You are currently browsing the tag archive for the ‘American Idol’ tag.

[picapp src=“c/a/b/a/ExclusiveAmerican_Idol_runnerup_8eab.JPG?adImageId=5096807&imageId=4899848″ width=“380″ height=“570″ /]

Der Zweitplatzierte der US-Castingsshow American Idol, Adam Lambert (im Bild beim Scherzen mit einem Newscom-Fotografen), kokettiert weiterhin mit den Gerüchten um seine wahre sexuelle Identität. Dem Boulevard-Magazin People.com sagte Adam Lambert: „Bleibt ruhig und spekuliert weiter.“ Vielleicht so räumt er ein, wird er die direkte Frage danach mal beantworten. Vielleicht. In Amerika auf jeden Fall ein großes Thema.

Adam Lambert sieht sich allerdings in erster Linie als Vorbild und Vorbilder gäbe es eben in ganz verschiedenen Versionen, so auch mit Augen Make-up, Nagellack oder engen Hosen. „Es ist ein richtig coole Sache, den Leuten zeigen zu können, das man zu sich selbst stehen und darauf stolz sein kann“, so Lambert. „Dafür muss man sich nicht entschuldigen“.

Weil Lambert selbst niemals ein Vorbild wie sich selbst hatte, fühle es sich umso besser an, jetzt eines für Kinder und Jugendliche sein zu können. „Sich anpassen ist nicht cool“, erzählt Lambert, „In Wirklichkeit ist es cool, dazu stehen, wer du bist und das du anders bist“. Und weiter: „Die Kids da draußen, die anders sind, die expressiv sind und mutig dazu stehen, das sind die Leute, die zu denen werden, mit denen wir allen befreundet sein wollen, das sind die die berühmt werden oder erfolgreich in dem was sie tun, denn sie glauben wirklich an das, was sie tun.“

Adam Lambert wirkt mit solchen Worten als direkter Gegenentwurf zum eigentlichen American Idol-Gewinner Kris Allen, den man als „Mann ohne Eigenschaften“ charakterisieren könnte. Ein bisschen sieht Lambert ja auch aus, wie Tokyo Hotel in erwachsen. Und die, insbesondere Bill, hatten ja bekanntlich mit dem extrovertiertem Geschlechtslos sein ziemlich viel Erfolg. Das wird bei Lambert vermutlich nicht anders sein.

Advertisements

Zur Verblüffung vieler Experten (und auch meiner) hat der Schwiegersohntyp Kris Allen die achte Staffel von American Idol gewonnen. Mit den Songs „Ain’t No Sunshine“ (Allens Lieblingslied), „What’s Going On“ von Marvin Gaye (Wahl des Pop Idol Erfinders Simon Fuller) und der Gewinnersingle „No Boundaries“ ersang sich Kris Allen den Titel des amerikanischen Superstars. Der eigentlich favorisierte Adam Lambert hatte mit „Mad World“ von Tears for Fears und „A Change is Gonna Come“ (Sam Cooke) sowie seiner Performance der Gewinnersingle dagegen keine Chance.

Dan Abramson von der Huffington Post sieht im Sieg von Kris Allen einen Sieg der Mittelmäßigkeit. Kris Allen sei der Typ ohne Persönlichkeit und mit einer durchschnittlichen Stimme.

Adam Lambert hatte da schon mehr polarisiert. Ähnlich wie beim deutschen Superstar-Gewinner Daniel Schuhmacher gab es Spekulationen um seine Sexualität. Schwul oder nicht schwul, das war hier die Frage, deren Beantwortung Lambert vermied. „Kris hat gewonnen, weil er ein großartiger Künstler ist, ich bin froh Zweiter zu sein“, sagte Adam Lambert einem Bericht von reuters zufolge. „Für mich geht es weniger darum, was heute Nacht passiert ist, es geht um Morgen, es geht darum, was danach kommt“.

