Die puppenhafte, selbst noch so kindlich wirkende Gattin des Minsiters, der Gesetze lieber Kanzleien machen lässt, die nebenbei für die arbeiten, die von den Gesetzen betroffen sind, moderiert seit heute eine unterhaltsame, voyeuristische und überaus spannende Kinderschänderjagd auf Deutschlands erster Adresse für seriöse gesellschaftspolitische Anliegen: RTL II.

Wie ihr seht, ist der eigentlich Skandal nicht das Format, dass ich in Ordnung finde, trägt es doch zur Aufklärung und damit Selbstverantwortung (der Eltern) und Abschreckung der Täter bei, sondern das jemand wie Stephanie zu Guttenberg daran teilnimmt. Um genauer zu sein, dass jemand, der eine Rolle (Ministergattin), wie sie inne hat, daran teilnimmt. Einerseits nämlich, weil das Format des Senders in allererster Linie profitorientiert ist, aber auch wegen der politischen Einflußnahme die dadurch möglich wird. Die Vermischung von (vermeintlichen) Interessen des Souveräns und privatwirtschaftlichen Interessen ist ja eine Spezialität der zu Guttenbergs.

Mehr dazu:

TV-Kritik zu „Tatort Internet“ von Stefan Niggemeier für heise online

zu Guttenberg moderiert „Tatort Internet“ bei RTL II (DWDL)

„Tatort Internet“ – Kinderschänderjagd auf RTL II (netzpolitik)

„Tatort Internet“ (RTL 2)

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