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Die großartige britische Reality-Show “The Apprentice” (BBC) kann man ja für viele Dinge loben, was ich hier auf dem Blog auch schon gemacht habe. Für den (nicht mehr ganz so) subtilen Humor zum Beispiel. Für das, was das Reality-Genre betrifft, hohe Niveau, oder eben auch für die wunderschönen Bilder, in der die Sendung fotografiert bzw. gefilmt ist. Deshalb habe ich mir gedacht, mache ich mal Screenshots von einigen Szenen, und in der Tat hätte man Dutzende Beispiele finden können. Hier sind ein paar. Die Qualität ist natürlich nicht vergleichbar mit dem Erlebnis am z.B. HD-Fernseher der leider nur in Großbritannien lebenden oder sich da aufhaltenden Menschen vorbehalten ist. Und schon gar nicht mit bewegtem Bild oder der wunderbaaren Komposition aus Bild, Schnitt und oft Musik.

Am bekanntesten ist “The Apprentice” natürlich für seinen atemberaubenden Luftaufnahmen von zumeist London (wie hier im Vorspann) oder der britischen Landschaft, wenn sich die Kandidaten ins Umland begeben.

Der Morgen der vierten Apprentice-Woche, bzw. die Sendung, beginnt mit der Aufnahme einer über einen Teich oder Fluß schwimmenden Ente. Erinnert mich an die “XY-Content”-Beiträge eines bekannten deutschen Bloggers.

Für die Besprechung der wöchentlichen Aufgabe suchen sich Produzenten immer gerne besondere Orte aus. Fabrikhallen, Ortsteile, das Olypmpiazentrum (3. Folge) oder wie hier einen botanischen Garten (4. Folge). Denn es sollen natürliche Kosmetikprodukte herrgestellt und vermarktet werden.

Bei den Besprechungen, Sitzungen, Pitches und Boardroomsequenzen, werden die Gesichter der Akteure, wie hier von Sir Alan Sugar und Nick Hewer, oft großflächig und aussagekräftig eingefangen und beschnitten (hier zusätzlich manipuliert durch mich).

Wann immer es geht – hier sind die Kandidaten auf dem Weg irgendwelche “Algen” für die Kosmetik zu sammeln – achten die Produzenten darauf, dass sich interessante Perspektiven und Linienführungen im Bild ergeben.

Mitunter ergibt sich wie hier, bei den plötzlich und unvermittelt im Imkerkostüm angezogenen Kandidaten (sie holen Honig für eine Seife), eine gewisse fast absurde Komik. Noch lustiger waren allerdings die Algensammler, als sie vollbepackt im Wasser stehend erfuhren, dass 300 Gramm ausreichen; die jedoch Formattechnisch hier nicht in den Eintrag passen. (Achtung: nächstes Foto mit Spoiler zur Episode 4)

Am Ende des Tages wartet das Verliererteam vor dem Boardroom (der übrigens nur eine Filmkulisse ist) auf die abschließende Besprechung und die gefürchteten Worte “You’re Fired”. Die Sekretärin (die übrigens nur eine Schauspielerin ist) spricht dann die legendären Worte “Sir Alan will see you now”. In Folge 4 trifft es die Rothaarige ganz links, unverdient wie ich finde. Das Team hatte zwei Öle verwechselt, was – aufgrund des viel teureren Öls – zu einem Verlust führte und den Sieg kostete. Die Teamleaderin musste gehen.

