Ich könnte ja jetzt sagen, ich habs ja geahnt. Aber das kann man im Nachhinein immer sagen. Als ich vor gut einem Monat den Trailer zu dem langerwarteten neuem Film von Lars von Trier – „Antichrist“ – gesehen habe, beschlich mich schon so ein merkwürdiges Gefühl von „da stimmt was nicht“.

Beim Cannes Filmfestival hat Lars von Trier mit diesem Film jetzt offensichtlich ganz schön für Aufregung gesorgt. Viele glauben nun offenbar, Lars von Trier ist komplett durchgeknallt.

Der Horrorfilm „Antichrist“ erzählt die Geschichte eines Paares, das nach dem Tod des Kindes in einer Hütte im Wald Erholung sucht, dort aber von seltsamen Vorkommnissen verfolgt und verstört wird. Filmkritiker Roger Ebert sagt, es sei der verzweifeltste Film, den er jemals gesehen hat und Jeff Wells glaubt, der Film könnte das Ende von von Triers Regiekarriere bedeuten. (mehr dazu bei den 5 Filmfreunden)

Es ist bekannt, dass Lars von Trier unter Ängsten und Depressionen leidet, den Ring der Nibelungen konnte 2006 in Bayreuth nicht inszenieren, da dieser seine Kräfte übersteigen würde. Genie und Wahnsinn liegen ja bekanntlich nah beeinander. Und es kann gut sein, dass von Trier mit diesem, seinem neuesten Film, sein Innerstes nach außen gekehrt hat.

Vielleicht wollte von Trier aber auch geschickt die Logik des französischen Filmfestivals für seine PR nutzen, um sich auf die Leinwand zurückzumelden. Er selbst sagt, es sei sein wichtigster Film. Geklappt hat das jedenfalls, auch wenn sich die Filmberichte eher lustig machen, wie ein Blick auf die Schlagzeilen zeigt: Blut, Schweiß und Dänen, kalauern die einen, Wenn zwei sich häuten, die anderen.

Ich persönlich kann es nicht abwarten, den Film zu sehen, bitte ihr Jungs und Mädels bei Zentropa, stellt eine Kopie ins Netz! Bis 10. September kann ich unmöglich warten!