Der heutige Tag der Arbeit ist für RTL ein Grund zu über die eigene Arbeit zufrieden zu sein. Seit 200 Monaten, schreibt der Sender in einer Pressemitteilung, ist RTL nun ununterbrochen Marktführer in der Zielgruppe der 14 bis 49jährigen. Im Mai 2009 erreichte RTL einen Zielgruppenmarktanteil von 17,2 Prozent und liegt damit vor ProSieben (12,1) und Sat.1 (10,9).

Auch die komplette Sendergruppe von RTL (RTL, VOX, n-tv, SUPER RTL, RTL II) liegt mit 34,9 Prozent Zielgruppenmarktanteil vor der ProSieben-Sat.1-Gruppe (29,9).

Seinen langanhaltenden Erfolg zu verdanken hat RTL allerdings vornemlich der (professionellen) Übernahme von Formaten aus dem Ausland. Ob die Quotenhits DSDS, Dschungelcamp, Supertalent, was bei RTL erfolgreich ist, war auch zuvor im Ausland schon ein Hit.

Im Gegensatz dazu ProSieben: Die Quotenrenner rund um Stefan Raab kommen allesamt aus der Ideenschmiede von Brainpool und wurden wie „Schlag den Raab“ selbst ins Ausland exportiert („Beat the Star“/ITV; und dann wieder importiert: „Schlag den Star“).

Allerdings gehören zur RTL-Gruppe auch Produktionsfirmen wie FremantleMedia und Talckback Thames, die für einen Großteil des hochwertigen Unterhaltungsprogramms zuständig sind oder deren Lizenzen für bestimmte Länder halten. Von diesem Umfeld profitiert indirekt natürlich RTL Deutschland (ohne das man ihnen diesen Erfolg als eigene Leistung zuschreiben könnte, im Gegenteil: eine deutsche Apprentice-Version hat RTL 2005 komplett verhauen).

Im Umfeld der RTL Lizenzprodukte sind dann aber auch Eigengewächse wie die hervorragenden Comedies „Böse Mädchen“ (MA 14-49: bis zu 24,8 %) und „4 Singles“ (MA 14-49: bis zu 21,3 % erfolgreich. Hier versagt hingegen Sat.1 seit Jahren mit Innovation und Esprit am „Fun-Freitag“ (heißt nur so).

Außerdem stark bei RTL: US-TV wie House oder CSI:Miami, Blockbuster und Formel 1.