Kris Allen wiederum hat ebenfalls versöhnliche Worte für den Zweitplatzierten Lambert übrig: „Er wird vermutlich erfolgreicher als ich, macht euch um den mal keine Sorgen“, erzählte Kris Allen MTV. „Der wird ein Megastar“.

Ganz so überraschend war der Sieg von Kris Allen letzten Endes dann doch nicht. American Idol wird mehr noch als DSDS inzwischen sehr stark auf von älteren Zuschauern gesehen. Kein Wunder das der ausgeflippte Adam Lambert gegen den unkantigen Kris Allen keine Chance hatte.

Sangen sich ins American Idol-Finale: Adam Labert und Kris Allen

Sangen sich ins American Idol-Finale: Adam Labert und Kris Allen (c) Fox, americanidol.com

Das Finale von Deutschland sucht den Superstar (DSDS; Mein Fazit) ist gerade vorbei, jetzt entscheidet auch Amerika über seinen nächsten Superstar. Soviel ist klar: Es wird auf jeden Fall ein Mann werden. Entweder der 27jährige Adam Lambert aus Los Angeles oder der 23jährige Kris Allen aus Conway (Arkansas).

Update: Kris Allen gewinnt American Idol

24,7 Millionen Amerikaner schauten am Mittwoch zu, als sich die Finalpaarung entschied. Der 29jährige Danny Gokey schied aus und überlies das Finale damit den anderen beiden männlichen Bewerbern um die Zuschauergunst. Gokey, dessen Frau vor seiner Bewerbung bei American Idol verstarb, möchte in ihrem Sinne weiterhin Musik machen und damit auch Geld für wohltätige Zwecke sammeln. Außerdem fände er eine eigene Brillenkollektion nicht schlecht. (reuters)

Adam Lambert sang sich mit „One“ von U2 und „Cryin“ von Aerosmith ins Finale, Kris Allen sang „Apologize“ von One Republic und „Heartless“ von Kanye Weste. Ich selber habe American Idol kaum verfolgt, aber auf den ersten Blick würde ich sagen, dass Adam Lambert eher aussieht wie ein Superstar. Zudem sind mir noch die überaus positiven Jury-Kommentare über ihn in Erinnerung. Das zweiteilige American Idol-Finale findet am 19. und 20. Mai statt.

Zunächst sah alles danach aus, als würde DSDS so langweilig werden, wie ich vermutet hatte. Nach dem großartigen X Factor-Finale in Großbritannien im vergangenen Dezember lag die Messlatte auch ziemlich hoch. Die Castings glänzten diesmal dadurch noch mehr „over the top“ zu sein, als wir das bisher kannten. Im Artikel über die „Geräuscheexplosion“ beim FAZ Fernsehblog hat Peer Schader die seltsame comichafte Inszenierung der Castings treffend beschrieben.

Doch während drüben in Amerika Pop Idol trotz tollem neuen Jurymitglied Kara DioGuardi (neben Randy Jackson, Simon Cowell und Paula Abdul; steht hier weil das öfter mal gesucht wird) immer und immer langweiliger wird, schafft es DSDS mit einer kleinen, aber interessanten Änderung für Spannung zu sorgen. Die Phase zwischen Castings und Mottoshows wurde verändert: Der sogenannte „neue Recall“ ist jetzt eine Art Doku-Soap, die ein wenig an das Konzept von „Germany’s Next Top Model“ erinnert. Im Recall in Teneriffa sollen, so will es die Produktion, sollen die Doku-Elemente des Formats gestärkt werden. So dürfen die Zuschauer den Kandidaten nun, geht man nach den Teasern, zuschauen, wie sie sich verlieben oder kopfüber an einem Seil hängend singen (bei Top Modell musste eine Hauswand ähnlich sinnfrei im 90-Grad-Winkel herabgegangen werden).

The Curious Case of Holger G.

