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„Did we mention that Sony Music, FremantleMedia North America and Fox announced today that The X Factor prize will be a record-breaking $5 million record deal – the largest guaranteed prize in television history…“

USA Today

Ich konnte es kaum erwarten heute die neuesten Neuigkeiten über X Factor USA zu erfahren. Sogar mein Blog, in letzter Zeit wegen Job (und World of Warcraft) vernachlässigt, muss ich deswegen jetzt mal aktualisieren. Beim Superbowl gabs die ersten Adds, heute die ersten offiziellen Infos. Mit dem Haussender des extrem erfolgreichen Casting Formats aus England (fast jeder dritte Brite schaut es, DSDS nur jeder zehnte Deutsche) ITV liegt Cowell derzeit im Clinch: ursprünglich wollte er die britische Show für ein Jahr ganz absagen, nun will er nicht in die Jury. Da das Format internationale Aufmerksamkeit auf sich zieht, eine clevere Idee, wenn es nur eine englisch-sprachige Version aus den beiden Popkultur-Nationen gäbe.

Nicht kleckern sondern klotzen, seit jeher das Erfolgsrezept der auf episch getrimmten Show, bleibt auch in der US-Variante Leitidee. Simon Cowell dürfte X Factor an Oprah vorbei zum erfolgreichsten TV-Unternehmer der Welt katapultieren. Und Cheryl Cole, die wohl auch in Amerika neben ihm in der Jury Platz nimmt, wird vielleicht die neue Queen of Pop. Ich bin gespannt, ob es die Show schafft ein weltweites gemeinsames TV Erlebnis der Fans von TV-Enterntainment und Musik zu schaffen. Der an veralteten Casting-Formaten (insbesondere die Pop Idol Lizenz) laborierende Casting-Show-Markt könnte einen bereinigenden Effekt von X Factor gebrauchen.

Alles über The X Factor

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Vielleicht lieben sie die Briten so, weil sie mitunter wie eine junge Diana Spencer erscheint, wenn sie zurückhaltend, fast schüchtern, aber doch voller Ausstrahlung die Bühne betritt. Rebecca Ferguson, von der nun schon seit einigen Wochen hier die Rede ist, erscheint weiterhin als der große Star dieser X Factor Saison. Nachdem in der vergangenen Woche Treyc Cohen mehr oder weniger überraschend aus dem Wettbewerb schied, kann ihr auf Seiten der weiblichen Teilnehmer bereits keine Zweite gesanglich mehr das Wasser reichen. Einzig Matt Cardle, der mit seiner Interpretation von „Baby One More Time“ einen beeindruckenden und den bislang besten Auftritt aller Kandidaten hinlegte, spielt musikalisch in ihrer Liga. In dieser Woche schien Fergusons Stern (oder Kerze) allerdings deutlich heller als der von Cardle. Mit „Candle In The Wind“ – die Liveshow stand unter dem Thema „Elton John“ – machten die Produzenten sie wohl endgültig zum Liebling der Briten.

Entschieden ist freilich noch gar nichts. Gute Chancen auf einen Sieg haben neben weiterhin auch One Direction, die inzwischen eine stimmige klassische Boyband sind. Die fünf Jungs profitieren vor allem auch davon, dass Louis Walsh in diesem Jahr nicht Mentor der Gruppen geworden war. Simon Cowell verlor zwar früh drei seiner Acts, doch gelang es ihm, der ansonsten zunhemend, und vermutlich absichtlich, hinter einer gereiften Cheryl Cole zurücktritt, aus den fünf jungen Briten einen funktionierenden Act zu machen.

Nachdem sie in den vergangenen Wochen mehr und mehr wie ein „One trick pony“ wirkte und auch gesanglich immer mal wieder schleuderte, war an diesem Samstag auch Cher Lloyd, die ganz große Entdeckung dieser Staffel, wieder da. Das zu früh und zu heftig gelobte Talent sieht zwar immer mehr wie eine kleine Cheryl Cole aus, doch zeigte sie sich bei ihrer Performance von „Sorry Seems To Be“ konzentriert und gesanglich deutlich ansprechender als noch in den letzten Wochen. Schön auch, dass der Song ihr Gelegenheit gab etwas mehr hinter der eigentlich zu bewertenden musikalischen Leistung zurückzutreten. So wirkte sie auch im anschließenden Interview mit Moderator Dermot O’Leary endlich wieder gelassener und entspannter.

