Tag 66 im Big Brother Haus. Scheinbar scheint der Tag unter dem Motto eines Stücks von Shakespeare zu stehen: Viel Lärm um nichts. Wegen einer Nichtigkeit bricht ein riesiger Streit im Haus aus. Aus einer Mücke wird ein Elefant. Vielleicht aber wird auch die Gruppendynamik und die schwelenden Konflikte wieder einmal sichtbar. (Bilder (c) endemol/Channel 4)

Als Charlie sich am Morgen des 66. Tages im Big Brother Haus darüber aufregt, dass Halfwit ein Handtuch von ihm in die Wäsche gegeben hat, was dahin nicht sollte, lacht sich Rodrigo, der gerade mit Halfwit frühsstückt, kaputt (Bild1): „In this house every small thing will make a big drama.“ Genau das wird später an diesem Tag noch passieren.

Für eine Aufgabe müssen vier Hausbewohner menschliche Kreisel sein (2), die von vier weiteren Hausbewohnern gedreht werden (was haptsächlich anfeuern heißt), und zwar immer dann, wenn Big Brother Musik in den Garten spielt. Schließlich muss am Ende des Musikstücks dann ein Puzzleteil in eine Schablone gelegt werden. Was natürlich schwer ist, wenn man sich vorher wie verrückt gedreht hat (3). Für jedes richtige Puzzle-Teil gibt es einen Token. Wieviele Tokens die Hausbewohner gewinnen wird allerdings nicht deutlich.

David hat am Abend im Garten einige Scherze gemacht, die auch gut ankamen, wie Bea und Siavash im Diary Room erzählen (4). Allerdings, so sagen sie, mache es den Eindruck, als versuche er damit möglichst von der Kamera eingefangen zu werden. Und außerdem glauben sie, dass er sich dümmer stellt, als er eigentlich ist. Später wird Davids angeblicher Gameplan noch mit Halfwit besprochen und darüber spekuuliert ob er nominiert werden könnte oder ob er sicher ist.

Vor einigen Tagen hat Big Brother Alkohol und Zigaretten an die Bewohner verteilt im Zusammenhang mit einer Party, die sie selbst aufteilen sollten. Warum auch immer, wie es scheint, hat Marcus (6) ein paar Päckchen Zigaretten unter seinem Bett gebunkert. Dogface, Bea, Charlie und Halfwit (5) wollen der Sache auf den Grund gehen, schließlich raucht Marcus ja überhaupt nicht. Marcus erklärt, dass er sie auf Vorrat halten wollte, um sie später zu verschenken. Nachdem Lisa und Marcus davon Wind kriegen, regen die sich auch noch über Marcus auf.

Wie das im Big Brother Haus so ist, und wie Rodrigo am Morgen anmerkte: Aus jeder kleinen Sache wird ein riesiges Drama. Marcus und Bea kriegen sich richtig in die Haare, allerdings auf einer Metaebene. Marcus fühlt sich durch die Reaktionen Beas und Halfwits ungerecht behandelt und Bea meint, es ist ihr scheißegal, ob er Zigaretten unter seinem Bett hat. Bis Marcus das Gespräch im Garten letztlich mit einem „Fuck you“ verlässt (7).

Weiter gehts in der Küche, Marcus meint Bea hätte Halfwit den falschen Eindruck vermittelt, darauf sagt Halfwit, dass er ja von Dogface den Eindruck bekommen habe, Marcus würde Zigaretten bunkern. Dann mischt sich Charlie ein, und sagt, Halfwit solle die Schuld nicht auf Dogface schieben (8). Das regt Halfwit auf(9) und es entbrennt ein Streit mit Charlie, der sich jetzt selbst angegriffen fühlt und Halfwit vorwirft, der größte Gameplaner im Haus zu sein (10). Als Charlie wütend und fluchend die Küche verlässt, kommt es gerade Recht, dass Bea seinen Weg kreuzt. Die muss sich jetzt auch anhören, eine Intrigantin zu sein. Charlie regt außerdem auf, dass Halfwit ständig über irgendwelche Gameplans anderer Leute redet, erfühlt sich dadurch auch bevormundet, wie er Halfwit später in der Küche vorwirft.

Während dessen streiten auch Bea und Marcus im Wohnzimmer, Bea fühlt sich ebenfalls ungerecht behandelt, weil Marcus meint, sie habe ihn ungerecht behandelt (…), und ist nun völlig enttäuscht von ihm (11), da sie nichts schlechtes über ihn gesagt habe. Charlie derweil in der Küche zu Halfwit: Du steckst hinter allen Verschwörungen! Du bist der größte Gameplaner. Währenddessen weint Bea im Garten (12) und macht dabei eher den Eindruck Gameplanerin zu sein. Zumindest könnte man als Zuschauer bei dem seltsamem Verhalten der Hausbewohner selbst auch paranoid werden. Allerdings darf man nicht vergessen, dass sie nun schon die zehnte Woche im Container sind.

Offensichtlich werden während der Streits und Diskussionen in dieser Nacht auch mal wieder die Regeln hinsichtlich des Verbots über Nominierungen zu sprechen gebrochen. Big Brother kündigt gegenüber den Zuschauern an, dass das Konsequenzen haben wird.

Halfwit und Charlie beschließen schließlich, das Thema erstmal abzuhaken, Charlie entschuldigt sich für seine Anschuldigungen, Bea und Marcus wollen offensichtlich mit Siavashs Hilfe auch erstmal einen Schlußstrich unter die Debatte ziehen. „Ich musste mich noch nie bis halb drei Uhr Morgend für meinen Gesichtsausdruck rechtfertigen“, sagt sie. Marcus entschuldigt sich, aber offensichtlich nur, damit Ruhe ist.

Wie auch immer, ich bin gespannt, welchen Einfluß die Ereignisse auf die kommenden Nominierungen haben. Vielleicht werden wir ja ein paar Überraschungen erleben?

Komplettes Big Brother 10 UK Tagebuch