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Der Moment, an dem die 11. Staffel Big Brother UK beginnt! Es ist die letzte britische Big Brother Staffel. Doch ruhig und traurig will Big Brother nicht von den Bildschirmen verschwinden…

14 neue Hausbewohner haben die Macher und in einem Fall die Lostrommel ausgewählt, darunter einer amputierter Kriegsversehrter. Die Pläne dafür einen Versehrten ins Haus zu schicken schon Ende 2009 für Aufsehen, auch in Deutschland, gesorgt. Ex-Soldat Steve ist auf dem folgenden Bild sitzend rechts hinter Davina zu sehen.

Moderatorin Davina McCall vor den 99 (?) Kandidaten, von denen Big Brother an diesem Abend 14 auswählen wird, die das Big Brother Haus betreten werden. Danach kommt es zum üblichen Rundgang durch das neu umgebaute Big Brother Haus, dass trotzdem fast genauso aussieht wie immer. Das Highlight ist „The Nest“ ein riesiges, kuschliges Körbchen, indem gut gelästert werden kann. Der aus der vergangenen Staffel von Celebrity Big Brother bekannte „Tree of Temptation“ ist jetzt ein Möbelstück, mit dem Davina während der ersten Show Big Mouth telefonierte. Wird er die Hausbewohner wieder zu geheimen Aufgaben überreden können?

Hausbewohner (von links nach rechts und oben nach unten in der Galerie):

Sorry für die schlechte Qualität, aber ich hab die Screenshots (und den Blogpost) live während der Sendung gemacht. Auf der Channel 4 Website gibt es mehr zu den Hausbewohnern.

Josie – scheint eine Powerfrau zu sein, gut genährt, ihre ersten Moment im Haus verbringt sie mit Glücksschreien.

Steve – einer der Kriegsversehrten, nach denen endemol UK gesucht hatte und nun offenbar fündig geworden ist. Er hat zwei amputierte Unterschenkel und nur ein Auge, dafür aber 8 Kinder. Er darf das Haus durch den Diary Room betreten. Mit Josie scheint er sich gut zu verstehen. Wir erfahren, dass die Hausbewohner sich vorher schon kennen gelernt haben.

Ben – ein britischer Snob, der schöne Dinge mag. Gibt an, kein Teamplayer zu sein. Wirkt sehr blasiert. Er wird von den Fans vor Studio mit lauten Buhrufen begrüßt. Angeblich hat er aber ein gutes Herz und Humor, sagt er. „Looks like a prison designed bei Boy George“ ist sein erster Kommentar zum Big Brother-Haus.

Rachel – Die Friseuse meint, sie ist wahrscheinlich die gesprächigste Frau im Haus und erwartet, dass sie die meiste Aufmerksamkeit bekommen. Beim Kochen ist sie etwas faul. Für sie gibt es ebenfalls Buhrufe.

Nathan – Der Schreiner mit der durchgängigen Augenbraue. Eine raue britische Natur, kann gut kochen, wirkt solide und spaßig. Die Fans mögen ihn offensichtlich. Im Haus ruft er als erstes nach einem Drink.

Dave – ein Mönch, der scheinbar eine geborene Frohnatur ist. Zuerst dachte ich ja, es handelt sich um einen dieser verrückten Live Rollenspieler. Aber Dave hat sein wildes Partyleben hinter sich gelassen und sich ganz der christlichen Kirche zugewendet. Die Reaktionen der Zuschauer sind gemischt. Lachend betritt er das Haus.

Caiomhe – War als Kind ein Geek und Einzelgänger, nun möchte sie berühmt werden und liebt es zu flirten. Hat mal zwei Jahre in Madrid gelebt. Sie denkt, dass sie heiß ist. Wird wohl die Hausdiva werden. Gemischte Reaktionen der Fans.

Covan – hält sich für sehr intelligent, aber auch für arrogant. Hatte noch nie eine Beziehung. „Smilie, shiny, happy“, beschreibt ihn nach eigener Ansicht am besten.

Shabby – ausgeflippte Filmemacherin, wirkt sehr extrovertiert. Möchte der Lieblings der Independet-Film-Szene werden. Mag alle Frauen. Wird direkt ausgebuht. Macht im Haus auch einen sehr ausgelippten Eindruck.

Ife – die Tänzerin und Sängerin möchte kein Wannabe sein, wirkt aber so. Sie hat entscheiden, dass sie ein Star sein sollte.

John James – wirkt in dem Moment, indem Big Brother seinen Namen verkündet so unbeeindruckt als hätte er nichts anderes erwartet. Der Australier ist Bodybuilder und scheint die Rolle des Schönlings perfekt auszufüllen.

Sunshine – die Medizinstudentin hat einen Chihuahua (wie Vorjahresgewinnerin Sophie Reade) und fährt einen Cabriolet. Sie mag intellektuelle Gespräche und wirkt sehr niedlich. Beides muss kein Gegensatz sein, sagt sie.

Corin – die Verkäuferin wirkt etwas primitiv, aber herzlich. Obwohl sie sehr gestylt ist, empfindet man sie nicht unbedingt als oberflächlich oder arrogant.

Der letzte Hausbewohner wird unter 86 übrig bleibenden Kandidaten per Lostrommel ausgelost:

Mario – „I think about to wee myself“ ist seine erste Reaktion. Doch aus großen Zufall folgt große Verantwortung. Auf ihn wartet der „impossible task“. Er muss das Haus als Maulwurf betreten. Enttarnen ihn seine Mitbewohner, muss er das Haus wieder verlassen. Seine Aufgabe: Das Haus und seine Mitbewohner sabottieren. Er trägt ein Maulwurfkostüm und soll in einem Mauwurfsloch schlafen. Außerdem trägt er ein Schild um den Hals: „I am a mole“. Eine gute Tarnung ist das nicht… aber wer weiß… Biedermann und die Brandstifter anyone?

Tja, das wars… die Eröffnungsshow von Big Brother ist vorbei. Mein erster Eindruck: Die Hausbewohner wirken wie eine Mischung aus den eheren prolligen Kandidaten der früheren Staffel und den bunten Paradiesvögeln, die uns die vergangene 10te Staffel im letzten Jahr bescherte. Also wie ein Best of. Das wäre ja auch ein gutes Motto für diese letzte Staffel Big Brother.

Night Night 🙂

Mehr: Bilder aus der ersten Nacht im Big Brother Haus.

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Grund zur Freude? Davina McCall moderiert ab 3. Januar wieder die Promi-Ausgabe des britischen Big Brother. Allerdings: zum letzten Mal. Die siebte Staffel von „Celebrity Big Brother“ ist auch die letzte.