Auf die Gewinner wartet hingegen eine Belohnung. Das erfolgreiche Kosmetik-Team ging zum Beispiel Sushi essen (und lernte dabei auch, wie man es herstellt), in Woche 3 (hier im Bild) wartete auf die Gewinner der “Entwickelt ein Fitness-Gerät”-Aufgabe ein Konzert mit einer bekannten klassischen Sängerin. Auch hier zeigt die Kamera mit viel Gespür für Detail die offensichtlich ehrlich ergriffenen Kandidaten (was hier zugegeben nicht ganz deutlich wird).
“The Apprentice” ist, wie ich finde, ein hervorrangendes Beispiel dafür, wie sehr eine moderne, gelungene Umsetzung mit hohen Produktionswerten und kluger Bildsprache eine Sendung aufwerten kann. Egal ob Harmonie, Spannung (oder der Wechsel von beidem), Sinn für Details und Momente – es ist wie aus einem Lehrbuch für gutes Fernsehen. In Deutschland wäre etwa teilweise Germanys Next Top Model in ähnlichem Maße dafür zu loben. Eine Sendung die ich ansich nicht gerne sehe (weil mich das Thema nicht interessiert), die aber manchmal auf ziemlich chic aussieht. Und auch die gefloppte Bruce Darnell-Show auf der ARD war hervorragend fotografiert, ausgestattet und geschnitten. Logisch – in beiden gehts um Schönheit. Aber auch andere Dinge können schön aussehen, wie man sieht.

Catering-Pitch bei The Apprentice: Grilled in some way
Noch in der vergangenen Woche hatte ich den subtilen Humor bei The Apprentice gelobt, doch nach der zweiten Episode der fünften Staffel muss man wohl sagen, dass von subtil eigentlich keine Rede mehr sein kann. Es macht den Eindruck, als sei The Apprentice inzwischen eine komplette Comedy-Show geworden. Das Gute daran: Es ist trotzdem unglaublich lustig.
Diesmal mussten die Kandidaten einen Catering-Service organisieren. Beim Pitch mit dem Kunden, einem Finanzdienstleister, versagte das Damen-Team dann auch – zur Freude des Zuschauers – auf ganzer Linie. Und das ging so:
Kandidatin: … so for the hot canapés (pronounced like ‘canopy’) we have, uhm, tomato mozarella…
Kunde: That’s unusual, hot tomato mozarella…
Kandidatin: I’m, I’m guessing that it’s grilled in some way… I’m not the chef…, so, uhm…
Kunde: You’re representing the chef…
Kandidatin: ok…
[...]
Kandidatin: The cold canapés. bruschetta… which is… always a favorite.
Kunde: Bruschetta’s usually served hot, but nevermind. So, just bruschetta?
Kandidatin: Cold bruschetta!
Kunde: Could you do blinis, or something like that?
Kandidatin: I’ve heard of blinis… [proud] We will be able to produce them, because we have the experience to do that.
Kunde: Right, I’m a little worried.
Beim Männer-Team hingegen lief es auch nicht viel besser. 60 Pfund pro Kopf für ein Catering stellten sich – mal wieder – als völlig überteuert heraus. Am Ende wurden 15 draus. Doch dafür gab es dann wohl trotzdem das volle 60 Pfund-Programm, was schließlich zu einem Verlust von 600 Pfund führte. Und dazu, dass das Männer-Team verlor.
Doch nicht nur die Männer verloren auch The Apprentice verlor: Und zwar Zuschauer. Nach dem Rekord-Debut in der vergangenen Woche gingen aufgrund des Fußball-Länderspiels (England – Ukraine) 1,7 Millionen Zuschauer verloren. 6,4 Millionen Briten schauten trotzdem lieber Apprentice als Fußball, was einem Marktanteil von 25,2 Prozent entspricht.

