Der sogenannte Poptitan Dieter Bohlen (DSDS) hat die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit der ARD beim Eurovision Song-Contest, bei dem Deutschalnd vor einer Woche nur 20. wurde, nicht grundsätzlich ausgeschloßen. Nachdem Stefan Raab der ARD absagte, weil die Rentnertruppe sich wieder mal nicht einig werden konnte, bringt die Bild kurzerhand Bohlen ins Spiel.

Auf Nachfrage der Boulevardzeitung bekräftigte Bohlen sein Interesse, er sei allerdings noch nicht angesprochen wurden:

Bisher bin ich noch nicht offiziell angesprochen worden“, sagt Dieter Bohlen. „Ich bin aber natürlich bereit, mich mit der ARD hinzusetzen, Tipps zu geben und eine Strategie zu erarbeiten.“

Der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber wollte sich zu diesen Spekulationen nicht äußern. Schreiber hatte Stefan Raab, der sich gestern bei Schlag den Raab geschlagen geben musste, für den Song-Contest ins Spiel gebracht, doch scheiterte letztlich an den verkrusteten Strukturen der ARD. Raab sagte dem Spiegel über seine Entscheidung:

Der NDR hat uns um Hilfe gebeten. Wir haben ein schlüssiges Gesamtkonzept vorgelegt. Die Entscheidungswege in der ARD sind aber derart kompliziert, dass sie mit unserer Arbeitsweise nicht vereinbar sind. Unser Song Contest heißt Bundesvision Song Contest.

Komiker Oliver Welke, der sich gerne mal in TV-Debatten einschaltet, kritisierte jetzt auch die Behördenmentalität der ARD, die haben sich selbst ausgebremst, erzählte er dem Spiegel.

Ob es da mit Dieter Bohlen einfacher laufen würde? Das Medienmagazin DWDL hält das Interesse an Bohlen am Eurovision Song-Contest für einen PR-Gag. Im Gegensatz zu Raab traue ich Bohlen allerdings locker zu, dass er zum Beispiel einen Titel schreiben könnte, der das enthält, was beim Grand Prix gefragt ist: Charme und Emotion.

Aber wer auch immer am deutschen Beitrag des kommenden Jahres, seiner Auswahl und der Präsentation des Vorentscheids rumbasteln darf, viel schlimmer kann es kaum werden. Zur Not tuts auch eine Horde dressierten, quieckender Affen.