Möglich scheint zu sein, dass es die X Factor Macher in diesem Jahr schaffen mit diesen drei Acts über die Grenzen Großbrittaniens hinaus für musikalisches Aufsehen im der Popbranche zu sorgen. Während vor allem mit One Direction und Cher Lloyd der kommerzielle Erfolg winken könnte bleibt zu hoffen das neben dem auch der eigentliche musikalische Wert Rebecca Fergusons nicht verloren geht. Denn ähnlich wie bei Norma Jean drohte dadurch die vorzeitige Verlöschung eines neuen Sterns am Pophimmel.

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Montag 18.10.2010: Was einen ordentlichen Liveshow-Moderator ausmacht kann man sich derzeit im britischen Fernsehen anschauen. Wie Davina McCall, die an dieser Stelle auf dem Blog ganze vier Monate verbringen durfte (unverschuldet, es lag an mir), stammt auch Dermot O’Leary aus den frühen Big Brother Jahren, stieg später dann zu X Factor auf. 2009 moderierte er den letzten Live-Auftritt Michael Jacksons in London an. Nicht zu unrecht, O’Leary darf man getrost zu den führenden Moderatoren weltweit rechnen. Sein eigentliches Talent zeigte O’Leary der auch Radiomoderator ist 2008 bei Celebrity Hijack, einer unter Fans hochgeschätzten einmaligen Sonderstaffel des britischen Big Brother. Hier durfte er weitaus frecher, respektloser und zackiger agieren als bei X Factor. Doch auch in Europas erfolgreichster Casting-Show macht O’Leary jede Woche eine hervorragende Figur. Mit dem zügigen Tempo der Show hält er locker mit; Irritationen, seltsame Momente und Unsicherheiten der Kandidaten, wie sie in solchen Liveshows immer wieder vorkommen, bewältigt er souverän. In emotionalen Situationen beweist er Haltung ohne Härte, wahrt immer das richtige Maß zwischen Distanz und Mitgefühl.

tvundso.com „Standbild“ zeigt in lockerer Folge Schnappschüsse und andere Fotos zum aktuellen Geschehen rund um den TV-Globus.

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Rebecca Ferguson – eine Name, den man sich merken müssen wird. Wie ich bereits in einem anderem Artikel zum britischen X Factor schrieb: Die 24jährige Mutter aus Liverpool hat vermutlich alles, was ein Star braucht, außer Allüren und Selbstbewusstsein. Im Moment ist das noch ein Vorteil, wer bei X Factor unter dem Reflex-Radar der Boulevardmedien fliegt und gleichzeitig gesanglich überzeugt, läuft selten Gefahr sich zu früh zu verbrauchen oder das Publikum zu verschrecken – und kann am Ende plötzlich als Sieger dastehen. So wie Alexandra Burke 2008.

Zumindest gesanglich Konkurrenz bekommt Rebecca Ferguson nun allerdings in der eigenen Kategorie – von Nachzüglerin Treyc Cohen, die nun zwei Wochen in Folge mit einer herausragenden Performance überzeugte. Gute Chance darauf beim diesjährigen X Factor weit zu kommen hat auch die 51jährige Tesco-Verkäuferin Mary Byrne, die bislang eher klassische Frauensongs singen muss, aber tatsächlich eine Popvariante von Susan Boyle sein könnte. Das britische Publikum jedenfalls liebt sie.

Für mich überraschend, aber von den Machern wohl kalkuliert entpuppt sich die Boyband „One Direction“ als überaus gelungenes Projekt. Tatsächlich habe ich bei X Factor selten eine Gruppe gesehen, die derart stimmig war. Das „One Direction“ unbedingt ein X Factor Gewinner sein müssen, darf zwar bezweifelt werden, die Prepaid-Handys des jungen weiblichen Publikums sind allerdings eine gewaltige Waffe.