Ex-NBA-Star Rodman: Sucht-Intervention in Reality Show
Bei Reality TV kann man sich ja niemals so sicher sein, ob das, was wir da sehen wirklich Reality oder einfach nur Fiktion ist, von der Produzenten in Drehbücher, die es ja eigentlich nicht geben sollte, geschrieben, damit die Show besser läuft. Selbst bei so hochwertig produzierten und im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlten Realyties wie der britischen Version von “The Apprentice” wurden mit der Zeit der eine oder andere Fake enthüllt. Die Sekretärin ist nur eine Schauspielerin, der Boardroom nur eine Kulisse, die Final-Kandidaren arbeiten vor der Entscheidung sechs Monate für Sir Alan Sugar, Szenen wurden mehrfach gedreht (Quelle: wiki). Das alles ist immerhin transparent. Aber es lässt erahnen, wie es wohl bei den anderen von Mark Burnett produzierten Realities im amerikanischen Privatfernsehen zugeht, etwa bei “The Celebrity Apprentice”.
In der am vergangenen Samstag gezeigten fünften Episode der zweiten Prominentenstaffel der Businesshow passierte nun etwas, dass man so bislang auch noch nicht so oft, oder zumindest nur in extra dafür ausgelegten Shows gesehen hatte und das echt, halbecht oder irgendwie konstruiert sein könnte: eine Sucht-Intervention. Der ehemalige NBA-Baskettballstar Dennis Rodman wurde im Boardroom mit seinem vermutlichen Alkoholproblem konfrontiert. Rodman hatte in den ersten vier Episode vor allem dadurch geglänzt, dass er keinen Bock auf Teamplay hatte, dafür aber gerne mal feiern ging und verschlief. Bis zur fünften Episode hatte Boss Donald Trump ihm das nachgesehen. Doch als Rodman auch als Teammanager bei der Aufgabe mit den anderen Prominenten ein Hotel zu managen wieder einmal trank, seine Aufgaben nicht sonderlich ernst nahm und mit den Gästen am liebsten über Stripclubs plapperte, war es aus für ihn. Trump sprach die legendären Worte: “You’re fired”. Im Boardroom herrschte gedrückte Stimmung.
TV Grapevine beschreibt und interpretiert die denkenswürdige Szene hervorragend:
He called Dennis on his drinking and the EX-athlete turned around and threw back at him the fact that Jesse at one time had a drinking problem of his own. This seemed to really draw some emotional blood out of Jesse and instead of striking back he did the most intelligent and dignified thing…..he addressed the entire room and asked them to look at the two championship winning US athletes sitting at the table, Herschel Walker of the NFL and Dennis Rodman of the NBA and see the obvious contrast in the character of these two great men. The room fell silent, tears welled up in the eyes of many and in the end Donald Trump sent his beloved (and hung over) Dennis packing. The end of the show gave the phone number of AA and one has to wonder if perhaps Donald and Dennis’ management might be old friends and the mogul was asked to bring Dennis on the show solely for this reason. For a man with such a big personality it might have taken a public, contractually obligated setting to get the message to him about his problem.
Auch schon im Falle David Hasselhofs wurde von den üblichen Psychologen, welche die Boulevardmagazine gerne befragen, seinerzeit spekuliert, ob das öffentlich gemachte Video mit einem betrunken am Boden robbenden Hasselhof ihm nun geschadet hat oder therapeutischen Nutzen hatte. Zurückgekommen sind sie ja ohnehin oft wieder die kaputten US-Stars. Zuletzt spielte Mickey Rourke, Ex-Boxer und zwischenzeitlich gescheiterter Schauspieler, in The Wrestler quasi sich selbst und verpasste um ein Haar den Oscar. Rodman, diese exzentrische Persönlichkeit, braucht den Ruhm. Er wird hoffentlich nicht durch die gleiche Hölle wie Rourke gehen müssen, um ihn irgendwann wiederzuerlangen.

