Können auf eine zweite Staffel hoffen: die Charaktere von Privileged

Können auf eine zweite Staffel hoffen: die Charaktere von Privileged

Die federleichte und wunderhübsche Coming-of-Age-Serie „Privileged“ beim US-Mini-Sender „The CW“ ist zwar die schwächste Serie im frauenspezifischen Programm des US-Kanals, gilt aber unter TV-Fans auch als Geheimtipp. Bloggerin Franzi mag sie zum Beispiel sehr gerne, und ich auch. Trotz schlechter Quoten von nur 1,5 Millionen Zuschauern (was bei The CW aber kein besonderer Ausnahmefall ist), gibt es nun allerdings erste Anzeichen, dass die Geschichte von Megan Smith im reichen Palm Beach weitergehen könnte.

Serienjunkies berichtet, dass „The CW“ im Sommer die erste Staffel wiederholen will, und spekuliert, dass es dafür eigentlich nur den Grund geben kann, dass in der quotenschwachen Sommerzeit der eine oder andere Zuschauer hinzugewonnen werden soll, den man dann mit in eine zweite Staffel nehmen kann.

Zwischen den Privileged-Machern und der Senderleitung soll es dem Bericht zufolge in der kommenden Woche einen Termin für ein Gespräch über eine zweite, 13-teilige Staffel geben. Mit einer offiziellen Stellungnahme ist allgemein aber nicht vor der Präsentation des Herbstprogramms im Mai zu rechnen.

Privileged erzählt die Geschichte von Megan Smith, die eigentlich Journalistin werden will, statt dessen aber als Tutorin (oder eher Kindermädchen) bei einer reichen Unternehmerin in Palm Beach landet und sich fortan um die beiden Enkelinnen kümmert. Die eine naiv und gutherzig, die andere hinterhältig und berechnend, beide jedoch mit wohltuendem Abstand zur reinen Klischeehaftigkeit (im Rahmen einer solchen Serie). Nebenbei muss sich Megan noch um die eigenen Familienangelgenheiten kümmern, nachdem sie jahrelang zu Vater, Schwester und Mutter keinen Kontakt hatte. Und natürlich gibt es auch zahlreiche Männerprobleme zu bewältigen.

Anders als die ebenfalls im vergangenen Herbst gestartete Neuauflage von „90210“ (die genau wie „Gossip Girl“ – auch von „The CW“ – seit kurzem samstags auf ProSieben läuft) ist Privilged eine weitaus inspiriertere und schöner geschriebene Serie über reiche, verzogenen Mädchen und ihre Lebenswirklichkeit. Zwar erfüllt Privileged alle Klischees die man von den Handlungsbögen und Charakteren einer solchen Show erwartet, ist jedoch nie zu aufdringlich und schmalzig gemacht, statt dessen eben leicht, herzerwärmend und sehr schön anzuschauen. „The CW“ würde einen großen Fehler begehen die Show zu canceln. Da das Programm des Senders allgemein schlechte Quoten einfährt, wäre das auch keine sonderlich clevere Entscheidung.