Ein frühzeitiges Ausscheiden hingegen prophezeie ich weiterhin Cher Lloyd, die stimmlich, außer wenn sie rappt, schwach ist und bereits in der zweite Woche ausgereizt wirkt. Vor ihr muss sich Rebecca Ferguson jedenfalls nicht fürchten. Ein weiblicher Gewinner des musikalischen Formats von Ferguson würde sowohl dem britischen X Factor als auch dem Casting-Show Business allgemein gut zu Gesicht stehen.

Die gestrige, erste X Factor Liveshow dieses Jahres, sie war anders als wir sie noch aus den vergangenen Jahren kennen. Jedward waren erst der Anfang schrieb ich zu Beginn dieser Staffel, und ich hatte Recht. Das britische X Factor es schien zeitweise, als wäre RTL Unterhaltungschef Tom Sänger dafür verantwortlich gewesen, bunt, skurril, voller Diversity und verrückter Acts. Statt 12 waren diesmal 16 Kadidaten angetreten, vier hatten die Macher noch einmal zurüclgeholt, darunter die talentierte Treyc Cohen und den symphatischen Paije Richardson, der irgendwie an die Cosby Show erinnert – aber auch zwei Acts, die es eigentlich nichtmal bei Britain’s Got Talent so weit schaffen dürften: ein nerviges Tuntenduo und bezeichnender Weise jemandem mit einem deutschen Namen: Wagner, eine Art Karaokesänger. Doch auf der anderen Seite wartet X Factor in diesem Jahr mit einigen der beeindruckensten Kandidaten, die wir seit langem gesehen haben.

Aiden Grimshaw in der Kategorie Boys gehört sicherlich schon jetzt zu den heißesten Tipps für einen Finalplatz. Nicht nur scheint er alle positiven Eigenschaften der letztjährigen Finalisten Joe McElderry und Olly Murs zu vereinigen, er wirkt in all seiner fast schon klischeehaften Altmodischkeit seltsamerweise auch irgendwie sehr aktuell. Stimme und Ausstrahlung sind die eines Popstars. Der wird uns noch viel Freude bereiten und britischen Mädchen schlaflose Nächte.

Eine ziemliche Überraschung war der Auftritt der 50jährigen Supermarkt-Verkäuferin Mary Byrne, die auf mich wirkt wie eine Susan Boyle 2.0. Sie sieht besser aus, sie ist selbstbewusster und kann besser singen. Vom Publikum bekam sie jedenfalls begeisterten Applaus. Von all den „Misfits“ ist sie zudem auch die einzige, die dann doch in dieser Rolle in die Show passt, musikalisch sich nicht hinter den Favoriten verstecken braucht.

Supergespannt gewartet hatte ich natürlich auf Cher Lloyd, von der ich am liebsten schon jetzt eine Platte kaufen würde. Nach ihrer Schwäche im Judges House meldete sich der kommende Popstar mit einer von Mentorin Cheryl Cole gut ausgesuchten Nummer zurück. Ich mag auch die connection die zwischen beiden seit der Audition besteht und offensichtlich weiter forciert wird. Aber auch bei diesem ersten Auftritt waren, wie einst bei Diana Vickers, die gesanglichen Schwächen von Lloyd zu hören. Ihre Stimme reicht zum Popstar, aber vermutlich nicht um ausreichend Stimmen bei X Factor zu sammeln, nach aufregenden Performances werden wir uns im letzten Drittel der Show von ihr verabschiden müssen, denke ich – bis zur ersten Platte.

Auf Nummer sicher ging meine persönliche Favoritin auf den Gewinn dieser Staffel, Rebecca Ferguson, die neben den 15 anderen Acts wenig im Gedächtnis blieb, aber wieder einmal bewies, wieviel Potenzial in ihr steckt. Vermutlich wird die zurückhaltende Sängerin auch eine Weile unter dem Radar durchfliegen, um letztlich ähnlich wie Alexandra Burke 2008 ganz weit oben aufzutauchen. Anders als Kandidaten wie Cher Lloyd, Storm Lee oder Katie Waissel ist sie noch nicht auf irgendein Image festgelegt. Sie ist erstmal nur eine herausragende Sängerin. Dazu ist es auch noch zu früh.