Update 30.1.09.: Alex Reid gewinnt Celebrity Big Brother

Am kommenden Sonntag, 3. Januar 2010, zeigt der britische Sender Channel 4 zum letzten Mal die Prominenten-Ausgabe der in die Jahre gekommenen Reality Show Big Brother: Celebrity Big Brother. Channel 4 hatte die Sendung im vergangenen Jahr nicht verlängert. Im Sommer folgt die elfte und letzte reguläre britische Big Brother Staffel. Das Haus wurde bereits enthüllt, wie aufmerksame Leser von tvundso.com wissen dürften. Schlecht sieht es nicht aus. Die Designer haben sich offensichtlich für eine sehr gediegene Aufmachung entschieden.

Über die kommenden prominenten Hausbewohner hingegen weiß man auch zwei Tage vor Start der Staffel nicht viel. Moderiert wird die Reality Show wie gewohnt von Davina McCall und es wird mit 27 Tagen die längste Staffel in der Geschichte der Sendung sein. Für Aufsehen sorgte „Celebrity Big Brother“ 2007 mit einem Rassismus-Skandal. Die inzwischen verstorbene Jade Goody hatte die indische Schauspielerin Shilpa Shetty beleidigt, was dazu führte, dass sogar die britische Regierung öffentlich die Wogen glätten musste. 2008 pausierte die Sendung deswegen. Statt dessen zeigte Channel 4 „Celebrity Hijack„, eine ungewöhnlich niveauvolle Sonderausgabe von Big Brother, bei der Prominente nicht die Bewohner waren, sondern in die Rolle des Big Brothers schlüpften. Im vergangenen Jahr dann kehrte das normale „Celebrity Big Brother“ zurück.

Mit Coolio und Latoya Jackson hatten die Big Brother-Macher im vergangenen Jahr zwei recht bekannte Namen dabei. Diese fehlen bislang noch. Dafür scheinen die Promis, glaubt man den Gerüchten, diesmal deutlich höhere Gagen bekommen. Mit Paul Gascoigne und Pamela Anderson könnten sich die Macher vermutlich zwei absolute Publikumsmagneten sichern. Wenn die denn unterzeichnen würden. Update: Haben sie aber nicht.

Im folgenden also die Promis, von denen bereits bekannt ist, dass sie ins Big Brother Haus ziehen und jene, bei denen es bislang nur ein Gerücht ist. Wird dann entsprechend aktualisiert (Bitte Klicken):

Update 03.01.10.: Die Liste ist jetzt aktuell und vollständig. Celebrity Big Brother 7 hat begonnen.

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Channel 4s Miniserie „Cast Offs“ mag nicht besonders spannend sein. Allerdings: Sie ist unaufgeregt, behutsam und vor allem: ungewöhnlich menschlich. Die sechs Geschichten von behinderten Menschen, die sich in der Rahmenhandlung in einer Reality Show auf einer einsamen Insel befinden, zeigen, wohin es mit Channel 4 bei der Suche nach einem neuen Profil (ohne Big Brother, ohne Frauentausch) gehen könnte: Zurück zu schönen, klug geschriebenen (sagen wir ruhig : lehrreichen) Geschichten.

Cast Offs Cast Foto

„18 months ago Channel 4 marooned 6 disabled people on a remote island…“ (Einleitungssatz von „Cast Offs“)

Zu jedem vorstellbaren Tabu gibt es früher oder später eigentlich auch eine Fernsehsendung, die es bricht. Besonders der britische TV Sender Channel 4 ist in der Vergangenheit nicht sonderlich zimperlich mit gewagten TV Experimenten gewesen. Eine alternative Weihnachtsansprache des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmedinedschad, Kinder sich selbst überlassen in einem Fernsehdorf, Briten (darunter ausgerechnet auch ein Schwuler), die ausprobieren, wie es ist Moslem zu sein und bald der Absturz eines realen Passagierflugzeugs als TV Show (dem Vernehmen nach allerdings ohne Passagiere) – allesamt Ideen, die bei Channel 4 über den Schirm gelaufen sind oder werden. Doch nicht alles wo Tabu steht, ist auch Trash TV.

Channel 4s neuster vermeintlicher Tabubruch, Cast Offs, erzählt von sechs Behinderten, die sich freiwillig auf einer abgelegenen Insel aussetzen lassen, um in einer fiktiven, Survivor ähnlichen Reality Show versuchen – trotz ihrer Behinderungen – zu überleben. Die Meinungen über dieses Format gehen in der britischen Presse auseinander. Die einen schreiben, es sei trotz allem eine (langweilige) Freakshow (man beachte, trotz der Ausage des Artikels, die Illustration), andere hingegen fanden es durchaus sehenswert oder schrieben, Bhinderte würden in einem neuen Licht dargestellt.

Mein Eindruck allerdings ist ein ganz anderer. Ich kann zum Beispiel eine vermeintliche satirische Note oder Parodie einer Reality Show nur am Rande erkennen. Anders als bei den genannten Channel 4 Sendungen ist es diesmal wirklich gelungen, eine ehrliche und authentische Show zu machen, die sich dank gut gesetztem Sarkasmus nicht um politische Korrektheit schert und immer menschlich bleibt. Von billigem Voyeurismus keine Spur. Nachdem Channel 4 auf dem Weg der Selbstfindung das prollige Urformat des Tabubruch-TVs – Big Brother – erst in eine bunte, liebenswerte Reality Soap verwandelt hatte und nach der kommenden Staffel genau wie „Wife Swap“ (Frauentausch) ganz entsorgt, muss man „Cast Offs“ als Vorgeschmack auf neue Zeiten sehen.

Etwas sinnlos an „Cast Offs“ ist die (Umsetzung der) Idee der Reality Show, ohne die allerdings nicht erklärbar wäre, warum sich ein Blinder, eine Taube, ein Rohlstuhlfahrer, eine an Cherubismus (kastenförmiges Gesicht, Kinn) Erkrankte, ein Opfer der Nebenwirkungen von Contergan und eine Kleinwüchsige jetzt nun auf der Insel befinden. Sie müssen halt die fiktive Reality drehen. Davon allerdings bekommt man nichts mit. Gefilmt ist die leicht düstere Dramedy fast wie eine normale Serie. Dass da jetzt ein Kamerateam und Produktion mit dabei sein müsste, bekommt man nicht mit. Ist auch egal. Die Erzählweise geht nämlich eher so wie bei Lost als bei Survivor: In Flashbacks wird in jeder Episode die Hintergrundgeschichte eines der Gestrandeten (oder auch: Weggeworfenen, Ausgestoßenen – Mehrdeutigkeit von cast away/cast off) erzählt.