Jurorin Mountford, Autowäsche mit offener Tür: subtile Komik in den Bemühungen des realitätsfremden Business-Nachwuchses
Never before in the history of carwashing have so few cars been washed by so many people in such a long time. (Margaret Mountford)
The Apprentice (Der Lehrling, in Deutschland: Big Boss, 2005), das seit vier Jahren überaus erfolgreich bei der BBC läuft, geht in die fünfte Runde. Und die startete so stark wie noch nie zuvor: 8,1 Millionen Briten sehen die erste Episode.
Doch das Schlimme zuerst: Frances, die von einer Schauspielerin gespielte Figur der Sekretärin Sir Alan Sugars aus Staffel 3 und 4 ist scheinbar nicht mehr dabei und wurde durch eine junge, blonde Dame ersetzt. Und ich dachte, sie hatte nur mal eine Schwangerschaftsvertretung. Nie wieder werden wir also Sätze hören wie “Sir Alan will see you now”, “You can go through to the boardroom now” oder das fast schon lasziv gehauchte “Yes, Sir Alan”, Sätze wie sie nur Frances sagen konnte.
Aber das ist nur ein Detail am Rande der vermutlich besten Reality Show der Welt. Details spielen bei The Apprentice allerdings seit jeher eine große Rolle. Vielleicht ist es ja Einbildung, aber die Produktionswerte der Sendung kommen mir unglaublich hoch vor. Jeder Kameraschwenk, jeder Schnitt scheint seine Bedeutung zu haben, nichts scheint rein zufällig so zu sein, wie es ist. Alles wirkt durchdacht, wunderbar komponiert und sieht dabei auch noch unverschämt gut aus. Einzig die inzwischen etwas zu langen Boardroom-Sequenzen wirken nicht aus einem Guß. Es scheint, als seien die Kommentare Sir Alans und die der Kandidaten gezielt montiert, was nicht sein sollte.
Subtile Komik
Die größte Stärke von Apprentice ist der wunderbar subtile Sinn für Komik. Komik die in der Hauptsendung für sich steht und die man auf den ersten Blick nicht unbedingt entdeckt. Noch mehr als beim (deutschen) Dschungelcamp wird die eigentümliche Komik so mancher Situation durch den Moderator der die Sendung flankierenden Zusatzshow “You’re Fired” (die unbedingt zum kompletten Apprentice-Erlebnis gehören sollte) stilsicher ironisiert. Da stört es auch kaum, dass in der “You’re Fired”-Show nervige Celebrities zur Kommentierung und zum Dialog mit dem ausgeschiedenen Bewerber eingeladen werden.
Es gibt also viel zu entdecken in Apprentice, das, wenn man den Sinn der Macher für diese subtile Komik teilen kann, einen zum Tränen lachen bringen kann. Unvergessen sind sicher Momente, wie der in der vierten Staffel, als die Kandidaten in Marrakesch versuchen einem muslimischem Metzger ein koscheres Hühnchen abzukaufen und dieses zu allem Überfluss noch mit der christlichen Kreuzigungsgeste verdeutlichen.
Auch in der ersten Episode der fünften Staffel gab es sie wieder, die seltsam realtätsfremden Schwächen des angeblich hoffnungsvollen Business-Nachwuchses (eine Kritik der Qualität der Kandidaten bei der Times). So versuchten die männlichen Kandidaten bei der ersten Aufgabe mit Autowäsche möglichst viel Geld zu verdienen, ließen aber die Türen beim Reinigungsvorgang offen. Und bei den Damen bricht eine Kandidation bei den Preisverhandlungen mal eben mit dem Prinzip König Kunde: “I think, you got it all wrong”. Und es geschah einer der Apprentice-typischen Fehler, bei dem der Preis für eine Dienstleistung von den Kandidaten viel zu hoch eingeschätzt wurde. 300 Pfund für eine Autowäsche? Normalerweise zahlen wir 20, sagt der Mitarbeiter des Autohauses. Dann sollten sie mal schnell mit ihrem Manager reden, 20 Pfund für eine Autowäsche? Völlig unmöglich, insistiert Teammanagerin Mona. Und man fühlt sich an die Szene der vierten Staffel erinnert, als eine Wäschreinigung mehr als das 10fache des üblichen Preises kosten sollte, der 24 Stunden Hotline wegen, wie später im Boardroom argumentiert wurde…
Aber selbst der ständig leidend erscheinende Blick einer Kandidation oder der merkwürdige Gang eines anderen Kandidaten oder ein Satz wie: “Nice to meet you too. Now… we’re here” mit dem sich eine Kandidatin beim Kunden vorstellt und dabei voller Tatendrang die Handflächen auf den Tisch stützt, entfalten bei The Apprentice ein wunderbares Unterhaltungspotenzial. Es sind, ganz wie beim Dschungelcamp, die kleinen, gut beobachteten Dinge, die Apprentice so außergewöhnlich gut machen. Die Tatsache, dass es sich nicht wirklich um den besten Business-Nachwuchs des Landes handelt, stört dabei genauso wenig, wie die Tatsache, dass es im Dschungel in der Regel nur C bis Z-Promis gibt. Es sind die Charaktere, die Details und die Ironie (die bei Apprentice viel weniger eine Ironiesimulation ist als beim Dschungelcamp), die das ganze so gut machen.