Apropos Katie Waissel: sie war sicherlich, aber irgendwie auch erwartungsgemäß die größte Enttäuschung des Abends. Es ist traurig, dass deutlich bessere weibliche Kandidaten wegen ihr nicht in die Liveshows kamen. Waissel ist zwar ein überaus interessanter Charakter und hat hier auch ein irres Outfit verpasst bekommen, aber mit einer solchen Leistung wird es ganz schwer werden.

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Schwerer hat es auch, allerdings zu unrecht, Storm Lee. Simon Cowell mag ihn nicht, und Mentor Louis Walsh machte aus dem Schotten igrndeine Art Rockoper-Queen, um die herum sich die X Factor Bühnenbildner und Choreografen ein weiteres mal austoben durften. Irgendwie schienen die ohnehin auf Speed gewesen zu sein. In jedem Fall: so eine riesige Spielwiese für Kreativität, wie sie X Factor an diesem Wochenende bot, muss man auch im Fernsehen erstmal finden. Geschwindigkeit war übrigens auch das Motiv dieser ersten Show aus Misfits und Popstars. Nur die wie immer langweiligen Jurystatements unterbrachen den pace der Show, die wieder einmal ein Stück schneller geworden ist.

X Factor spielt also weiter oben mit, erfindet sich neu, bleibt beim Alten. Die nächsten Monate dürfte es schwer werden in den britischen Medien um den wichtigsten Musikwettbewerb der Welt herumzukommen. Der Höhepunkt ist noch lange nicht erreicht.

Die puppenhafte, selbst noch so kindlich wirkende Gattin des Minsiters, der Gesetze lieber Kanzleien machen lässt, die nebenbei für die arbeiten, die von den Gesetzen betroffen sind, moderiert seit heute eine unterhaltsame, voyeuristische und überaus spannende Kinderschänderjagd auf Deutschlands erster Adresse für seriöse gesellschaftspolitische Anliegen: RTL II.

Wie ihr seht, ist der eigentlich Skandal nicht das Format, dass ich in Ordnung finde, trägt es doch zur Aufklärung und damit Selbstverantwortung (der Eltern) und Abschreckung der Täter bei, sondern das jemand wie Stephanie zu Guttenberg daran teilnimmt. Um genauer zu sein, dass jemand, der eine Rolle (Ministergattin), wie sie inne hat, daran teilnimmt. Einerseits nämlich, weil das Format des Senders in allererster Linie profitorientiert ist, aber auch wegen der politischen Einflußnahme die dadurch möglich wird. Die Vermischung von (vermeintlichen) Interessen des Souveräns und privatwirtschaftlichen Interessen ist ja eine Spezialität der zu Guttenbergs.

Mehr dazu:

TV-Kritik zu „Tatort Internet“ von Stefan Niggemeier für heise online

zu Guttenberg moderiert „Tatort Internet“ bei RTL II (DWDL)

„Tatort Internet“ – Kinderschänderjagd auf RTL II (netzpolitik)

„Tatort Internet“ (RTL 2)

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Unscheinbar: Wird sie die neue Leona Lewis? X Factor Finalisten Rebecca Ferguson.

Seit gut zwei Jahren bin ich mir sicher, dass „X Factor“ das nächste große Ding ist. Was seltsam klingt, denn X Factor ist, gemessen am Anteil der Zuschauer an der Gesamtbevölkerung des Ausstrahlungslandes, bereits jetzt die erfolgreichste Unterhaltungssendung der drei wichtigsten Fernsehmärkte der Welt (USA, UK, Deutschland). Etwa jeder dritte Brite wird die wichtigeren Liveshows sehen, die Quoten der bisherigen Ausgaben der aktuell 7ten Staffel sind erneut gestiegen (Ratings 2009, 2010).

Die Produzenten der britischen Show haben in diesem Jahr sehr viel richtig gemacht. Bereits abzusehen war, dass die Rolle von Jurorin Cheryl Cole, die zwischenzeitlich wegen eines Zusammenbruchs fehlte, weiter gestärkt wird. Nun bin ich nicht unbedingt jemand, der von Natur aus ein Fan von Cheryl Cole sein würde. Irgendwie schwingt immernoch ein bisschen „little Miss Showbiz“ mit, wenn ich Cheryl Cole sehe, doch damit hat die Sängerin nichts zu tun. Cole ist hochprofessionell, diszipliniert, ergeizig und längst Puppenspielerin statt Marionette. Und was für eine.