Episode 1 überrascht gleich mit einem äußerst einfühlsamen Einblick in das Leben von Rohlstulfahrer Dan, der erst seit kurzem (durch einen Unfall) im Rohlstuhl sitzt und mit dem Schicksal hadert.

Produzent: „We just want to hear a bit about you. Tell us about yourself“
Dan: „Uhmmm“
Dad: „You’re sporty. Say that!“
„I’m not that sporty.“
[…]
„He’s driven.“
„I can drive.“
[…]
„You are kind.“
„That’s not what they want dad.“
„That’s exactly what they want.“
„That’s not what they want.“
„Tell ‚em jokes, they want jokes.“
„They don’t want jokes, dad. They want cripples. Remember?“

Die Beziehung zwischen Dan und seinem Vater, dem es schwer fällt mit seinem Sohn umzugehen, obgleich er trotz seiner (erlernten) Hilflosigkeit alles versucht, um seinem Sohn zu helfen (und dabei sicher öfter scheitert) ist wunderschön eingefangen. Bedrückend ist die Situation in der Dan erstmals seit dem Unfall wieder ein Mädchen mit nach Hause bringt. Keiner der Vier weiß so recht, wie man da jetzt reagieren soll. „Wollen wir den Fernseher anmachen?“, „Ja, ok“, unterhalten sich die Eltern, während Dan in seinem Zimmer verschwunden ist, mit dem Mädchen. „Möchtest Du eine Tasse Tee“, fragt die Mutter, nachdem das Mädchen wieder gegangen ist. „Ich hätte sowieso eine für deinen Vater gekocht“. Worüber redet man in so einer Situation? Man merkt schon: Die Autoren haben Gespür bewiesen.

Auf der Insel ist es die Zuversicht einiger der anderen Gestrandeten – die mit ihrer Behinderung teilweise deutlich normaler umgehen – die Dan hilft, weniger depressiv zu denken. „This is not the day, where everything is over“, sagt Carrie, die Kleinwüchsige (sie meint die Trauer), „But you will get there. We’ll help you“. Dan hatte kurz zuvor von einem anderen Rohlstuhlfahrer erzählt, der ihm ungefähr gesagt: „Eines Tages, da hast Du so ein komisches Gefühl, Du wachst auf, und fühlst Dich plötzlich wieder normal“.

Die Geschichte über den blinden Tom in Episode 2 ist weniger erkenntnisreich. Natürlich hat Tom, offensichtlich seit seiner Geburt blind, ein normales Leben. Gleichwohl, die Geschichte um ein Date mit der Ex des Mitbewohners und den darauf folgenden Liebeskummer, ist überaus nett geschrieben. In einem Moment in der Geschichte stellt der Zuschauer fest, dass es gerade die fiese Art, wie sich der (was später sehr klar wird) ansonsten sehr gute Freund, in das Date einmischt, die Normalität ist, um die es hier geht. Weil, man denkt natürlich zuerst, dass es besonders gemein sei, einem Blinden ein Date versauen zu wollen. Aber genau das ist es natürlich nicht. Es ist gemein, vielleicht, aber nicht weil der Blinde blind ist. Auch in seinem Leben geht es um Frauen, Sex. Das ist kein Almosen. Und weil es das nicht ist, ist sein Mitbewohner sauer, dass es ausgerechnet seine Ex ist, für die sich Tom interessiert.

Die Geschichten in „Cast Offs“, sie sind voller Verzweiflung, sarkastischem Humor, Hoffnung, und nicht zuletzt: voller Normalität. Man kann „Cast Offs“ als Lehrstück über Diversity sehen, als überaus authentische Lektion über die Akzeptanz von Behinderten (und auch Schicksalschlägen im Allgemeinen). Die rührig-menschlichen Geschichten können einem aber auch schlichtweg zu gutmenschlich sein. Doch „Cast Offs“ ist ehrlich und fern jedes Zynismus. Gutes Fernsehen also.

Sophie Reade hat nach 93 Tagen im britischen Big Brother Haus die 10te Staffel der Reality Show gewonnen. Mit 74,4 Prozent der Stimmen  im Telefonvoting wählten die britischen TV Zuschauer sie am Freitag zur Siegerin von Big Brother 10. (Bilder (c) endemol/Channel 4)

93 Tage im britischen Big Brother Haus sind vorbei. Im Live-Finale am Freitag (4. September 2009) gab es nochmal ein Wiedersehen mit allen ehemaligen Hausbewohnern dieser 10. Big Brother Staffel. Es ist nach derzeitigem Stand die vorletzte Big Brother Staffel in Großbritannien, auf jeden Fall aber bei Channel 4. Die Verträge wurden über 2010 hinaus nicht verlängert. Doch an diesem Abend heißt es erstmal Bühe frei für Rodrigo, Charlie, David, Siavash und Sophie – die Finalisten von Big Brother 10 UK.

Nachdem nochmal alle bisher ausgeschiedenen oder freiwillig gegangenen Hausbewohner auf die Live-Bühne kommen und einem einem VIP-Bereich Platz genommen haben (Bild 1), wird es ernst. Hausbewohner für Hausbewohner wird aus dem Big Brother Haus gewählt, bis der Sieger fest steht. Als erster muss Rodrigo das Haus verlassen, er landet also auf dem fünften Platz. Beim Gespräch mit Davina lässt er sich nicht entlocken, ob er in Charlie verliebt ist. Dafür betont er umso mehr, wie sehr er Großbritannien liebt. (2, 3)

Vierter wird Charlie, der recht gelassen reagiert. Für die Hausbewohner kommt es vielleicht ein bisschen überraschend, viele haben gedacht, dass Charlie gewinnt. Gegenüber Davina betont Charlie ebenfalls, dass er und Rodrigo nur Freunde seien. (4, 5)

Dritter wird David, was sicherlich auch irgendwie überraschend ist. Zumindest, dass er noch vor Rodrigo und Charlie landet. David selbst hätte nichtmal daran gedacht ins Finale zu kommen, wie er später im Gespräch mit Davina erzählt. Big Brother Verhaltens-Psychologin Judy James erklärt seinen Erfolg damit, dass er sich sehr gut eingefügt habe und eine hohe soziale Intelligenz hat und eine kindlich-spaßige Persönlichkeit, sowie mit der Freundschaft zu Mutterfigur Lisa. (6, 7)

Dann wird es noch einmal spannend. Im Haus sind Sophie und Siavash total nervös (8). Wer von beiden wird gewinnen? Und die britischen TV Zuschauer haben entschieden: Sophie Reade ist die Gewinner von Big Brother 2009 (9). Sie kann es nicht glauben, sieht aus als stehe sie neben sich (10, 11). Auch das Voting auf diesem Blog zeigte, dass Sophie auch bei den deutschen Fans in der Gunst ganz oben stand (12, Stand Freitag abend). Siavash muss sie alleine im Haus lassen. Das sind die Minuten, die ein Big Brother Gewinner vermutlich niemals vergisst.

