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John Krasinski und Jenna Fischer während der Dreharbeiten zur Hochzeit der von ihnen gespielten Jim Halpert und Pam Beesly in „The Office“. (Foto: famepictures, via PicApp)

Sie sind endlich verheiratet: Pam Beesly und Jim Halpert (Jenna Fischer und John Krasinski), die vermutlich einzig „normalen“ Mitarbeiter der fiktiven Niederlassung des Papier-Imperiums „Dunder Mifflin“ in Scranton, USA. Fünf Staffeln und ein paar Episoden hat es gendauert, bis sich die beiden Figuren aus „The Office“ (das amerikanische Stromberg) das Ja-Wort geben. In meinem persönlichen TV-Universum die vermutlich wichtigste TV-Hochzeit seitdem Andy und Flo bei GZSZ geheiratet haben. Und von Seifenoper hatte die Lovestory zwischen Jim und Pam auch immner irgendwie was.

Die Amerikaner fegte die vielleicht wichtigste Fernseh-Hochzeit des Jahres allerdings nicht grad massenhaft von den Straßen. 9,1 Millionen sahen zu. Was für derzeitige NBC-Verhältnisse ganz gut ist, aber für so eine wichtige Episode doch irgendwie enttäuscht. Vor einigen Jahren hätte das noch anders ausgesehen. Mit 4,5 Prozent aller jungen Amerikaner erreichte die Episode allerdings ein recht gutes Rating, nur noch geschlagen von Grey’s Anatomy (tvbythenumbers).

Dabei war die einstündige Hochzeitsepisode „Niagara“ gar nicht so schlecht. Time schreibt:

„Like a wedding itself, it was sometimes a long blur of one event after another; there were no subplots so much as a string of vignettes, some of them connected. And yet within that blur, there were a few moments that stood out and promised to stick with you: those moments that, as Pam said early on in the episode, you need to take a mental snapshot of.“

Einer der Höhepunkte der Sendung, neben der Vermählung als solcher, war vermutlich jene Szene in der Pam, ohnehin schon völlig gestresst, durch ein Missgeschick der Brautschleier zerreisst und Jim sie aufheitert, indem er sich die Krawatte abschneidet. Vermutlich denken viele weibliche Zuschauer in dem Moment, dass Jim Halpert der perfekte Mann ist.

Die aufgeweckte, erfrischende, humorvolle, aber niemals alberne Art- und Weise in der Jim Pam in Schlüsselszenen, wie eben auch dieser, immer wieder beistand, diese Art, sie erinnert eben auch daran, wie Michael Scott seinen Mitarbeitern beisteht. Mit dem Unterschied, dass Michael mangels sozialer Kompetenz oder Übereifer fast immer scheitert. Die Grundmotivation Jim gegenüber Pam, wie auch Michael gegenüber seinen Mitarbeiter ist allerdings dieselbe: Einsatz für den anderen, egal ob nun in Beruf oder Liebe.

Die eigentliche Vermählung sollte dann sowohl in einer Kirche, als auch auf einem Schiff in den Niagara-Fällen stattfinden, auf das Pam und Jim zwischendurch flüchten. Bei der kirchlichen Trauung entschieden sich die Produzenten ein Youtube-Video aufzugreifen, dass in diesem Sommer für Aufsehen sorgte: Die Hochzeit des realen Paares Jill und Kevin. Aus beidem, dem kuriosen Remake des Youtube-Videos als auch der beeindruckenden Niagara-Trauung wurde schließlich die eigentliche Hochzeit montiert, übrigens ganz ohne dass man jemanden sprechen hört. Sehr gelungen, fand ich. Vorab hatte sich Andy übrigens die Hoden gequetscht, Michael in irgendeiner Abstellkammer geschlafen und Kevin seine Schuhe verloren, so dass er Cleenex-Boxen statt dessen tragen musste.

In Amerika spekuliert man bereits jetzt schon, ob es für diese Hochzeits-Episode vielleicht einen Emmy geben könnte. In Anbetracht des Mangels anderer Höhepunkte im US-Fernsehen, ist das sicherlich nicht unrealistisch. Bis dahin kann man trotzdem schonmal sagen: Here’s to Pam und Jim!

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