Auf der Weltnetz-Heimseite von familyfair.de (ironische Wortwahl) ergreift die bekannte konservative Journalistin Eva Herman jetzt das Wort. Mit „Das Eva-Prinzip“ hat die ehemalige NDR-Moderatorin nun eine neue Online-Talkshow. Eva Herman ist 2007 beim NDR herausgefolgen, nachdem die, ohnehin umstrittene, Moderatorin bei einer Buchlesung missverständliche Aussagen über das Dritte Reich und dessen Familienpolitik getätigt hatte. Auch ein Aufklärungsversuch Eva Hermans in der Talkshow des bald ehemaligen ZDF-Quasslers Johannes B. Kerner scheiterte.

Familyfair.de wird betrieben vom konservativen Familie Direkt e.V., dem Presseberichten zufolge einige Rechtsauslager angehören. So schreibt Spiegel Online über das Mitglied Hartmut Steeb, der auch Generalsekretär der Evangelischen Allianz ist: „Im Jahr 2005 äußerte er in einem Leserbrief an die ‚Stuttgarter Zeitung‘ scharfe Kritik an der Schwulenparade zum Christopher Street Day und am Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Oettinger, der die Schirmherrschaft übernommen hatte: ‚Diese Selbstdarstellung der Homosexuellenlobby verdient keine öffentliche Unterstützung, weil sie kein Zukunftsmodell ist, sondern die Dekadenz in unserer Gesellschaft fördert.'“

Eva Herman ist nicht die erste Moderatorin, die nach einem unrühmlichem Abgang aus dem Fernsehen ihr Glück mir einem zweiten Anlauf im Internet versucht. Margarethe Schreinemakers versuchte sich wenig erfolgreich mit WebTV. Auch Elke Heidenreich versuchte ihre Sendung „Lesen!“ nach ihrem Abgang beim ZDF im Internet fortzuführen. In ihren Webvideos ist sie von der switch-Parodie nicht mehr zu unterscheiden.