Siavash muss dann, nachdem er das Haus verlassen hat (13, 14), allerdings erstmal eine erneute Aufwärmung seiner gescheiterten Liäson mit Noirin über sich ergehen lassen, nimmt sie dann aber in Schutz, sie habe nichts falsch gemacht.

Dann ist es Zeit für die Gewinnerin, die wie wir erfahren mit 74,4 Prozent der Stimmen zur Big Brother 10 Gewinnerin gewählt wurde: Sophie verlässt als letzte, als Siegerin, das Big Brother Haus (15, 16, 17, 18). Mit Freuerwerk (19) und unter großem Beifall von Fans und ihren ehemaligen Hausbewohnern (20) wird sie vor dem Haus empfangen. Sie fühle sich akzeptiert, fasst Sophie ihre Gefühle später im Gespräch mit Davina zusammen.

Sophie Reade gewinnt 71.320 britische Pfund (21). Nach einer ersten Aussage, will sie das Geld für wohltätige Zwecke spenden und ihrem Chihuahua neue Klamotten kaufen. Ob sie das Geld auch für neue Brüste ausgibt, ist nicht bekannt. Aber vermutlich ist das auch nicht mehr nötig. Schließlich haben sie die Fans wegen anderer Qualitäten ins Herz geschlossen.

Nochmal zum Nachlesen: Die komplette 10. Staffel Big Brother UK 2009 im Big Brother 10 UK Tagebuch.

Tag 92 im britischen Big Brother Haus. Da diese „Tageszusammenfassung“ mit der Finalshow am gestrigen Freitag zusammen fiel, ist sie nur ganz kurz gehalten, was am 93. Tag, dem Tag des Finales passiert, erfahren wir gar nicht mehr. An Tag 92 entscheidet sich Siavash das Haus nicht zu verlassen und die Bewohner stoßen auf ihre Zeit und das erreichte Finale an. (Bilder (c) endemol/Channel 4)

Am Morgen des 92. Tages im Big Brother Haus entscheidet sich Siavash das Haus dann doch nicht zu verlassen. Am Abend zuvor hatte er sich entschloßen, das Haus zu verlassen, konnte aber noch zum Übernachten überredet werden.

Die Hausbewohner stoßen dann auf ihre Zeit im Haus an (Bild 1) und auf ihre Finalteilnahme und halten alle eine kurze Rede (Bild 2) und reflektieren nochmal ihre Zeit im Haus. Alle freuen sich, dass sie im Finale sind. Zu „Man In The Mirror“ von Michael Jackson liegen sich die Hausbewohner dann in den Armen (3, 4, 5). Vor allem Rodrigo (6) und Charlie (7) scheinen dann von ihren Gefühlen ein wenig überwältigt zu sein.

Komplettes Big Brother 10 UK Tagebuch

Tag 91 im britischen Big Brother Haus. Das Finale rückt näher. Und Siavash will schon wieder freiwillig ausziehen. Tut er aber nicht. Außerdem hat David Geburtstag und bekommt einen Brief von Vivienne Westwood, eine Party und gewinnt weiter 40.000 Pfund Preisgeld. (Bilder (c) endemol/Channel 4)

Dre 91. Tag im britischen Big Brother Haus ist zugleich auch Davids Geburtstag. Sein Idol, die Modedesignerin Vivienne Westwood, hat ihm einen Brief geschickt (Bild 1). Da ist David natürlich sehr gerührt (2), vor allem weil sie sagt, er solle sich bei ihr melden, wenn er aus dem Haus ist. Und dabei weiß er ja noch nichtmal, dass sich neben seiner geliebten Vivien Westwood auch Popstar Robbie Williams für ihn ausgesprochen hatte.

Die anderen Hausbewohner basteln im Schlafzimmer ein „I <heart> Vivien“ T-Shirt für David. Was gar nicht so einfach vor ihm zu verbergen ist. Schließlich macht sichs David im Schlafzimmer bequem, als Rodrigo und Charlie gerade am T-Shirt basteln. Dennoch gelingt es den Hausbewohnern. Charlie präsentiert es stolz im Diary Room (3), bevor David es bekommt. Er freut sich auch über dieses Geschenk und zieht das T-Shirt gleich an, dass wohl sieben Stunden brauchte, um gemacht zu werden (4, 5).

Geburstagskind David bekommt außerdem die Chance das komplette Preisgeld von 100.000 Pfund zurück zu erspielen. Im Garten sollen sich die Hausbewohner in verschiedenen Kategorien bewerten, wer „am meisten“ und wer  „am wenigsten“ etwas ist (6). David muss raten, wie sich die anderen vier Hausbewohner entscheiden. Für jede richtige Antwort gibt es 10.000 Pfund 7).

Und so haben die Hausbewohner sich bewertet (1 = am meisten, 4 = am wenigsten), nicht vollständig:

Zuschauerpopularität:  Charlie (1), Rodrigo (2), Sophie (3), Siavash (4); keine Übereinstimmung mit Davids Einschätzung von 1 und 4

Größter Gameplan: Sophie (1), Rodrigo (2), Charlie (3), Siavash (4); keine Übereinstimmung bei David

Egoistischster Hausbewohner: Charlie (1), Rodrigo (2), Sophie (3), Siavash (4); Übereinstimmung mit David (er muss nur 1 und 4 raten)

Verdienter Gewinner: Charlie (1), Siavash (2), Rodrigo (3), Sophie (4); Übereinstimmung mit David

David gewinnt damit 40.000 weiter Pfund Preisgeld. Das Preisgeld steht damit bei 71.320 Pfund, vorrausgesetzt, Siavash verlässt das Haus indem Outfit, dass er seit einigen Tagen tragen muss.

David darf sich später noch Songs für seine Geburtstagsparty wünschen, unter anderem „Pokerface“ von Lady Gaga, „Kingston Town“ von UB40 und „One Moment In Time“ von Whitney Houston. Zusätzlich darf David noch das Partyessen (unter anderem Pizza) und Ballons und Hüte aussuchen.

