Prison Break geht weiter. Seit dem 17. April (jetzt immer bzw. noch weitere fünf Mal freitags) läuft die Hide and Run-Serie, die einst als Ausbruchserie startete, wieder. Doch lange geht es nicht mehr. Insgesamt 6 Folgen werden im Fernsehen zu sehen sein. Den Abschluß der Serie wird ein 88-minütiger Prison Break-Film mit dem Titel „The Final Break“ bilden, der am 21. Juli 2009 auf DVD und Blu-ray (in Amerika) erscheint. Zuvor erscheint am 2. Juni die vierte Staffel komplett auf DVD, jedoch ohne den Film. Der Film geht direkt auf DVD und wird nicht im Fernsehen gezeigt.

Es folgen Spoiler zur aktuellen Handlung von Prison Break (17.04.09, USA).

Lincoln Burrows, Mutter Christina: Ungeklärte Familienangelegenheiten

Lincoln Burrows, Mutter Christina: ungeklärte Familienangelegenheiten

Die am vergangenen Freitag ausgestrahlte 17. Folge der vierten Staffel von Prison Break erreichte nur noch 2,68 Millionen amerikanische TV-Zuschauer (die erste Staffel erreichte durchschnittlich über 9 Millionen). Trotz der insgesamt eher geringen Bereitschaft der Amerikaner derzeit Freitags den Fernseher anzustellen, eine eher desolate Quote. Im Internet jedoch ist das Interesse der weltweiten Fans immernoch groß. Allein über den Tracker von eztv wurde die neueste Folge über 400.000 Mal heruntergeladen (zum Vergleich: Heroes 530.000). Die Einnahmen aus dem Verkauf der Lizenzen weltweit und den DVD-Releases dürften Fox also kaum Sorgen bereiten. Das Interesse ist ungebrochen groß.

Zunächst einmal war ich allerdings etwas verwirrt, zu lange ist es inzwischen her, dass ich die bis dahin letzte Folge von Prison Break gesehen hatte. Worum gings nochmal?

Achja, dieses Scylla, ein unglaublich wertvolles Item, das alle haben wollen. Es enthält so etwas wie eine „Weltformel“, die beschreibt wie man alle Energieprobleme der Menschheit lösen kann. In falschen Händen eine heikle Angelegenheit und in den richtigen ein Schritt in eine bessere Welt. Doch wer nur ist Gut und wer ist Böse. So geraten auch mal wieder Michael, der mit Sarah nach seiner Hirn-OP aus der Company geflohen ist und Lincoln der mit Mahone, T-Bag und Self ebenfalls nach Scylla sucht, zwischen die Fronten.

Und dann taucht plötzlich Michaels und Lincolns Mutter auf, von der wir ja schon wussten, dass sie noch lebt. Es sind also wieder einmal Familienangelegenheiten, die im Mittelpunkt von Prison Break stehen. Ungeklärte diesmal.

Das war schon immer ein großes Thema bei Prison Break, die Familie. Alle haben sie alles immer eigentlich nur getan, um ihre Familie zu schützen und irgendwann mit ihr zusammen sein zu können. Lincoln hat einen Sohn, Michael will ja nur mit Sarah glücklich sein (was er auch hätte sein können, wäre nicht die dritte und vierte Staffel erdacht wurden), Mahones Sohn wird erschossen, sogar Double-Agent Gretchen hat eine Tochter, T-Bag sehnt sich auf seine kranke Art nach einer Familie und so weiter und so fort.

Und jetzt also die Mutter. Das musste ja so kommen. Welche Rolle ihr zukommt, ist unklar. Erstmal zumindest macht sie den Eindruck die Gute zu sein. „Wenn sie nur verstehen könnten, was ich vorhabe“, hört man sie am Anfang zu sich selbst sagen. Folge 17 aber schließt damit, dass sie den Befehl gibt, Lincoln zu erschießen. Für ein höheres Ziel? Auch das ein immer wiederkehrendes Thema bei Prison Break. Unschuldige (oder auch Schuldige) sterben immer wieder, Michael macht das Probleme, verhindern kann er es nicht, für andere ist es der Lauf der Dinge, weil es um etwas wichtigeres geht.

Prison Break ist trotz so mancher Plotholes, sinnfreier Handlungs- und Spannungsbögen insofern sich immer treu geblieben. Auch wenn viele die Serie, die sich ständig veränderte (aber irgendwie doch immer gleich war) jetzt nun nicht mehr mögen, es ist immernoch Prison Break. Kurzweilige Action, komplexe Verschwörungstory, wunderbares Ensemble.

Ich finds schade, dass es vorbei ist. Und ich bin gespannt, wie und ob sich alle Handlungsstränge am Ende zusammenfinden werden. Vielleicht rettet die Familie am Ende ja doch die Welt. Dann wäre das auch mal geklärt mit der Weltrettung.

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