Eine besondere Stärke von Coles  TV-Auftritten ist es, dass man weder sagen kann, ihre menschlichen Regungen seien sonderlich authentisch, noch, sie wären in irgendeiner Weise künstlich oder gespielt. Ihre Mischung aus genau der richtigen Dosis Emotionalität und Beherrschung, die so wunderbar gleichzeitig alles Künstliche und Reale an dieser bunten TV Welt, diesem Geschäft zu spiegeln scheint, ringt Bewunderung ab. Schon jetzt ist Cole wichtiger für das britische X Factor geworden als dessen Vater Simon Cowell.

Folgerichtig wurde Cole in diesem Jahr die stärkste Kategorie der Frauen übertragen, unter denen sich mindestens zwei absolute Perlen befinden: Die entzückende Rebecca Ferguson hat problemlos das Zeug zum Weltstar zu werden und Leona Lewis noch zu überflügeln. Für mich ist sie die Top-Favoritin auf den Gewinn der diesjährigen Staffel. Musikalisch ist sie perfekt, menschlich zurückhaltend, verletzlich, emotional, wie einst Lewis.

Dass Cole als Unterstützung Weltstar will.i.am mit ins Juryhaus gebracht hatte, darf man als gutes Omen sehen. Normalerweise muss man die Aussagen der Superstars hinsichtlich des Talents der Kandidaten vermutlich eher unter Höfflichkeit verbuchen, aber hier dürfte will.i.am wahrscheinlich neidisch gewesen sein, dass diese Pferdchen nicht in seinem Stall stehen.

Die große Stärke der erst 16jährigen Cher Lloyd ist, dass sie aus dem Stand heraus zeigte, was man 2011 in Sachen Popmusik unter „current“ verstehen wird. Wahrscheinlich wird sie „X Factor“ nicht gewinnen, aber dass sie, ähnlich wie die 2008er Kandidatin Diana Vickers, eine Popkarriere hinlegen wird, kann schon jetzt als ziemlich sicher gelten.

Scheinbar haben die Produzenten auch aus der letztjährigen Blamage mit dem Sieg von Joe McElderry gelernt, der es gegen einen Internet-Mob nichtmal zur Weihnachts-Nummer-1 schaffte, und diesmal den Raum für pubertierende, weichgespühlte Schmusebarden eng gemacht. Die gesamte Minderjährigen-Fraktion wurde kurzerhand in eine Boygroup gepackt, mit der Cowell nun seinen Spaß haben darf. Von der klugen Heraufsetzung des Alterslimits profitiert die Boys-Kategorie (Mentorin Dannii Minogue), die nun mit erwachseneren Sängern aufwartet.

Besonders Aiden Grimshaw bringt eine weitere interessante musikalische Facette in den Wettbewerb. Erstmals dürfte ein Sänger gleichzeitig britischen Teenies den Schlaf rauben, und Musikfans mit seinen emotionalen und feinspürigen Interpretationen begeistern.

Für Louis Walsh schließlich, der seit Jahren zum ersten Mal nicht die Gruppen, sondern diesmal die Kategorie „Over 28“ betreut dürfte sich vor allem Storm Lee zu einer großen Freude entwickeln. Der verlebte Schotte, aber auch die 50jährige Tesco-Verkäuferin und der soulige Farbige bringen in dieser Kategorie schon fast einen Hauch Britain’s Got Talent mit seinen bunten, ausgefallen „Missfits“ zu X Factor.

X Factor ist in diesem Jahr deutlich erwachsener als noch 2009, das gegenüber der hervorragenden 2008er Staffel eher ein Rückschritt war. Die schiere Bandbreite der hervorragenden und interessanten Kandidaten, auf die ich mich jetzt schon freue, hat noch einmal zugenommen. Ich gehe davon aus, dass X Factor in Großbritannien frühestens in zwei Jahren seinen Höhepunkt erreichen wird. In Deutschland ist die erste Staffel bei VOX und RTL ebenfalls gut gestartet und musikalisch schon jetzt die beste Castingshow Deutschlands. Im Schatten von DSDS und Supertalent fehlt allerdings noch der große Rummel um die Show (zum Glück), die bisweilen ähnlich spröde wirken mag wie Raabs Eurovision Casting „Unser Star für Oslo“.

