihn Hartwig an. Bruce hat sich vorsichtshalber einen Feuerwehrhelm aufgesetzt. Aus Musik und Feuer wird dann ne aufregende Show, da muss Hannes selber gar nicht so viel machen, die Eindrücke sprechen für sich. Ein Vorteil für ihn sicherlich. Publikum verlangt eine Zugabe. Bruce findet, er muss ins Finale kommen. „Du hast Dich nochmal verbessert“ sagt Sylvie. Video 2, Video 3

Das wars vom dritten und letzten Halbfinale. Das Ergebnis des Telefonvotings wird etwa eine Stunde nach dem 3. Halbfinale in einer Ergebnis-Sendung verkündet. Alle Ergebnisse stehen im Anschluß hier auf tvundso.com: Wer ist weiter?

Mehr Supertalent 2009:

Supertalent – Die Kandidaten der 1. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 2. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 3. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 4. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 5. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 6. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 7. Show

Supertalent – Halbfinale 1

Supertalent – Halbfinale 2

Supertalent 2009 – Das Finale

Der sogenannte Poptitan Dieter Bohlen (DSDS) hat die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit der ARD beim Eurovision Song-Contest, bei dem Deutschalnd vor einer Woche nur 20. wurde, nicht grundsätzlich ausgeschloßen. Nachdem Stefan Raab der ARD absagte, weil die Rentnertruppe sich wieder mal nicht einig werden konnte, bringt die Bild kurzerhand Bohlen ins Spiel.

Auf Nachfrage der Boulevardzeitung bekräftigte Bohlen sein Interesse, er sei allerdings noch nicht angesprochen wurden:

Bisher bin ich noch nicht offiziell angesprochen worden“, sagt Dieter Bohlen. „Ich bin aber natürlich bereit, mich mit der ARD hinzusetzen, Tipps zu geben und eine Strategie zu erarbeiten.“

Der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber wollte sich zu diesen Spekulationen nicht äußern. Schreiber hatte Stefan Raab, der sich gestern bei Schlag den Raab geschlagen geben musste, für den Song-Contest ins Spiel gebracht, doch scheiterte letztlich an den verkrusteten Strukturen der ARD. Raab sagte dem Spiegel über seine Entscheidung:

Der NDR hat uns um Hilfe gebeten. Wir haben ein schlüssiges Gesamtkonzept vorgelegt. Die Entscheidungswege in der ARD sind aber derart kompliziert, dass sie mit unserer Arbeitsweise nicht vereinbar sind. Unser Song Contest heißt Bundesvision Song Contest.

Komiker Oliver Welke, der sich gerne mal in TV-Debatten einschaltet, kritisierte jetzt auch die Behördenmentalität der ARD, die haben sich selbst ausgebremst, erzählte er dem Spiegel.

Ob es da mit Dieter Bohlen einfacher laufen würde? Das Medienmagazin DWDL hält das Interesse an Bohlen am Eurovision Song-Contest für einen PR-Gag. Im Gegensatz zu Raab traue ich Bohlen allerdings locker zu, dass er zum Beispiel einen Titel schreiben könnte, der das enthält, was beim Grand Prix gefragt ist: Charme und Emotion.

Aber wer auch immer am deutschen Beitrag des kommenden Jahres, seiner Auswahl und der Präsentation des Vorentscheids rumbasteln darf, viel schlimmer kann es kaum werden. Zur Not tuts auch eine Horde dressierten, quieckender Affen.

Am Freitag erscheint die erste Single des neuen DSDS-Superstars Daniel Schuhmacher, vorher dreht Daniel jetzt aber noch schnell das Video zur Single auf der Urlaubsinsel Mallorca. Dieter Bohlen äußerte sich derweil skeptisch über die Erfolgsausschichten des neuen Superstars.

Wie Bild.de berichtet dreht Daniel Schuhmacher sein Video zur Single „Anything But Love“ an zwei Stauseen der Insel und in Mallorcas höchstem Gebirge. Verantwortlich für den Dreh zeichnet Nikolaij Georgiew, der schon Musikvideos für Melanie C. und Kate Hall produzierte. Genau wie bei DSDS, als Daniel Schuhmacher die Siegersingle im Finale gleich dreimal sang, trägt er im Musikvideo einen schneeweißen Anzug.