Dann geschieht etwas mehr oder weniger überraschendes. Siavash, der eine heisere an den Paten erinnernde Stimme hat (vermutlich wegen seines knappen Kostüms), verkündet im Diary Room, dass er das Haus verlassen will. Angeblich, weil er sich so schnell wie möglich bei seiner Exfreundin entschuldigen will (für die Sache mit Noirin). Aber natürlich kann Big Brother Siavash überreden, erstmal an Davids Geburtstagsparty teilzunehmen.

In dem Raum, indem Davids Party dann stattfindet (8), hängen viele Fotos von ihm (9). Während die anderen feiern, schleicht sich Siavash dann wieder in den Diary Room, er sieht aus, als stehe sein Entschluß fest. „It’s time. I’ve got to do this Biggie“, krächzt er. Sophie und Rodrigo suchen derweil schon nach ihm und warten dann im Taskraum, weil sie die Kerzen auf Davids Kuchen anzünden wollen. Schließlich tun sie es ohn Siavash (10). Siavash ist 1,5 Stunden im Diary Room, um sich schließlich zu entscheiden, dass er doch im Haus übernachtet.

Komplettes Big Brother 10 UK Tagebuch

Tag 90 im britischen Big Brother Haus. Die Hausbewohner führen eine Beyoncé-Performance auf. Charlie ist sauer, weil er den seltsam aussehenden Stylisten geben muss. Später schauen die Bewohner ihr gestern aufgenommenes Video. (Bilder (c) endemol/Channel 4)

Am Morgen des 90. Tages im britischen Big Brother Haus toben Rodrigo und Charlie im Pool herum werfen einen riesigen Gummihüpfball, der Lisa direkt auf den Kopf trifft (Bild 1, 2). Wie wir bereits wissen, musste Lisa bei der 13. Eviction am Abend dann ja schließlich das Haus verlassen.

Bei der heutigen Aufgabe müssen die Hausbewohner eine Performance zu Beyoncés Song „Single Ladies“ einstudieren. Ein Hausbewohner ist Beyoncé, zwei sind Backing Dancers, einer Choreograph, einer Stylist und einer ist Assistent. Charlie ist direkt beleidigt, dass die Rolle des Stylisten auf ihn fällt (3).

Die Rollenverteilung:

Beyoncé: David
Backing Dancer: Siavash, Sophie
Assistant: Rodrigo
Choreography: Lisa
Stylist: Charlie

Zunächst einmal schauen sich die Hausbewohner das Video von Beyoncé als Vorlage zusammen an. Charlie ist weiterhin schlecht gelaunt und schmollt auch später noch in der Badewanne während die anderen ihre Kostüme holen. Und da ahnt Rodrigo schon, dass Charlies Kostüm seine Laune nicht verbessern wird. Er findet es ja urkomisch, aber Charlie irgendwie so gar nicht. Aber ob er will oder nicht, er muss seinem Job nachgehen (4). Schließlich führen die Hausbewohner die Performance auf (5), die zeitweise irgendwie ein wenig aus den Fugen gerät (6). „Beyoncé wäre am Boden zerstört“, kommentiert Lisa.

Das war dann auch Lisas letzter Spruch im Big Brother Haus. Ihre Eviction hinterlässt die Hausbewohner recht emotional (7). Doch später gibt es etwas zur Aufheiterung. Da die Beyonce-Performance erfolgreich absolviert wurde, dürfen sich die Hausbewohner ihr gestern aufgenommenes Video anschauen, in dem sie eine Tageszusammenfassung nachgespielt hatten. Dazu gibt es Eiscreme, Popcorn und Alkohol. Das ist Video ist mit Originalszenen zusammen geschnitten wurden. Die entscheidenden Siavash/Noirin Szenen schaut sich ersterer aber nicht an (8). Währendessen lachen sich die anderen Hausbewohner kaputt (9), weil man Sophie bei einer Einstellung unter den Rock gucken konnte (10).

Den aktuellen Zahlen der britischen Wettbüros liegt Sophies übrigens weiterhin vorn, was den Sieg der aktuellen Staffel betrifft. Gefolgt von Siavash und Rodrigo. Geht es nach den Buchmachern, so haben Charlie und David wohl keine Chance auf den Sieg von Big Brother. Oben links im Blog könnt ihr abstimmen, wer Eurer Meinung nach Sieger von Big Brother 10 UK werden sollte.

Komplettes Big Brother 10 UK Tagebuch

Tag 89 im britischen Big Brother Haus und 13. und letzte Eviction. Die britischen TV Zuschauer haben entschieden: Lisa muss vor dem großen Finale als 13. Hausbewohnerin das Big Brother Haus verlassen. Am 89. Tag hatten die Bewohner einen kleinen Film gedreht: und zwar eine Nachstellung einer echten Big Brother Tageszusammenfassung. (Bilder (c) endemol/Channel 4)

Bei der heutigen Aufgabe sollen die Bewohner eine vorangegangene Episode von Big Brother nachspielen, genauer gesagt: Tag 50. Das ist der Tag, an dessem frühen Morgen Kenneth aus dem Big Brother Haus geflüchtet war. Sie schauen sich dazu die Episode an (Bild 1) und werden mit Skripten, Kameras und Kostümen ausgestattet. Siavash hat allerdings ein Problem mit der Episode und versteckt sich lieber im Schlafzimmer (2). Sie erinnert ihn an seine gescheiterte Liäson mit Noirin, aus der nicht nur in der Anbahnung Szenen zu sehen sind (3), sondern auch der erste nächtliche Kuss. Kurz darauf hatte Noirin Siavash dann ja zu Gunsten ihres dann nicht mehr Ex-Freundes abserviert.

Danach üben die Hausbewohner ihre Szenen und ihren Text (4), bis schließlich damit begonnen wird die Big Brother-Ausgabe nachzudrehen (5). Wenn in einer Szene mehr Hausbewohner vorkommen als aktuell im Haus sind, können Handpuppen (6) benutzt werden. Lisa spielt zum Beispiel Marcus (7) und Sophie spielt Noirin im Diary Room (8) als sie gerade über Siavash redet und später dann beim Kuscheln mit dem als Siavash verkleideten Rodrigo (9). Hier zum Vergleich nochmal die Originalbilder: Noirin, Noirin und Siavash.