Haltung statt Emotion
The Apprentice ist aber nicht nur hervorragend produziert und mit einem subtilen Sinn für Komik ausgestattet. The Apprentice ist, und das passt natürlich sehr gut zu England, eines der ganz wenigen, wenn nicht sogar das einzige Reality Format, das Haltung hat. Beobachtet, was die Kandidaten so 24 Stunden im Haus treiben, geheult und gestritten wird bei Apprentice höchst selten. Trotz des impliziert rücksichtlosen Bildes des Unternehmers und einem manchmal bloody vulgären Alan Sugar gibt es bei Apprentice noch sowas wie Sitten, Anstand und Knigge, die ihre Erscheinung zuvorderst natürlich in Nick Hewer und Margaret Mountford finden. The Apprentice gehört dabei aber nicht zu gutmenschelnden Realities wie Secret Millionaire (Channel 4) oder Geheime Helfer (Sat.1), sondern ist eine jener bemerkenswert klug gemachten Reality-Shows, bei denen man herzlich über die Kandidaten lachen darf, ohne das denen dabei an irgendeiner Stelle wirklich die Würde genommen wird. Also vergleichbar mit dem Dschungel oder “Bauer sucht Frau” (RTL) oder “Papa gesucht” (RTL).
Leute die keinen Bezug zu den feinen ironischen, aber niemals menschenverachtenden Darstellungsformen des besseren Reality TVs haben wird The Apprentice natürlich auch nicht gefallen. Und da gibt es, so wie beim oben verlinktem Times Online-Artikel von Caitlin Moran noch die Leute, die in seltsam reflexartiger kultur- und medienkritischer Manier plötzlich anfangen von “deludo, second-string sales reps” zu schwafeln. Das alles ändert jedoch nichts daran, dass jeder der Reality mag, in den kommenden Wochen einen Pflichttermin bei BBC oder der Internetplattform seines Vertrauens hat, um für eineinhalb Stunden “The Apprentice” und “You’re Fired” zu genießen.
Offizielle BBC-Seite zu The Apprentice
The Apprentice, BBC, Series 5, seit 25. März 2009, mittwochs 21 Uhr GMT
This mates name is Gavin, who was originally quotet on ITVs website: “I don’t do anything that benefits humanity”. Gavin was one out of seven contestants in ITVs answer to popular “The Apprentice UK” called “Natural Born Sellers”, which was reduced to only sales tasks rather than real business tasks. Whoever made the most sales in for example windows, furnitures or whirlpools got the chance to drive a better car and was allowed to evict one of the bottom two salesman of the task. Gavin has always been in the bottom two, five weeks in a row. Finally he described himself as Britain’s most succesful unsuccesful salesman. But he was always kept in the game by the Top Dog due to tactical considerations.
The funny thing is, after beeing always the most unsuccesful salesman, Gavin won the game in the last episode, where they had to sell shares in racing horse for charity. Gavin turned the corner by trying his luck in a pitch with some rich man, who decided to bid 20.000 pounds for that horse, by the condition to brand this sick childs wheelchair, for which his donation money would be used for, which i found a bit hypocrit. However, fortune favors fools and Gavin was through.
This Story about a loser who finally wins may sound nice, but for the show it’s quite a disaster. It was foreseeable, that Gavin would win, because they gave him so much screentime from the beginning, and he didn’t really earned that one. If only luck finally decides about the winner, it’s not a real good show about business. It’s stupid and miles away from reality.
Another thing is the role of mobile phones billionaire John Caudwell, who might be supposed to take the place, which is filled bei Sir Alan Sugar in UKs Apprentice or Donald Trump in the US Version. John Caudwell hat nothing to to during the hole show besides to slightly moderate the talk in a sparsely furnished “boardroom”. This room looked as sad as the hole show.
The final epsiode attracted about one million viewers, which is not so much if you remember that Apprentice was watched by 9 million. Earlier this season it was removed from peak time to a later broadcast, which didn’t benefit at all.
Besides all the criticism, Natural Born Sellers had some interessting people in it like these Natural Born Bitch Thea and also Gavin, who was funny to watch falling step by step into self-mockery. Also “in these lean economic times, there’s a certain nostalgia value to a show that’s celebrated the art of separating customers from their money”, as Jane Simon described the value of the programme on mirrors website.
Natural Born Sellers, ITV (UK), 3. October – 6. November 2008