Der Promi-Illustrierten „Bunte“ gegenüber äußerte Pop-Titan Dieter Bohlen derweil Zweifel an Daniel Schuhmacher. Er sei für das Musikgeschäft zu sensibel, ihm fehle quasi der Biss. Wörtlich sagte Bohlen: „In einem halben Jahr wird das für jemanden wie ihn sehr schwer werden, weil er auf der einen Seite dieses unheimliche Gefühl ausstrahlt und sensibel ist, aber nicht diesen Killerinstinkt hat, den man in diesem Business eigentlich braucht.“ (welt online)

Da das DSDS-Finale denkbar knapp war, könnte Schuhmacher Konkurrenz von seinen Mitkandidaten auf dem Musikmarkt bekommen. Sarah Kreuz‘ Fans fordern inzwischen einen Plattenvertrag für die Zweitplatzierte. Und wenn einer den nötigen Killerinstinkt hat, dann Annemarie Eilfeld, die ja demnächst erstmal bei GZSZ mitspielen soll.

Dieser Artikel behandelt DSDS 2009! nicht 2010.

Update 10. Mai 2009: Daniel Schuhmacher ist der neue Superstar 2009

Achtung: Dieser Artikel wurde ursprünglich vor der Top-15-Show bei DSDS 2009 geschriebent. Zum Artikel nach dem Halbfinale von DSDS und vor dem Finale von DSDS 2009 geht es hier:

DSDS-Finale 2009: Sarah Kreuz gegen Daniel Schuhmacher

Dieser Artikel behandelt die Kandidaten des Top 15 Show 2009, welche Kandidaten es in die Mottoshows geschafft haben, erfährst Du hier.

Castings und Recall sind vorbei, jetzt geht es in die Top 15 Show. RTL stellt die DSDS-Kandidaten der sechsten Staffel vor, die es in die Top 15 Show geschafft haben. Wer war nochmal wer? Wenn ihr auf die Namen klickt, kommt ein Foto des Kandidaten.

Übersicht über alle 15 DSDS-Finalisten bei RTL.de

Die 15 Kandidaten der Top 15 Show sind die folgenden:

Michelle Bowers, 16 Jahre, Schülerin

Dominik Büchele, 17 Jahre, Tellerwäscher

Vanessa Neigert, 16 Jahre, Schülerin

Florian Ehlers, 16 Jahre, Schüler

Annemarie Eilfeld, 18 Jahre, Azubi

Fausta Giordano, 16 Jahre, Schülerin

Holger Göpfert, 27 Jahre, Verwaltungsangestellter

Mark Jentzen, 21 Jahre, Schüler

Benny Kieckhäben, 18 Jahre, Friseur-Azubi

Sarah Kreuz, 19 Jahre, ohne Beruf

Vanessa Civiello, 17 Jahre, Schülerin

Cornelia Patzlsperger, 29 Jahre, Mangement IT-Branche

Roshan Paul, 22 Jahre, Verkäufer

Tobias Rößler, 20 Jahre, Student

Daniel Schuhmacher, 21 Jahre, Schüler

Die Mischung gefällt mir sehr gut, wer genauere Beschreibungen und die Herkunft der DSDS-Kandidaten wissen will, klickt sich am besten durch die RTL Galerie. Mit Vanessa und Holger haben es zwei ungewöhnlichere Kandidaten („Originale“, wie Dieter Bohlen sagen würde) in die Entscheidungsshow geschafft. In der Top 15-Show kämpfen die 15 Kandidaten um die zehn Plätze in den Mottoshows. (Die genauen DSDS Regeln gibts hier). Wie so oft scheinen was die Kombination von Talent und Ausstrahlung (im kommerziellem Sinn) betrifft die Männer zu dominieren. Nur Cornelia Patzlsperger scheint bei den Frauen herauszustechen. Ich hoffe, dass sie es weit schafft. Wie schon Gracia Baur (1te Staffel), Anke Wagner (2te Staffel), Vanessa Urio (4te Staffel) und Monika Ivkic (5te Staffel) gehört dieser Typ Kandidat bei DSDS neben den eher ungewöhnlichen zu meinen klaren persönlichen Favoriten. Deutschland entschied sich mit Mark Medlock und Thomas Godoj zuletzt jedoch für männliche Independent-Mainstream-Sänger. Vielleicht klappts bei DSDS ja diesmal mit einer Frau?

