Sie verdienen ordentlich Geld damit Arbeitslose und Hartz IV-Empfänger täglich im Programm zu Unterhaltungszwecken vorzuführen und zu portraitieren. Die Macher und Ausführenden zum Beispiel beim TV-Sender RTL. Wie jetzt bekannt wurde, will Bertelsmann, zudem auch RTL gehört, bis 2010 10.000 Leute entlassen (10 Prozent der Belegschaft). Berterlsmann-Sprecher Andreas Grafemeyer hat diese Zahl inzwischen als „wahrscheinlich viel zu hoch“ dementiert.

Könnte es dann also bald heißen: „Raus aus den Schulden, das RTL-Ex-Mitarbeiter-Special“?, „Wer wird arbeitslos?“, „RTL-Chefs im Dschungel: Ich war ein Entscheider, holt mich hier raus“? oder auch einfach „Mitten im Leben“? Darüber kann derzeit nur spekuliert werden.

Das sind die Fakten: Das Branchenmagazin Werben & Verkaufen (W&V) berichtet, dass Bertelsmann einen massiven Stellenabbau plant. Der Gütersloher Medienkonzern (RTL, Gruner + Jahr) habe ein ergebnisoffenes Kostensenkungsprogramm gestartet, es umfasse alle Bereiche des Konzerns und solle bis Spätsommer ungesetzt werden. Aus Aufsichtsratskreisen erfuhr W&V, das Programm “ sein ein sogenanntes „Overhead-Projekt, das die Leitungs-, Stabs- und Verwaltungsstrukturen auf allen Ebenen des Konzerns analysiert, um sie anschließend effizienter zu gestalten.“

Treffen soll es also neben dem Verwaltungsbereich, das Corporate Center in Gütersloh und die Stäbe sämtlicher Unternehmensbereiche und diejenigen der größten Bereichs-Untereinheiten sowie Profit-Center, so der Bericht unter Berufung auf interne Informationen.

Ich finde, mann sollte da echt ne Fernsehshow draus machen, mit Business-Aufgaben, Kakerlaken essen, vorsingen und all sowas – und wer am Ende das Zuschauervoting gewinnt, darf seinen Job behalten. Wär doch fair oder?