[picapp align=“none“ wrap=“false“ link=“term=supertalent&iid=1018635″ src=“2/6/d/2/6d.jpg?adImageId=7905202&imageId=1018635″ width=“396″ height=“594″ /]

Jetzt entscheidet nicht mehr „Dieterle“ (wie eine der Kandidatinnen sagte) darüber, wer eine Runde weiter kommt, sondern das Publikum beim Supertalent 2009.

Update 20.12.09.: Die Gewinner des Supertalent 2009 sind Yvo Antoni und Primadonna

Die 30 verbleibenden Kandidaten beim Supertalent 2009 stellen sich geteilt in 3 Gruppen mit je 10 Personen Jury und erstmals auch den Zuschauern der RTL Show. Ein Klick auf die Namen der Kandidaten führt zum Video bei Clipfish.de (dort dann 3 Teile). Wer wird es bis ins Finale schaffen? 10 Plätze gibt es für die Finalshow (drei Mal drei durch Publikumsvote in den Halbfinals und eine Jury Wildcard). 20 müssen also nach Hause. Who wins? You decide! Hier ist der Bericht der ersten Halbfinalshow:

Als erste singt heute die kleine Ashley Maria Zimmermann. Eingeleitet wird ihr Auftritt mit der rührenden und tragischen Familiengeschichte um die kranke Mutter. Zwei Geschwister hat das kleine Mädchen noch und die drücken ihr die Daumen. Ashley singt für ihre Mutter, sagt sie. Und zwar: „Der Mond ist aufgegangen“. Der Sternenstaub der eigentlich von der Decke rieseln sollte, der klemmt heute allerdings. Bruce muss Ashley direkt nochmal drücken. Auf dem We zurück zur Bühne rutscht die Kleine aus. Ooooohhhhh, macht das Publikum. Aber es ist nichts passiert. „Der Mond scheint heute Nacht ein bisschen länger nur für Dich“ sagt Sylvie. Dieter findet sie noch etwas zu jung für den Wettbewerb.

Valentin Urse, der Wurli Wurm Man, performt heute zur Musik von Michael Jackson. Wir erinnern uns: Valentin war der Mann in dem Wurmkostüm, dass aussah wie diese Spiralen, die man die Treppen runterlaufen lassen kann. Oder wie ein Alien aus einem uralten Weltraumfilm. Diesmal ist die Performance etwas aufwendiger. Zur Musik von „Thriller“ kriecht der Wurm auf die Bühne. Weiter gehts mit Smooth Criminal, bei dem sich der Wurm wie Jacko in den Schritt greift. Dann „Beat it“. Valentin zeigt alle Kunststücke, die er hat. Zur Musik passt das nicht immer perfekt, finde ich, nur am Anfang eigentlich. „Tintenfisch mit Schüttelfrost“ kommentiert Dieter Bohlen, dann kriechen er und Bruce ebenfalls ins Kostüm. Und dann auch noch Sylvie. Natürlich hat die Show in diesem Moment der Unterhaltswert eines betrunken tanzenden Opas auf einer Familienfeier.

Zirkuskind Charlin Sperlich ist die Dritte heute. Im Gegensatz zu anderen jungen Kandidaten in diesem Jahr macht die junge Sängerin nicht den Eindruck als müssten sich Medienhüter und Psychologen irgendwelche Sorgen um sie machen. Zirkus ist sie gewohnt. Und nichts anderes ist das Supertalent ja. Oder: „Das schafft sie alles über einen Hut“, wie ihre Mutter sagt. Charlin singt den Bohlen-Song „Für Dich“ (Original: Yvonne Catterfeld). Der Song ist für ihren verstorbenen Opa. „Eine extrem gute Titelauswahl, guter Musikgeschmack“, bestätigt dann auch Dieter, und: „Das war kein Auftritt, das war schon fast ne Göttererscheinung“.

