Haben Sie auch manchmal das Gefühl beobachtet zu werden? Nun, dann sollten sie nicht auf die Seite des neuen Nachrichten-Portals von Burda gehen: nachrichten.de – denn dort werden sie auf vielen Seiten von Aufmacher-Augen angestarrt:

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Ob SPD-Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier, Palm-Chef Jon Rubinstein oder der britische Wirtschaftsminister Peter Mandelson: sie gucken den Nutzer alle an. Diebisch, verschmitzt. Ein bisschen nekisch, ja irgendwie auch beschützenswert wirken sie mit den abgeschnittenen Mündern, und dennoch: sie machen paranoid. Was wollen die von uns? Warum schauen sie uns so an? Diese Augen!

Offensichtlich rückt die Software von nachrichten.de die Augen immer in den Mittelpunkt des Bildes mit dem breiten Format, weil nur Mund und Nase oder nur Stirn noch blöder aussehen würde (beim Laden der Seite ergeben sich kurrzeitig sogar solche witzigen Bildschnitte).

Verschwiegen werden soll aber nicht, dass sich die Bilder natürlich auch aufklappen lassen:

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So wirkt Peter Mandelson gleich viel weniger bedrohlich. Rechts in der Seitenleiste übrigens gut zu erkennen: Mandelson eignet sich auch hervorragend um einen Text über Telekom-Boss René Obermann zu bebildern, was ja auch klar ist: beide haben mit Wirtschaft zu tun.

Naja, so ist das eben, wenn man eine Nachrichten-Seite baut, die völlig ohne Redaktion auskommt und von Computerformeln erstellt wird, da passiert sowas schon mal. Nachrichten.de ist nämlich ein Nachrichtenaggregator, der – wie wir sicher jetzt häufiger lesen werden – Google News Konkurrenz machen soll.

Mehr Eindrücke zu nachrichten.de bei Thomas Knüwer, der sich den Aggregator mal genauer angeschaut hat, Funktions- und Vermarktungsweise anspricht.