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Andre Braugher, Ray Romano und Scott Bakula spielen drei Männer gewissen Alters, die seit ihrer Jugend Freunde sind. Foto: Newsroom, via Picapp

„Men of a Certain Age“ war in der vergangenen Woche der erfolgreichste Kabel-Neustart einer Serie in diesem Jahr 2009 bei den jungen Erwachsenen. 5,4 Millionen Zuschauer sahen insgesamt zu. Ob das so bleibt, kann man durchaus bezweifeln, denn mehr als mittelmäßig war die erste Episode der Dramedy nicht.

Publikumsmagnet dürften vor allem die beiden TV Stars Ray Romano und Scott Bakula gewesen sein. Romano wurde mit „Allen lieben Raymond“ (in Deutschland derzeit noch auf Comedy Central zu sehen) berühmt. Und Scott Bakula ist natürlich sowohl bekannt aus „Zurück in die Vergangenheit“ (Quantum Leap) als auch als Captain in „Enterprise„.

Dritter im Bunde ist der hierzulande eher unbekannte Andre Braugher. Zusammen sind sie Joe, Terry und Owen, Freunde seit ihrer Jugend und jetzt in ihren späten Vierzigern und beginnenden Fünfigern. Die große Frage, der sich die drei Freunde in dieser Serie zu stellen haben ist vermutlich, ob sie denn nun eigentlich erwachsen geworden sind. Tatsächlich haben sie alle drei noch nicht geschafft das zu erreichen, was final das Erwachsensein kennzeichnet. Doch die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen.

Joe (Romano) wollte einst professioneller Golfer werden, besitzt statt dessen aber einen Unterhaltungsladen und hat sich gerade von seiner Frau getrennt. Terry (Bakula) hat eine deutlich jüngere Freundin und versucht nicht sehr erfolgreich als Schauspieler Fuß zu fassen. Owen hat als Autoverkäufer und Vater von drei Kindern das bürgerlichste Leben, arbeitet aber bei seinem Vater, der in ihm offenbar eine große Enttäuschung sieht.

Die erste Episode dreht sich dann auch schwerpunktmäßig um Owen, der während einer Joggingrunde aufgrund seiner Diabetes umkippt und zusätzlich dann noch von seinen Freunden beim Rettungsversuch verletzt wird, darauf kurzzeitig seinen Job aufgeben will, dann aber von seiner Frau motiviert wird und am Schluß noch einen schönen Moment hat als er sich gegen einen fiesen anderen Autoverkäufer durchsetzt.

Irgendwie gelingt es der Serie jedoch noch nicht so recht, Comedy und Drama zu verbinden, was daran liegen mag, dass die Serie zu viel Potenzial hat, dieses aber kaum richtig zu nutzen weiß. Das zeigt sich sehr gut in Braughers Rolle, wie TV-Kritikerin Maureen Ryan feststellt: „Braugher could supply a lot of firepower — he effortlessly nails both the comedy and the drama — but the show doesn’t quite know how to use his many gifts.“

Die Seite „A&V Club“ vergleicht „Men of a Certain Age, für mich überraschend mit dem Kinofilm „Sideways„, auf dem sich zwei mittelalter Freunde, deren Leben ebenso wenig nach Plan verlaufen ist, auf einen Roadtrip durch Kalifornien begeben:

Men of a Certain Age isn’t quite as good as Sideways, but you can see where it would get there after a while. There’s an appealing sense of lost nostalgia in every choice made on the show, from the Beach Boys infused title sequence to the way all three main characters have big dreams they’ve had to essentially give up on.“

Am Ende könnte „Men of A Certain Age“ genauso scheitern wie seine Protagonisten. In Story und Schauspielern ist ein enormes Potenzial für die Serie angelegt, vor allem für gute Geschichten. Das große Problem der Serie könnte werden, dass sie es nicht schafft, dieses annährend auszureizen.

Men of A Certain Age, TNT, seit 7. Dezember 2009

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