Ich möchte mein Weblog ungern ungenutzt hier vor sich hingammeln lassen, insbesondere da meine Begeisterung für audiovisuelle Medien ungebrochen ist. Inzwischen habe ich beruflich bedingt allerdings weder Zeit noch Lust so zu bloggen, wie ich es seit 2008 hier getan habe.

Wie auch immer – als Anknüpfungspunkt hier mal ein Roundup über die Medienerlebnisse aus den letzten Monaten:

I. World of Warcraft

Im letzten Quartal des vergangenen Jahres habe ich angefangen World of Warcraft zu spielen. Schon nach kurzer Zeit war mir klar, dass man in diesem Spiel kaum normale Leute treffen, zumindest nicht, wenn man es richtig spielt. Und das wollte ich. Das Spiel lässt keine Zeit für irgendetwas anderes. Außer Musik oder Podcasts während ich langweiligere, sich ständig wiederholende gleiche Aufgaben abarbeitete, blieb praktisch keine Zeit für irgendeine andere Beschäftigung mit Medien. Weder für Nachrichten, Fernsehen oder Filme. Die Konzentration auf nur eine einzige Sache war gleichwohl eines der intensivsten und irgendwie auch befriedigensten Erlebnisse im Bereich des medialen Eskapismus. Nachdem ich es kurz nach dem Release der derzeit aktuellsten Erweiterung Cataclysm geschafft hatte, den höchsten Level 85 zu erreichen und alle Dungeons auf heroisch zu bezwingen, stand ich vor der Frage, ob ich nun in die berühmten Raids gehen wollte. Meine Gilde legte die Raids auf einen Wochentag von 19 bis etwa 23 Uhr. Wegen World of Warcraft extra länger aufzubleiben kam für mich nicht in Frage. Und ohne realisierbares Spielziel war das Abo schon bald ausgelaufen und ward nie mehr verlängert. Bis zur nächsten Erweiterung…

 

II. Videospiele

Über World of Warcraft bin ich seit Jahren wieder dazu gekommen mich überhaupt mit Spielen ansich auseinanderzusetzen. Nachdem ich zwischenzeitlich einen neuen Computer gekauft hatte, beschloss ich zunächst einmal einige PC-Hits der letzten Jahre nachzuholen. Schon nach einem Titel war damit Schluß. Halflife 2 konnte mich maximal 2 bis 3 Stunden unterhalten, dann hatte ich keine Lust mehr. Die Narration und gestalterische Leistung im Medium Computerspiel ist mir insbesondere vor dem Hintergrund, dass sie ernst genommen wird (sogar von Kulturwissenschaftlern) zu banal. Ich wechselte zu etwas kurzweiligerem: mobilen Spielkonsolen. Dem Nintendo DSi folgte ein 3DS, doch auch hier keine langfristige Begeisterung. Zwar ist das Erlebnis hier deutlich spielerischer, aber langfristig konnte es mich nicht fesseln. Gespielt habe ich: Pokemon, Streetfighter 4 3D, Pilotwings 3D und Ridge Racer 3D. Letzteres wie alle Rennspiele ein tolles Erlebnis, inbesondere zur Entspannung. Wie auch Streetfighter profitiert es enorm vom 3D-Effekt des neuen Nintendo Spielzeugs. Gadget-Fans brauchen einen 3DS, keine Frage. Mario, Zelda und Co. folgen im Laufe des Jahres.

 

III. iApp

Das das iPhone, das iPad und der iPod so erfolgreich sind, lässt sich mit vielen Argumenten gut begründen, doch verstehen tut man es erst nachdem man sich selbst ein solches Produkt benutzt hat. Ich muss dazu sagen, dass ich 2004 mein erstes Apple Produkt in Betrieb nahm, ein iBook G4. Das war ein, genaugenommen auch damaliger Sicht, technisch veralteter, überteuerter und schlecht verarbeiteter Computer, auf dem allerdings ein, insbesondere aus damaliger Sicht, geniales Betriebssystem lief. OSX. Inzwischen gibt es Windows 7, mit dem ich absolut glücklich bin. Genauso wie mit meinem iPod touch 4G. Ich benutze ihn jeden Tag und man kann wirklich alles damit machen: Die Printausgabe der Zeit lesen (via App, 4,99 für 4 Ausgaben),  was gut funktioniert, kurzweilige, kunterbunte Spiele spielen, Fernsehen schauen, HD Videos aufnehmen, twittern, Filme schauen, Radio hören und es gibt so eine riesige Auswahl zu all diesen Anwendungsmöglichkeiten, für viel Geld, für gar kein Geld oder dazwischen. Und alles lässt sich so virtuos bedienen und sieht toll aus. Grandios. Schade, dass es kaum brauchbare und meist viel zu teure journalistische Angebote gibt.