Wassernixe Natalia Macauley ist dran. Sie überzeugte vor allem Dieter Bohlen mit einer nassen Halbkugelshow in den Castings. Dieter sprang dann kuzerhand mit ins Wasser. Im Einspieler erzählt Natalie davon, wie sie ihren verloren geglaubten Vater wieder gefunden hat. Die Jury hat sich vor dem Auftritt schonmal in Regenmäntel gehüllt. Außer Sylivie, die ist so heiß, da verdampft das Wasser, sagt Hartwig. Zur treibenden Musik von Evanescence (Wake Me Up Inside) taucht Natalia in ihre mit Schwarzlicht beleuchtete Wasserkugel. Das ganze wirkt irgendwie „radioaktiv“, wie Kühlflüssigkeit aus Homer Simpsons Atomkraftwerk. Aber besser radioaktiv als fernsehmüde, sagt man ja. Völlig wach sind jetzt auf jeden Fall die Männer unter den Zuschauern. Natalia ist von begeisterten Publikum selbst ganz begeistert. „Die geilste Suppe mit Fleischeinlage auf diesem Planeten“, stellt Dieter fest.

Hip Hopper Joel Gläffke hat inzwischen offensichtlich reichlich weibliche Fans gewonnen. Das Publikum jubelt, allerdings auf Aufforderung von Hartwig, bereits vor dessen Auftritt. Joel möchte ja vor allem auch seine Familie finanziell unterstützen. Das konnte er inzwischen offensichtlich bereits. In Nenas neuestem Musikvideo wurde er als Tänzer engagiert. Wegen seiner Persönlichkeit, wie Nena sagt. Sein Auftritt im silberweißem Anzug zu einem gelungenen musikalischen Mischung von Jacko, Timbaland, Madonna und verwandten tanzbaren Klängen ist wirklich sehr gelungen. was mir auffällt man könnte ihn so auch in England, Amerika und eigentlich jedem Land auf die Bühne stellen. Nach dem Auftritt gibts ein Küsschen von Slyvie, denn Joel trägt unter dem Anzug ihren Namen auf einem Trikot (neben den unvermeidlichen Werbung über die sich ein Internetwettbüro jetzt freuen kann). Für Dieter allerdings ist der Knoten nicht geplatzt. bruce fordert das Publikum zum Voten auf.

Yvo Antoni und seine Hündin Primadonna sind die nächsten, die die Aufmerksamkeit der Zuschauer ein paar Minuten für sich haben. Im Einspieler wird dem Hund per Untertitel sprechen beigebracht. Was für Ideen die bei RTL haben… . Es ist zwar nicht übel, was dieser Hund so kann, aber im Vergleich zu Gin aus der zweiten Staffel von Britain’s Got Talent, ist es – wie ich schon sagte – nicht so beeindruckend. Der Jury allerdings hat der Auftritt sehr gut gefallen.

Davy Kaufmann, der Sohn von Schauspieler Günter Kaufmann, steht jetzt auf dem Programm. Anders als die Tochter von Schlagersängerin Michelle hat er es ja, und das zu Recht, ins Halbfinale geschafft. Im Einspieler gibts „One Moment In Time“ von Whitney Houston, „Father And Son“ zur Einstimmung auf Davys tragische Lebensgeschichte. Dann singt Davy Kaufmann „Unforgettable“ von Nat King Cole. Die harte Schale, der weiche Kern, der alte Song… das nenne ich mal einen schönen Auftritt. Günter Kaufmann, der schon im Dschungelcamp am Image werkelte, kommen im Publikum die Tränen. „Es muss dieses Mal klappen“, beschwört auch Bruce das Glück des Tüchtigen. „Maybe this time I win“, wie Liza Minelli einst sang. Vielleicht dieses Mal.

Johan Wellton, der Jongleur aus Schweder darf dann als achter auf die Bühne in diesem ersten Halbfinale. Extra für die Show hat er deutsch gelernt, und einen Dialekt hört man nicht. Wahrscheinlich haben Leute aus skandinavischen Ländern auch gar keinen Dialekt wenn sie deutsch sprechen. Dann gehts los. Auf Sylvies Vorschlag hin, hat sich Johan wirklich Hamster besorgt, die er anzündet, um mit ihnen zu jonglieren. Natürlich keine echten. Außerdem jongliert Johan ja wie schon beschrieben nach unten, statt nach oben. Als er sechs Tennisbälle unter einen Tisch jongliert, scheint das nicht wirklich richtig zu klappen. So richtig sagen kann man es aber nicht. Die Jury kommentiert dann natürlich weiterhin auf deutsch. Ob Johan das jetzt alles versteht, weiß ich allerdings nicht.

