Eigentlich müsste man den deutschen Auftritt, ja vielleicht sogar den ganzen Eurovision Song-Contest heute absagen. Das russische Regime zeigte sich im Vorfeld des Gesangswettbewerbs mal wieder von seiner undemokratischen Seite. Demonstrationen von Homosexuellen wurden erneut unter Gewaltanwendung aufgelöst.

Zum Hintergrund schreibt die sueddeutsche.de: „Obwohl Homosexualität seit 1993 in Russland nicht mehr strafbar ist und seit Ende der 90er Jahre auch nicht mehr als „Geisteskrankheit“ eingestuft wird, ist die Schwulenfeindlichkeit bis heute weit verbreitet. Vor allem Moskaus Bürgermeister Juri Luschkow und Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche wettern immer wieder über ‚abartige Handlungen‘ und ‚Satanswerk'“

Die mediale Aufmerksam wollten die Homosexuellen nun nutzen, um auf ihre Situation in Russland aufmerksam zu machen. Die Demonstrationen wurden jedoch verboten. Dennoch protestierten Demonstranten heute in Russland. Medienberichten zufolge wurde die Demonstration, wie ähnliche Demonstrationen in der Vergangenheit, gewaltsam aufgelöst: „Augenzeugen berichteten, Polizisten der Spezialeinheit OMON hätten Demonstranten nahe der Lomonossow-Universität gejagt und in Gefängniswagen gesperrt.“ (Deutsche Welle)

Auf diese Politik der Russen kann es nur eine Reaktion geben, nämlich ein klares Statement der Künstler heute abend auf der Bühne. Wäre ich Grand Prix-Teilnehmer würde ich eine Regenbogenfahne am Ende meines Auftritts hochhalten und rufen: Russia – Zero Points!

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