Im kommenden Jahr geht es dann in den USA weiter. Ein kritischer Punkt für das Format. Wird X Factor junge Zuschauer zurückgewinnen und American Idol überflügeln? X Factor ersetzt als Show dass, was es heutzutage nicht mehr gibt. Den Weltstar der Popmusik, die Legende, wie einst Michael Jackson, Madonna, Elvis Presley. Gut möglich, dass es im Falle eines amerikanischen Erfolgs gelingen wird, dass X Factor das vollbringt, was zuvor noch keiner Castingshow gelungen ist: einen solchen Star zu erschaffen.

Alles zu X Factor hier auf tvundso.com

X Factor UK Channel bei Youtube

Offizielle X Factor Website

Da soll nochmal einer sagen (ich zum Beispiel), das britische Original der Casting Show X Factor würde besonders durch seine herausragenden Talente glänzen. Vergleicht man die Auftritte des Startwochenende in Deutschland und UK, dann liegen die Deutschen überraschender Weise vorn. Bei den Briten gab es in erster Linie Leute zu sehen, die zwar nicht besonders gute Sänger, dafür aber in angenehmer Weise neben der Spur waren.

Beginnen wir mit der harmloseren Variante, Katie Waisal, die mit einer großartigen Persönlichkeit punktete:

Shirlena Johnson allerdings, die wir im folgenden sehen, nunja, es beginnt harmlos… aber dann… ach, seht selbst:

Hinweis: es kann passieren, dass das Einbinden der Videos unterdrückt wird, dann einfach via Klick direkt auf Youtube schauen.

Nach dem großen Erfolg von Jedward (deren Big Brother Auftritt übrigens ganz cool war) in der zurückliegenden 2009er Series muss man wohl auf alles vorbereitet sein. Auch diese Staffel wird einen irren Act haben, der zwar nicht singen kann, den man aber unbedingt wieder sehen will. Anders als bei Jedward muss ich aber hier ganz klar sagen: Insbesondere Shirlena würde ich gerne nochmal sehen.

Ich finde, angesichts solcher Szenen bekommt der Titel „X Factor“ eine ganz neue Bedeutung. Jedward waren nur der Anfang…


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Alle X Factor Videos legal und in hoher Qualität im offiziellen Youtube Channel von The X Factor UK

Hulu.com Startseite

Lange hatte es Kritik daran gegeben, dass die deutschen (Privat)-TV-Sender keine senderübergreifende Plattform anbieten, um eigene TV-Programme im Internet abrufbar zu machen. Wer Sendungen von ARD, ZDF, RTL und ProSieben anschauen will, muss von Website zu Website springen, kann keine Favoritenlisten anlegen, kein Freundesnetzwerk, nicht folgen, Kommentare sind in der Regel auch nicht möglich. Internet wie 1999.

Zumindest das mit der gemeinsamen Online-TV-Plattform soll sich jetzt ändern. Am vergangenen Freitag bestätigten die Sendergruppen von RTL und ProSiebenSat.1 Pläne für eine gemeinsame Plattform. „Die neue werbefinanzierte Onlineplattform soll allen interessierten Sendern in Deutschland und Österreich offenstehen, ausdrücklich auch den öffentlich-rechtlichen Anstalten“, schreibt die Financial Times Deutschland. Ein Gemeinschaftsunternehmen würde den Sendern die technischen Dienstleistungen zur Verfügung stellen, die Europäische Union muss dem Vorhaben noch zustimmen. Die Presse vergleicht die Pläne mit dem amerikanischen Serien- und Filmportal Hulu, einem Joint Venture von FOX (News Corp), ABC (Disney) und NBC, auch CBS könnte bald dazugehören.

Der Traum jedes TV-Fans: Serienklassiker jederzeit vollständig abrufen. Beim "deutschen Hulu" fraglich.