Auf diesen Mann haben wir gerade noch gewartet: Als Vorletzter darf nun Mr. Methan ran, der Kunstfurzer aus England. Warum er im Halbfinale des Supertalents ist, weiß niemand so genau. Der Einspieler aus Mr. Methans Heimat, einem kleinen englischen Küstendorf, ist allerdings schön anzusehen. Zur Musik aus Star Wars betritt das „Pupertalent“ 2009 (Hartwig) die Bühne. „Danke, dass ich das Vereinte Königreich repräsentieren darf“, scherzt Methan. Dann gibts klassische Musik und die passenden Fürze. Und plötzlich erinnern wir uns daran, dass auch im Halbfinale gebuzzert werden kann. Bruce ist der erste. Dann kommt Hartwig auf die Bühne. Er hat einen Ballon auf dem Kopf. Mr. Methan entkleidet seinen Po und steckt sich einen Röhre mit einem Dartpfeil in die Ritze. Der soll also in den Ballon gefurzt werden. Sylvie wendet sich ab, das Publikum pfeift und buht teilweise. Doch es klappt. „Fart A Dart“. „Das geht ein bisschen zu weit“, sagt Bruce.

Opernsängerin Vanessa Calgagno rührte schon mit ihrem ersten Auftritt. Nun ist sie zurück und bildet den Höhepunkt des ersten Halbfinales beim Supertalent 2009. Doch bevor die Saarbrückerin singen darf, muss eine weitere tragische Familiengeschichte erzählt werden. Mit der Zeit ist das ganz schön anstregend, vor allem da der Wechsel zwischen Albernheiten, wie eben Mr. Methan, der bunten Showkulisse und den tragischen Geschichten sehr hart ist. Der Mutter im Publikum gefällt der Einspieler jedenfalls, sie weint. Das ist das wichtigste. Dann singt Venessa. Diesmal keine Oper, sondern ein Musicalstück: „Somewhere“ aus der West Side Story. Schön. „Man trifft sich immer zwei Mal im Leben und ich glaube Dein Opa ist jetzt richtig neidisch, das er nicht dabei sein darf“, nimmt Schreyl auf den „bösen“ Großvater aus dem Einspieler Bezug. Was soll man dazu noch sagen? Irgendwo muss auch mal Schluß sein mit den kitschigen Sprüchen. Weniger ist manchmal mehr. Für Vanessa gilt das aber nicht. Die war super.

Kritik: Eines muss man nach diesem Halbfinale wirklich mal sagen: Mehr als die Hälfte aller Kandidaten wird mit einer tragischen Schicksalsgeschichte vorgestellt. Dabei kann ich mir nicht vorstellen, dass jeder diese unbedingt mit 8 Millionen RTL Zuschauern teilen will (manche wollen sicher, klar), der eine oder andere ist sicher auch für sich selbst mit Familie und Freunden glücklich darüber, dass er nach schwerer Zeit etwas schönes, einen Erfolg erlebt hat. Die aufdringliche Holzhammer-Methode, mit der RTL versucht auch noch die letzten Emotionen rauszukitzeln zeugt von wenig Gespür dafür, wie man solche Geschichten erzählt. Die gehetzte Art, wie hier eine Geschichte nach der anderen übertrieben pathetisch über den Sender gejagd wird, ist auch gegenüber ihren Protagonisten respektlos.

Jetzt ist jedenfalls erstmal Schluß mit der Sendung. Das Ergebnis des Telefonvotings wird eine Stunde später nach den Halbfinals in einer Ergebnis-Sendung verkündet. Alle Ergebnisse stehen hier auf tvundso.com: Wer ist weiter?

Supertalent – Die Kandidaten der 2. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 3. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 4. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 5. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 6. Show

Supertalent – Die Kandidaten der 7. Show

Supertalent – Halbfinale 2

Supertalent – Halbfinale 3

Supertalent 2009 – Das Finale

Advertisements