In Ireland the popular Reality Show “The Apprentice” broadcasts these weeks an own version. I started watching it to pass the time till the new season of Apprentice UK which is my favorite one, although I’m also looking forward to the second season of The Celebrity Apprentice in the US. The first one has been quite funny, especially when Piers Morgan got into trouble with Omarosa and finally showed Country-Singer Trace Adkins how the charity thing works.
Back to Ireland: by episode four it turned out that Irish Apprentice is a great show. It’s a very good version with great debates in the boardroom. So, what’s different from the UK Version: At first sight, not much. The concept licensed by Mark Burnett (Survivor) is nearly the same, same pictures, same look, same dramatization. The entrepreneur is Bill Cullen, selfmade millionaire and businessman, and known for beeing a philantropist. According to wikipedia, he gave all the proceeds from his autobiography “It’s a long way from Penny Apples” (He started with selling apples, no not the computers) to charity. That may make him as likeable as Sir Alan Sugar from the UK, who’s a supporter of the Labour Party and a nice man too. Cullens sidekicks however are not as great as Margaret Mountford and Nick Hewer. The irish sidekicks are his partner, and former glamour model Jackie Lavin (who is not really looking like a model anymore) and PR “guru” Brian Purcell, who looks more like a hooligan than a businessman. Bringing family into the business and on the screen sometimes is pathetic, as we all have seen in case of Donald Trumps studid children beeing his Apprentice sidekicks. In case of Bill Cullen it’s ok, both, Jackie and Brian, do a good job.
There are two main differences compared to the UK-Version. First, the show lacks of humor and charme. Secondly, due to financal reasons it’s connected with the real business, or explicitly with the business of the sponsors. Producer Larry Bass said in an interview with IFTN:
Our show is modeled on the US series – you will see a reflection of the BBC series given that it is the same format. But unlike the BBC which has very strict guidelines and regulations in relation to commercials products, our show is based on the US show which has full partners on the project so that the tasks that our candidates do are real tasks in real businesses, and that’s the main difference.
This however makes the tasks sometimes a little bit stupid. So the candidates had to sell food from a junk food provider namend Supermacs, which wasn’t really tasty at all. Also the show got into trouble regarding accusations of product placement. Times Online also reported payments for advertising the prizes, the winning team gets at the end of each show: ““€5,000 includes the filming of the contestants using the prize, an introduction by the host Bill Cullen and a credit in the closing roller.”
Nevertheless, the show rises and falls with it’s candidates. One is outstanding so far: Joanna Murphy, a 33 year old Sales Director, who seems to be a little too self-conscious and resitant to any form of criticism. She is also the reason, why I enjoyed the fourth episode so much: Her complete failure during the pitches in this episode openend a view behind her professional and arogant attitude, which nevertheless became dominant in the boardroom again. It was one of greatest boardroom scenes I’ve ever seen on this programme.
The last episode from season four of Apprentice UK has attracted over 9 Million viewers, the ratings in Ireland are still behind its RTE competition. With 276.000 viewers (3rd epsiode) it had a 17pc share of viewers aged over 15, while the UK Version had an audience share mostly over 30pc.
But as we know: It’s a long way from Penny Apples.