Auf geht’s zur letzten Eviction. Zum 13. Mal im Laufe dieser Big Brother Staffel wählen die britischen Zuschauer einen, diesmal der verbleibenden sechs, Hausbewohner aus dem Haus. Alle sind nominiert und die britischen TV  Zuschauer haben entschieden… doch Davina macht es erst spannend bevor das sie das Ergebnis verkündet und nennt erstmal die Bewohner, die im Finale sind: David (10), Siavash (11), Rodrigo (12), Sophie (13). Es entscheidet sich zwischen Charlie und Lisa. Und die 13. Person, die aus dem Big Brother Haus gewählt wird, ist: Lisa (14).

Endlich, werden einige Zuschauer gedacht haben. Unter großen Buhrufen wird Lisa draußen von den Fans und Davina McCall empfangen (15, 16, 17). Im Finale von Big Brother 10 UK sind damit: Charlie, David, Rodrigo, Siavash und Sophie. Hier auf dem Blog könnt ihr abstimmen, wer Eurer Meinung nach Sieger der 10. Big Brother Staffel werden sollte. Beim bisherigen Beliebtheitsvoting dominierten Siavash und Sophie (18).

Komplettes Big Brother 10 UK Tagebuch

Tag 88 im britischen Big Brother Haus. Nachdem die Hausbewohner sich bei einem Nominierungsquiz zusätzliches Preisgeld erspielt haben, müssen sie – für sie überraschend – selbst erneut nominieren. Dabei kommt raus, dass alle sechs verbleidenden Hausbewohner auf der Auszugsliste stehen. Bereits heute abend muss einer das Haus verlassen. Lisa und David isolieren sich zudem zusehends im Haus. (Bilder (c) endemol/Channel 4)

Am 88. Tag im britischen Big Brother Haus können die Hausbewohner ihr Preisgeld steigern, indem sie an einem Nominierungsquiz teilnehmen. Sie schauen sich gemeinsam ihre Nominierungen aus der laufenden Staffel an (Bild 1). Dadurch erfahren sie natürlich auch, wer wen nominiert hat. Besonders Lisa ist überrascht, dass Siavash sie sechs Mal nominiert hat, statt drei Mal wie er bislang ihr gegenüber behauptet hat.

Danach müssen die Hausbewohner Fragen zu den eben gesehenen Nominierungen beantworten. Für jeden richtige Antwort gibt 100 Pfund. Wobei da alle Antworten der sechs Hausbewohner einzeln zählen (2). Fragen sind etwa: „Von welchem Hausbewohner wurde Siavash niemals nominiert“. Die richtige Antwort ist Sophie. Natürlich provoziert das die eine oder andere spitze Bemerkung, etwa Sophie sei Siavashs kleines Haustier (Lisa), was Sophie aufregt (3). 53 richtige Antworten geben die Hausbewohner. Dafür gibt es 5300 Pfund, das Preisgeld steht damit bei 21.320 Pfund.

Was die Hausbewohner nicht wissen, nach dem Nominierungsquiz wird noch richtig nominiert. Charlie ist der erste, der das zu seiner Überraschung erfährt (4). Charlie weigert sich zu nominieren und steht damit selbst auf der Nominierungsliste. David und Lisa beschließen, nachdem sie es erfahren, auf jeden Fall zu nominieren, die anderen Hausbewohner befürworten eher einen kompletten Nominierungsboykott, damit folglich alle auf der Liste stehen, was kurzzeitig dazu führt, dass auch Lisa und David nicht nominieren wollen. Im Diary Room nominiert David dann aber doch, was er zumindest später zugibt. Er rechtfertigt sich damit, dass er keine Regeln brechen will. Lisa nominiert ebenfalls, Rodrigo nominiert Lisa und David, Sophie und Siavash weigern sich.

Nominierungen im Überblick:

Charlie: keine (= Selbstnominierung)
David: Siavash, Sophie
Lisa: Siavash, Rodrigo
Rodrigo: Lisa, David
Siavash: keine (= Selbstnominierung)
Sophie: keine (=Selbstnominierung)

Diese Konstellation führt dazu, dass letztlich doch alle Hausbewohner auf der Nominierungsliste stehen, genauso als hätten sie sich alle geweigert zu nominieren. Den schwarzen Peter haben nun vor allem Lisa und David, die sich noch kräftig rechtfertigten. Trotzdem scheinen sie im Haus wieder isoliert zu sein. Die anderen machen sich darüber lustig, dass die beiden die ganze Zeit rauchend und Tee trinkend verbringen (5).

Später kommen Rodrigo, Sophie, Charlie und Siavash in den Diary Room und sagen, dass sie angeblich das Haus verlassen wollen (6). Sie sind aufgebracht darüber, dass Lisa und David nicht nominiert haben und jetzt die Stimmung im Haus zerstört ist. Ganz so leicht fällt es dann aber doch nicht das Haus zu verlassen. Das war dann wieder mal nichts.

Nachts erschreckt Charlie Lisa und David mit einer Art lautem Gongschlag (7). Die sind beleidigt und gehen erstmal rauchen (8), weil sie sich offensichtlich provoziert führen. Am meisten erschreckt hat sich aber Rodrigo. Lisa und David jedenfalls sind nun isoliert im Haus, wie einst die „böse Gruppe“ während der Staffel.

Komplettes Big Brother 10 UK Tagebuch

Tag 87 im britischen Big Brother Haus. Die Hausbewohner können sich erneut Preisgeld erspielen. Ein Raum voller Rätsel und Aufgaben wartet. Doch die Lösung liegt ganz woanders. Zur Belohnung winkt neben Preisgeld auch ein chinesisches Essen und einige Tokens. (Bilder (c) endemol/Channel 4)

Am 87. Tag im Big Brother Haus können sich die Hausbewohner erneut 10.000 Pfund Preisgeld zurück erspielen. Der heutige Task hat keinen Namen und ist eine Art Puzzle das im Taskraum stattfindet (Bild 1). Das denken zumindest die Hausbewohner. Der Raum ist voller Gegenstände mit denen man was anstellen könnte. Doch die Lösung des Rätsels ist: Alle Hausbewohner müssen den Taskraum verlassen, damit würde die Aufgabe bestanden. Doch das wissen nur die Zuschauer. Eine Anzeige zeigt zudem an, wie nah oder fern sich die Hausbewohner von Bestehen oder Scheitern befinden (2). Insgesamt bleiben übrigens 4 Stunden Zeit, auf die Lösung zu kommen. Es gibt nur drei Regeln: Die Hausbewohner dürfen die Anzeige nicht verstellen, die Hausbewohner können den Raum verlassen und betreten, wann sie wollen und „Big Brothers Entscheidung ist endgültig“.