Die Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau weist allerdings auf einen entscheidenden Unterschied zu Hulu hin: „Die neue Gemeinschaftsplattform soll Sendungen nur sieben Tage nach der Ausstrahlung vorhalten. Wer ältere Ausgaben einer Serie sehen will, müsste immer noch auf die Portale der Sender gehen. Eine kostenpflichtige Plus-Version inklusive Langzeitarchiv, wie sie Hulu für knapp zehn Dollar im Monat bietet, sei ’nicht vorgesehen‘, sagte ein RTL-Sprecher.“ Auch bei ARD und ZDF, wo über eine Beteiligung an der deutschen Plattform noch nicht entschieden ist, solle diese die Mediatheken (auch innerhalb der ÖR muss man ja zwischen verschiedenen Seiten wechseln) nicht ersetzen, sagte Robert Amlung aus der ZDF-Intendanz der FR zufolge.

Schlicht und aufgeräumt: Videobildschirm bei Hulu.com

Das amerikanische Hulu sollten sich die Firma, welche die technische Umsetzung von Hulu angehen wird allerdings deutlich intensiver anschauen als die derzeitigen Portale der deutschen Privatsender. Die Serienepisoden bei RTLnow oder ProSieben lassen sich zwar einfach browsen, Videoportale wie Clipfish.de ähneln allerdings eher einer digitalen Bewegtbild-Müllhalde. Hulu.com hingegen wirkt aufgeräumt, modern, sieht gut aus und lässt sich einfach bedienen.

Diese Erfahrungen machen derzeit außerhalb der USA allerdings wenige. Hulu blockt fleißig Proxys und VPNs, die versuchen die IP-Sperre zu umgehen, um auch außerhalb der USA Videos bei Hulu schauen zu können. Lösungen gibt es natürlich dennoch: der niederländische Dienstleister BlackVPN bietet derzeit einen verlockenden Zugang zu seinen US-Servern für 5 Euro im Monat. Bezahlt werden kann verhältnismäßig „anonym“ via Paypal. Und wer den Ref-Code GHBBMPF bei der Anmeldung mit angibt, bekommt gleich noch zwei kostenlose Monate dazu (und ich einen weiteren).

Den Hinweis auf BlackVPN habe ich von @SaschaW bei Twitter bekommen, der auf seinem Blog Apfelfunk.de auch schon über BlackVPN berichtet hat und genau wie ich mit dem Dienst sehr zufrieden ist. Aber auch der ix, die Affenkopp Zentrale und Anke Gröner mögen den Dienst.

Ich persönlich schaue jedenfalls immer mehr Fernsehen online, meinen normalen Fernseher nutze ich eigentlich nur noch für Nachrichten, Live-Übertragungen und besondere TV-Events. Von einem deutschen Portal würde ich mir neben der Möglichkeit meine Lieblingssendungen (das sind sowieso nicht viele) bequem online schauen zu können, allerdings auch ein Archiv wünschen. Die ersten Jahre GZSZ mit Milla, Saskia, Heiko und Elke würde ich zum Beispiel gerne nochmal schauen. Das ist jetzt gut 18 Jahre her. Als GZSZ startete gabs noch nichtmal das World Wide Web. Und jetzt könnte man diese 18 Jahre darin aufheben. Wann sich dieses Potenzial wohl erschließen lässt?

Und hier gehts zu Hulu

100.000 Videoaufrufe wurden benötigt, damit die Bewohner des Big Brother Hauses einen Teil ihrer wöchentlichen Shopping-Task bestehen. 450.000 sind es zur Stunde. So viele, dass bei Channel 4 der Server zusammenbrach, wie Davina McCall in der Liveshow erzählte. „Don’t Stop Believing“ von Journey coverten also die Housemates in der Version von Glee, das ebenfalls bei Channel 4 läuft. Mehr zur Glee gibts hier bei tvundso.com. Corin und Andrew mussten dann noch in der Show am Freitag live „Time Of Life“ singen. Das ging zwar ziemlich schief, aber das Publikum störte das nicht. Die Shopping-Task wurde bestanden.

Screenshot Youtube 4k-Video mit anwählbarer Original-Auflösung

Youtube hat heute auf der VidCon 2010 Videos in der irren, vierfachen HD-Auflösung 4k angekündigt.