Weitere Artikel über DSDS und Casting-Shows:

DSDS: Vom Comic-Casting zur Dokusoap

Zum Start der sechsten DSDS-Staffel

Alexandra Burke gewinnt „The X-Factor 2008“

Was RTL und DSDS von „The X-Factor“ lernen sollten

Auf dem englischen TV-Sender ITV läuft derzeit die fünfte Staffel von The X-Factor, einer Pop-Idol änlichen Castingshow. Und das mit großen Erfolg. Die Einschaltquoten der fünften Staffel sind mit bis zu über 12 Millionen in der Spitze die höchsten in der Geschichte des Formats. So sahen am vergangenen Wochenende 12.8 Millionen britische TV-Zuschauer die inzwischen achte Liveshow, was einem Marktanteil von fast 50 Prozent entspricht.

Als RTL in der ersten Hälfte dieses Jahres die fünfte Staffel von Deutschland sucht den Superstar (DSDS) ausstrahlte, das nach dem Pop Idol-Konzept lizensiert ist, schauten selbst bei der am häufigsten gesehen Show nicht einmal halb so viele deutsche TV-Zuschauer zu (und das obwohl Deutschland 30 Prozent mehr Einwohner hat, als Großbrittanien). Auch der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei zwar starken, aber vergleichsweise eben schlechteren 30 Prozent.

Das DSDS auf RTL zwar erfolgreich, aber soviel schlechter läuft als The X-Factor hat sicher etwas mit unterschiedlichen Fernsehgewohnheiten und der viel größeren Bedeutung und Qualität von Popmusik in Großbritannien zu tun, aber nicht nur. Das X-Factor-Konzept ist einfach besser, es ist keine belächelte Dieter Bohlen-Show, es erreicht das ganze Publikum, es ist eine große Samstagabendshow für alle, von herausragender Qualität sowohl was die Produktion als auch die Kandidaten betrifft.

Nun ist es so, dass RTL die Rechte sowohl für eine deutsche Pop Idol als auch für eine fiktive deutsche X-Factor-Show besitzt. Es ist leider zu befürchten, dass RTL die X-Factor-Rechte 2006 nur deshalb gekauft hat, um ein Konkurrenz-Sendung zu verhindern, aber ich frage mich, ob nicht RTL als Marktführer auch den Anspruch haben muss, aus DSDS noch mehr herauszuholen. Die „schwachen“ Quoten zeigen, dass hier noch sehr viel Luft nach oben ist. Wäre ich RTL, dann würde ich bei gleichem Namen, also DSDS, einfach das Lizenzprodukt hinter der Show austauschen, also statt Pop Idol X-Factor. Das hätte Vorteile, die ich im Folgenden skizzieren möchte:

  • Das X-Factor-Konzept sieht auch Kandidaten jenseits der 30 vor. Zusätzlich werden die Kandidaten in vier Kategorien aufgeteilt: Jungs, Mädchen, Über 25 und Bands. Das führt einfach zu einer abwechslungsreicheren Bandbreite an musikalischen Auftritten und Stilen, zu Identifikationspotenzial vom 8-jährigen Mädchen bis hin zu Erwachsenen und älteren TV-Zuschauern. Mehr noch: Auch jenseits vom Supertalent bringen ältere und älteste Kandidaten Schwung in die Castings
  • Durch die vierköpfige Jury und Tatsache, dass jedes Jurymitglied eine der vier Kategorien betreut, entsteht eine gewisse Dynamik in der Jury, da die Juroren gezwungen werden parteiisch zu sein. Konflikte vorprogrammiert. Das wäre auch die große Chance Dieter Bohlen einen Teil seiner Macht zu nehmen, die das Konzept einschränkt. Soll er ruhig die Jungs-Kategorie betreuen und nach dem dritten Mark Medlock suchen, wir anderen erfreuen uns an den restlichen 3 Juroren und ihren Seitenhieben auf Bohlen und sein bescheidenes Verständnis von Popmusik. So beliebt Bohlen sein mag, so unbeliebt ist er es auf der anderen Seite. Beide Seiten in das Konzept zu integrieren macht alle glücklich: Die Bohlen-Fans und die Bohlen-Hasser.
  • The X-Faktor ist abwechslungsreicher und spannender. Erstens durch die größere Kandidatenbreite, zweitens durch die Dramaturgie der Show. Während beim Popidol-DSDS Marco Schreyl zäh versucht Spannung zu erzeugen, wenn die Verkündung des herausgewählten Bewerbers erfolgt, so übernimmt dies bei X-Factor die Dramaturgie. Die beiden Kandidaten mit den wenigsten Stimmen müssen nochmal singen, was in diesem Jahr zu großartigen Auftritten führte, im wahrsten Sinne des Wortes ein „ums Überleben“ singen. Danach entscheidet die Jury, kann die sich nicht einigen, kommt die nächste Spannungsphase hinzu: jetzt wird doch das Publikumsvoting verkündet. Superspannend. Und das inzwischen überstrapazierte Dehnen der Verkündung des Moderators wird insgesamt eingeschränkt.
  • Auch toll: Nach dem Recall (Bootcamp) fahren alle vier Teilnehmergruppen mit dem jeweiligen Juror in die „Ferien“, an irgendeinen Ort auf der Welt (besser: Europa). In der dann ganz anderen Kulisse werden die besten Kandidaten pro Kategorie ermittelt. RTL will wohl die Doku- und Reportageelemente der Show stärken: Das ist die Chance!

Natürlich gibt es auch Dinge, die man nicht ändern kann. Marco Schreyl und Dieter Bohlen zum Beispiel, viele lieben sie, viele hassen sie, schlecht sind sie beide, aber damit muss man Leben. Und natürlich wird es in Deutschland vermutlich nie so tolle Kandidaten geben, wie in Großbrittanien. Trotzdem gibt es so vieles was man besser, spannender und abwechslungsreicher machen kann. The X-Factor ist von den drei großen hier in Deutschland wahrgenommenen Casting-Shows, also X-Factor, DSDS, Pop Idol USA, die einzige mit steigenden Quoten und unumstritten wohl die beste unter ihnen. Das kann man nicht leugnen. Tut was, RTL!

xftv

Die zweite des Staffel des Supertalents begann am Samstag Abend relativ unspektakulär. Die Erwartungen sind allerdings hoch: Schließlich ist wohlkalkulierte Emotion auf allerhöchstem Niveau durch den Telekomspot mit Paul Potts auch dem deutschen Publikum inzwischen präsent. Potts war ja schon vor über einem Jahr durch die britische Show Britain’s Got Talent berühmt geworden. Inzwischen haben die Briten mit der zweiten Staffel großartig nachgelegt, wenn auch die schiere Anzahl (6 Folgen in der Finalwoche) der Shows gegen Ende ermüdend wurde.

Stefan Niggemeier schrieb auf dem Fernsehlexikon-Blog zum Start der zweiten Staffel in Großbritannien damals folgende sehr wahre Zeilen:

Ob die Leute, die für RTL Das Supertalent produziert haben (und gerade an der zweiten Staffel arbeiten), sich wohl manchmal die Inselvariante Britain’s Got Talent angucken und dann leise weinen, um wieviel besser so eine Sendung sein kann, wenn man mitreißende Kandidaten hat und ein hingerissenes Publikum, Ant & Dec statt Marco Schreyl als Moderatoren, Simon Cowell statt Dieter Bohlen in der Jury – und vor allem, wenn man weiß, wie man die Auftritte so komponiert und instrumentiert, dass sich auch den kalkuliertesten Emotionen kein Zuschauer entziehen kann.

Was von dieser Kritik kann man, soweit es nach der ersten Folge möglich ist, RTL noch vorhalten?

Zunächst einmal zu den Emotionen: viel zum gerührt sein gab es noch nicht, obgleich Bruce Darnell naturgemäß weinen musste. Es wäre auch unpassend gewesen zu arg auf die Tränendrüse zu drücken. Im Gegenteil, Kompliment, die Geschichte des HIV-infizierten, homosexuellen Sängers Carlos aus Argentinien wurde zurückhaltend und respektvoll präsentiert, Carlos trug sie ohne unpassende Fragen der Jury oder der Moderatoren einfach in einem Einspieler vor. Zusammen mit Bildern des leicht verlebt aussehenden Ehemanns Harald ergab sich ein stimmiges und symphatisches Bild.