Da die Hausbewohner nicht wissen, dass sie den Raum einfach verlassen müssen, versuchen sie erstmal alle Rätsel im Haus zu lösen. Etwa Äpfel mit dem Kopf aus einem Behältnis mit Flüßigkeit holen (3). Sophie versucht zum Beispiel Kaugummis aus einer Perücke zu bekommen (4) und verschließt Umschläge, Rodrigo und Lisa probieren mit Boxhandschuhen unterschiedliche Süßigkeiten (Mints und Lakritz) aus einem Gefäß zu holen und zu sortieren (5). Rodrigo sucht außerdem in einem Heuhaufen nach einer Nadel (6). David trennt Eiweiß von Eigelb. Alles ohne Grund, wie Big Brother aus dem Off betont. Insgesamt handelt es sich eben auch im völlig sinnlose Tätigkeiten, die die Hausbewohner abwechselnd zu bewältigen versuchen. Es gibt Tonbänder die zu entwirren sind, Buchstabenfelder in denen sich Worte verstecken und chemische Formeln, die gelöst werden müssen (7).

Als die Anzeige sich in Richtung „Pass“ verändert, weil Rodrigo den Raum verlässt, glaubt Charlie das liege daran, dass er gerade in einem Kostüm auf einem Hüpfstock herumgesprungen ist. Weil später Davids Eibehältnis voll ist, fängt Siavash an, das Eigelb zu trinken (8). Lisa glaubt während dessen nicht, dass es eine Logik hinter der Anzeige gibt, sie würde erst umgestellt, wenn sie fertig sind, denkt sie. Charlie bleibt felsenfest davon überzeugt, dass er im Gorillakostüm (9) hüpfen muss, damit etwas passiert. Dumm, dass gerade als er wieder anfängt, Lisa und David rauchen gehen und die Anzeige sich verändert. Lisa hingegen glaubt nicht an Zusammenhänge: Die spielen nur mit uns.

Insgesamt kann man sagen, dass es ein absolut grandioser Task ist, der quasi als anthropologisches Experiment alles mögliche widerspiegelt, dass auch in der realen Welt Menschen damit beschäftigt, sinnlose oder sinnvolle Dinge zu tun: religiöse Rituale/Aberglaube (Als Affe verkleidet hüpfen), Wissenschaft (Basteln, Ausprobieren) und Philosophie („Es gibt keinen Sinn hinter all dem“). Großartig.

Doch die Hausbewohner sind schlau, sie kommen auf des Rätsels Lösung: Alle Hausbewohner verlassen den Taskraum und bestehen die Task (10). Rodrigo scheint einer der entscheidenden cleveren Köpfe gewesen zu sein, neben Lisa, die das richtig erkannt haben, wenn ich richtig aufgepasst habe. Die Hausbewohner erhalten 10.000 Pfund und 5 Tokens. Das Preisgeld steht damit nach dem 87. Tag bei 16.020 Pfund.

1 Token kann direkt gegen chinesisches Essen im Wert von 50 Pfund und Alkohol eingetauscht werden. Die Hausbewohner stürzen sich direkt auf die Speisekarte (11). Das Essen scheint dann auch ganz lecker zu sein, allerdings etwas weniger als die Bewohner sich erhofft hatten (12).

Den Rest des Tages gibt es dann im Prinzip wieder nur noch Smalltalk. Streit eigentlich gar nicht mehr, keine Konflikte. Big Brother ruft die Hausbewohner zu einem schönen Gruppenbild in den Diary Room (13), Rodrigo und Sophie sind albern (14), weil sie getrunken haben und David und Lisa rauchen im Garten (15).

Komplettes Big Brother 10 UK Tagebuch

Tag 86 im britischen Big Brother Haus. Nicht viel los. Wenn die Hausbewohner noch etwas Preisgeld wollen für den Fall des Sieges, dann sollten sie sich anstrengen, nur weitere 6.000 Pfund kommen an diesem Tag dazu. Aber es will ja niemand gewinnen und wenn, dann auf keinen Fall Geld. Das behaupten zumindest fast alle. (Bilder (c) endemol/Channel 4)

Da einige Hausbewohner vor zwei Tagen ja aus dem Big Brother Haus ausgebrochen sind, wurde das Preisgeld auf Null gesetzt. Nach und nach können sie die Bewohner einiges zurückerspielen. Siavash läuft bis zum Auszug in einem knappen Ringeroutfit, Makeup und Highheels rum, dafür gäbe es dann 10.000 Pfund. 20 Pfund gabs so von Big Brother.

Rodrigo bekommt die Chance zu diesem derzeitigen Preisgeld von gerade mal 20 Euro bis zu 10.000 Pfund hinzuzugewinnen. Er erhält eine passende Aufgabe: Er soll zwei Vertreter einer Tierart an ihrem „Dialekt“ unterschieden. Denn wie Wissenschaftler herausgefunden haben, besitzen auch Tiere unterschiedliche Dialekte. Insgesamt gibt es fünf mal zwei Tiergeräusche zu hören.

Zuerst einmal eine deutsche und eine spanische Feldgrille. Tatsächlich: die deutsche Grille zirpt bedeutend schneller. Rodrigo entscheidet sich richtig. Insgesamt erkennt Rodrigo drei von fünf Tieren richtig, unter anderem auch eine walisische Kegelrobbe, obwohl er das englisch Wort für Robbe nichtmal kannte, er dachte es sei ein Esel gemeint. Er gewinnt damit 6000 Pfund (Bild 1).

Nach der Evition von Marcus aus dem Big Brother Haus wirkt still, leer und nachdenklich im Big Brother Haus (2). Viele hatten gedacht, dass Marcus ins Finale kommt. Nun sind die anderen noch näher dran. Besonders stolz scheint Lisa (3) zu sein, die es immernoch toll findet, dass sie ihre einzige Nominierung schadlos überstanden hat und offensichtlich zufrieden ist, es unter die letzten sechs geschafft zu haben. Charlie erzählt im Diary Room, dass er einen engeren Bezug zu Marcus hatte. Siavash tue manche Dinge nur, um gut auszusehen.

Ansonsten viel Smalltalk im Haus, über das Preisgeld und ob es den Bewohnern wichtig ist (Lisa, Charlie, David), über Beziehungen (Lisa, David), über die Unterschiede zwischen Spanisch und Portugiesisch (Sophie, Rodrigo) und die Beziehung von Rodrigo und Charlie (ebenfalls Sophie und Rodrigo). Sophie trägt übrigens ein T-Shirt mit einem deutschsprachigen Aufdruck (4), und in der Badewanne sieht sie aus wie ein gestrandeter Wal (5).

