Am Donnerstag (28.5.) strahlt der Sender Phoenix die erste Asugabe eines neuen, experimentellen Talk-Formats aus. In der Sendung „Macht trifft Meinung“ (21:45 Uhr) werden Gregor Gysi, Linkspartei, und der der Journalist Matthias Mattusek aufeinandertreffen. In einem „Spiegel“-Artikel hatte Matussek Gysi Karrierismus vorgeworfen und ihn wegen seiner DDR-Vergangenheit publizistisch scharf angegriffen. Phoenix fragt: Wie reagiert Gysi, einer der besten Rhetoriker der politischen Landschaft Deutschlands, darauf?

Diese Konstellation: ein Journalist der kritisch über einen Politiker geschrieben hat (Phoenix selbst spricht von „Verriss“) und der betroffene Politiker im Zwiegespräch/Streit ohne Moderator, das ist das Konzept der neuen Sendung „Macht trifft Meinung“. In einem puristischen Ambiente sollen die Journalisten, die in letzter Zeit die schönsten Verisse geschrieben haben, und die von ihnen „heruntergemachten“ Spitzenpolitiker aufeinander treffen. Das soll einen Erkenntnisgewinn bezüglich Fragen wie: Herrscht nach dem Verriss in Zeitung, Radio oder Fernsehen Funkstille zwischen den Protagonisten? Gibt es einen Bruch, der sich nicht mehr kitten lässt oder gehen Politiker und Journalisten trotz der Blessuren weiterhin aufeinander zu – dann aber rational und kühl? ermöglichen.

Die Idee zu dieser Sendung basiert Informationen von DWDL zufolge wohl auf einem einschneidenen Erlebnis der Phoenix-Programmgeschäftsführers Michael Hirz. Als dieser Redakteur beim Presseclub war, geriet Journalist Matussek mit einem anderen Journalisten heftig in Streit, angeblich soll es auch zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. „Mein Menschenbild ist so, dass ich davon ausgehe, dass es auch bei Journalisten Läuterungsprozesse gibt“, sagte Hirz DWDL.

Die erste Folge mit Matussek und Gysi vom Donnerstag ist bereits aufgezeichnet, es heißt, niemand sei bei diesem verbalen „Celebrity Deathmatch“ zu Schaden gekommen. Die Folgen werden nach redaktioneller Vorgabe unzensiert ausgestrahlt.

3 – 2 – 1 – FIGHT!

Advertisements