Dennoch zeigt sich eine große Schwäche des Programms, statt die Bilder einfach für sich wirken zu lassen, wird im Falle des Jubels von Off-Stimme Marco Schreyl in banalen Worten das erklärt, was die Bilder bereits zeigen. Überhaupt scheinen was die Visualisierung betrifft einige Probleme zu bestehen. Oder fällt nur mir auf, das die Kameraeinstellungen seltsam anmuten, die Kandidaten oft nicht korrekt präsentieren (abgeschnittene Füße, Herausfallen aus dem Bild) und überhaupt irgendwie komisch sind? Sieht manchmal aus, als hätte es der Praktikant eines Regionalsenders abgefilmt. Gut hingegen ist die Idee, die Geschichter der Jury sehr groß zu zeigen während des Auftritts; wenn die aber ausdrucklos sind und man es zu oft macht, ist es auch wieder sinnlos. Im Zweifel wird es doch verwertbare Reaktionen im Publikum geben.

Die Jury ist übrigens nicht so schlecht. Bruce Darnell ist erwartungsgemäß eine Bereicherung und irgendwo zwischen der Skurillität von Sharon Osborne und David Hasselhoff (America’s Got Talent) und ihm selbst – lustig halt und ein Showman. Sylvie van der Vart entspricht halt dem Zeitgeist und ist vor allem schön und nett. Amanda Holden (Britain’s Got Talent) oder Cheryl Cole (X-Factor) sehen ja praktisch identisch aus. Und weinen kann sie auch gut, passt also. Dieter Bohlen zu kommentieren ist unnütz: er passt immerhin besser in dieses Format als zu DSDS. Was fehlt ist der Zyniker, also jemand wie Piers Morgan, der schlechte Kandidaten auchmal weiterlässt, weil das Publikum sie mag, wohl wissend dass sie für nur noch mehr peinliche Momente sorgen werden und auf der anderen Seite auchmal harte Worte findet. Es muss ja nun keine reine Kuschelveranstaltung sein.

Von der Moderation hat man noch nicht viel gesehen, und das was man gesehen hat, war im Prinzip überflüßig. Dem allgemein als untalentiert geltenden Moderator Marco Schreyl hat man das große Talent Daniel Hartwich zur Seite gestellt, wohl um für lustige Dialoge zu sorgen. Es ist aber gar nicht lustig. Zu tun haben beide nichts: es gab bislang keine Interviews im Wartebereich, kaum Eindrücke von hinter der Bühne und auch sonst nichts, wobei man sie filmen könnte. Mir ist unklar, warum beide überhaupt anwesend sind. Wobei: Weniger Schreyl ist mehr.

Ganz große Fehler machen die Supertalent-Produzenten keine, große Show-Momente gabs aber auch noch nicht. Und da die erste Folge wohl auch als Teaser gedacht war, lässt sich anhand der angekündigten Bilder nicht sagen, dass noch Weltbewegendes auf uns zukommt. Die Hauptteaser waren ein ehemaliger DSDS-Kandidat (aus der Freak-Abteilung) und zwei dicke untalentierte Schwestern. Auf die sollen wir uns nächste Woche „freuen“. Hier werden dann mal wieder die Fremdschämerwartungen des Publikums bedient. Was im Falle der Schwestern mal wieder so ein klassischer Fall von unangebrachtem, aber eben typisch deutschem TV-Zynismus ist. DSDS lässt grüßen.

Supertalent wird anders als Britain’s Got Talent nicht von FreemantleMedia produziert sondern logischerweise genau wie DSDS von der deutschen Grundy UFA, was eben für diese Art der Unterhaltung spricht. Andererseits hilft auch ein Blick nach America: Trotz Simon Cowell (dem man nun nicht vorwerfen kann, nicht zu wissen, wie gute Unterhaltung funktioniert) als Produzent und Jurymitglied ist America’s Got Talent unerträglich. Dagegen ist Supertalent fast schon wieder einen Fernsehpreis wert… naja, besser nicht.

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