„Mit den Begriffen 2K und 4K werden die für die Produktion von Kinofilmen genutzten Auflösungen der Ausbelichtung der Bilder auf Filmmaterial bezeichnet und die Auflösung von digitalen Kinokameras angegeben.“ (wikipedia)

Die derzeit im Consumerbereich verwendete HD Auflösung entspricht maximal 1920 mal 1080 Bildpunkten (und einem Verhältnis von 16 zu 9 gleichgroßen Einheiten der Bildschirmseiten). Das entspricht also 2.073.600 Punkten aus denen sich das Bild zusammensetzt. Das Bild von 4k hingegen kann sich aus bis zu 12.582.912 Bildpunkten zusammensetzen, seine Auflösung ist also bis zu 4096 mal 3072 Punkten (Seitenverhältnis 4:3). Das ist so groß wie das Bild einer 12 Megapixel Digitalkamera, nur das es kein Standbild ist, sondern sich bewegt. In den entsprechenden Videos ist das Format als „Original“ anwählbar.

Nachtrag 10.07.2010: Youtube selber spricht von 4096p, was aber scheinbar irreführend ist. Der derzeitigen Terminologie nach handelt es sich um 3072p bei 4:3 bzw. zum Beispiel 2160p im 16:9 (17:9) Format (auch 4K Cinema). Darauf wurde ich von @TimmTom auf Twitter hingewiesen. Zur Terminologie gibts zum Beispiel weiterführende Diskussionen bei Digg.

Hier ein Vergleich des Größenverhältnisses zwischen einem HD Videobild mit 720p (16:9 Breitbild) und dem maximal möglichen 4096p bzw. 2160p (ebenfalls als Breitbild mit dann 4096 mal 2160 Bildpunkten):

720p

4096p (laut Youtube, eigentlich 2160p)

Die Größen stimmen nicht zu 100 Prozent. Beachtet: das obere, kleinere Bild ist ein HD Bild (ins Verhätlnis gesetzt). So kriegt man mal einen Eindruck, wie groß so ein 4K Video ist.

Interessant:

„Der Speicherbedarf der Daten der Ausbelichtung schwankt zwischen 1,25 Terabyte (2k, 24 fps, 90 Minuten) bis hin zu 10 Terabyte (4K, 24 fps, 180 Minuten)“ (Wikipedia)

Hier gibts Beispielvideos.

Beachtet, dass auf Euren Bildschirmen vermutlich diese extrem hohe Auflösung gar nicht darstellbar ist (falls Euer Computer das Video überhaupt in „Original“ flüßig abspielt), denn kaum ein Monitor dürfte eine derart hohe Auflösung haben.

Hier ein Auszug aus der Mitteilung von Youtube selbst:

„Today at the VidCon 2010 conference, we announced support for videos shot in 4K (a reference resolution of 4096 x 3072), meaning that now we support original video resolution from 360p all the way up to 4096p. To give some perspective on the size of 4K, the ideal screen size for a 4K video is 25 feet; IMAX movies are projected through two 2k resolution projectors.

We always want videos on YouTube to be available in the highest quality possible, as creators intend. In December of last year, we announced support for 1080p, or full HD. At 1096 x 3072 pixels, 4K is nearly four times the size of 1080p.“ (Youtube Blog)

Tja, jetzt brauche ich nur noch ein Kino, um mir die 4k Videos anzuschauen zu können 😉

Übrigens: Es gibt Kameras, die noch viel viel viel größere Videos aufnehmen können.

Deutschland wird 1990 zum bislang letztem Mal Fußball Weltmeister.

1990 folgte die Weltmeisterschaft dem Ende der DDR – zwei solche historischen Momente sollten mir als Heranwachsendem mindestens ein Jahrzehnt das Gefühl verleihen, das alles in dieser Welt möglich ist.

Fußball enthält alle großen Themen des Lebens: Sieg, Niederlage, Aufstehen und Weiterkämpfen, Liebe und Hass, Freundschaft und Feindschaft, Beginn und Ende. Deswegen lieben wir ihn.

Als Deutschland 1990 Weltmeister wurde, stand das geeinte Deutschland am Beginn seiner, die gealterte Mannschaft am Ende ihrer Geschichte. Zwanzig Jahre später ist es genau andersherum, könnte man meinen.

In den kommenden 20 Jahren muss Deutschland es so machen wie Jogi Löw: Einfach mal was wagen.

Blogs: Spreeblick, robertbasic, fussballist, jensweinreich

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