X-Factor-Gewinnerin Alexandra Burke

Von ihren Emotionen überwältigt: X-Factor-Gewinnerin Alexandra Burke

Was für eine Show: Alexandra Burke ist die Gewinnerin der fünften Staffel von The X-Factor. „Are you ready“, fragt Moderator Dermot O’Leary (der einen fantastischen Job gemacht hat) bevor Alexandra die Gewinner-Single „Hallelujah“ noch einmal singt. Aber sie ist es noch nicht. Nach dem ersten Teil bricht vor Rührung und überwältigenden Emotionen die Stimme weg, danach bricht es aus ihr heraus, ihr gesangliches Talent, ein freundschaftlicher Blick von Mentorin Sheryl Cole, einst selbst Castingshow-Star, es ist ihr Moment. Und kurz darauf stürmen schon alle Finalisten der Bühne, um an ihrer Seite zu sein – es ist ein würdiges Ende der fünften Staffel von The X-Factor. Mit der richtigen Siegerin. Beinah hatte ich befürchtet JLS würde das Rennen machen.

Das war aber auch eine Show: nach der Fußball-WeltEuropameisterschaft und den Olympischen Spielen, so kann man es sagen, das Finale von The X-Factor war das TV-Highlight des Jahres 2008. Nehmt einfach „Wetten, dass… ?“, „DSDS“, „Das Supertalent“, das „Dschungelcamp“ und „Schlag den Raab“, multipliziert das alles mit 100 (in Worten: Einhundert) – und ihr seid noch nichtmal nah dran. Unglaublich welchen Hype, welche Hysterie die Produzenten in der Finalshow entfachen konnten. Es stimmte einfach alles, von hinten bis vorne. Die Einspieler, die Live-Schaltungen zu den Fans in Nord-Irland und London, die Duetts der Finalisten mit Boyzone, Westlife und Beyonce (diese zu Alexandra: Sing it girl), die Dynamik der Bilder, die Dramatik der Show: das ist Fernsehen!

Danke ITV, danke Freemantle, danke Großbritannien für die Votes für Alexandra (für alle Kandidaten des Finales gingen 8 Millionen Votes ein: irre!). Ein Lehrstück in Sachen Casting-Shows, in Sachen Samstag-Abend-Unterhaltung und in Sachen Fernsehen. Zweifelsohne die beste Show 2008. Warum Simon Cowell am Ende sagte: „I know this isn’t evryones cup of tea, this show […]“ (bevor er sich bei allen Zuschauern usw. bedankte), verstehe ich allerdings nicht; X-Factor ist anders als DSDS oder Pop Idol längst „everyones cup of tea“, nur noch übertroffen von Fußball. Es ist das beste moderne Fernsehen. Simple as that.

Andere Blogs über Alexandra Burke: digichris, ci-jou.

tvsongs schreibt einiges Wissenswertes über Alexandras Single „Hallelujah“ oder besser: die Geschichte des Songs. In den Kommentaren dort ist er auch verlinkt.

Persönlicher Zusatz: RTL und Grundy, bitte lernt dazu. DSDS kann mehr, will mehr und soll mehr sein. Macht es doch genauso gut. Bitte!

xftv

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