Der erste große (vermeintliche) Gewinner und Zuschauerliebling dieser Neuausrichtung ist Holger G., ein Verwaltungsangestellter aus Würzburg (Clipfish-Video), der sich schwer artikulieren kann und verkrampft wirkt, aber einmal am Keyboard sitzend plötzlich zur rockenden Rampensau wird. Dieter Bohlen zufolge liegt er musikalisch irgendwo zwischen Paul McCartney und Ringo Starr, ergänzt um die Erscheinung von Forrest Gump.

Tatsächlich ist der gönnerhaft behandelte (im Sinne engl. patronize) Simplicissimus spätestens seit Paul Potts Siegeszug ein neuer Phänotyp der Casting-Maschine. So fragte Bild.de auch folgerichtig: Ist Keyboard-Holger der neue Paul Potts? Die Frage ist nicht abwegig , abgesehen mal vom gesanglichen Talent. Während American Idol auf der Tränendrüsenschiene noch auf Kandidaten mit einem irgendwie schlimmen Schicksal setzt, was auch bei Paul Potts neben seiner Erscheinung ein Thema war, ist es in der Logik des DSDS-Formats nur folgerichtig, dass nach dem Erfolg (72 Prozent beim Televoting) von Michael Hirte bei der zweiten Staffel des Supertalents, jetzt auch Holger G. seinen Auftritt bekomment.

Denn irgendwie mögen wir sie ja auch, die Freaks und Ver-Rückten bei DSDS, sie bekommen inzwischen ihre eigenen Live-Auftritte in den Mottoshows und jeder kennt sie. Aber einer wie Michael Hirte oder Holger G, die sind gar keine Freaks, über die will man nicht lachen, die will, ja muss man einfach mögen, weil sie ein bisschen komisch sind, weil sie einem vielleicht leid tun, aber weil sie auch was können. Diese seltsame Mischung aus Mitleid, Verwunderung und Gönnerhaftigkeit, dass ist dann aber auch wieder das zynische an den Reaktionen, die der zum Star gemachte Simple erzeugt. Bei Paul Potts stört das wenig, bei Michael Hirte war es an der Grenze, bei Holger G. ist es schon fast ein Stück drüber hinweg. Und es ist so typisch deutsches Fernsehen. Einerseits werden bei DSDS Menschen vorgeführt (Peer Schader schreibt: „Aber das eigentlich Herabwürdigende an „DSDS“ ist, dass die Sendung durch die Nachbearbeitung der Castingszenen aus echten Menschen, die offensichtlich nicht wissen, dass sie nicht singen können, Comicfiguren macht, und die sich dagegen nicht mehr wehren können.“). Auf der anderen Seite gibt es dann das andere Extrem, wie oben beschrieben. Geichzeitig wird hier auch eine gefährliche Unterscheidung in „würdige“ und „unwürdige“ Kandidaten unter den „einfachen Leuten“ gemacht. Die einen werden der Lächerlichkeit preisgegeben, die anderen gönnerhaft behandelt. Ich dachte immer, jeder hätte den gleichen Respekt verdient.

Die eigentlich gute Idee, die auch eine ganz menschliche Botschaft sein könnte, die hinter der Geschichte von Holger steht, sie mag nicht so richtig gelingen bei DSDS. Zu sehr hängt dem Format das sorgsam auf- und ausgebaute „Trash-Image“ an. Die neue Doku-Soap-Ausrichtung versöhnt etwas mit den Sünden der Vergangenheit. Während man aber bei anderen Formaten wie „Britain’s Got Talent“ bei jeder noch so kalkulierten Emotion allerdings gerne vergisst, dass es sich hier um eine Produktion mit ganz klaren ökonomischen Profitabsichten handelt (die zu diesem Zwecke menschliche Emotion ausbeutet), so ist das bei DSDS immer präsent.

Twittern geht immer

Social Web

Enter your email address to subscribe to this blog and receive notifications of new posts by email.

Schließe dich 7 Followern an

Knopfleiste

Statistik

  • 717,503 Seitenaufrufe seit Ende 2008