David und Lisa unterhalten sich außerdem darüber, wer wohl gewinnen wird (6). Sie vermuten Charlie oder Rodrigo. Ihnen selbst ist es angeblich egal. Sie möchten nach Big Brother so schnell wie möglich wieder nach Hause. Also kein Preisgeld, keinen Ruhm, keine Aufmerksamkeit… Wer’s glaubt. Siavash meint später im Diary Room, jeder sei hier um zu gewinnen, es kommt aber darauf an, ob man es um jeden Preis will, oder auf die richtige Art und Weise. Das bezieht sich offenbar auf Charlie, der definitiv im Haus sei um zu gewinnen.

Bleibt also festzuhalten, niemand, abgesehen von Charlie (wegen seiner kranken Mutter) hat sich defintiv dazu geäußert, ob er das Geld gewinnen will. Siavash will es sogar spenden. Gewinnen will auch niemand so richtig, Lisa und David scheinbar überhaupt nicht. Siavash möchte auf die richtige Art gewinnen und Charlie für seine Mutter (?). Tatsächlich gilt nach Marcus Auszug vermutlich Sophie als heißeste Kandidatin auf den Sieg, im doppelten Sinne 😉 Rodrigo, Charlie und Siavash haben ebenfalls Chancen. Und David und Lisa dürften außen vor sein.

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Tag 85 im britischen Big Brother Haus und 12. Evcition. Die britischen TV-Zuschauer haben entschieden: Marcus muss das Haus verlassen. Außerdem: Big Brother gibt den Hausbewohner die Möglichkeit Preisgeld zurückzugewinnen. Siavash ist der Meinung, alle sollten ihr Preisgeld spenden. Und es wird „Wahrheit oder Tat“ gespielt.  (Bilder (c) endemol/Channel 4)

Die Erstellung der wöchentlichen Shopping-Liste, mehr noch der dabei immer aufkommende Streit, ist eine der vielen Traditionen im Big Brother Haus. So auch diesmal am 85. Tag im Haus. Marcus spielt sich Lisas und Sophies Meinung nach wohl etwas zu sehr auf bei der Budgetplanung (Bild 1). So oder so, es ist die letzte Shopping-Liste, die die Hausbewohner dieses Jahr erstellen. Nur noch eine Woche liegt vor ihnen.

Nachdem einige Hausbewohner vorgestern aus dem Haus ausgebrochen und durch die Produtkionsanlagen gerannt sind, setzte Big Brother das Preisgeld auf Null. Siavash erhält nun eine Aufgabe um 10.000 Pfund zurückzugewinnen: Er muss alle seine Kleidung und Besitz abgeben und erhält statt dessen ein Outfit von Big Brother, dass er bis zu seinem Auszug tragen muss. Dieses Outfit erhält er dann kurze Zeit später. Es sieht aus, wie eine Art Ringeroutfit (2) mit einem kleinen Zusatz: Highheels (3).

Für Siavash ist die Aufgabe auch eine gute Möglichkeit seine Mitbewohner hochzunehmen. Als er seine Sachen abgibt, tut er so als würde er das Haus verlassen. Er sagt, er möchte nicht, dass Marcus geht. Der Gag klappt wunderbar (4), die Hausbewohner sind irritiert und geschockt. Gleichzeitig bringt er die Idee auf, dass Preisgeld einem wohltätigen Zweck zu spenden. Genauer: seine 10.000, die er jetzt zurückerspielt sollen gespendet werden und alle anderen sollten das auch so machen. „Netter Versuch“ denkt Marcus, niemand sollte Siavash vertrauen. Tut es Siavash nur, um im Haus zu bleiben? Charlie hat allerdings noch mehr zu bieten: Alles Geld was er mit Big Brother verdient, ist für seine kranke Mutter gedacht.

Danach diskutieren einige Hausbewohner, was sie machen würden, wenn Big Brother ihnen Geld bieten würde, damit sie das Haus verlassen (5). Natürlich sind sich alle einige, dass sie das Geld nicht nehmen würden. „I’m not selling myself“, sagt Rodrigo.

Und Marcus macht schonmal deutlich, dass er nichts tun wird, um weitere 10.000 Pfund zurückzugewinnen (6). Kurz darauf wird er in den Diary Room gerufen. Big Brothers Angebot: 10.000 Pfund, wenn er sich von einem seinen Mitbewohner den Haarschopf abschneiden lässt. Sein Kommentar: „Fuck off“. Höchstens für 1 Million und einen deutschen Sportwagen. Big Brother erhöht das Angebot bis auf 15.000 Pfund, die anderen Hausbewohner schauen zu (7) und lachen sich über seine Beschimpfungen kaputt. Er lässt sich, wie angekündigt, nicht überreden.

Doch die nächste Aufgabe wartet schon, diesmal für alle: Für 1.500 weiter Pfund ebenso viele Bahnen im Pool bis Mitternacht schwimmen. 1.500 sind den Hausbewohner allerdings zu wenig. Keiner möchte es tun. Damit steht das Preisgeld jetzt bei 20 Pfund. Den 20er hatte es quasi als Gag von Big Brother gegeben.

Am Abend spielen die Hausbewohner „Wahrheit oder Tat“, was unter anderem dazu führt, dass sich Charlie und Rodrigo küssen müssen (8). Siavash muss sich die Zähne mit Chilli putzen (9). Charlie entscheidet sich später dann für Wahrheit und soll die Frage beantworten mit welchen Hausbewohner im Haus er, wenn er müsste, Sex haben würde. Da auch Ex-Bewohner gelten entscheidet sich er für Isaac und Saffia.

Wie auch immer, eine andere Wahrheit steht auch noch an: Die 12. Eviction (10)! Und die britischen TV-Zuschauer haben entschieden: Marcus (11) muss das Big Brother Haus verlassen, Siavash bleibt (12). Dieses Ergebnis brachte auch das Voting hier auf dem Blog (13). Es heißt also Abschied nehmen (14) für Marcus und raus aus dem Haus (15).

Marcus ist dann auch der erste Hausbewohner der nicht brav den Anweisungen von Davina folgt, sondern lieber Fans begrüßt statt sich von der Presse fotografieren zu lassen (16). Das Pferdchen auf dem Außenseiterplatz hat also das Rennen um den Gewinn von Big Brother 10 verlassen. Sechs verbleibende können noch darauf hoffen.

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