Zur Verblüffung vieler Experten (und auch meiner) hat der Schwiegersohntyp Kris Allen die achte Staffel von American Idol gewonnen. Mit den Songs „Ain’t No Sunshine“ (Allens Lieblingslied), „What’s Going On“ von Marvin Gaye (Wahl des Pop Idol Erfinders Simon Fuller) und der Gewinnersingle „No Boundaries“ ersang sich Kris Allen den Titel des amerikanischen Superstars. Der eigentlich favorisierte Adam Lambert hatte mit „Mad World“ von Tears for Fears und „A Change is Gonna Come“ (Sam Cooke) sowie seiner Performance der Gewinnersingle dagegen keine Chance.

Dan Abramson von der Huffington Post sieht im Sieg von Kris Allen einen Sieg der Mittelmäßigkeit. Kris Allen sei der Typ ohne Persönlichkeit und mit einer durchschnittlichen Stimme.

Adam Lambert hatte da schon mehr polarisiert. Ähnlich wie beim deutschen Superstar-Gewinner Daniel Schuhmacher gab es Spekulationen um seine Sexualität. Schwul oder nicht schwul, das war hier die Frage, deren Beantwortung Lambert vermied. „Kris hat gewonnen, weil er ein großartiger Künstler ist, ich bin froh Zweiter zu sein“, sagte Adam Lambert einem Bericht von reuters zufolge. „Für mich geht es weniger darum, was heute Nacht passiert ist, es geht um Morgen, es geht darum, was danach kommt“.

Kris Allen wiederum hat ebenfalls versöhnliche Worte für den Zweitplatzierten Lambert übrig: „Er wird vermutlich erfolgreicher als ich, macht euch um den mal keine Sorgen“, erzählte Kris Allen MTV. „Der wird ein Megastar“.

Ganz so überraschend war der Sieg von Kris Allen letzten Endes dann doch nicht. American Idol wird mehr noch als DSDS inzwischen sehr stark auf von älteren Zuschauern gesehen. Kein Wunder das der ausgeflippte Adam Lambert gegen den unkantigen Kris Allen keine Chance hatte.

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