“The Apprentice”, also der Lehrling, ist ein tolles Reality-Format. Es zeigt in der Regel Leute, die wohl oder übel überzeugt von sich sein müssen, schließlich wollen sie Donald Trump beweisen, dass sie Gespür für Geschäft haben. Viel Fassade, wenig dahinter, ist der eine Teil der Show, zur Schau getragene (amerikanische) Werte, wie Unternehmertum, Anstand, Respekt oder Wohltätigkeit der andere. Besonders interessant wird es, wenn, so wie Anfang des Jahres geschehen, Prominente gegeneinander antreten. Mit Piers Morgan (America’s/Britain’s Got Talent), Lennox Lewis (Boxer), Gene Simmons (Kiss) oder Vincent Pastore (Die Sopranos), war die siebte Ausgabe der Business-Show hervorragend besetzt.
Wirklich große Geschäfte mussten die Promis zwar nicht machen, meistens kam es darauf an möglichst viele Bekannte zum Spenden zu überreden, aber das eigentliche Highlight der Serie sind ja auch die Beziehungen untereinander, sowie der scheinbar nie an Reiz verlierende Dialog (oder das Verhör) mit Donald Trump am Ende, der in der Regel flankiert wird von seinen mehr oder weniger schillernden Kindern Ivanka und Trump Jr., die nicht wirklich etwas zu sagen haben. Auch das, für sich genommen, ist schon alleine ein Grund einzuschalten.
Die Trump-Show ist so verlogen, wie es auch die amerikanische Realtität ist, vordergründig freundlich und um Werte bemüht, aber doch letztlich enthüllend. Nicht nur, dass Trump unfreiwillig ein peinliches Bild abgibt, wenn er seinen Nachwuchs um Rat fragt, der aber keinen hat, auch das wohltätige Ansinnen der Serie ist eher aufgesetzt. Die jeweils 20.000 Dollar für die Charity des jeweils siegenden Teamchefs sind eher Peanuts, der PR-Effekt für die in der Serie vorkommenden Unternehmen wie Kodak, QVC oder Pedigree dürfte höher sein. Mitunter handelt es sich um eine 45 Minütige Werbesendung, die an Skurilität nicht zu übertreffend ist, als Trump begeistert feststellt, dass der 59 Dollar-Aku-Staubsauger von QVC auch Stecknadel aufsaugen kann (”Sowas hab ich noch nie gesehen”).
Tito Ortez, ebenfalls Boxer, ist sich ebensowenig nicht zu schade, mit seiner Pornofreundin durch den Central Park zu kutschieren, findet aber keine Worte bei der Präsentation eines Badezusatzes mit Joghurt. Alec Baldwins aufgequollener Bruder, Steven, blamiert sich im Wesentlichen damit, dass er außer seinem Bruder scheinbar niemanden kennt, der auch nur annähernd berühmt ist. Selbst seiner Mutter muss er am Telefon erstmal erklären, wer er eigentlich ist. Nicht viel besser geht es Country Star Trace Adkins, als er vom Manager der Backstreat Boys gefragt wird: “Was ist eine Funktion?”. Omarosa, selbst schonmal Teilnehmer in einer früheren Staffel, hat das selbe Problem, und verfolgt daher vor allem ein Ziel: Pierce Morgan beleidigen. Fast schon dem Wahsinn verfallen, wirft sie ihm in einer Folge vor, dass ein anderer Mann seine Kinder erzieht, und außerdem sei er homosexuell.
Trotz alldem, oder gerade deswegen ist es wunderbare Unterhaltung. Insbesondere eben am Ende, wenn hochdramatisch ermittelt, wer denn jetzt gefeuert werden soll. “Wenn Du ich wärst, wen würdest Du feuern?” lautet die redundante Frage Trumps an jedes Mitglied des Verlierer-Teams. Und wenn die Entscheidung steht: “XY, Du bist ein toller Mensch, aber entschuldige: Du bist gefeuert”. Meistens darf Ivanka dann nochmal bestätigen, dass XY ein wirklich toller Mensch ist.
Hinter die Fassaden der schillernden Prominenz zu blicken, das ist wohl ein Format, dass nie an Faszination verlieren wird. Der Versuch sich selbst zu präsentieren, obwohl man im Vergleich zu anderen Menschen sich eigentlich nur durch Prominenz auszeichnet, und sei es auch nur, weil der Bruder berühmt ist, der Hang, Gutes zu tun, und darüber zu reden, und der ständige Balanceakt zwischen gespielten Respekt voreinander, bis man dem anderen ein Messer in den Rücken rammen kann, das ist der Stoff aus dem solches Fernsehen gemacht sein muss. Es ist gelungen.
The Apprentice, Season 7, 3. Januar – 27. März 2008, NBC










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